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Ökonom Luis Garicano: "Spanien hat nur noch wenige Wochen"

dapdSpanien ruft um Hilfe: Die Banken brauchen dringend frisches Geld - doch die EU streitet, unter welchen Bedingungen sie es bekommen sollen. Der Ökonom Luis Garicano erklärt im Interview, warum jetzt alle Europäer für die spanischen Institute haften sollten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837264,00.html
  1. #100

    Na ja...

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    und was ist richtig daran, dass nun der deutsche steuerzahler für die gewaltigen verluste der spanischen banken einstehen soll?
    ... ich sehe auch keinen Grund, aber unsere Politker haben einen ganzen bunten Reigen an Gründen parat:

    - DE provitiert ja sooo wahnsinnig vom Euro
    - die Wirtschaft in DE booooomt und wir können das locker wegstecken
    - gelebte Solidarität, weil DE so provitiert hat kann es ja was zurückgeben
    - historische Gründe, die ewige Schuld......
    - Alternativlos (immer beliebter)

    ...
  2. #101

    Uns braucht niemand zu...

    Zitat von Corinna Beitrag anzeigen
    ...
    Ich meine das sehen sie falsch - wenns dahin kommt weigern wir uns halt auch einfach zu zahlen. Wer soll uns denn dazu zwingen können?
    ... zwingen. Das machen unsere Politker schon freiwillig. Das ist ja das Fatale. Rot/Grün würde unsere Steuergeld doch am liebsten per LKW, und das schon gestern, in die Südländer karren.
    Und Schwarz/Geld wehrt sich auch nur noch pro Forma. Schauen Sie Schäuble an. Der verkauft seine Großmutter nicht nur, der liefert sie auch.
  3. #102

    gehighligh[highlight]T[/highlight]ed (lol)

    Zitat von nixus_minimax Beitrag anzeigen
    Komischerweise habe ich das mit "Spanien ist zu stolz..." nur in Deutschland gelesen, in Resteuropa steht davon kein Wort in der Presse.

    Woher stammt bitte diese Information oder ist es gar eine willkommene Deutung des Spon um gängige Vorurteile zu bedienen...
    als ehemaliger spanien ex-pat habe ich persönliche erfahrung mit empfindlichkeiten und verhaltensweisen der dortigen "autochtonen" bevölkerung.
    in verhandlungen aber auch eigentlich völlig entspannten alltagssituationen spielte öfters ein latenter minderwertigkeitskomplex den nordeuropäern gegenüber eine rolle, dieses unterschwellige beleidigtsein wurde stets durch besonders selbstbewusstes auftreten kompensiert.
    immer wurden dann auch die - zweifellos vorhandenen - vorzüge des landes herausgestellt, obwohl niemand diese infrage gestellt hatte.

    die fähigkeit "der spanier" ihr gegenüber an die wand "zu labern" mag ein stereotyp sein - aber es kommt nicht von ungefähr.
    das mit dem stolzen spanier auch nicht.
  4. #103

    Stimmt

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Nein, Spanien hatte vor der Eurozone einen besseren Leistungsbilanzsaldo als Deutschland, das Wachstum der Industrieproduktion war hoch.


    Das stimmt einfach nicht. Über zwei Jahrzehnte höheres Wachstum der Industrieproduktion ex Bauwirtschaft als Deutschland.
    Nur warum hat man Deutschland mit der Wiedervereinigung alleine gelassen? Warum hat Deutschland während der Unruhen in Jugoslawien zig Tausend Flüchtlinge aufgenommen und keiner hat danach gekräht? Seit dem Spanien in der EU ist, ging es dort stetig bergauf. Wie Sie schreiben, sie haben anständig gewirtschaftet und die Verschuldung liegt deutlich niedriger als in Deutschland. Wenn ich auf meinen Lohnzettel schaue steht dort noch etwas wie "Soli" wir durften und dürfen weiter für interne Dinge bezahlen - was ja auch absolut korrekt ist! Deutschlands Neuverschuldung steigt in diesem Jahr übrigens, weil die Bareinlagen für die ganzen Rettungsschrime überwiesen werden müssen - aber Deutschland muss ja nichts zahlen. Warum soll in Spanien die Bankensanierung nicht genauso laufen wie in Irland. Die haben eine harte Zeit - aber es geht dort jetzt wieder bergauf. Ich wünsche, dass es in Spanien genauso läuft - nur eine direkte Haftung ohne Kontrolle - so nicht! Spekulationsblasen müssen nun einmal behoben werden, was immer ziemlich schwierig ist. Aber das war der Preis für den Aufschwung in Spanien - übrigens in Deutschland wurde in der Zeit deutlich weniger investiert, was unter anderem zu der hohen Arbeitslosigkeit geführt hat. Jetzt läuft es ein zwei Jahre etwas besser und nun bekommen wir zwar nicht mehr den Spott mit "der kranke Mann" Europas zu sein. Dafür werden nun Deutschland hegemoniale Interessen vorgeworfen. Ich bin für die EU und auch der Euro ist nicht das schlechteste, wenn sich alle an die Verträge halten (Deutschland natürlich genauso wie alle anderen auch). Nur aus der Krise muss Spanien schon alleine kommen. Die Hilfestellungen sind deutlich da. Wer zu stolz ist diese anzunehmen muss halt mit den Konsequenzen leben.
  5. #104

