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Online-Netzwerk: MySpace offenbar für 35 Millionen Dollar verramscht

Das einst weltgrößte Online-Netzwerk hat seinen Besitzer gewechselt: Eine Werbefirma aus Kalifornien kaufte MySpace offenbar für 35 Millionen Dollar. Ein schlechter Deal für Rupert Murdoch - der Medienmogul hatte im Jahr 2005 580 Millionen Dollar gezahlt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...771461,00.html
  1. #1

    Also ich weiss ja nicht,

    was man als sysope so Netto verdient...der Medienmogul versenkt ja ihrem Blatt zufolge stündlich mehr...aber bei einer solchen Summe von Ramsch zu schreiben ist gewagt...letztlich ist MySpace nur ein Name vor den (Kranken) Phantasien, vergleichbar Intershop, Lehman Bros. Oder besonders auch natürlich Hypo Real Estate....die sysopen lassen sich immer noch leicht begeistern... Schön... :@)
  2. #2

    Volatilität der virtuellen Wirtschaft frisst ihre Kinder

    Ein normaler Vorgang.

    In der schönen Internetwelt geht alles ganz schnell. Da können "Giganten" binnen weniger Monate zu Boden gehen, weil ein neuer Anbieter "hipp" ist. Gestern Marktführer, heute Marginalie.

    Währenddessen lassen sich globale Marktanteile nicht so einfach übernehmen in der Industrie - jene als "Old Economy" belächelte Wirtschaftsform, die Deutschland Wohlstand beschert und in einigen meist angelsächsischen Ländern kaum noch betrieben wird. Eine Maschine zu entwickeln dauert Jahre, weltweiter Verkauf erfordert meist globale Produktion sowie Absatz- und Servicenetzwerke.

    Viele US Investoren schrieben - dem Trend folgend - "Cleantech" auf ihre Fahnen, bis einigen klar wurde, dass damit jahrelange Prototypen-Entwicklung und "echte" Fabriken gemeint waren. So fließt seit geraumer Zeit wieder irrwitzig viel Geld in virtuelle Werte mit hohem Volatilitätsrisiko.

    Es wird interessant sein, wie die USA als Nation in Zukunft stabilen Wohlstand sichern will, wenn immer größere Anteile des Bruttosozialprodukts durch Internetfirmen und "Finanzindustrie" erwirtschaftet werden. Heute mögen Konkurrenten Adressen noch in Silicon Valley besitzen, morgen schon in Indien oder China...
  3. #3

    Werbungsverschmutzung

    Ich bin wegen der zunehmenden Werbung, der bindenden Kommunikation und wachsender Unübersichtlichkeit aus MySpace ausgetreten.
    Überall dort wo Firmen versuchen mit Werbung im Internet Geld zu verdienen wird das Internet zu Dreck.

    Auch die sogenannte personalisierte Werbung ist Augenwischerei der Werbetreibenden: Bei MySpace zum Beispiel wurde ich ständig mit irgend welchen Informationen und Fotos von irgendwelchen bescheuerten Promis zugeballert. Wenn die Werbung dort wirklich personalisiert worden wäre hätte ich Werbung für/über viele unbekannte Musiker bekommen müssen die mich tatsächlich interessiert hätten.

    Wenn ich bei MySpace eine Nachricht bekommen habe kam per Email eine Benachrichtigung daß ich bei MySpace eine Nachricht bekommen habe, anstatt mir einfach diese Nachricht per Email weiterzuleiten.
    Dann mußte ich mich dort einloggen und zwischen dieser ganzen widerlichen Werbung mein Postfach suchen das anscheinend zu x-ten Mal seinen Ort gewechselt hatte.

    Als Musiker habe ich dort geschätzt daß ich dort meine Musik auf einfache Weise präsentieren, und mich mit anderen Künstlern "vernetzen" konnte.
    Obwohl ich eigentlich Flash-Seiten meide wo ich nur kann war der Player dort sehr schlicht und praktisch.

    Diese ganze Verlinkung mit sogenannten "Freunden" hat mir allerdings überhaupt nichts gebracht. Die Freundesliste wurde auch immer unübersichtlicher und unpraktischer gestaltet und ich hatte später auch plötzlich irgendwelche Freunde ohne daß ich zugestimmt hätte.

    Als Murdoch MySpace übernommen hat wurde dieses Netz systematisch von Ihm zerstört in dem er versucht hat eine kommerzielle Werbeplattform daraus zu machen.
    Da nun auch noch eine Werbeagentur die Plattform übernimmt wird das Ganze wohl mit einem Genickschuss enden.
  4. #4

    Luftblasen

    Ja so ist das bei diesen Internetluftblasen wo der Gewinn oder Umsatz in keinem Verhältnis zum Marktwert steht. Aber so lange Firmen meinen sie müssten sich diese Klitschen aus Prestige leisten werden halt diese Fantasiepreise bezahlt, mit facebook wird es ebenso enden.
  5. #5

    Werbung

    Wer glaubt, dass Werbung einen nenneswerten Wert hat, abgesehen von dem eingebildeten Wert der Werbetreibenden... der ist wohl der werbung auf den Leim gegangen ;)
  6. #6

    Sinnfrage

    Bei Social Networks muss man auch mal die Sinnfrage stellen, die sich sich irgendwann auch viele stellen werden.
    Die Frage wäre: Wozu brauche ich Social Networks?

