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Online-Handel ohne Geld: Tausche Massage gegen Übernachtung

CorbisWozu kaufen, wenn man tauschen kann? Im Netz bauen Unternehmer Plattformen, auf denen der Handel ohne Geld funktionieren soll. Ganz nebenbei wollen die Gründer den modernen Kapitalismus unterwandern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-874071.html
  1. #70

    Zitat von king_pakal Beitrag anzeigen
    Und warum findet gerade dieses, jetzige System bei Ihnen solche Akzeptanz? Weil Sie nichts anderes kennen und man Ihnen seit Ihrer Geburt erzählt, dass Kapitalismus das Beste für die Menschheit sei?
    Von allen Systemen die ausprobiert sind, hat bisher nur der Kapitalismus funktioniert, aber wie schon zweimal gesagt: Es steht jedem frei nach Alternativen zu suchen.


    Meiner Meinung nach kann man mit Kooperation (als Gegenteil zum "Wettbewerb") mehr errechen als mit Konkurrenz. Aber vorallem ist Kooperation friedlicher und fördert weniger negative Charaktereigenschaften im Menschen. Schauen Sie sich doch mal an was Kapitalismus mit der Welt anstellt.
    Meinungen sind keine Tatsachen und außerdem muß man dann noch zw. Mehrheits- und Minderheitsmeinung unterscheiden. Sie vertreten die Position einer Minderheit, die Mehrheit hat sich angeschaut, was Kapitalismus mit der Welt anstellt und was staatliche Kommandowirtschaft mit der Welt und den Menschen anstellt und sich immer und immer wieder für den Kapitalismus entschieden.
  2. #71

    Zitat von king_pakal Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, welche Formen man noch nicht ausprobiert hat. Oder ist Kapitalismus alternativlos geworden?
    Freigeld (Google: das Wunder von Wörgl) ist bereits ausprobiert worden und funktioniert deutlich besser. Allerdings würde damit die soziale Durchlässigkeit erhöht, da man sein Geld (=andere) nicht mehr so gut für sich arbeiten lassen kann. Und das mögen gewisse Kreise, diejeniegen, die heute alle Fäden in der Hand haben, nicht...
  3. #72

    Zitat von deedl Beitrag anzeigen
    Wenn jeder zehnte nur jeden zehnten Euro abhebt, sind die Banken (=Gläubiger) bankrott. Das Risiko für Otto Normalbürger ist gering, da Kleinsparer durch den Einlagensicherungsfond versichert sind.
    Und wer bezahlt für den Einlagensicherungsfond? Die Banken selbst! Dieser Fond kann helfen, wenn eine einzelne Bank pleite geht. Wenn alle auf einmal pleite gehen, ist das Geld einfach weg.
    Was hätten wir überhaupt davon, wenn die Banken alle pleite sind? Zuerst einmal Chaos, weil plötzlich niemand mehr irgendwas bezahlen kann: Keine Überweisungen mehr, keine automatischen Lastschriften, nichtmal eine sichere Lagerung des Geldes gäbe es mehr. Am Ende hätten wir eine riesige Wirtschaftskrise. Und was haben wir gewonnen?
  4. #73

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Frei nach Winston Spencer Churchill: "Kapitalismus ist die schlechteste aller Wirtschaftsformen, mit Ausnahme aller anderen, die je ausprobiert worden sind."

    Und allein schon aus Liberalität sollen wir den unbelehrbaren Linken ihre Nische lassen.
    Es wurden nur bisher aussschließlich kapitalistische oder kapitalismusähnliche System ausprobiert.

    Immer ging es um ultrareiche Privatbesitzer und ausgebeutete Masse, alternative Systeme gibt es nur in der Theorie und wurden dort bereits schon - recht erfolgreich - von ultrareichen Privatbesitzern dämonisiert, die das natürlich bleiben wollen, was jedoch nie gelingt, da es da auch einen schönen Spruch zu gibt:
    Man kann nicht alle Menschen für alle Zeit für dumm verkaufen.
  5. #74

    Zitat von flusser Beitrag anzeigen
    Das ist sehr wohl Schwarzarbeit. Es werden geldwerte Leistungen ausgetauscht und darauf sind Steuern und Sozialabgaben fällig.
    Das für Arbeit in zig anderen Bereichen nicht der entsprechende Geldwert als Gegenleistung fließt stört doch sonst nie.
  6. #75

    Zitat von dowhepole Beitrag anzeigen
    10 Sekunden auf der Tauschhandelseite haben gezeigt, dass diese Bewegung auch nicht ohne Geld auskommt.
    Dort tauschen Menschen ihre Leistung gegen sogenannte Barterpoints, was nichts anderes ist als Geld innerhalb dieser Community. Was passiert innerhalb dieser Community wohl, wenn wir das Modell 5 Jahre weiterdenken?
    Der Unterschiede zu unserem Geld? Die Barterpoints werden nicht aus dem Nichts erzeugt und vermehren sich auch nicht von allein.

