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Online-Rollenspiel: Warum "World of Warcraft" nur noch nervt
Activision Blizzard"World of Warcraft" macht keinen Spaß mehr. Das Riesen-Rollenspiel wurde immer einfacher und komfortabler, erfolgshungrige Einzelgänger kämpfen sich heute in rasantem Tempo durch Abenteuer ohne Reiz - und die Nutzerzahlen schwinden. Abrechnung mit einer einst geliebten Spielwelt.
http://www.spiegel.de/netzwelt/games...821779,00.html
- #60 20.03.2012 11:50 von
So ist es... obwohl
erinnert mich an EQ2.
In der Beta waren alle Spieler freundlich und hilfsbereit. Zu Begin gab es noch Klassenquests um ueberhaupt etwas zu werden, dann konnte man so ab Mitte des Spiels seine Klasse in verschiedene Richtungen entwickeln usw. Das macht man nun alles auf dem Startscreen waehrend der Charaktererstellung per Mausklick :D
Aehnlich ist es bei WoW, ich habe alle AddOns bis Catalyst und immer mal wieder packt es mich und ich spiele meinen ~30er Schurken etwas weiter. Ja, ich spiele den Schurken wie einen Schurken und groesstenteils alleine andere Klassen werden groesstenteils mit Verachtung empfangen :)
Dabei ziehe ich viel durch die Lande und hin und wieder lauere ich auch mal dem Feind auf (RP-PVP Server).
Fuer mich ist eher der Weg das Ziel und nicht wie schwer die Gegener sind. Wer diese Spiele spielt um Erfolg zu haben und nicht nur als Zeitvertreib, sollte sich mal Gedanken machen. - #61 20.03.2012 11:51 von
[QUOTE=GSchwartzkopf;9854291]
viel Spaß, ich kenne einige die haben nach nur 4-6 Wochen dieses mangels content schon wieder aufgegeben ;)
ich habe AO, LOTRO, AOC, WOW und einige "unbezahlte" hinter mir, aber zur Zeit ist EQ2 wohl doch das non plus ultra. Zumindest wenn man einfach nur ein bischen Spielspaß haben will.
Zu Rift kann ich leider nichts sagen.
Aber als Resultat kann man sagen: Alle MMOs leiden an exakt den gleichen Symptomen. - #62 20.03.2012 11:53 von
Leider war
Ich habe WoW 6 Jahre beigewohnt und wechselte aus der CounterStrike-Sparte, um besseres Teamplay zu finden. Zu 60er Zeiten gab es eine fesselnde Story, die gibt es noch immer. Aber wer ganz vorne im Content mitmischen wollte, der musste einen ausgewogenen Raid aus 40 Personen zusammenstellen, Taktiken für hochkomplexe Bossfights studieren und jeder musste wissen, was wann wo wie zu tun war. Als Belohnung stand man nachts nach dem Raid in Ironforge (Eisenschmiede) und wurde von unzähligen Personen aufgrund seines Titels, seiner eroberten Waffe oder seinem außergewöhnlich seltenem Rüstungsset bewundert und beglückwünscht. (Dabei sei anzumerken, dass ich zu dieser Zeit knapp 30 Jahre alt war, eine intakte Beziehung hatte und ein funktionierendes, soziales Umfeld mit einem ordentlichen Job).
Nachdem ich in Wrath of the Lich King den Endgegner bezwungen hatte, war der Zeitpunkt gekommen, aufzuhören. Alternativ hätte ich den exakt gleichen Konentn noch in Heroisch, 10 Mann normal oder 10 Mann non heroisch bezwingen können... um trotzdem das gleiche Set zu tragen, wie der Casual Gamer, der diese Anstrengungen nicht unternehmen möchte, aber nahezu gleiche Belohnungen kassiert.
Ich habe von Level 10 an einen Def Tank gespielt, der sich damals sein Brot in der freien Welt nur sehr mühsam erstreiten konnte. In Cataclysm noch einmal ausprobiert ist der Def Tank noch immer die unsterbliche Überlebensmaschine, die aber dank Selbstheilung und wahnsinns Schadensspitzen die Universalkillermaschine ist... wie übrigens mittlerweile jede Klasse. Viele Onlinebekanntschaften zum Trotz, habe ich meinen Account endgültig gekündigt und ohne adäquaten Ersatz das spielen weitestgehend aufgegeben. 100 Fistkillvideos und hunderte Screenshots lassen mich wehmütig an eine Zeit denken, in dem ich der perfektesten Spielmechanik in einer scheinbar unendlich großen Welt beiwohnen durfte. Ich habe noch zugesehen, als die Tore von An Quirai geöffnet werden sollten... weiß mit dieser Aussage heute noch wer was anzufangen?
Eliah - Die alte Nachtwache von Sen'Jin - #63 20.03.2012 11:54 von
- #64 20.03.2012 11:57 von
.
