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Ökonom Luis Garicano: "Spanien hat nur noch wenige Wochen"

dapdSpanien ruft um Hilfe: Die Banken brauchen dringend frisches Geld - doch die EU streitet, unter welchen Bedingungen sie es bekommen sollen. Der Ökonom Luis Garicano erklärt im Interview, warum jetzt alle Europäer für die spanischen Institute haften sollten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837264,00.html
  1. #50

    Kaum zu fassen!

    Senor Garicano schlaegt also nun vor, dass der europaeische Steuerzahler (!) die spanischen Banken retten sollen und nicht die spanischen Buerger ihre eigenen Banken mit ihren Steuergeldern. Die Iren haben das damals offensichtlich falsch gemacht. Kaum zu fassen!
  2. #51

    Hoffnungslos

    Die Lösung ist rechtlich nicht ganz so einfach, aber inhaltlich so einfach wie logisch, nur unsere (...) Politiker sind unfähig: Man schafft zentrale Energie wie Atomkraftwerke ab und dezentralisiert sie auf Windkraftwerke u.Ä., weil man z.B. sonst für Flugzeugattentate anfällig wäre.
    Wenn Banken also "systemrelevant" sind - müssen sie ZERSCHLAGEN werden in lauter kleine Einheiten (analog Solarfeldern, Windrädern usw.), dann ist keine mehr systemrelevant. Die IT können sie von mir aus aus Effizienzgründen bündeln, aber ansonsten hat die Struktur so auszusehene, dass einzelne Häuser keine systemrelevante Bedeutung haben, basta! Dann müsste man sie noch vor internationalen Übernahmen schützen und fertig. Reine Profitgier und Machtgeilheit ("ich, xy, habe als Leiter xxx Leute in meinem Bereich") stehen dem entgegen. Die Politik ist gefragt! Aber wieso mache ich mir keine Hoffnung auf logische Lösungen...
  3. #52

    da sag ich nur...

    hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott! Sollen die Spanier soch die Peseta wieder einführen und sich selbst durch eigene Anstrengungen aus dem Sumpf ziehen. Unsere Taschen bleiben zu, denn die sind auch schon leer.
  4. #53

    Spaniern

    tut mir leid wenn hier der Eindruck entstanden ist, ich mache alle Spanier dafür verantwortlich. Allerdings muss man sagen, dass Spanien ein demokratisches Land ist, dessen Bevölkerung aber sich bis heute nicht mehrheitlich gegen das System wehrt, sondern eben auch wieder nur mehrheitlich, eben genau das tut was die Politik von Ihnen will, nähmlich den Mund zu halten.
    Ich selbst lebe seit 35 Jahren in Spanien, und meine eingeheiratete Familie stellt einen Abgeordneten der PP (Rajoys Partei) im Parlament, die Verantwortlichen einiger Banken und hohe Politiker sowie Bauunternehmer gehen bei uns ein und aus. Meine Meinung ist also absolut die real gelebte. Das Problem ist, dass die spanische Bevölkerung wie schon beschrieben von alledem nichts mitkriegt, die Abwicklung von BANKIA war ein Husarenstreich sondergleichen, in einer Woche kam man von einem nur "geringen" Gewinn von 8 Mio Euro zu einem Verlust von 23,5 Milliarden Euro. Ich werde da heute mal wieder mein Insiderwissen bemühen um hier anzukündigen, dass auch die Banco Popular, BANKINTER und weitere Sparkassen enorme Beträge benötigen werden, die das Bekannte weit sprengen werden. Es kann sein dass man es schafft das noch einige Zeit zu vertuschen, aber de fakto haben die Banken schon heute keine liquiden Mittel mehr. Die Immokredite wurden tw. mit Beträgen von 130% und mehr des realen Wertes gegeben, das Geld wurde dann in Porsche Cayenne etc, investiert. Womit also auch die Bevölkerung eine grosse Teisschuld trifft den 80% der Spanier waren Eigentümer ihrer Wohnungen / Häuser. Meine Frau und ich wir sind selber Eigentümer, und haben diese Methoden niemals akzeptiert, währende die Nachbaren immer grössere Autos fuhren und immer längere Fernreisen unternahmen, alles auf Pump und ohne einen eigenen Cent in der Tasche-
  5. #54

    Vorschlag

    Wir über weisen jedem Bürger pro Monat - sagen wir mal - 1.500,- EUR und das natürlich nicht als Kredit. Wir drucken es einfach.

