Oldtimer-Preisindex HAGI: Rasende Rendite

Aktien, Anleihen oder Rohstoffe sind Investments mit geradezu bescheidener Rendite - zumindest im Vergleich mit dem Wertzuwachs bei edlen Oldtimern. Das zeigt ein neuer Preisindex für PS-Pretiosen, den ein deutscher Investmentbanker entwickelt hat.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...667257,00.html
  1. #1

    Alle Achtung, gute Idee

    Gibt es das vielleicht auch für Uhren (äh, Chronometer ;-))?
  2. #2

    Alter Hut

    In Deutschland macht den Oldtimerpreisspiegel seit Jahrzehnten Classic Data. Da sind alle Autos drin, nicht nur ein paar, die so selten gehandelt werden, dass sie eigentlich irrelevant sind.
    Oltimer sind keine Geldanlage, sondern eine Geldvernichtungsmaschine. Einen Oldtimer auch nur vor dem weiteren Verfall zu erhalten kostet so absurd Geld, dass die Rediten nahezu immer negativ sind - auch wenn die Oldtimerhändler einem was anderes weismachen wollen.
  3. #3

    Was wäre wenn ...

    ... ja, was wäre wenn kein Sprit mehr da wäre um die Autos zu fahren, oder dieser so absurd teuer, daß der "Wertzuwachs" eines Jahres mit einer Tankfüllung vernichtet wäre? Und ist dort wirklich der jährliche Erhaltungsaufwand berücksichtigt? Ich glaube nicht.

    Gibt es so einen Index auch für Kutschen und Dampflokomotiven? Sind ja auch Verkehrsmittel, die nicht mehr ganz so aktuell sind.

    Wird die "Wertentwicklung" auch so fortschreiten, wenn das Auto den Weg von Kutsche und Dampflok gegangen sein wird?
  4. #4

    Vivre avec une DS

    Mag ja sein, wenn man sich ein perfekt restauriertes und konserviertes Mobil in einen dafür geeigneten Raum stellt, dass man nach einigen Jährchen einen Menschen findet, der einem zum Kaufpreis die Kosten der "Lagerung" erstattet und ein paar Scheine mehr. Aber ist das der Sinn der Sache? Für die allermeisten Freunde der Oldtimer ist der Erhalt kurioser alter Alltagsmobile wichtig, mit Gebrauchspuren und allem, und na ja, wenn sie dabei nicht allzuviel draufzahlen müssen, wenn sie eines Tages ihrem Spass, Objekte einer verflossenen Alltagskultur zu erhalten, nicht mehr nachkommen können, danke. Der Rest ist höherer Blödsinn für Leute, die nichts sinnvolles mit ihrem Geld anzufangen wissen und jetzt mit alten Fahrzeugen zocken gehen. Also es gibt schon Sachen ...
  5. #5

    der 1. April wurde vorverlegt?

    Wer mit Oldimer An- und Verkäufen "reich" werden möchte, sollte ein umfassendes Wissen darüber besitzen.
    Die Wertsteigerungen um 15% pro Jahr, gelten meist auch nur für die Glanzlichter des Automobilbaus. Mit 500.000 Euro Startkapital, viel Fachwissen und Geschick lässt sich's also ganz einfach reich werden.
    Die wenigsten Restaurationen sind ökonomisch sinnvoll. Es geht den Besitzern meist um die Erhaltung der Industriekultur des 20. Jahrhunderts, die Faszination der Mechanik und die ehrliche Freude am Fahren.

    Jeder Oldiefan wäre begeistert, wenn nach einem Jahr des Fahrens am Ende eine Rote Null stünde. Dies ist jedoch oftmals Wunschdenken.
    ... und ein Investment Banker, der einen Index "entwickelt" hat sicherlich auch nur Gutes im Sinn. Er möchte die Rendite von Oldtimerverkäufen denen zukommen lassen, die sie verdienen. Also den Bankern.
    Andererseits ist es löblich, mal einen Banker der alten Schule zu sehen, der mit real existierenden Gütern Geld verdienen will, der also seine Produkt nicht einfach selbst erfindet.
  6. #6

    egal

    Letztlich ist es doch wurscht, ob jemand einen schönen Oldtimer wegen der Rendite oder wegen des Fahrens kauft.

    Mir ist so ziemlich jeder Oldtimer Besitzer recht, teilt er doch seine Leidenschaft für alte Wagen mit mir...
  7. #7

    lächerlich

    jaja, mal schnell nen schönen index zusammengeschustert, eine genehme zeitspanne eines anderen index darüber gelegt, schon hat der clevere banker eine neue, todsichere und höchst rentable "anlage" gefunden....lächerlich
    wer sich oldtimer dieser kategorien leisten kann, der ist schon reich, sehr reich, was sollte den ein (weitgehend) theoretischer wertzuwachs interessieren?

    von den folgekosten eines derartigen gefährts (versciherung, unterstellung, ersatzteile und unterhalt bei gelegentlicher nutzung) bruacht man gar nicht anfangen...
    ein "geschäft" ist das allenfalls für irgendwelche oldtimerhändler, die mit diesem argument ihre klientel abzocken wollen...und neuerdings soll es nun auch ein geschäft für einen banker werden
    mehr ist da nicht...
  8. #8

    Das fett markierte...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aktien, Anleihen oder Rohstoffe sind Investments mit geradezu bescheidener Rendite - zumindest im Vergleich mit dem Wertzuwachs bei edlen Oldtimern. Das zeigt ein neuer Preisindex für PS-Pretiosen, den ein deutscher Investmentbanker entwickelt hat.
    ...zeigt deutlich: Finger weg, gaaanz schlechte Idee von einem, der immerhin gut darüber Bescheid weiß, wie man das Geld anderer Leute möglichst schnell und nachhaltig verbrennt.
  9. #9

    rechnet sich doch

    So ein Oldtimer/Youngtimer rechnet sich auch im Normalpreissegment immer (vorausgesetzt, man erwischt keine Möhre). Nicht wegen dem Wertzuwachs, sondern wegen dem nichtvorhandenen Wertverlust!
    Kann bzw. möchte ich z.B. 35.000.- für einen offenen Flitzer ausgeben, um im Sommer damit durch den Schwarzwald zu fahren, kann ich mir entweder einen Jahreswagen BMW Z4 holen oder aber ein 1987er 911 Cabrio.
    Ersterer wird in 3 Jahren noch 18.000.- wert sein, der 911 noch in etwas das Gleiche.
    Somit erübrigt sich die Frage nach Wertzuwachs, denn das Teuerste an einem modernen Auto ist nunmal der Wertverlust und nicht die Kosten je Werkstattstunde oder die Versicherungsprämie...