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Online verliebt, offline enttäuscht
Marcel Schwickerath / SPIEGEL WISSENDas Internet ist die Probebühne für die erste Liebe. Noch nie war das Spiel vom Bauchkribbeln bis zum Schlussmachen so vielseitig wie heute - und so öffentlich.
http://www.spiegel.dewissen/0,1518,831819,00.html
- #1 09.05.2012 12:14 von
Das war im reallife
doch schon immer so.Annika hat ein Problem: Wenn sie ihre Trennung auf Facebook vermerkt, würde "Single" in ihrem Beziehungsstatus stehen. Das sähe nicht schön aus. Also findet Annika eine mediengerechte Lösung: Sie "heiratet" online einfach ihre beste Freundin. Problem gelöst, Profil gerettet.
Einladung zum Geschäftsessen.
"Bitte erscheinen sie mit Ihrer/m Partnerin/Partner"
Da wurde dann halt auch die beste Freundin / Freund mitgenommen.
Es wird nur alles auf eine andere Ebene gehoben.
Es mag vielleicht alles ein wenig öffentlicher sein...
...so ein Blödsinn.
Wenn man als Nerd die Schulschönheit gefragt hat ob sie mit einem
gehen will, wusste das schon Minuten später die ganze Schule.
Auch ohne facebook.
Da hätte man sich gewünscht wenn man nur online ausgelacht würde.
Den Bildschirm kann man nämlich ausschalten.
reallife leider nicht. - #2 09.05.2012 14:07 von
Ist doch super!
Solange Leute öffentlich auf FB über ihren Beziehungsstatus berichten oder versuchen, diesen zu ändern, bietet FB für mich mehr Unterhaltung als jeder Kinofilm.
- #3 09.05.2012 14:57 von
Warum
... machen die das?
- #4 09.05.2012 14:58 von
Wirklich?
Welche Provider machen das denn?Rund ein Drittel aller 12- bis 13-Jährigen verfügt über einen eigenen Internetzugang... - #5 09.05.2012 15:00 von
Wer will solls machen...
Da ich 17 Jahre alt bin und so etwas jeden Tag mitbekomme, wie die Leute aus meiner Klasse ihren Beziehungsstatus ändern oder Pärchenbilder hochladen bin daran gewöhnt. Ich finde nicht, dass man auf Facebook (wird meiner Meinung nach viel häufiger verwendet) sein "muss", allerdings verpasst man eine Menge an Informationen, wie z.B. Hausaufgaben oder ähnliches. Man muss aber auf Facebook nicht seinen Beziehungsstatus angeben, was ich auch persöhnlich eher ablehnen würde, da dann fast jeder meiner Facebookfreunde dann dieses Mädchen einmal "durchchecken" würde ...
- #6 09.05.2012 15:14 von
- #7 09.05.2012 15:53 von
- #8 09.05.2012 15:58 von
Die Aufregung und Sorgen werden überbewertet. Die Kinder sollten frühzeitig mitbekommen, dass das Leben kein Dinseyland ist und die meisten Menschen um einen herum Egoisten und Betrüger sind.
Sonst sind die Probleme aus dieser Naivität heraus am Ende viel größer.
Auf FB würde ich mein Profile ständig nach Lust und Laune ändern, fall es doch mal jemand liest :) - #9 09.05.2012 16:00 von
"Die Folge könne sein, dass Schönheitsideale und die eigene Sexualität zu sehr fremdbestimmt werden."
Die Formulierung "zu sehr" lässt natürlich viele Deutungsmöglichkeiten offen. Dennoch: Wann in den letzten 10.000 Jahren wäre die Fremdbestimmtheit des menschlichen Ideals jemals geringer gewesen als heute? Nenn' mir eine Kultur, und ich nenne dir eine Institution, die das Selbstbild der Menschen manipuliert.
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