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Oktoberfest-Fotoserie: Wie schaut's denn Ihr aus?

Auf geht's zum letzten Wiesn-Wochenende! Aber was anziehen?*Der Münchner Fotograf Andreas Neubauer hat Oktoberfest-Besucher auf dem Weg zur Theresienwiese abgefangen. Entstanden sind Porträts von Verkleideten aus aller Welt - und ein Suchspiel über die bayerische Identität.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...788482,00.html
  1. #10

    Die Tracht ist mehr als Kostüm!

    Den Ansatz, Bayrische Trachten mit der Kostümierung auf der Wiesn zu vergleichen, halte ich für grundlegend falsch!
    Es ist richtig, dass die Trachtenbewegung mit 200Jahren noch relativ jung ist und es die „eine“ ursprüngliche Tracht nie gab.
    Sie ist jedoch keineswegs eine bloße Erfindung, sondern geht auf die ursprüngliche Alltagskleidung der Bevölkerung im Alpenraum zurück. Vor allem aber erfüllt Sie, im Gegensatz zur Kostümierung auf der Wiesn, nicht den Zweck der Selbstinszenierung des Trägers, sondern ist Ausdruck von Gemeinsamkeit und Träger bayrischer Identität(en).

    Was wäre denn Bayern ohne die von ihnen offensichtlich geschmähten „Kostümvereine“? Es wäre doch nur noch ein schlechter Abklatsch, der von außen geprägten Klischees!

    Ich erlebe in diesem Zusammenhang auch immer wieder, dass die bayrische Weltoffenheit anscheinend vollkommen missverstanden wird. Diese besteht nämlich nicht darin jedem auswärtigen Trend nachzulaufen, sondern im Wissen um die eigene Tradition und Lebensweise, äußere Einflüsse zu Tolerieren.

    Zum mitschreiben: Bayer ist man nicht weil man eine Lederhose oder ein Dirndl trägt, Bayer wird man auch durch einen Mitgliedsausweis des FCB nicht, richtige Bayern sind nicht einmal alle die hier leben, bzw. hier geboren wurden und das Wichtigste, München ist nicht gleich Bayern!

    Der Bayer weiß um den Wert seiner Identität, welche sich in Heimatverbundenheit, Dialekt und kultureller Eigenart ausdrückt. Diese feste Verwurzelung, lässt ihn gelassen auf die wirren der Zeit und die „Clownerien“ auf der Wiesn blicken.

    Es grüßt F.F.
  2. #11

    Franken sind keine Bayern!

    Danke, dererkenner, für Deinen Beitrag! Denn leider werden wir Franken vom Rest der Welt auch in den großen bayerischen Topf geworfen. Und ein Franke in Lederhose und Dirndl – einfach undenkbar!

    In diesem Sinne: Frei statt Bayern!
  3. #12

    Ich persönlich fand das Bayern-Outfit mit Lederhosen, Dirndl&Co. schon immer äußerst affig, egal zu welchem Anlass es getragen wird.
  4. #13

    Naja

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    Danke, dererkenner, für Deinen Beitrag! Denn leider werden wir Franken vom Rest der Welt auch in den großen bayerischen Topf geworfen. Und ein Franke in Lederhose und Dirndl – einfach undenkbar!

    In diesem Sinne: Frei statt Bayern!
    Zumindest ist es dasselbe Bundesland - Bayern!

    Falsch ist es nicht. Es ist nun mal so, ob man möchte oder nicht ....
  5. #14

    Wiesnweib und Pseudotracht

    Aaaah es ist zum kranklachen. Seit 20 Jahren gehe ich auf die Wiesn und ertrage diese Trachtn Hysterie nicht mehr. Vor allem die Weiber - ja vor allem die zugereisten - sind mit der Tracht und der Wiesn gänzlich überfordert. Dann sitzen sie am Tisch und schauen saublöd aus der Tracht - zum Kranklachen.

    Ich sag dem hysterischen Trachten-Kaufrausch-Weib vor dem Wiesnbesuch dann immer, "bleib locker, das ist kein Karneval, Du kannst auch egal in welchen Klamotten kommen und bist wilkommen." Dann schauen sie immer ganz traurig. Ich muss kein Dirndl kaufen lol?

    Viele wissen nicht, dass die Tracht vor ca. 10 Jahren auf die Wiesn gekommen ist. Bis dahin trugen nur jene Tracht, die sie auch zu Familienanlässen und Sonntags angezogen haben. Irgendwann Ende der 90er wurde sie beim jungen Volk auch populär, war halt lustig. Außerdem hat man sich als Münchner oder Bayer geoutet.

    Damals wollten die zugereisten Besucher noch keine Tracht tragen. In den Jahren darauf ist es aber explodiert, die Trachten Industrie hat das Potenzial gut erkannt und plötzlich gab es „moderne“ Dirndl – mit gestickten Totenköpfen und vielen bunten Farben. Den Damen schien es zu gefallen.

    Die Tracht ist vor allem für das Wiesn Weib von großer Bedeutung. Damals – also vor der Trachtn Hysterie in den 90ern – galten freizügig gekleidete Frauen auf der Wiesn als Schlampen. Sie trugen Miniröcke und Leggings mit Tangas und pressten Ihre Tittn raus. Das auf einen Ort, wo 99% aller Männer besoffen sind. Man konnte sie nur als Schlampen betrachten.

