Olympia-Bewerbung 2020: Italien will sich die Olympischen Spiele nicht leisten

DPARom ist aus dem Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2020 ausgestiegen. Die italienische Regierung verweigerte die Gewährleistung der finanziellen Unterstützung. Der Präsident des Bewerbungs-Komitees zeigte sich enttäuscht.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,815303,00.html
  1. #10

    Zitat von gekkox Beitrag anzeigen
    Hier war die Aussage, dass nur Tokio dieses Ereignis managen könnte. Die Finanzierung ist eine andere Sache.
    Genau darum geht es aber.

    Zitat von gekkox Beitrag anzeigen
    Zur Finanzierung: Man darf nicht vergessen, dass die span. Staatsverschuldung weit unter der von Italien und Japan liegt, sogar unter der Deutschen. Die Probleme in Spanien liegen mehr in der lahmenden Wirtschaft und da könnten olympische Spiele einen Aufschwung geben.
    Meines Wissens rechnet sich das für das ausrichtende Land nicht. Kurzzeitig ein paar Arbeitsplätze und Infrastruktur die man sowieso gebaut hätte. Dafür dann gigantische Sportstätten die keiner braucht und vor allem keiner unterhalten will.
  2. #11

    Ansichtssache

    Zitat von ogs Beitrag anzeigen
    Genau darum geht es aber.
    In dem Kommentar auf den ich geantwortet hatte und wozu ich eine Fragestellt hatte, ginge es aber darum, dass Tokio die einzige Stadt sei, die so was managen könne. Da ging es nicht um die Finanzierung.

    Meines Wissens rechnet sich das für das ausrichtende Land nicht. Kurzzeitig ein paar Arbeitsplätze und Infrastruktur die man sowieso gebaut hätte. Dafür dann gigantische Sportstätten die keiner braucht und vor allem keiner unterhalten will.
    Also wie gesagt, Barcelona hat dadurch auch langfristig gewonnen. Es gibt solche und solche Beispiele. Athen ist sicher ein schlechtes.

    Bei der Finanzierung muss man auch noch bedenken, dass es hier um Garantien geht, die 2020 (in 8 Jahren und noch später) fällig werden würden. Wenn Spanien (und andere Länder) es bis dahin nicht aus der Talsohle geschafft haben, dann gibt es eh schon lange keine EU mehr und es ist eh alles wurscht ;-)

    So gesehen muss man wohl sagen, dass es auch in Italien eher ein Vorgeschobener Grund ist, und die Gründe wohl eher darin liegen, dass man gar nicht weiss wie man Rom Olympiatauglich machen soll. Da mangelt es ja in Sachen Infrastruktur an allen Ecken und Enden, was man erst jetzt beim letzten Wintereinbruch wieder gesehen hat.
  3. #12

    Meine Hochachtung

    hat der Herr Monti. Wenn die Opi's vom IOC und den NOK's Spiele haben wollen, dann sollen die auch für die Kosten aufkommen, und dann dürfen die auch meinetwegen massig dran verdienen, da hab ich nichts dagegen.
    Aber die Steuerzahler, ganz gleich in welchem Land, sollen davon verschont bleiben. Erst sollen die Politiks ihre Schuldenberge drastisch verkleinern, bevor sie wieder an Volksbelustigung, Brot für Spiele und sowas denken tun.
  4. #13

    Qatar

    Eine vernünftige Entscheidung, die gekauften Stimmen bei der Vergabe der EM 2012 sind in Italien noch in guter Erinnerung. Qatar wird das Rennen machen, die alten Säcke vom IOC wollen nach der FIFA auch was vom Kuchen abhaben..
  5. #14

    Zitat von gekkox Beitrag anzeigen
    In dem Kommentar auf den ich geantwortet hatte und wozu ich eine Fragestellt hatte, ginge es aber darum, dass Tokio die einzige Stadt sei, die so was managen könne. Da ging es nicht um die Finanzierung.
    Ohne Haare spalten zu wollen: Finanzierung ist für mich durchaus ein Teil des Managements. :-)

    Zitat von gekkox Beitrag anzeigen
    Also wie gesagt, Barcelona hat dadurch auch langfristig gewonnen. Es gibt solche und solche Beispiele. Athen ist sicher ein schlechtes.
    Soweit ich Wiki hier trauen kann, scheint mir Barcelona so ziemlich das einzige "gute" Beispiel zu sein.
  6. #15

    .