    Von meinen wirklichen Freunden habe ich E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Handy-Nummer und Postadresse. Ich kann, wenn ich denn will, somit jederzeit mit denen in Kontakt treten. Ich kann Bilder per Mail schicken, und was sonst noch so wirklich wichtig und wert ist, diesbezüglich geschickt zu werden, wenn man sich denn nicht so oft live sehen kann.

    Ein Social Network brauchen vom Grundsatz her nur die Betreiber der Social Networks.
    Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, einen Datenstriptease zu veranstalten, für vermeintlich hippe Funktionen.
    Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis den Internetnutzern die Privatsphäre doch wieder wichtig wird. Es muss nicht jeder (auch nicht meine Freunde) mit Informationen belästigt werden, die niemand (auch nicht meine Freunde) braucht.

    Und wenn Social Network, dann doch bitte eines wo man sich auch relativ anonym anmelden kann. Da ziehe ich MySpace Facebook definitiv vor. Facebook will viel zu viel wissen.

    Logischerweise müssen die Networkeigner von irgendwas Einnahmen erzielen, weil so ein System ne Menge Geld kostet. Das geht entweder mit Abo und/oder Werbung.

    So bald auch der Facebooktrend rückläufig ist, der Firmenwert sinkt und die Einnahmen ebenso, wird man bei Facebook mit Sicherheit mehr Werbung integrieren. Gut, wenn man dann seine Nutzer sehr genau kennt ;-)

    Insgesamt sind Social Networks Zeitfresser. Zu viel unützes und uninteressantes steht da drin.

    Das wird sich in der nächsten Zeit auf ein normales Maß (wo auch immer das liegt) entwickeln.

    Ich nutze sehr viel das Internet und möchte es auch nicht missen müssen. Aber mich bei einem Social Network mit einem Privat-Account anzumelden, war noch nie notwendig und wird es wohl auch nie werden.

    Guckst du hier: http://www.youtube.com/watch?v=ft6FMd2p2Jw
  7. #7

    Willkommen, Ambermoon.

    Zitat von 52m.de Beitrag anzeigen
    Bei Social Networks muss man auch mal die Sinnfrage stellen, die sich sich irgendwann auch viele stellen werden.
    Die Frage wäre: Wozu brauche ich Social Networks?
    Sie? Gar nicht, haben Sie ja ausführlich genug dargelegt.

    Zitat von 52m.de Beitrag anzeigen
    Von meinen wirklichen Freunden habe ich E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Handy-Nummer und Postadresse. Ich kann, wenn ich denn will, somit jederzeit mit denen in Kontakt treten. Ich kann Bilder per Mail schicken, und was sonst noch so wirklich wichtig und wert ist, diesbezüglich geschickt zu werden, wenn man sich denn nicht so oft live sehen kann.
    ...und vor langer, langer Zeit wurden Email, Festnetztelefon und Mobiltelefon von den 52ms der damaligen Zeit als nutzlos, gefährlich oder lächerlich verdammt. Ich hab noch meine Mutter im Ohr, wie sie beim Anblick eines Handybenutzers grummelte: "Da ist wohl wieder einer wichtig!" Und heute sind's halt soziale Netzwerke, und morgen ist es "die Cloud", und übermorgen dann vielleicht irgendwas, was auf die Netzhaut projeziert wird, weiß der Henker.

    Zitat von 52m.de Beitrag anzeigen
    Ein Social Network brauchen vom Grundsatz her nur die Betreiber der Social Networks.
    Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, einen Datenstriptease zu veranstalten, für vermeintlich hippe Funktionen.
    Ich sag Ihnen mal ein paar. Wenn meine im Ausland lebende Schwester, die ich leider nur selten sehe, für ihre dortigen Kollegen Bilder vom letzten Grillen im Central Park zeigt, kann ich daran teilhaben. Das ist schön. Und ich weiß, dass es ihr gut geht, und freue mich, dass sie Spaß hat. Und wenn ein entfernter Bekannter, den ich eigentlich nur auf Geburtstagsfeiern öfters sehe, ein Musikvideo zeigt und das genau meinem (etwas kruden) Musikgeschmack entspricht, dann habe ich was gelernt und werde ihn das nächste Mal, wenn ich ihn sehe, bestimmt drauf ansprechen. Wenn ich im Beruf mit neuen Zulieferern im Ausland in Kontakt trete, gucke ich erst mal, ob ich die auf FB finde, und bringe dann gleich ein bisschen persönliche Atmosphäre in die Kommunikation.

    Zitat von 52m.de Beitrag anzeigen
    Das wird sich in der nächsten Zeit auf ein normales Maß (wo auch immer das liegt) entwickeln.
    Träumer.

    Die Firma Facebook ist eine fiese Datenkrake, und man muss alle 14 Tage die Einstellungen anpassen. Aber das Prinzip an sich ist super.
  8. #8

    ooo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das einst weltgrößte Online-Netzwerk hat seinen Besitzer gewechselt: Eine Werbefirma aus Kalifornien kaufte MySpace offenbar für 35 Millionen Dollar. Ein schlechter Deal für Rupert Murdoch - der Medienmogul hatte im Jahr 2005 580 Millionen Dollar gezahlt.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...771461,00.html
    Ich findeMySpace immernoch gut genug.
    Hätte es sowas vor 15 Jahren hier in der Region gegeben, dann müssten jetzt nicht so viele Menschen sterben








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