SPIEGEL ONLINEKonkurrenz für Artnet und Christie's: Das Berliner Start-up Auctionata will online Kunst und Antiquitäten verkaufen. Die Firma nimmt ähnlich hohe Gebühren wie Christie's und wirbt mit einer Echtheitsgarantie. Wie bewerten Experten solche Online-Auktionen?
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/o...-a-870730.html
Also ich habe mir den Katalog angeschaut. Angebot ist dünn, Mindestpreise sind sehr hoch und die Schätzpreise ohnehin illusorisch. Da fühle ich mich bei den vorhandenen Auktionshäusern, bei vielen von denen man übrigens auch online bieten kann, besser aufgehoben. Preise dort übrigens häufig auch im zweistelligen Bereich.
Das Unternehmen scheint in den letzten Tagen wohl laut auf die PR-Trommel geschlagen zu haben. Prinzipiell ist die Idee nicht neu aber sicherlich interessant. Wir verfolgen den Markt für Kunstauktionen, Off- und Online, seit Jahren. Was wir beim Modell von Auctionata als problematisch sehen, klang im Artikel schon an. Die Echtheitsprüfung an Fotos festzumachen und diese Meinung auch noch als Wettbewerbsvorteil zu verkaufen, halte ich schon für ziemlich gewagt und optimistisch. Gerade im Editionsmarkt unter 5000 Euro (Drucke etc.) sind unzählige Fälschungen im Umlauf. Wie will man eine Grafik auf einem Foto als Fälschung erkennen?
Sicherlich ist das nicht das alleinige Problem von Auctionata. Damit haben auch andere Anbieter zu kämpfen.
Konkurrenz
Anbieter wie Artnet oder Artprice und auch (Offline) Auktionshäuser haben nicht nur einen bereits seit Jahren existierenden Kundenstamm, sondern auch eine Preisdatenbank für Kunstwerke die sie potentiellen Käufern zur Verfügung stellen.
Es bleibt also abzuwarten, wo und wie sich Auctionata einreiht.
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