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Olympia 2012: Nächstes Kanu-Gold für Deutschland

Zwei Goldmedaillen innerhalb einer Stunde: Nach dem Triumph im Zweier-Canadier der Männer hat auch das Frauen-Duo Franziska Weber und Tina Dietze den Olympiasieg errungen. Enttäuschend lief es hingegen für den Kajak-Vierer.
Olympia 2012: Kanuten Weber und Dietze paddeln zu Gold - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Super!

    Glückwunsch an Franziska Weber und Tina Dietze. Sehr sympathisch und bescheiden auch im Interview ("Danke")! Großer Kontrast zu Ariane Friedrich - die im Vorkampf vor versammelter Weltpresse den überdrehten, arroganten deutschen Damenmensch aufführt.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zweites Gold innerhalb einer Stunde: Nach dem Triumph im Zweier-Kanadier der Männer errang auch das Frauen-Duo Franziska Weber und Tina Dietze den Olympiasieg. Schon am Mittwoch hatte es viermal Kanu-Edelmetall gegeben.

    Olympia 2012: Kanuten Weber und Dietze paddeln zu Gold - SPIEGEL ONLINE
    Einerseits ist die verspätete Akkumulation von Goldmedaillen eine schöne Sache - und ich freue mich aufrichtig darüber, auch weil die Athleten und Athletinnen sich in grosser Hingabe ihrem Sport verschrieben haben.

    Andererseits habe ich die Befürchtung, dass das zu erwartete Scherbengericht für Thomas Bach und (wohl noch mehr) für Michael Vesper ausbleiben wird. Und dass sich die notwendige Umwälzung im Leistungs- und Breitensport verzögern wird.

    Bleibt nur zu hoffen, dass der ökonomisch und finanziell versierte Puertoricaner Carrión den Samaranch-Erben Bach als IOC-Präsidenten zu verhindern vermag. Dann wäre München als Austragungsort der Winterspiele 2022 nur sehr schwer zu schlagen.
  3. #3

    Cool

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zweites Gold innerhalb einer Stunde: Nach dem Triumph im Zweier-Kanadier der Männer errang auch das Frauen-Duo Franziska Weber und Tina Dietze den Olympiasieg. Schon am Mittwoch hatte es viermal Kanu-Edelmetall gegeben.

    Olympia 2012: Kanuten Weber und Dietze paddeln zu Gold - SPIEGEL ONLINE
    Rudern scheint für Deutschland mittlerweile das zu sein, was vor Urzeiten mal der Fußball war. Der Sport, wo wir immer gewinnen. Leider ist Rudern jedoch noch langweiliger als Fußball. Somit wird es zum Massenmagneten kaum taugen. Scharde. Aber immerhin.
  4. #4

    Erstens: Glückwunsch an alle Gewinner.

    Zweitens: NEIN, ich glaube nicht, dass sich Vesper nach den Spielen im deutlich verbesserten Medallienspiegel sonnen wird können. Die Unterschiede von Verband zu Verband sind offensichtlich doch zu unterschiedlich, als dass man vor manchen Vorgängen die Augen verschliessen könnte.
  5. #5

    Supergut!

    Warum sind die Siegerehrung-Ansagen eigentlich auf französisch und auf englisch?
  6. #6

    Zitat von Stefan Wenzel Beitrag anzeigen
    Glückwunsch an Franziska Weber und Tina Dietze. Sehr sympathisch und bescheiden auch im Interview ("Danke")! Großer Kontrast zu Ariane Friedrich - die im Vorkampf vor versammelter Weltpresse den überdrehten, arroganten deutschen Damenmensch aufführt.
    Da stimme ich Ihnen vollends zu. Im deutschen Sport wird inzwischen vielerorts mehr auf Show, als auf Leistung gesetzt. Da sind mir Olympiasieger wie Weber/Dietze um einiges lieber. Die Kanuten scheinen im allgemeinen mit der richtigen Einstellung da heranzugehen, sicherlich auch einige Angehörige der Reiterequipe. Und obwohl dies zu Empörung bei manchen führen mag: Auch ein Robert Harting hat eine bessere Einstellung an den Tag gelegt, als manche Schwimmer, sicherlich auch einige Leichtathleten und Radfahrer. Da fehlt eine Siegermentalität bei vielen, und das ist vor dem Hintergrund der öffentlichen Finanzierung zu bedauern.

    Frau Friedrich ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel. Denn den Startplatz den sie für den DLV belegt ist einer den wir anscheinend im Marathon nicht haben (obwohl einer unserer Athleten, Sören Kah, sogar die IAAF-Norm erfüllt hatte). Die Kritik von Frau Nasse-Meyfarth (und ich glaube, dass diese als zweimalige Olympiasiegerin schon ein wenig Ahnung zu dieser Materie beisteuern kann) vor diesem Hintergrund völlig nachvollziehbar - wenn man (mit der finanziellen Hilfe des Steuerzahlers) die Bundesrepublik Deutschland repräsentieren möchte, der sollte auch die entsprechenden internationalen Normen erfüllen. Alles andere ist eine blanke Ohrfeige für andere Athleten in Deutschland, die dieser Ehre vom Leistungsstand und ihrer Erfolgschancen wegen viel würdiger wären.

    Ein letztes Wort zur Rolle der veröffentlichten Meinung: Diese interessieren sich weniger für Substanz, sondern für die schnelle Story. Dem Sport wäre eine kritischere Berichterstattung auch "zwischen den Jahren" zu wünschen, und nicht nur Dopingproblematik hierzulande. Zum Beispiel argt da einiges was die Sportförderung in den Bundesländern angeht, aber auch die Kurzsichtigkeit was die Finanzierung von Kommunen angeht: Denn wenn Schwimmbäder schliessen, kann unser Land keinen Phelps oder Spitz hervorbringen (oder einen Michael Groß). Scheinbar lokale Entscheidungen haben dann bundesweite Konsequenzen.
  7. #7

    Zitat von nebelsarg Beitrag anzeigen
    Warum sind die Siegerehrung-Ansagen eigentlich auf französisch und auf englisch?
    Ganz einfach: Französisch und Englisch sind die offiziellen Amtssprachen des Internationalen Olympischen Kommittees. Französisch ist formell zuerst an der Reihe, zu Ehren des Gründers der Olympischen Spiele der Neuzeit, Baron Pierre de Coubertin (der ja französischer Staatsbürger war).
  8. #8

    Medaillenspiegel

    Ich finde den Medaillenspiegel etwas anachronistisch. Da darf man sich gerne mal ein Beispiel an der NY-Times nehmen.
    Die Goldmedaillenzählung als alleiniges Bewertungskriterium stammt ja noch aus den Anfängen der neuen Olympischen Spiele, in denen es nur Goldmedaillen gab. Seit es Silber und Bronze gibt, sollte man vielleicht die Gesamtanzahl der gewonnen Medaillen für das Ranking nehmen.
  9. #9

    Was mir jetzt schon seit Beginn der Spiele in London auffällt, was vor allen Dingen die deutschen Leichtathleten und die Kanuten betrifft:
    Erstens kommen fast alle der Athleten aus den neuen Bundesländern, also der ehemaligen DDR und Zweitens enstammen sie entweder dem Förderprogramm der Bundeswehr oder der Polizei.
    Woran liegt das? Wurde in den neuen Bundesländern die Sportförderung verschlafen und schaffen nur die Bundeswehr und die Polizei die Rahmenbedingungen für die Athleten, die sie benötigen um sich ausreichend auf den Sport zu konzentrieren?








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