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Online-Musikmachen: Probenraum aus Chrome
GoogleSchluss mit muffigen, kalten Übungsräumen: Die Band der Zukunft spielt im Web. Zumindest wenn es nach Google geht. Der Internetkonzern hat eine neue Technik vorgestellt, mit der Musiker online miteinander jammen können. Musikkenntnisse sind hilfreich - aber keine Voraussetzung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/g...-a-866267.html
- #1 09.11.2012 12:35 von
- #2 09.11.2012 12:46 von
nette spielerrei
Es wäre schön wenn es noch mehr finanzierbare Angebote zur produktiven Nutzung des PCs für den Laien gäbe. Die kommerzialisierung des Internets bevorzugte bisher leider fast nur Konsumangebote fürs kleine Geld. Diese Google Jam geschichte geht schon in die richtige Richtung, ist mir aber noch eine Spur zu primitiv.
Mehr Freude bereitet einem schon eher eine popelige Midi Klaviatur, eine simplen e-Gitarre und die kostenlosen opensource Projekte LMMS & rackarack. Damit kann man schon als Laie sehr viel anstellen ohne sich teure Software oder Instrumente zu kaufen. Musik als Hobby ist leider auch oftmals eine Frage des Geldes. Wie in vielen Berreichen können Computer und Internet hier wiedermal einer breitere Masse den Weg in eine Welt, die ihr bisher aus zeitlichen oder ökonomischen gründen verwehrt blieb, ermöglichen. - #3 09.11.2012 13:46 von
EIS-kalte Musik
- #4 09.11.2012 14:35 von
Man muss schon sehr wenig von Musik verstehen
Was ist das den für ein Geschreibsel? Ein bisschen Tralala hier und etwas BumBum dort und schon ist es Musik?
Ich dachte immer, wir lernen etwas dazu und verlieren nicht den Verstand - also im allgemeinen. Ton an Ton ist nicht Musik, soviel müsste einem aufgeklärten Wesen eigentlich einleuchten.
Aber der Autor muss sich nicht allzu sehr grämen, denn wir sind inzwischen so dermaßen mit Musik-Konserven und deren Weiterverarbeitung via Samples und Patches und dann noch mit völliger Sythetik zugemüllt, dass wir diese Plastikwelt nicht mehr als solche registrieren. Es gibt aber Hoffnung (man bedenke: Der Mensch ist ein analoges Wesen . . .): Die vielen kleinen Bands und Orchster, die zurzeit überall im Land Platz greifen und die mit richtigen Instrumenten umgehen, sind ein Indiz dafür, dass es noch lange nicht mit echter Musik vorbei ist! - #5 09.11.2012 14:37 von
- #6 09.11.2012 14:39 von
- #7 09.11.2012 14:47 von
- #8 09.11.2012 14:57 von
Musik ist Herzenssache - keine Frage des Werkzeugs
Ich bin ehrlich gesagt immer etwas traurig, wenn ich solch pauschalisierenden Aussagen über elektronische Musik und Instrumente lese. Ich mache selbst seinem Vierteljahrhundert Musik und weiß, dass es nicht darauf ankommt, ob man auf einen Kamm bläst, mit einem Computer arbeitet und/oder ein riesiges Tonstudio mit edlem Bösendorfer-Flügel und neuester Digitaltechnik zur Verfügung hat.
Es gibt Menschen, die nehmen eine schöne Gitarre in die Hand - und produzieren dann doch nur seelenlosen, klischeehaften Müll, den sie dann als Unterhaltung verkaufen. Ein so genanntes „echtes“ Instrument schützt nicht vor Banalität und Ignoranz, und die uninspiriertesten, geldgierigsten Simulanten gerade in der Schlager- und Popindustrie kommen in menschelnd-gefühliger Verkleidung daher.
Andererseits gibt es seit über einem halben Jahrhundert Künstler, die mit elektronischen Musikinstrumenten klanglich und kompositorisch neue Welten erschließen, die ebenso bravourös auf der Klaviatur der Gefühle spielen wie die großen Komponisten der Vergangenheit. Eine nicht von Vorurteilen getrübte Recherche würde Ihnen hier möglicherweise die Ohren öffnen.
(Die in diesem Artikel erläuterte Google-Site sollte zugegebenermaßen wohl eher als Technologiedemonstration verstanden werden; es ist beinahe unmöglich, damit in Echtzeit über eine normale Internetverbindung mit anderen zu musizieren.)
Nichtsdestotrotz würde ich Ihnen doch empfehlen, von diesem recht hohen Ross („nur gefühlslose Menschen können so eine Musik lieben“) herunterzukommen und die Möglichkeit einzuräumen, dass Musik - wie Liebe - Millionen Nuancen hat. Was den einen kalt lässt, rührt andere zu Tränen. - #9 09.11.2012 14:58 von
Kontrollgedanke
Wie sieht es dann damit aus, später das ggfls. weltweite Urheberrecht an den Songs geltend zu machen?
Daran hatten wir als Band immer reges Interesse.
Gute Sachen haben wir, auf CD aufgenommen und im Umschlag schön versiegelt, uns selbst per Einschreiben mit Rückschein zugeschickt. Und ungeöffnet gelassen.
Wird damit nicht Google (bzw. "aus Versehen", ein "böser Techniker, von dem wir uns bereit getrennt haben") in die Lage versetzt, jederzeit nachzuweisen, dass sie diese Songs schon "hatten", bevor sie publiziert wurden?
Ich fühle mich insoweit auch an eine us-amerikanische Online-Software erinnert, die beim Entwerfen elektronischer Schaltungen hilft. Auch hier: High-Tech-Erfindungen "frei Haus" in die USA?
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