Offshore-Industrie in Bremerhaven: Viel Wind, wenig Arbeit

dapdMehr als 15 Prozent Arbeitslosigkeit - und gleichzeitig können Unternehmen ihre freien Stellen nicht besetzen. Am Beispiel der boomenden Windenergie-Branche in Bremerhaven zeigt sich, was am deutschen Arbeitsmarkt schief läuft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,846858,00.html
  1. #1

    Troika

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 15 Prozent Arbeitslosigkeit - und gleichzeitig können Unternehmen ihre freien Stellen nicht besetzen. Am Beispiel der boomenden Windenergie-Branche in Bremerhaven zeigt sich, was am deutschen Arbeitsmarkt schief läuft.

    Windenergie nützt Arbeitsmarkt in Bremerhaven wenig - SPIEGEL ONLINE
    Bremerhaven sollte sich den strengen Regeln der EU-Rettungsschirme unterziehen. Notfalls aus der Bundesrepublik austreten und zur BH-DM zurückkehren.Dann können die wirtschaftlichen Ungleichgewichte durch Abwertung der (dann) eigenen Währung ausgeglichen werden.Bremerhaven hat sich in die Republik geschummelt ... Oh, sorry, falscher Film.
  2. #2

    Und...

    das ist nicht nur in Bremerhaven so. Nur, die H4-Empfänger hat man eben aus der normalen Alo-Statistik entfernt. Weil es sich so gut macht, und sich so nicht vorhandene Erfolge feiern lassen. Nicht wahr, Herr Schröder und Frau Merkel ?
  3. #3

    .

    Zitat von rempfi Beitrag anzeigen
    das ist nicht nur in Bremerhaven so. Nur, die H4-Empfänger hat man eben aus der normalen Alo-Statistik entfernt. Weil es sich so gut macht, und sich so nicht vorhandene Erfolge feiern lassen. Nicht wahr, Herr Schröder und Frau Merkel ?
    Was heißt herausgerechnet? Ein Kriterium um als arbeitslos zu gelten ist, arbeitswillig zu sein (auf der Suche nach Arbeit). Und genau da scheitert es an bei meisten Hartzlern. Lieber lange schlafen statt zu arbeiten oder gar was neues zu lernen. Die 4 Grundrechenarten und dann auch noch höchste Wissenschaft wie der 3-Satz sind nicht jedermanns Sache! Von daher sind sie nicht herausgerechnet wie du behauptest, sondern gehören einfach nicht zur Definition "arbeitslos".
  4. #4

    Förderung

    Doch die Fördergelder für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen hat die Bundesregierung stark zurückgefahren. In Bremerhaven schrumpfte der Topf zuletzt von 24 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 15 Millionen Euro im vergangenen Jahr.
    Das ist im ganzen Land so. Anstatt die ausufernden Maßnahmen wie Bewerbertraining oder Anwendung von PC auf ein Mindestmaß zu begrenzen, wird in diese sehr viel Geld gesteckt und auf diese Maßnahmen auch noch zuviel Wert gelegt. Als ob sich Langzeitarbeitslose für einen Job in Führungspositionen bewerben. Die Einzigen die dabei was gewinnen, sind diese Weiterbildungsfirmen, die sich in und um Harzt 4 breit gemacht haben und sich eine goldene Nase verdienen.
  5. #5

    die Leute die arbeitslos...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 15 Prozent Arbeitslosigkeit - und gleichzeitig können Unternehmen ihre freien Stellen nicht besetzen. Am Beispiel der boomenden Windenergie-Branche in Bremerhaven zeigt sich, was am deutschen Arbeitsmarkt schief läuft.

