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Ökonom Luis Garicano: "Spanien hat nur noch wenige Wochen"

dapdSpanien ruft um Hilfe: Die Banken brauchen dringend frisches Geld - doch die EU streitet, unter welchen Bedingungen sie es bekommen sollen. Der Ökonom Luis Garicano erklärt im Interview, warum jetzt alle Europäer für die spanischen Institute haften sollten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837264,00.html
  1. #110

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien ruft um Hilfe: Die Banken brauchen dringend frisches Geld - doch die EU streitet, unter welchen Bedingungen sie es bekommen sollen. Der Ökonom Luis Garicano erklärt im Interview, warum jetzt alle Europäer für di
    Das Scenario gleicht sich etwas wie bei Griechenland. Man versucht erst
    einmal "erste" Kredite zu bekommen, um dann anschliessend die
    Kreditgeber zu erpressen. Wenn ihr nicht mehr Geld gibt, dann verliert
    ihr auch die schon vorgestreckten Beträge.
    Also was ein für allemal geregelt werden muss, ist die Möglichkeit
    sich zu verschulden. Da darf doch nicht jeder bis zum geht nicht mehr
    sich verschulden und das ganze auch noch von anderen Ländern
    "garantiert" bekommen.
    Anscheinend können in Spanien die Regionen Schulden machen, ohne
    dass die "Zentralregierung" zustimmen muss. Wenn die Regionen dann
    anschliessend nicht zahlen können, dann haftet die Zentralregierung.
    Welche Rolle spielt da die Bankenaufsicht oder die EZB ?
  2. #111

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Das Trommelfeuer wird verstärkt.
    Alle sechs Stunden wird jetzt von den Medien eine andere Sau durchs Dorf gejagt - Ziel: Die Deutschen weichklopfen und dafür sorgen daß sie endlich der Gesamtschuldenhaftung zustimmen.

    Und die Wirkung bleibt nicht aus. Merkel wird nachgeben - es geht nur noch darum ihr Einknicken geschickt zu tarnen, zu verschleiern.
    Bei den angelsächsischen Sendern ist schon beschlossen daß "Deutschland die Realitäten anerkennen MUSS" - wir MÜSSEN (!), sonst "kollabiert der Euro innerhalb von drei Monaten".

    Tolle Währung die Angie da rettet.
    Es wird immer schwerer werden für Staaten ihre enormen
    Staatsschulden zu finanzieren. Staaten geraten mehr und mehr
    in den Wettbewerb um Investoren für ihre Schulden.
    Die USA und England haben grössere Probleme sich zu finanzieren
    als viele Eurozonen Mitglieder. Die USA und England lösen das
    Problem mit QE. Ihre Staatspapiere werden einfach von der FED
    oder der BoE aufgekauft. Die EZB macht das nicht und deswegen
    haben einige Länder der Eurozone Schwierigkeiten sich zu
    finanzieren.
    Im Moment blockt Deutschland in der Eurozone den einfachen
    Weg Schulden zu machen und deswegen wird nun Druck besonders
    von den Anglo-Sachsen auf Deutschland ausgeübt, doch mitzumachen
    und Staatsschulden über die dann zwangsläufige Inflation zu
    "bezahlen". Deutschland macht deswegen nicht mit, weil es als
    grösster Nettogläubiger der Eurozone am meisten zu verlieren hat
    und ganz nebenbei, weil diese "Politik" gegen die existierenden
    EU Verträge verstossen würde.
    Deswegen der Propagandakrieg, und die Beiträge von der
    London School of Economics, oft nichteinmal von Engländern,
    sollen so den Druck auf Deutschland erhöhen.
  3. #112

