Ein Anfang. Natürlich ist diese Strafe zu niedrig, aber vorallem in der Öl-Nation USA ein deutliches Signal.
REUTERSNie zuvor musste ein Unternehmen in den USA eine so hohe Geldbuße begleichen: 4,5 Milliarden Dollar - so hoch ist die Strafe, die BP für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zahlt. Darauf einigte sich der Konzern mit US-Behörden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-867499.html
Ein Anfang. Natürlich ist diese Strafe zu niedrig, aber vorallem in der Öl-Nation USA ein deutliches Signal.
Wenn man die Strafe von 4,5 Milliarden den knapp 30 Milliarden Gewinn aus 2011 (Wikipedia) gegenüber setzt ist das schon nicht mehr so drastisch. Aber liebes Spiegelteam die Gerechtigkeit hat mal wieder gesiegt.
PB muss auch noch für die Schäden aufkommen und jetzt wo es sich als schuldig bekannt hat wohl auch den "contractor" der Bohrplattform entschädigen.
Am schlimmsten trifft es zur Zeit BP, dass keiner mehr mit dem Schmudellkind spielen will. Die Konsortial-Partner werden rar und die Investoren auch. Würde die britische Regierung BP nicht mehr unterstützen, glaube ich das BP als Global-Player passé wäre.
Nein, es geht um die Verhältnismäßigkeit. Wenn ich zB nur zu schnell fahre, hab ich eine Strafe am Hals, die im Portmonee sehr weh tun kann, mir als vlt Arbeitslosen oder untervergüteten Rentner das ganze Jahr finanziell versauen könnte. BP dagegen hat unzählige Leben auf dem Gewissen, unzählige Stunden vermeidbare Mannkraft für Säuberungen von anderen Problemen abgezwackt und Standorte (Touristengebiete zB) gefährdet und beeinträchtigt. Und dann so eine lächerliche "Strafe", die wahrscheinlich noch nichtmal zu Lasten irgendwelcher Entscheidungsträger geht, sondern Kunden belasten werden und einfache Mitarbeiter gefährden, weil man ja "sparen" müsse?
Einen Großteil der Schadenssumme wird BP von der Steuer abziehen können. Insofern zahlt hauptsächlich der Steuerzahler die Zeche. Ist aber nichts Ungewöhnliches.
Beim Eschede-Unglück hat die Bahn auch ordentlich Gewinn gemacht. Und mancher Flugzeugabsturz entpuppt sich als finanzieller Glücksfall für eine Fluglinie.
Ich frage mich ernsthaft, wie sich ein Konzern mit einer Regierung 'einigen' kann..?
Gibt es in den USA denn keine unabhängige Justiz mehr, die Strafen verhängt und eintreibt?
Bei meinem nächsten Knöllchen werde ich auch mal versuchen, mich mit der Bussgeldstelle zu 'einigen'
...was man alles als Konzern auf sich nimmt um weiterhin in den USA Geschäfte machen zu können. Für die sich nicht so genau auskennen:
BP gehörte nur der Claim in dem im Golf von Mexico gefördert werden durfte, die Plattform hat Transocean sowie Halliburton gebaut und betrieben, dazu zählten auch die beiden defekten Preventer.
Prozesse gegen Halliburten (US-Firma) und Transocean (Sitz in der Schweiz) laufen.
Oilfield Services | Halliburton - Solving Challenges. - Halliburton
Transocean (Mineralölunternehmen)
Transocean :: Home
Die BP ist nicht der alleinige Schuldige, aber der Dumme der zahlen muss.