..,dass nur WoW unter diesem Manko leidet, auch andere MMORPGs haben diese Phasen durchgemacht. Ich bin ebenfalls ein sog. Casual Gamer, der nicht mal so eben 5 Stunden am Stück Zeit, um eine Hardcore-Instanz zu spielen, nur um an Items zu kommen, ohne die eine weitere Entwicklung des Charakters und somit neuen Herausforderungen keinen Sinn machen. Hier liegt m.E. auch ein Fehler der Hersteller, die fehlenden Content durch Superduper-must-have-Items glauben ersetzen zu müssen.
Und ich habe schon eine ganze Menge an MMORPGs gespielt, hier mal aus meiner Sicht eine kurze Bewertung:
Dark Age of Camelot - meines Erachtens das allerbeste MMORPG, was bisher auf dem Markt war bis die Erweiterung "Trials of Atlantis" auf den Markt kam. Die dort zu erreichenden Masterlevel waren nur durch sehr zeitaufwendige Quests in sehr großen Gruppen zu erreichen. Ohne diese Masterlevel machte aber das RvR keinen Spaß mehr, da man Kanonenfutter in einem 1:1 war, oder auch im Gruppenfight. Nichtsdestotrotz habe ich es immerhin über 5 Jahre gespielt, gerade die Komponente Player vs Player ist bis heute von keinem anderen Spiel erreicht worden. Auch der Zusammenhalt innerhalb der einzelnen Fraktionen, auch gildenübergreifend, habe ich seitdem nicht mehr erlebt. Mehrere Charaktere mit der Höchststufe 50.
World of Warcraft - habe ich nach Veröffentlichung ca. ein dreiviertel Jahr gespielt. Damals hat das endlose Grinden von Monstern den Spielspaß getrübt. Richtig gute Items waren nur mit aufeinander eingespielten Gruppen in den entsprechenden Instanzen zu erlangen. Kein Charakter hat jemals die Höchststufe erreicht.
Der Herr der Ringe online - nach DAoC das zweitbeste MMORPG mit sehr schönen Quests. Auch die sog. Bücher-Quests, die zum Teil besondere Anforderungen stellten, waren von der Geschichte sehr atmosphärisch dicht erzählt. Leider war hier die Möglichkeit des PvP nur rudimentär vorhanden. Spielzeit 2 Jahre, ein Charakter auf der damaligen Höchststufe 50. - #65 20.03.2012 11:59 von
Stimme dem ganzen Artikel auch voll und ganz zu!
Ich war auch Hardcore-Gamer, jeden Tag viele Stunden, mehr als 3 Jahre lang. Aber der Anspruch, der schon zu Beginn des Spiels nicht sehr hoch war sank stetig tiefer und tiefer.
Sie haben einfach nicht erkannt, dass das Gejammere in den Foren zum gewissen Teil im Grunde auch ein verstecktes Kompliment war.
Übrigens, die enorme Fähigkeitenvermengung der einzelnen Klassen und Rassen ist auch schon anderen Spielen nicht sehr gut bekommen, was die Nutzerzahlen anging. - #66 20.03.2012 12:02 von
kein titel
Das nervige ist ja nur das bei jeder neuen Ankündiung sofort das Gemecker losgeht. "O mein Gott, Pandas einzuführen ist ja nur dafür das mehr Asiaten ins Spiel kommen"
Am besten war ein Kommentar aus einer Game-Zeitschrift
"Ich muss jetzt leider mal was nettes über Blizzard sagen"
Der Mann tut einem richtig leid. Hoffe er ist darüber hinweggekommen^^ - #67 20.03.2012 12:02 von
- #68 20.03.2012 12:05 von
Die Spiele selbst sich nicht das Problem, sondern die Psychotricks der Entwickler um Sucht zu erzeugen.
Es gibt in der Spieleentwicklung etwas sehr wichtiges, wonach man als Entwickler greift und das ist der Flow, also sich in etwas, in dem Fall dem Spiel, zu verlieren.
Flow wiederrum kann aber, wie so vieles, Sucht erzeugen.
Inzwischen geht es den Entwicklern aber nicht mehr um Flow, sondern nur noch um Sucht.
Und es gibt Alternativen, bei beispielsweise SWTOR kann man den Ansatz sehen, der aus Browserspielen ja auch bekannt ist: Dort kann man den Begleitern Aufträge zum sammeln geben, die auch in der Offlinzeit durchgeführt werden. Dies weitergedacht gibt man dem Spieler die Möglichkeit, seine Figur zu verbessern, ohne unglaublich öde Mechanismen 1000mal zu wiederholen.
Wenn ein Spielt spielt, sollte er es aus Spaß machen und nicht aus Zwang. - #69 20.03.2012 12:09 von
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