    Plan Doña Merkel 2012 rapido ?¿

    Zitat von patrick_0911 Beitrag anzeigen
    rette sich wer kann! Mit Sicherheit ist die Analyse zu 100% korrekt, deckt sich aber mit den mir bekannten Aussagen und Spekulationen der spanischen Korrumpel-Politiker, Lass nur machen am Ende zahlen die anderen (Deutschland)", diese Auffassung ist in Madrid quer durch alle Partein von Anfang der Krise an präsent, man hat die Bankenkrise konkret schwelen lassen mit dem Wissen, dass man am Ende auf die ein oder andere Weise an Geld kommt. Denn hier haben nicht nur Banken mit privaten Immobilien gezockt, sondern eben auch öffentliche Institutionen mit Europäischen Fonds und Geld aus den eigenen Sparkassen; wie konnte es den kommen, dass man Grosflughäfen in Ciudad Real, Jaca, Huesca und Castellón baute? Dort sind bis heute keine Flugzeuge gelandet, zudem stellte man dem Flugahafen in VIGO das nur 80 km von Santiago weit weg liegt, einen weiteren FLughafen in Santiago de Compostela von internationaler Grösse daneben? Unterdessen gab es freie Kreditvergabe an alle, und als dann Zapatero den Plan E2000 auflegte um der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken verpuffte das Geld auf Fussballplätzen? Warum zahlen bis heute egentlich Fussballspieler maximal 25% Steuern in Spanien? Warum erlaubt man sich den Luxus von Übersetzern im Parlament, nur weil einige Baskische, Gallizische und Katalanischen Abgeorgneten nicht bereit sind in der Öffentlichkeit Spansich zu sprechen, dies dann aber am Mittagstisch in der Kantine untereinander tun? Die Spanier sind nicht nur stolz, sondern auch listig gefährlich, auf der einen Seite wird die nationale Presse bei Fressgelagen gefügig gehalten, auf der anderen Seite wird das Volk nur über das informiert was man durchlassen will. Die Abwicklung der Wirtschaftskrise und die Messages der REgierungen erscheinen schon seit Jahren nur auf nationalistischer Ebene, ein Teil der Bevölkerung glaubt tatsächlich an eine Schuld der anderen Staaten, allen voran der Bundesrepublik. Während dessen liegen die Arbeitslosenzahlen auf Bürgerkriegsniveau, und ohne die mittlerweile massive Auswanderung von Arbeitnehmern, eben gerade nach Deutschland währen die Zahlen noch viel schlechter. Vor 60 Jahren hätte es in Europa in einer solchen Situation Krieg gegeben, denn solange die Staaten wie Spanien sich die Sozialausgaben halbwegs leisten können, werden die Bevölkerungen still halten, sollten sie die Ausgaben nicht stemmen können, oder Deutschland nicht mehr Leute aufnehmen können wird es dort verdammt eng
    Kompliment, ein sehr lesenswerter Beitrag.
    Deutschland und insbesondere die Kanzlerin bekommen im Moment
    taeglich ihr "Medienfett" ab, wer hier auch in spanischen Blogs und
    Portalen lesen kann, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Viele Foristen wuerden sich wundern. Hier noch ein Beitrag von heute,
    wer sich fuer spanische innere Befindlichkeiten intressiert.
    "A la caza del Germano", por J.M. IZQUIERDO, heute in:
    EL PAÍS: el periódico global en español

    .... auf jeden Fall ist eine deutliche Zunahme einer Stimmungsmache
    zu erkennen, hier wird es mal konkret und sehr unangenehm;

    MfG
  4. #113

    Andersrum

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Der Tourismus bricht auch wegen des Euro ein. Die spanischen Preise sind fuer Touristen nicht mehr attraktiv.
    Da kann man gleich nach Suedamerika und wenn man 4 Wochen bleibt hat man den Flug wieder drin.
    Das gleiche galt auch für die griechischen und spanischen Bürger.
    Preise stiegen über nacht auf deutsches Euroniveau, Löhne blieben fast gleich!
    Dadurch wurden diese Urlaube teurer und deren Binnennachfrage schwächer.
  5. #114

    Fdh

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Wie bildet eine Volkswirtschaft denn Ihrer Meinung nach Rücklagen?
    Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Das weiß doch jedes Kind! FDH! Also: Weniger ausgeben als einnehmen. Und den Überhang in den Goldtresor.
    Dass diese simpelste aller Haushaltsregeln meines Wisens von KEINER Regierung heute mehr beachtet wird, widerlegt nicht ihre Richtigkeit.
  6. #115

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    Ihre schönen, erlebnisreichen Reisen quer durch Europa habe ich schon zu DM-Zeiten unternommen. Und wenn Sie große Banken pleite gehen lassen wollen, dann sagen Sie doch bitte, mit welchen Banken unsere exportweltmeisterlichen global operierenden Großunternehmen künftig ihren Bedarf an grenzüberschreitenden Bankdienstleistungen zusammenarbeiten sollen. Mit Ihrer Sparkasse oder Voba um die Ecke geht das sicher nicht. Und wenn ich als "Superreiche" mich verzockt habe, geht Sie das gar nichts an, das wäre meine Privatsache, wo leben wir denn?! Auf Ihr kleinkariertes Europa verzichte ich gerne.
    Sie unterschätzen die Sparkassen.

