Dass die den Jungen wegen nachgewiesenem Cannabis-Konsum nach Hause schicken ist imho extrem lächerlich. Wenn man durch Cannabis überhaupt eine Leistungssteigerung erzielen kann, dann nur durch einen Konsum unmittelbar vor dem Wettkampf. Denn leider ist man nach einem Joint nur 1-3 Stunden breit (je nachdem wer dreht).
Nach zahlreichen Selbstversuchen in der Sportart Fussball kann ich allerdings sagen, dass sich der Konsum kurz vor Spielbeginn in 9/10 Fällen äußerst negativ auf Laufbereitschaft, Reaktionsvermögen und Zweikampfverhalten ausgewirkt hat. Ich wage mal zu behaupten, dass das im Judo auch nicht viel anders sein wird.
Außer, dass bis zu drei Wochen nach Konsum noch ein bisschen THC an irgendwelchen Rezeptoren chillt und dort auch noch nachgewiesen werden kann, kann man also schon am nächsten Tag von keiner wahrnehmbaren Wirkung mehr sprechen.
Insofern ist ein Ausschluss aus sportlicher Sicht unschlüssig. Sicherlich wird hier anhand festgelegter Regeln entschieden und ist insofern nicht zu kritisieren, aber die Regel an sich ist äußerst fragwürdig.
Bleibt die Frage, was da wohl leckeres gebacken wurde...
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