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Ökosteuer-Ausnahme für Industrie: Merkel schont die Stromfresser

dapdSichert diese Regelung den Industriestandort oder ist sie ein ungerechtfertigtes Milliardengeschenk? Die Regierung befreit energieintensive Unternehmen bis 2022 von der Ökosteuer - im Gegenzug verpflichten diese sich zu mehr Energieeffizienz. Umweltverbände halten den Beschluss für eine Mogelpackung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...847637,00.html
  1. #1

    Thema verfehlt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sichert diese Regelung den Industriestandort oder ist sie ein ungerechtfertigtes Milliardengeschenk? Die Regierung befreit energieintensive Unternehmen bis 2022 von der Ökosteuer - im Gegenzug verpflichten diese sich zu mehr Energieeffizienz. Umweltverbände halten den Beschluss für eine Mogelpackung.

    Ökosteuer: Industrie wird bis 2022 befreit - SPIEGEL ONLINE
    Nach den Fakten des statistischen Bundesamtes haben sich die Strompreise der Sondervertragskunden (Industrie, Gewerbe) seit 2002 ungefähr verdoppelt.
    Die Stromkosten sind die höchsten nach den Arbeitskosten.
    Deutschland droht eine De-Industrialisierung großen Ausmaßes.
    Dafür haben wir aber immer mehr frühpensionierte Leerer, die sich im BUND engagieren.
  2. #2

    Vergleich

    was kostet die Kw/H einem Hartz4-Empfänger und was kostet sie diesen besonderst wichtigen systemrelevanten Industrieunternehmen. Fakten wären nicht schlecht!
  3. #3

    Widerstand

    Das kann ja wohl nicht sein.
    Der Bevölkerung wird der Soli oder die Parxisgebühr über Jahrzehnte zugemutet-obwohl längst nicht mehr notwendig-aber einigen Industriezweigen wird die ÖKO_Steuer erlassen.
    Genauso unakzeptabelwie wir die Schlampereien in Südeuropa finanzieren sollen.
    Frau Dr. Merkel, die Wähler sind heut nicht mehr so vergesslich wie früher.Bis zu Wahl wird nichts vergessen.!!
  4. #4

    Prima

    Gute Entscheidung.

    In engergieintensiven Produktionen ist der Anteil der Stromkosten bereits seit Jahren so hoch, dass alles, wirklich alles unternommen wird, die Energieeffizienz zu steigern. In vielen Produktionsbetrieben ist man inzwischen am Ende des technisch Machbaren angekommen.

    Eine weitere spürbare Erhöhung der Strompreise (und zwar ausschließlich in Verhältnis zu Wettbewerbsländern!) hat nur einen Effekt: Die Produktion wird hier in Deutschland geschlossen und in Ländern mit deutlich günstigeren Energiepreisen wieder eröffnet. Dann allerdings unter geringerem Einsatz teurer Stromsparechnologie. Was dem Ziel des geringeren CO2-Ausstoßes wiederum völlig entgegenläuft.

    D.h. Export von Arbeitsplätzen, Verlust von Steuereinnahmen und erhöhter CO2-Ausstoß. Und das alles im Namen der "Church of Global Warming". Die Chinesen hätten sich auf die Schenkel geklopft vor lauter Freude.
  5. #5

    Schwierige Gradwanderung

    Einen Aspekt dürfen wir nicht vergessen: die treibende Kraft hinter der Energiewende
    sind nun mal die Wähler, d.h jeder einzelne von uns, der keine Kernkraft mehr will.
    Die Industrie kann genau wie die deutsche Bahn gut mit billigem Atomstrom leben.
    Die Mehrheit der Deutschen nicht.

    Daher kann man das auch als gerechtfertigt ansehen, dass diejenigen, die am lautesten die Energiewende wollen, auch mit zur Kasse gebeten werden, weil jetzt wohl jeder kapiert
    hat, dass Ökostrom nicht zum Nulltarif zu haben ist (nur mit Geld aus dem ESM :-) )

    Noch sind wir ein produzierende Industrienation. Das ist der Grund, warum Deutschland relative gut darsteht. Wollen wir erreichen, dass die Schwerindustrie völlig nach China abwandert, und wir eine Nation von Bankern werden? Großbrittanien ist ein gutes Beispiel, wie ein Land darstehen kann, wenn es Dank Thatcher die eigene Industrie
    völlig zerstört hat.