    Die bearbeiten Akkreditive aus der ganzen Welt und stellen auch Finanzierungen für den Mittelstand.
  7. #116

    Spanien, was ist das überhaupt?

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Das Scenario gleicht sich etwas wie bei Griechenland. Man versucht erst
    einmal "erste" Kredite zu bekommen, um dann anschliessend die
    Kreditgeber zu erpressen. Wenn ihr nicht mehr Geld gibt, dann verliert
    ihr auch die schon vorgestreckten Beträge.
    Also was ein für allemal geregelt werden muss, ist die Möglichkeit
    sich zu verschulden. Da darf doch nicht jeder bis zum geht nicht mehr
    sich verschulden und das ganze auch noch von anderen Ländern
    "garantiert" bekommen.
    Anscheinend können in Spanien die Regionen Schulden machen, ohne
    dass die "Zentralregierung" zustimmen muss. Wenn die Regionen dann
    anschliessend nicht zahlen können, dann haftet die Zentralregierung.
    Welche Rolle spielt da die Bankenaufsicht oder die EZB ?

    Sie sprechen hier etwas an, was m.E. bisher fast immer übersehen wird.

    Spanien ist, wenn man etwas genauer hinschaut, in Wirklichkeit nur noch ein Sammelsurium von sehr unterschiedlichen Regionen, die mehr gegeneinander als miteinander agieren.
  8. #117

    So einfach ist es leider nicht

    Zitat von Corinna Beitrag anzeigen
    So wie die inzwischen drauf ist kommt die nicht mal an die entsprechende Staatsgrenze.


    Ich meine das sehen sie falsch - wenns dahin kommt weigern wir uns halt auch einfach zu zahlen. Wer soll uns denn dazu zwingen können?
    Niemand. Nur gehört doch bis dahin ein Großteil der Eurobonds Deutschen Instituten hinter denen Deutsches Sparvermögen steht. Wenn sich dann der Deutsche Staat ebenfalls weigert zu zahlen, sind diese Sparvermögen weg. Oder glauben sie das Ausland ist so dumm, all die neuen Eurobonds zu kaufen?
  9. #118

    Zitat von spon-facebook-10000051328 Beitrag anzeigen
    Ich bin Europäer.
    Ich esse Croissants aus Frankreich,
    Pasta aus Italien,
    Schinken aus Spanien,
    Oliven aus Griechenland,
    Schokolade ....
    bitte halten sie sich gut fest. schon vo 60 jahren sind die leute innerhalb europas gereist. allerdings weniger als heute, da war nämlich der krieg gerade erst mal 7 jahre zu ende.

    und daß man sich das leisten konnte, lag daran, daß man als deutscher mit der DM wechselwährungstechnisch gut gefahren ist. ich bin das erste mal mit 12 jahren im europäischen ausland gewesen. und habe gleich 2 länder (F,E) bereist. und wir sind im ausland auch auf andere "ausländer" in F und E gestoßen.

    und auch ich bin später in viele europäische länder gereist und bin auch ohne € überall nett und höflich behandelt worden. allerdings hat niemand davon geschwafelt "glücklich zu sein in diesem europa" zu leben, die waren alle ganz froh, daß sie in italien, spanien, frankreich, niederlande, etc. zu leben. sogar im damals noch einheitlichen jugoslawien waren die jugoslawien froh in diesem einheitlichen jugoslawien zu leben.

    dieses ganze gesülze, erst seit dem € gäbe es wirtschaftliche expansion und reisefreiheit (weil man nicht mehr geld wechseln muß) ist dümmliches geschwätz und hat im übrigen dazu geführt, daß sich die leute noch weniger "europäisch" fühlen als jemals zuvor, wenn überhaupt.

    nur weil es einen europäischen kontinent gibt, heißt das noch lange nicht, daß den europäischen staatsbürger gibt. den kann und wird es nicht gar nicht geben können, weil dazu das einfachste verbindende element (nein, nicht die währung) sondern die einheitliche sprache fehlt.

    aber vielleicht beschließen die EU-kommissare in ihrer unendlichen weisheit demnächst die abschaffung der jeweiligen muttersprache und verordnen allen ein gepflegtes esperanto. aber nur mit neuer rechtschreibung und mit strafanordnung bei nichtverwendung.


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