Online-Offensive: Millionen Versicherte sollen ihren Zahnarzt bewerten

DPADie Krankenkassen blasen zur großen Qualitätsoffensive. Millionen Deutsche sollen einen Online-Fragebogen ausfüllen und rund 55.000 Zahnärzte bewerten. Die Ergebnisse werden in einem Internet-Portal veröffentlicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...817352,00.html
  1. #70

    An was das...

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Ganz nett, nur übersehen die Kassen daß Millionen TROTZ Versicherung sich keinen Zahnarztbesuch mehr leisten können.
    ...wohl liegen mag
  2. #71

    Noch eine Adresse...

    Zitat von gekko88 Beitrag anzeigen
    Mein Zahnarzt ist ein absolutes Goldstück. Den bewerte ich gerne mit der vollen Punktzahl.
    ...bitte teilen Sie mir diese mit.
  3. #72

    Ja, ja...

    Zitat von oberallgaeuer Beitrag anzeigen
    Ja und nein. Ich war bei einem Zahnarzt, der mir dringend eine Implantation empfohlen hatte.
    Der zweite Zahnarzt machte "nur" eine Wurzelbehandlung - ich habe meinen Zahn immer noch. Für die Preisdifferenz können Sie locker eine Weltreise machen.
    Eine Bewertung der Krankenkasse würde ich mindestens genau so sehr befürworten.
    ...Sie sagen es. eine objektive Beurteilung wäre sehr wichtig
  4. #73

    Zitat von _unwissender Beitrag anzeigen
    ein Blick zu Denic bringt es an den Tag:
    die Bertelsmann Stiftung betreibt den Dienst. Und das seit zumindest schlappen 5 Jahren....
    Hat schon mal jemand eruiert, welches Interesse diese hat?
    Alles klar. Die üblichen Verdächtigen.
  5. #74

    Sehr guter Trpp

    Zitat von aufderuhr Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum, dass der Patient den Arzt beweten kann. Im engen Bekanntenkreis habe ich allerdings einen Zahntechniker. Und der kann ganz genau sagen, welcher Zahnarzt sein Handwerk versteht.
    Allerdings sieht es dann leider *sehr* schlecht aus.
    Die Qoute der guten Zahnärzte liegt da nämlich weit unter 50%.

    Also nicht die Patienten fragen, sondern wesentlich die Arbeiter im zahntechnischen Bereich.
    dem ist nichts hinzuzufügen
  6. #75

    4. Unterschiedet er im Umgang zwischen Privat- und Kassenpatienten? Bei zwei offensichtlicher Ungleichbehandlung wäre ich skeptisch, ob der Arzt an seinen Patienten oder in allererster Linie an seinen Umsatz?



    Warum wird Ärzten eigentlich immer Geldgeilheit vorgeworfen? In diesem unseren System sind niedergelassene Ärzte selbstständige Unternehmer mit vollem unternehmerischen Risiko. Die Einkommensseite können sie aber - anders als zum Beispiel der Friseur oder Installateur - nicht direkt beeinflussen. Wenn der Friseur für den gleichen Haarschnitt von einen Kunden das Doppelte, Dreifache oder auch Vielfache abrechnen könnte würde er den doch auch bevorzugt bedienen und jeder hätte Verständnis.

    Unternehmer müssen auf Umsatz schauen, sonst sind sie morgen keine Unternehmer mehr. Studien belegen aber auch, dass außer dem schnelleren Termin KEINE qualitativen Unterschiede in der ärztlichen Versorgung bestehen. Also freuen wir uns doch über die überwiegend vorherrschende charakterliche Eignung der Ärzteschaft, dass sie zwar den privaten schnellere Termine geben, den kassenversicherten aber die ebenso gute medizinische Versorgung zukommen lassen.