    Durch Inflation muss dieser Betrag natürlich wachsen... Mal sehen, wann wir eine "Verschuldung" von nahe Null haben.

    Banken werden Pleite gehen und Vermögen werden so aufgezehrt (Stichwort: Vermögenssteuer). Aber die Bürger verfügen so immer über ausreichende Liquidität und diese ist dann nicht als Kredit sondern frei am Markt.

    Das Thema Wert des EUR in der Welt sehe ich nicht. Da wir in der EURO-Zone eine positive Außenhandelsbilanz haben, nehmen wir für unsere Waren natürlich keine Devisen mehr an, sondern nur noch Edelmetalle. Wer glaubt denn, dass die übrigen Währungen dauerhafter sind als unsere?

    Tada!
  6. #55

    Europa schafft sich ab

    Ich bin Europäer.
    Ich esse Croissants aus Frankreich,
    Pasta aus Italien,
    Schinken aus Spanien,
    Oliven aus Griechenland,
    Schokolade aus Belgien,
    Käse aus Holland,
    trinke Whiskey aus Großbritannien,
    Wein aus Italien,
    habe Möbel aus Schweden,
    Ich habe in meinem Leben fast alle europäischen Länder bereist,
    ich bin überall nett behandelt worden und alle mit denen ich gesprochen habe, waren froh in diesem Europa leben zu können.
    ICH freue ich mich sehr, denn vor 60 Jahren, vor nicht einmal einem Menschenleben, war es völlig undenkbar.
    Ich möchte ein starkes und freies Europa.
    Ich möchte mein Leben in einem Europa dort führen können,
    wo ich mich wohl fühle. Ich möchte von anderen Menschen und Völkern lernen und ich brauche keinen dumpfen Nationalismus, denn ich kann selber entscheiden, was ich bin und was ich sein möchte.
    Ich möchte ein Europa das demokratisch von gewählten Bürgern regiert wird, eines dass die Banken und Superreichen pleite gehen lässt wenn die sich verzockt haben, deren Opfern hilft und die Schuldige zu Verantwortung zieht!
    1
  7. #56

    Sie können’s nicht

    Kann Spanien das Problem nicht selbst lösen?
    Garicano: Nein, wie sollte sich die Regierung das Geld jetzt noch leihen? Die Unsicherheit an den Kapitalmärkten ist zu hoch. Die Zinsen für spanische Staatsanleihen sind stark gestiegen.
    Aha. Ich habe also ein Problem, das kostet Geld, und ich kann es nicht lösen, weil mir niemand mehr Geld leiht. Hallo? Bitte bezahlen Sie doch dann mit Ihren Rücklagen! Die haben Sie, verehrte Spanier, doch sicher genau so, wie auch unser Deutschland – und jeder andere ziviliserte Staat – für Krisenzeiten und "für alle Fälle" Rücklagen gebildet hat.
    Wie bitte? Sie haben keine Rücklagen? Nichts? Ok … wer ist Ihr CEO? Welche tumben Toren lenken Ihren Staatsbetrieb? Ach so, Politiker? Und die können es nicht? Die verstehen nicht ihr Geschäft? Die haben von Staatsführung, Finanzen, Vorsorge keinerlei Ahnung? Ja dann ...