    Und plötzlich kam das Dirndl mit Ausschnitt ins Spiel! Jetzt war es gesellschaftlich akzeptiert Titten rauszupressen und nicht mehr als Schlampe wahrgenommen zu werden. Weil Dirndl ja angeblich obenrum freizügig geschnitten sind (übrigens völliger Bullshit). Die Frauen rannten den Trachtenläden die Bude ein!!! Soviel zum Wiesnweib und der Pseudotracht.

    Für mich ist die Wiesn vielmehr das völkerverbindende Gefühl, welches nach der zweiten Maß ensteht. Zuerst hat man eigentlich kein Bock auf die Wiesn zu fahren. Irgendwann sitzt man genervt von der Anfahrt und dem ganzen Menschenauflauf vor seiner ersten Maß und bei der zweiten sind plötzlich alle Leute im Zelt deine besten Freunde - als ob man sich schon seit Jahren kennen würde haha!

    Die Tracht spielt dabei keine Rolle. Die Wiesn ist einziger Rausch und sonst nix. Und die Weiber können jetzt dank der Trachthysterie auch daran teilnehmen, ohne gleich als besoffene Schlampe abgestempelt zu werden.

    Ehrlich gesagt vermisse ich die wahren Schlampen aus den 90ern, das waren noch Zeiten.. ; )
  6. #15

    .

    Zitat von küss_di_hand Beitrag anzeigen
    Was i ned versteh,

    er sagt, die Wiesn is nur bsuffa zum ertragn, wieso dann scho nach zoa Maß, da bist ja no ned bsuffa, nach drei vier a bisserl.
    Des is a Bleadsinn. In 10 Jahren, die ich in Minga glebt hob, hob i niemals die vierte Maß gschofft. Nach zwoa Maß is ma scho guad beieinand. Aber die kann man auch am Chinesischen Turm tringa um sich anschließend hier hinzulegen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi..._Garten%29.JPG

    Das Oktoberfest ist doch nur für Touris oder um seine Wiesn-Gutscheine (zwoa Maß und a hoibes Hendl sind m.W. bei Münchner Firmen üblich) zu vernichten. Aber die Japanerin und die Marokkanerin aus der Fotostrecke sind schon niedlich. Noch. Denn ein paar Stunden später reihern die dann zusammen mit anderen Menschen aus aller Welt die wenigen Grasflächen voll.
  7. #16

    .

    Zitat von einniederbayer Beitrag anzeigen
    Denn eines hat den Bayern schon immer ausgezeichnet: Er ist weltoffen, tolerant und läßt andere Meinungen und Lebensweisen ohne Umschweife zu.
    Deshalb wählt der Bayer auch permanent CSU, weiß genau, dass der Sepp vom Wiesnerhof ein unredliches Leben führt und Bayern ist ja auch ganz vorne was Homo-Ehe und Co. betreffen.

    Bei Lichte betrachtet ist es doch so, dass der gemeine Bayer solange weltoffen, tolerant und wesensoffen ist, wie seine eigene Meinung auch vom anderen geteilt wird.

    Viele Grüße aus Preußen!
  8. #17

    Oktoberfest

    ü
    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    Danke, dererkenner, für Deinen Beitrag! Denn leider werden wir Franken vom Rest der Welt auch in den großen bayerischen Topf geworfen. Und ein Franke in Lederhose und Dirndl – einfach undenkbar!

    In diesem Sinne: Frei statt Bayern!
    Ja, das ist eine sehr typische Aussage. Nirgends habe ich so viel Anymosität zwischen Nachbarn erlebt wie in Franken/Bayern. Wieso eigentlich ? Das konnte mir Niemand erklären. Es kann doch nicht mehr die Religion sein, denn München, die Stadt, ist seit Jahrzehnten protestantisch.
    Was hebt denn nun einen Franken über die Bayern heraus ?
  9. #18

    Nein, nein...

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    Danke, dererkenner, für Deinen Beitrag! Denn leider werden wir Franken vom Rest der Welt auch in den großen bayerischen Topf geworfen. Und ein Franke in Lederhose und Dirndl – einfach undenkbar!
    In diesem Sinne: Frei statt Bayern!
    Oh Gott, volle Deckung! Die fränkische Volksfront separiert Franken! Oder ist's die Volksfront von Franken?
    Egal, Hauptsache, separatistisch!

    Wählt's halt an Franken zum nächsten Ministerpräsidenten, dann geht's Euch vielleicht besser mit Euren Minderwertigkeitskomplexen, und uns Bayern ist's aa wurscht...
  10. #19

    Absolut

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Was hebt denn nun einen Franken über die Bayern heraus ?
    nichts, im Gegenteil.
    Der Franke ist griesgrämiger als der Bayer.
    Die Münchner sind schon überheblich gegenüber allem, was ausserhalb eines Umkreises von 100 km liegt, auch besserwisserisch, aber meistens auch zurecht.
    Franken sollen doch froh sein, dass sie, ohne Intelligenztest,den Weisswurstgürtel betreten dürfen.


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