    Das ist in der Tat ECHTES Geld, während unseres blanke Fiktion und Irrsinn ist.
  7. #76

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    Anscheinend sind sich die Organisatoren gar nicht bewusst, dass sie damit nicht den Kapitalismus, sondern den Staat unterwandern. Aber macht ja nichts, Hauptsache irgendwas unterwandern.
  8. #77

    Zitat von cassandra106 Beitrag anzeigen
    Es wurden nur bisher aussschließlich kapitalistische oder kapitalismusähnliche System ausprobiert.

    Immer ging es um ultrareiche Privatbesitzer und ausgebeutete Masse, alternative Systeme gibt es nur in der Theorie und wurden dort bereits schon - recht erfolgreich - von ultrareichen Privatbesitzern dämonisiert, die das natürlich bleiben wollen, was jedoch nie gelingt, da es da auch einen schönen Spruch zu gibt:
    Man kann nicht alle Menschen für alle Zeit für dumm verkaufen.
    Genau das Gegenteil ist der Fall. Staatswirtschaft ist seit Jahrtausenden die Norm, nur der gestattete Freiheitsgrad variiert. Empirisch ist es eindeutig belegbar das mehr wirtschaftliche Freiheit über kurz oder lang immer und überall Wohlstand für alle hervorbringt. Dort wo ein gewisser Freiheitsgrad unterschritten wurde (gemeinhin als Sozialismus oder Kommunismus bekannt) gab es immer und überall nur Elend und Leid (und im Zuge dessen dann weitere Repressionen).

    Die Achse der denkbaren System ist also recht einfach:

    Nicht Frei (Kommunismus, Faschismus, Juche etc) ---- Frei (Kapitalismus).

    Diejenigen die von "alternativen Systeme" reden meinen meist man müsste weiter nach links, wollen das aber nicht so deutlich sagen eben weil die Menschen sich nicht für dumm verkaufen lassen. Nach Hunderten von Millionen Toten die Staaten und Staatswirtschaften hervorgebracht haben sind nur die Dummen die sich weiterhin dafür einsetzen.
  9. #78

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    Anscheinend sind sich die Organisatoren gar nicht bewusst, dass sie damit nicht den Kapitalismus, sondern den Staat unterwandern. Aber macht ja nichts, Hauptsache irgendwas unterwandern.
    Und wie verhält es sich mit unbezahlten Überstunden im Betrieb? Da entgehen dem Staat doch auch jede Menge Steuern und Sozialbeiträge.
  10. #79

    Alles schon da gewesen

    Das Fahrrad bzw. das „Bartern“ muss nicht neu erfunden werden. In den 1990-er Jahren gab es in Deutschland die Firma BCI (Barter, Clearing and Information).
    Einerseits muß Bartern auf mächtigen Märkten und durch große Konzerne immer staatlich abgesichert sein. Andererseits muß das Bartersgeschäft auf der Ebene des Mittelstandes ständig in Bewegung gehalten werden, sonst funktioniert das ganze System nicht.
    Die Nutzung moderner Informationstechnologien vereinfacht zwar das Bartern, aber reformiert das wirtschaftliche Handeln nicht. Es ist nur eine andere Form gegenüber dem Briefbogen oder der Karteikarte. Auf der Ebene des Mittelstandes funktioniert Bartern nur begrenzt.
    Nun wollen sogar einige Wenige durch Tauschhandel das moderne kapitalistische Wirtschaftssystem unterwandern. Ja, mit welchem Ziel denn? Tauschhandel ist Ausdruck einer „früh-kapitalistischen“ Wirtschaftform – einen Scheffel Weizen gegen drei Klafter Holz.
    Im Geld, einer der genialsten menschlichen Erfindungen, stecken Wert (z.B. als Materialwert von Münzen oder Scheinen) und Tauschwert (als Äquivalent für jede Art von Dienstleistung oder von materiellen Produkten). Wir sollten nicht unterwandern, sondern ordnen, indem die Finanzwirtschaft wieder stärker an die Realwirtschaft gebunden wird. So haben sich wohl auch ernst zu nehmende Politiker geäußert.








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