    Ach, noch eine Frage, bevor ich gehe: Wer wählt Ihre Politiker? Wer hat auf dem Gewissen, dass solche unbedarften Möchtegerns Ihre Geschicke lenken?
  8. #57

    Richtig

    Zitat von csar Beitrag anzeigen
    In der subprime-Krise wurde Spanien gelobt, weil seine Bankenaufsicht die Banken davor bewahrt hat. Nun offenbart sich, dass der Staat seine eigenen subprimes über die Sparkassen produziert hat.

    Auch elegant, statt sich zu verschulden, um Geld in die Volkswirtschaft zu injizieren, Banken dazu anzuhalten. Nun kommt diese nette Finte als Boomerang zurück und es ist nur recht und billig das benötigte Geld aus dem spanischen Haushalt zu nehmen. Politsche Fehler in die Privatwirtschaft zu schieben und dann öffentliche Gelder verlangen diese zu korrigieren ist nichts als kreative Buchführung
    Gut erkannt. Spanien hatte und hat noch immer seine eigene Subprime Crisis.
    Aber die staatliche Förderung der Erneuerbaren Energien wurde immerhin anfang dieses Jahres per Dekret ausgesetzt . Die Folgen sind am Kurs von Gamesa abzulesen!

    GAMESA CORPORACION TECNOLOGICA S.A. Aktie - Aktienkurs - Kurs - Realtimekurs - A0B5Z8 - ES0143416115 - OnVista
  9. #58

    Zitat von transblog Beitrag anzeigen
    Wie bitte? Sie haben keine Rücklagen? Nichts? Ok
    Wie bildet eine Volkswirtschaft denn Ihrer Meinung nach Rücklagen?
  10. #59

    Der Druck auf Deutschland wird massiv erhöht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien ruft um Hilfe: Die Banken brauchen dringend frisches Geld - doch die EU streitet, unter welchen Bedingungen sie es bekommen sollen. Der Ökonom Luis Garicano erklärt im Interview, warum jetzt alle Europäer für di
    Im Klartext heisst das mal wieder: Wir wollen die sofortige, auflagenfreie Bankenrettung durch Rettungsschirm und EZB, sprich: auf Kosten vor allem der deutschen Steuerzahler. Wenn das durchgeht, verlangt auch Griechenland nach der Wahl die bedingunslose Rettung. Und dann Italien und Portugal, denn alle wollen eigentlich nur Geld, aber keine Reformen.
    Das Grundproblem im Club Med: Die unglaubliche Korruption bei Staat, Banken und Wirtschaft, bleibt aussen vor.

    Diese Groteske wird immer unerträglicher und es ist höchste Zeit, sie zu beenden. Reduzierung auf eine stabile, relativ homogene Nord-Eurozone einschliesslich Frankreich und wahlweise eigene Währungen oder einen Südeuro für den Club Med. Erst dann ist der irreparable Grundfehler dieser Zone endlich behoben. Alles Andere ist unverantwortlich, unbezahlbar und sinnlos!

    Leider hat das anglo-amerikanische Grosskapital ganz andere Pläne. Sie wollen einen lukrativen, grossen Anlageraum für sich schaffen, der duch gemeinsame Anleihen, also Eurobonds, vor allem durch Deutschland gesichert ist. Davon ist natürlich nirgends in den Systemmedien die Rede, die deutschen Bürger würden wohl Amok laufen. wenn sie wüssten, welch mieses Spiel im Hintergrund läuft.

    Merkel wartet letzt ab, bis das mediale Trooelfeuer zugunsten umfassender, bedingungsloser Hilfen gross genug ist, um dann dem Druck "gezwungenermassen" nachzugeben und das Ganze im Interesse aller Beteiligten als "alternativlos" zu verkaufen. Ob unsere Bürger sich allerdings weiterhin so dreist verarschen lassen, bleibt abzuwarten. Aber die miese Rechnung könnte aufgehen, weil viele Bürger bisher gar nicht verstehen, was gespielt wird.


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