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Endlich zeigen Politiker mal Vernuft und man satteln auf Schulden nicht noch weitere Schulden rauf. Es wird Zeit, dass der Nutzniesser der Olympischen Spiele, das IOC nicht nur die Gewinne aus den Übertragungsrechten absahnt, sondern auch die Kosten der Spiele trägt. Leider ist in Deutschland die Vernuft noch nicht bei den Politiker angekommen. So das selbst das hochverschuldete Berlin regelmässig von Größenwahn befallen wird und sich um die Spiel bewirbt. Unser Partybürgermeister will eben feiern.
    Soweit ich weiß hat sich Berlin 1993 das letzte Mal um die OS beworben. Ich habe noch nie gehört, dass Eberhard Diepgen als Partybürgermeister bezeichnet wird, aber man lernt ja nie aus...

    Die Entscheidung über eine Kandidatur liegt erst einmal beim NOK, die Politiker sorgen anschließend für die finanziellen Garantien (zumindest gilt das für die meisten Demokratien, natürlich kann die Bewerbung auch ein Top-Down-Prozess sein...). Wenn die Garantien aufgrund finanzieller Schieflage nicht gegeben werden können, sollte der Bewerbung der Riegel vorgeschoben werden. Richtig so, Herr Monti! Mir missfällt allerdings die Reaktion von Herrn Pescante. Wenn man etwas einfach nicht finanzieren kann, sollte man es einfach mal lassen.
    Zitat von gekkox Beitrag anzeigen
    Bei der Finanzierung muss man auch noch bedenken, dass es hier um Garantien geht, die 2020 (in 8 Jahren und noch später) fällig werden würden. Wenn Spanien (und andere Länder) es bis dahin nicht aus der Talsohle geschafft haben, dann gibt es eh schon lange keine EU mehr und es ist eh alles wurscht ;-)
    Das wäre mal schön, wenn die Kosten für die Ausrichtung der Spiele erst nach den Spielen anfallen, weil die Bauarbeiter etc. bis zur Abschlussfeier mit den Gehaltsforderungen warten.

    Eine Finanzierung von Seiten des IOC ist mal ein netter Denkanstoß. Zumindest hat es auch schon Kostenübernahmen seitens des IOC gegeben:
    IOC sichert Vancouver 2010 Finanzspritze zu | FTD.de
  7. #16

    bloß nicht deutschland

    Zitat von michaelslo Beitrag anzeigen
    Diesen Gigantismus muss man seinen Steuerzahlern nicht mehr antun. Die Oly. Spiele sind ganz einfach mehrere Nummern zu groß geworden und die IOC-Herrenhaben den Sport völlig dem Commerz und der Politik geopfert. Meines Erachtens nach würden Weltmeisterschaften in den jeweiligen Sportarten genügen.
    ich hoffe nur, dass jetzt niemand auf die idee kommt, deutschland müsse die spiele ausrichten. olympische spiele sind für keine stadt der welt mehr lukrativ. soll das ioc seine abzockmaschinerie doch in der dritten welt versuchen. ich würde bujumbura in burundie vorschlagen.
  8. #17

    vielleicht - vielleicht auch nicht

    Zitat von beebo1 Beitrag anzeigen
    Tokyo ist die einzigste Stadt, wo man weiß, dass die so ein Event managen kann. Die sind jetzt der haushohe Favorit dafür.
    wenn nicht das lange erwartete ganz große beben kommt. aber lassen wir den teufel an der wand: japan ist pleite.
  9. #18

    Wer wird's?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Spiele 2020 sind damit noch Baku, Doha, Istanbul, Madrid und Tokio im Rennen.
    Damit sind mit Tokio und Madrid noch die Städte im Rennen, die zwar eine bestehende Sport-Infrastruktur haben, sich die Ausrichtung der Spiele aber von Staatsseite nicht leisten können. Doha, Baku und Istanbul werden wohl noch ein paar Milliarden mehr dafür aufwenden müssen.

    Ich tippe auf Doha...
  10. #19

    Und ich ...

    Zitat von Claude Clistier Beitrag anzeigen
    Damit sind mit Tokio und Madrid noch die Städte im Rennen, die zwar eine bestehende Sport-Infrastruktur haben, sich die Ausrichtung der Spiele aber von Staatsseite nicht leisten können. Doha, Baku und Istanbul werden wohl noch ein paar Milliarden mehr dafür aufwenden müssen.

    Ich tippe auf Doha...
    ... tippe auf Istanbul.
    Die türkische Wirtschaft boomt, Erdogan will sich als großer Führer zeigen (und bis 2020 regieren), Wasser (für die Sportarten) so wie damals bei Barcelona hat's auch (wo will Madrid das Wasser herholen ?).

    Bei Tokyo droht immer noch die Atomstrahlung von Fukushima.

    Also wahrscheinlich wird's Baku,
    denn der dortige Diktator hat keine Skrupel, geforderte Schmiergelder in Milliardenhöhe zu zahlen ...