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Oliver Kahns "Ich": Der kategorische Imperator

Als Torwart verkörperte er Größenwahn und Kampfgeist, jetzt profiliert er sich auch noch als Buchautor. Oliver Kahns "Ich" droht, der erfolgreichste Manager-Ratgeber des Jahres zu werden – und zwar völlig zu Recht.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...568380,00.html
  1. #10

    Ob Kahn gut daran tut,

    den Möchtegern-Intellektuellen herauszuhängen sei dahingestellt.Bei all seinen Fehlern und Unzulänglichkeiten (im Vergleich zur Länge seiner Karriere und der Öffentlichkeit seiner Person waren es nicht mal unentschuldbar viele) ist Kahn aber doch wohltuend gereift und unter dem Strich viel zu schlecht weggekommen.

    Ich würde mir wünschen, es gäbe mehr Leute wie Kahn und Broder an Stelle der vielen Blogger, die alles und jeden schlechtreden und doch selbst nichts brauchbares zu Wege bringen ;-)
  2. #11

    Ironie ?

    Beim Lesen der Rezension von Broder habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob er das wohl ironisch meint.

    Erst am Schluss kam die Erkenntnis, dass es genau so gemeint ist, wie geschrieben.

    Um sich ein faires und umfassendes Bild zu machen, müsste man jetzt nur noch das Buch lesen ...
  3. #12

    Unterschätzt, und in die Schublade gesteckt...

    ...wer Oliver Kahn – abseits jeder persönlichen Sympathie – für einen dummen Torwart hält, der hat sich nie großartig mit ihm befasst.

    Von vielen wurde und wird er aufgrund seiner gelegentlichen Ausraster auf dem Platz in die Schublade »tumber Fußballheini« gesteckt, und nur sein »Wettkampf-Ich« wahrgenommen.

    Das ist ja auch bedeutend einfacher als sich über die Komplexität seines Charakters Gedanken machen zu müssen, und womöglich zu erkennen, daß hier jemand mehr Facetten aufzuweisen hat, als das für selbsternannte Geistesgrößen die sein Buch für unter ihrer Würde erachten begreifbar wäre.

    Da stellt sich doch die Frage er hier einfältig und tumb ist, daß er ein Buch »nach seinem Umschlag« beurteilt, und einen Menschen – in diesem Fall Oliver Kahn – nach ein paar Fernsehbildern, und dem einen oder anderen Artikel in der Bibel der Schachtelsatzfetischisten FAZ…

    Ich bin mir sicher, unter einem Pseudonym oder bekannten, aber anders beurteilten, Namen veröffentlicht würde hier so mancher Kritiker das Buch ganz anders sehen.
  4. #13

    Nur ein guter Torwart...

    ...aber sehr wahrscheinlich kein anständiger Mensch. Wer seine schwangere frau im Stich läßt, ist verabscheuenswürdig.
  5. #14

    King Kahn

    Zitat von Eddi79 Beitrag anzeigen
    Kahn ist seit Jahren erfolgreicher Geschäftsmann und hat, laut diversen Manager- und oder Wirtschafts-Magazinen sehr viel Geld an der Börse gemacht. Ein Affe kann das mit Sicherheit nicht.
    Unsinn, der Gorilla liegt im Börsenspiel immer vorne. Hartnäckigkeit und Furchtlosigkeit funktionieren auch an der Börse, nicht nur im Strafraum. Und seien wir doch ehrlich: Das, was an Kahn fasziniert, ist doch sein Gorilla-Ich. Wilde Drohgebärden, unbändige Kraft, absoluter Siegeswille.
  6. #15

    Broders Ritter

    Weihe und Myrrhe von Broder! Jetzt hat Kahn auch noch den Ritterschlag von Broder erhalten! Bin verblüfft!! Sommerloch schon da??
  7. #16

    Dieter Bohlen jubelt er nun Oliver Kahn

    Zitat von SNA Beitrag anzeigen
    Nun ist Herr Broder journalistisch ganz unten angekommen: Nach Hymnen auf Dieter Bohlen jubelt er nun Oliver Kahn zu.



    Die "Entkomplizierung der Wirklichkeit" ist auch die größte Stärke des alten Broder - nichts ist so trivial, dass Herr Broder nicht irgendwas dazu schreiben könnte.
  8. #17

    Dieter Bohlen jubelt er nun Oliver Kahn

    Zitat von SNA Beitrag anzeigen
    Nun ist Herr Broder journalistisch ganz unten angekommen: Nach Hymnen auf Dieter Bohlen jubelt er nun Oliver Kahn zu.



    Die "Entkomplizierung der Wirklichkeit" ist auch die größte Stärke des alten Broder - nichts ist so trivial, dass Herr Broder nicht irgendwas dazu schreiben könnte.
    Lesen Sie am besten nichts von Broder, Sie verstehn ihn wohl nicht
  9. #18

    So wollen wir unseren Broder

    Zitat von SNA Beitrag anzeigen
    Nun ist Herr Broder journalistisch ganz unten angekommen: Nach Hymnen auf Dieter Bohlen jubelt er nun Oliver Kahn zu.

    Die "Entkomplizierung der Wirklichkeit" ist auch die größte Stärke des alten Broder - nichts ist so trivial, dass Herr Broder nicht irgendwas dazu schreiben könnte.
    Also jetzt muss ich den alten Henryk mal in Schutz nehmen ( ich habe ihn ja auch schon niedergemacht und fast abgeschrieben ). Er hat sich zwar in letzter Zeit schon häufiger ins fette Näpfchen gesetzt, aber da war er befangen und seine versteckte Agenda hat ihn in die Irre geführt.

    Bei Olli ist er viel unbefangener, da kann der Satiriker subtil wirken, was sie nicht so ganz verstanden haben.
    Das ist ja kein Hochjubeln von King Kahn, sondern sehr differenziert.
    Erkennbar an diesem Satz:"King Kahn hat ein Buch geschrieben, das ihn aus der Abseitsfalle befreit hat: Er habe "die Philosophie so verstanden, dass wir selbst heute, nach Jahrtausenden der philosophischen Diskurse, nicht wissen (können), was der Mensch ist". So isses."

    Köstlich der Seitenhieb auf Sloterdijk und ( mehr noch ) seine Fans.

    Do it again, Henryk ...
  10. #19

    nicht wirklich ..oder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Torwart verkörperte er Größenwahn und Kampfgeist, jetzt profiliert er sich auch noch als Buchautor. Oliver Kahns "Ich" droht, der erfolgreichste Manager-Ratgeber des Jahres zu werden – und zwar völlig zu Recht.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...568380,00.html
    Ich hoffe mal, dass wir es hier mit Sarkasmus zu tun haben. Ich gebe ja zu, das Buch nicht helesen zu haben und es auch nicht tun zu wollen. Trotzdem glaube ich nun wirklich nicht, das hier reduziert wird. Da ist nicht mehr.
    Dann warten wir mal auf die nächsten Managerbibeln:

    "Isch" ( Lukas Podolski )
    " Der wo ich bin " ( Jürgen Klinsmann)
    "ÜberIch" (Franz Beckenbauer)
    und nicht zu vergessen

    "Doppel Ich" ( Rainer Calmund)


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