Es fällt den Nachrichtendiensten als zentrale Quelle für die Horrormeldungen offenbar schwer, die gesamten Texte der UN- Pressemitteilungen zu lesen. Gleiches gilt für die meisten Medien.
Im vorliegenden Fall ein Auszug:
"Spokesperson: The most important point here is that commitments have been made, promises have been made, and they now need to be implemented and kept. That refers, of course, primarily, to the Syrian authorities in Damascus, but equally in due course to the opposition in Syria itself."
Was ist die Wahrheit? Halbe Wahrheiten mutieren oft zu Lügen.
Der Mechanismus ist in vielen Fällen ähnlich:
1. Massakermeldung in der internationalen Presse, auch Spiegel meldet mit Hinweis auf Beobachter, kann nicht bestätigt werden, weil kein Zutritt etc.
2. Verwandte im Ausland sind erschreckt. Reales Beispiel (Zeuge bekannt und kann benannt werden) .Sohn in Saudi Arabien, ruft den Vater an. Vater arbeitet in Damaskus.
3. Zeugen vor Ort. Obiges Beispiel: Mann ruft aufgeregt sine Frau zu Hause an.“ Was ist bei Schreckliches passiert“. Antwort:“ Hier gar nichts. Alles ist ruhig“
4. Massaker war gezielte Medienlüge?
Als Spiegel- Leser mit 50 Jahren Erfahrung bin ich enttäuscht.
Wem kann man glauben?
Bestenfalls nur den eigenen Augen und Ohren.
Seit einer Woche bin ich in Damaskus. Gestern las ich bei Spiegel-Online:
" "Überall hört man Schreie"
Aktivisten im Umland von Damaskus berichteten, die Armee habe die Stadt am Morgen mit Panzern angegriffen. "Die Zivilisten sind in Panik, Kinder weinen, überall hört man Schreie", hieß es. Am Vortag sollen landesweit 92 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden sein. Wegen der Medienblockade durch die Regierung sind die Angaben oft nicht von unabhängiger Seite zu überprüfen."
Durch die anhaltenden Gefechte verschärft sich auch die humanitäre Situation im Land immer weiter."
Trotz Friedensversprechen: Syrische Armee startet Großoffensive gegen Rebellen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Die Wahrheit für neun Euro Taxifahrt hin und zurück und Gespräche mit Einwohnern aus Duma:
Es gab keine Unruhen, geschweige denn eine Ausandersetzung wie in der westlichen Presse dargestellt.
Es war eine eindeutige Fehlmeldung. Wie ich auf direkte Befragung von Passanten, Polizisten und Bekannten erfuhr, gilt das Gleiche für andere Meldungen.
Auch Herr Todenhöfer hatte bekanntlich die selben Fehlmeldungen bzw. Übertreibungen festgestellt. Meine Informationen stimmen mit seinen überein.
Ich vermute ausserdem, dass der "Flüchtlingsstrom" noch anhalten wird, da die in der Vergangenheit genannten Zahlen der FSA- Truppenstärke nicht erreicht ist.

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