    Windenergie nützt Arbeitsmarkt in Bremerhaven wenig - SPIEGEL ONLINE
    ... sind wollen die Firmen ja nicht. Was die Industrie sucht sind Mitarbeiter Anfang 20, Abi, Studium inkl. Auslandssemester, Promotion, mind. 5 Sprachen fliessend und alles mit 1er Noten.
    Wenn sie dann 35 sind können sie gehen, da sie dann krank werden könnten und zu Minderleistern mutieren.
    So sieht es aus..... jemandem der arbeitslos ist eine Chance geben, und wenn er dann gar an die 50 ist, das sieht die Industrie nicht ein. Soll für den doch die Volksgemeinschaft in Form von H4 aufkommen.... ach ja, und das bitte ohne dass die Industrie auch nur einen Cent Steuern zahlen muss.
  6. #6

    Zitat von Jule25 Beitrag anzeigen
    Was heißt herausgerechnet? Ein Kriterium um als arbeitslos zu gelten ist, arbeitswillig zu sein (auf der Suche nach Arbeit). Und genau da scheitert es an bei meisten Hartzlern. Lieber lange schlafen statt zu arbeiten oder gar was neues zu lernen. Die 4 Grundrechenarten und dann auch noch höchste Wissenschaft wie der 3-Satz sind nicht jedermanns Sache! Von daher sind sie nicht herausgerechnet wie du behauptest, sondern gehören einfach nicht zur Definition "arbeitslos".

    [Citation needed]

    Ich bin sicher mit der Parole ist man der Koenig des Stammtisches, aber der Anspruch sollte dann doch etwas hoeher sein?
    Ansonsten: Typisch Unternehmen. Das ist eine Unart die ueber viele Jahre aus den USA importiert wurde. Hier und da sind die Gruende die selben "Ja, aber wenn ich ausbilde, dann kann danach jemand die Leute abwerben und dann hab ich nichts davon." -- Auf die obskure Idee das sich Leute nicht abwerben lassen, wenn die Bedingungen im aktuellen Betrieb gut sind kommen viele Firmen nicht. Und so wird sich das noch viele Jahre weiter drehen, bekanntlich ist "mimimimimi" ja einfacher als zur Problemloesung beizutragen.
  7. #7

    Der Vorwurf ist populistisch - die Branche hat Menschen aufgefangen, die sonst auch Arbeitslos geworden wären. Dafür sollte man dankbar und nicht hämisch sein. Worauf es ankommt ist, das sie JETZT auch ausbilden. Vorher gab es diese Brache doch gar nicht.
    -

    >"Fördergelder für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen hat die Bundesregierung stark zurückgefahren."
    Mit diesem Geld wurde auch viel Schindluder betrieben, wenn man Menschen zu "Zusatzqualifikationen" zwang, um Kurse voll und die Statistik sauber zu bekommen - nicht weil am Arbeitsmarkt Bedarf war. Es gibt Berufe, in die man Menschen nicht gegen deren eigenes Bedürfnis und Willen hineinqualifizieren kann.
    Man sollte Firmen, die Interessierte auf einen konkreten Job bei ihnen hin qualifizieren wollen, fördern.
  8. #8

    Fördergelder für die Qualifizierung

    vollkommen richtig, es gibt Arbeitssuchende die haben jahrelange Erfahrungen im Kaufmännischen Bereich und müssen zu diversen Computer-Schulungen, selbst wenn Sie wissen das sie in 2-3 Monaten einen neuen Job haben. Der absolute Wahnsinn wie hier Fördergelder verberballert werden.
  9. #9

    Machen nur der Staat und die Unternehmen zu wenig?

    Der Artikel stellt zwei massgebliche Gruende heraus, die an der fehlenden Qualifikation der Langzeitarbeitslosen Schuld sind: Dass der Staat nicht fuer deren Berufsausbildung gesorgt hat und dass Unternehmen in der Vergangenheit nicht genug ausbildeten.

    Ich finde es interessant warum eigentlich hier die Eigenverantwortung der Langzeitarbeitslosen zur Weiterbildung nicht genannt wird. Koennte man bei einem arbeitslosen ungelernten Werftarbeiter nicht die Einsicht verlangen, dass ohne Berufsausbildung er/sie keinen Job mehr finden wird? Moeglich ist es ja wie der 40-jaehrige Herr Wiedmann bewiesen hat. Eigenverantwortung nennt man dies...