    Die Ökosteuer sollte doch eine Lenkungsfunktion haben und keine x-beliebige Staatseinnahme. Daher müssen wir die grundstätzliche Frage stellen: wollen wir Aluminium und Papier heute noch in Deutschland produzieren, vielleicht mit guten Umweltstandards,
    oder wollen wir in Zukunkt alles aus China importieren? Es will wohl keiner auf seine Alu-Rahmen beim Fahrrad oder sein Iphone verzichten.
  6. #6

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Nach den Fakten des statistischen Bundesamtes haben sich die Strompreise der Sondervertragskunden (Industrie, Gewerbe) seit 2002 ungefähr verdoppelt.
    Die Stromkosten sind die höchsten nach den Arbeitskosten.
    Deutschland droht eine De-Industrialisierung großen Ausmaßes.
    Dafür haben wir aber immer mehr frühpensionierte Leerer, die sich im BUND engagieren.
    Vielleicht sollten auch FDP-Wähler wie Sie mal einen Faktencheck machen. Denn: gerade die energieintensiven Unternehmen kaufen Strom nicht beim Händler um die Ecke, sondern an der Strombörse. Und dank Windkraft zu Preisen von nahe 0ct/kWh. Teilweise bekommen sie sogar Geld für die Abnahme von Strom.
    Abgesehen davon ist Strom noch immer zu billig, da die Kosten für Kraftwerksversicherungen noch immer nicht eingepreist sind.
  7. #7

    Eigentlich egal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sichert diese Regelung den Industriestandort oder ist sie ein ungerechtfertigtes Milliardengeschenk? Die Regierung befreit energieintensive Unternehmen bis 2022 von der Ökosteuer - im Gegenzug verpflichten diese sich zu mehr Energieeffizienz. Umweltverbände halten den Beschluss für eine Mogelpackung.

    Ökosteuer: Industrie wird bis 2022 befreit - SPIEGEL ONLINE
    Es würde sowieso der Bürger zahlen. Entweder in Form von höheren Preisen für die Produkte oder in Form von Verlust von Betrieben oder einer Mischung von beidem.
    Man muß sich von dem Gedanken verabschieden, man könnte den Betrieben Kosten aufladen, die am Ende nicht der Käufer des Konsumproduktes zahlt. Das ist einfach komplett naiv.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sichert diese Regelung den Industriestandort oder ist sie ein ungerechtfertigtes Milliardengeschenk? Die Regierung befreit energieintensive Unternehmen bis 2022 von der Ökosteuer - im Gegenzug verpflichten diese sich zu mehr Energieeffizienz. Umweltverbände halten den Beschluss für eine Mogelpackung.

    Ökosteuer: Industrie wird bis 2022 befreit - SPIEGEL ONLINE
    Leider fehlt die Information, dass diejenigen Betriebe, die an der Strombörse einkaufen, von günstigen Preisen durch hohes Angebot von Erneuerbaren Energien profitieren. Im Gegenzug werden sie davon befreit, sich an der Energiewende zu beteiligen, auf Kosten der Normalverbraucher.

    So sieht Politik von der Industrie für die Industrie aus.
    "Ich bin es langsam leid, dass man sich ständig dafür erklären muss."

    Tja Herr Rösler, die Nicht-Privilegierten werden auch weiterhin Fragen zur Mövenpick-Politik haben - die Sie allerdings wohl schon bald nicht mehr beantworten müssen.
  9. #9

    Das können wir vergessen

    Zitat von friedrich1954 Beitrag anzeigen
    .......Frau Dr. Merkel, die Wähler sind heut nicht mehr so vergesslich wie früher.Bis zu Wahl wird nichts vergessen.!!
    Wenn ich die allwöchentlichen Umfragen über Merkel sehe, packt mich das nackte Grauen. Da ist bei Ihnen wohl der Wunsch der Vater des Gedanken.


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