    Und die moderne Prangermentalität, die das Internet fördert ist doch misslich. Das schwächt doch die wirklichen Leistungsträger des Systems und wer auf vergleichbaren bereits bestehenden Portalen schaut kann sehen, wie unqualifiziert und undifferenziert da teilweise Verdrossenheit am gesamten System dem einzelnen Arzt in die Schuhe geschoben wird.
  7. #76

    Dr. Rolf Weber

    Zitat von kasssandra Beitrag anzeigen
    ...und geben Sie mir die Adresse Ihres Zahnarztes. Ich meine es ernst
    Hamburg-Billstedt.
    Aber ich muß Sie warnen, wenn Sie sich einen Termin geben lassen, dann seien Sie bitte pünktlich, denn Sie werden pünktlich aufgerufen.
    Der Eintritt kostet 10 Euro an weiter finanzielle Belastungen kann ich mich in den letzten 15 Jahren nicht erinnern.
    Er macht alles was nötig ist, er weigert sich weisse Zähne noch weisser zu machen (schädigt den Zahn), er will ihnen kein Keramik verkaufen (Pastik hält mindestens genauso lange und man sieht keinen Unterschied) und wo andere teure Operationen durchführen, findet er meistens einen kostenlosen Weg das Problem langfristig zu lösen.
    Ach, er ist dazu noch sehr freundlich und strahlt eine Ruhe aus, dass die Angst, die ich vor über 15 Jahren noch hatte, verflogen ist.
    Ein Mann, der einfach Spass an seiner Arbeit hat.
  8. #77

    Zitat von kaaaa Beitrag anzeigen
    4. Unterschiedet er im Umgang zwischen Privat- und Kassenpatienten? Bei zwei offensichtlicher Ungleichbehandlung wäre ich skeptisch, ob der Arzt an seinen Patienten oder in allererster Linie an seinen Umsatz?



    Warum wird Ärzten eigentlich immer Geldgeilheit vorgeworfen? In diesem unseren System sind niedergelassene Ärzte selbstständige Unternehmer mit vollem unternehmerischen Risiko. Die Einkommensseite können sie aber - anders als zum Beispiel der Friseur oder Installateur - nicht direkt beeinflussen. Wenn der Friseur für den gleichen Haarschnitt von einen Kunden das Doppelte, Dreifache oder auch Vielfache abrechnen könnte würde er den doch auch bevorzugt bedienen und jeder hätte Verständnis.

    Unternehmer müssen auf Umsatz schauen, sonst sind sie morgen keine Unternehmer mehr. Studien belegen aber auch, dass außer dem schnelleren Termin KEINE qualitativen Unterschiede in der ärztlichen Versorgung bestehen. Also freuen wir uns doch über die überwiegend vorherrschende charakterliche Eignung der Ärzteschaft, dass sie zwar den privaten schnellere Termine geben, den kassenversicherten aber die ebenso gute medizinische Versorgung zukommen lassen.

    Und die moderne Prangermentalität, die das Internet fördert ist doch misslich. Das schwächt doch die wirklichen Leistungsträger des Systems und wer auf vergleichbaren bereits bestehenden Portalen schaut kann sehen, wie unqualifiziert und undifferenziert da teilweise Verdrossenheit am gesamten System dem einzelnen Arzt in die Schuhe geschoben wird.
    Gerade bei Zahnärzten erkenne ich in meinem Bekanntenkreis eine sehr starke fixierung auf das Geld. Wenn meine Freunde und Bekannte zum Zahnarzt gehen, dann muß da immer sonst etwas gemacht werden und das muß auch noch teuer bezahlt werden. Da ich auf die 50 zugehe und immer noch meine alle meine zweiten habe scheint er was richtig zu machen.
    Als ich neulich die erste Wurzelbehandlung machen mußte, haben mir aufgrund meiner Beschreibung mehrere Freunde gesagt, dass jetzt mein Kiefer aufgebohrt wird. Mein Zahnarzt lachte einmal und sagte, dass hat man vor sehr langer Zeit mal gemacht, inzwischen ist man da etwas weiter. Ein guter Freund meinte, "vor sehr langer Zeit? Das ist bei mir 6 Monate her."
  9. #78

    Zitat von dentista Beitrag anzeigen
    Da kann ich als bald angehender Zahnarzt nur zustimmen. Klar, es gibt gute und schlechte Ärzte, aber das wird man in jeder Branche finden. Nur das große Problem sind nicht die sogenannten "Abzocken" der Ärzte sondern das kranke Gesundheitssystem. Von den Kassen wird praktisch nichts mehr übernommen und darunter leidet dann auch die Qualität. So wie wir in der Uni arbeiten können, könnte kein Zahnarzt in der freien Wirtschaft überleben.
    Entweder wird mehr Geld von den Kassen in das System gepumpt, also mehr gezahlt, so dass sich ein Arzt mehr auf Qualität als auf Quantität konzentrieren kann. Oder er muss die Gebühren erhöhen was wiederum zu einem Aufschrei der Patienten führt.
    Ein Teufelskreis der nur durch gute Reformen durchbrochen werden kann.
    naja hier gehts aber auch um anderes: ein beispiel was mitr passiert ist:

    zahnarzt 1- wollte mir eine freiend-brücke aufschwatzen und hat mir erklärt die kasse würde eine einzelne krone nicht zahlen, nur eine brücke- kosten für mich 1000,- - bei zahnarzt 2 hat sich herausgestellt, das die geschichte von zahnarzt 1 glatt gelogen war.

    selbstverständlich bezahlt die kasse auch eine "nur" krone-
    unterm strich hat es mich 300euro gekostet, statt der 1000- für eine blöde freiend-brücke, die kein mensch braucht.

    zu zahnarzt 1 gehe ich natürlich nie wieder, soll er andere abzocken.

    und daüfr fände ich die weiße liste sehr gut
  10. #79

    unglaublich. patienten koennen die qualitaet einer behandlung ueberhaupt nicht erfassen. der parameter schmerz ist zwar erst mal wichtig aber hat ueberhaupt keine bedeutung fuer den langfristigen erfolg der behandlung. ich habe jede menge patienten gesehen bei denen ohne ende gepfuscht wurde (auch von meinem momentanen chef schon wirklich üble schnitzer gesehen) und die patienten schwören auf den behandler wei er nett ist und den für den patienten einfachsten weg wählt.
    nachhaltige zahnmedizinische behandlungen sind teuer, erfordern unter umstaenden viele termine und koennen auch weh tun (bestes beispiel hier ein entzündeter nerv: die richtig therapie ist den nerv in der ersten sitzung zu entfernen. das tut weh weil das lokalanästhetikum unter umständen nicht richtig wirken kann. viele stümper zahnärzte verschreiben stattdessen starke schmerzmittel und ein antibiotikum. fuer den patient zuerst super. tut ja nicht weh. über die übermäßige anwendung von antibiotika und deren folgen sowie belastung des körpers durch analgetika und die aufgabe für das immunsystem bis der nerv raus ist weiss der patient nichts). der patient hat keine ahnung und die parameter die der patient hat um die vermeindliche qualität einer behandlung zu beurteilen sind vernachlässigbar. ein schlechter kronenrand oder eine nicht vollständig entfernte karies machen erst nach einiger zeit probleme. eine nicht diagnostizerte parodontitis (ganz haeufig) braucht jahrzehnte bis die zähne locker sind. das kann ein patient nicht beurteilen oder auch absehen.
    sinnvoller wäre es wenn schon beurteilt werden soll bestehende mängelgutachten sowie eventuell geführte prozesse und fortbildungsstatus der behandler miteinander zu vergleichen.
    ich würde nie auf die idee kommen andere brufsgruppen zu beurteilen weil ich weiss dass ich keine ahnung von jura, bwl, kfz mechanik, informatik etc habe und würde nie über die qualifikationen anderer urteilen obwohl ich mit diesen menschen zu tun habe.
    da kann man nur den kopf schütteln.