    Zitat von chiefclancywiggum Beitrag anzeigen
    Die Lösung laut Herrn Garicano ist also, dass nicht der irische (bzw. im momentanen Fall der spanische) sondern der europäische Steuerzahler für die gewaltigen Verluste der Banken einstehen muss! Am Arsch die Räuber! Wieso, weshalb, warum? Mir gibt die .....
    Genau das wollte ich auch gerade posten! Es ist unglaublich, wie unverblümt gesagt wird, daß bitteschön fremde, nicht eigene Steuerzahler Hilfen ohne "Spardiktat" zahlen sollen - ja wie will der gute Mann denn sonst die von ihm geforderten "Reformen" in Spanien durchbringen? Durch "Bitte, bitte..."? Das hat ja bisher so unglaublich gut geklappt. Wenn er wirklich Reformen für sein Land wollte, dann wäre er nicht gegen den Rettungsschirm und die entsprechenden Auflagen. Hoffentlich bleibt Merkel hart und fängt nicht an, ohne Bedingungen zu zahlen!
  6. #105

    Die Deutschen weichklopfen

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Das Trommelfeuer wird verstärkt.
    Alle sechs Stunden wird jetzt von den Medien eine andere Sau durchs Dorf gejagt - Ziel: Die Deutschen weichklopfen und dafür sorgen daß sie endlich der Gesamtschuldenhaftung zustimmen.

    Und die Wirkung bleibt nicht aus. Merkel wird nachgeben - es geht nur noch darum ihr Einknicken geschickt zu tarnen, zu verschleiern.
    Bei den angelsächsischen Sendern ist schon beschlossen daß "Deutschland die Realitäten anerkennen MUSS" - wir MÜSSEN (!), sonst "kollabiert der Euro innerhalb von drei Monaten".

    Tolle Währung die Angie da rettet.
    ist gar nicht nötig. "Die Deutschen" haben nichts zu sagen, sie werden endvertreten durch ihre gewählten Qualitätspolitiker. Diese sind sich über alle Parteigrenzen hin einig, dass der Euro um jeden Preis gerettet werden muss. Zuindest noch so ein paar Monate bis sämtliche Schrottpapiere und Bankschulden den Bürgern aufgelastet wurden.
    Dann ist sowieso Schluss und der Kapitaldampfer zieht weiter, im Kielwasser völlig überschuldete Staaten und Bürger hinter sich zurücklassend. Die verdienten Qualitätspolitiker dürfen mit an Deck, wenn sie sich um die Ausplünderung ihrer Untertanen genügend verdient gemacht haben.
  7. #106

    Nägel mit Köpfen machen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien ruft um Hilfe: Die Banken brauchen dringend frisches Geld - doch die EU streitet, unter welchen Bedingungen sie es bekommen sollen. Der Ökonom Luis Garicano erklärt im Interview, warum jetzt alle Europäer für di
    So sehr ich dafür bin, dass Spanien, Portugal, Italien, Irland und Griechenland geholfen werden muss und kann, so sehr meine ich, dass jeder staatliche Funktionsträger strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden sollte, der jetzt noch Geld hergibt oder verspricht ohne, dass die Vereinigten Staaten von Europa verabredet und konkret auf den Weg gebracht werden.

    Wir brauchen gesamteuropäische Wahlen im Frühjahr 2015.
  8. #107

    Bravo

    Zitat von Medienbeobachter Beitrag anzeigen
    Spanien ist ein Land mit unglaublichen Vermögen. Ein Land voller Villen und Luxusyachten. Eben private Vermögen. Diese müssen erst einmal Verantwortung für ihr eigenes Land zeigen.
    Es kann nicht sein, daß die deutsche Verkäuferin im Supermarkt mit ihren Steuern den Kunstmarktmillionär in Madrid subventioniert.
    Schlendern Sie mal mit offenen Augen zB durch Barcelona und den Hafen dort. Offen zur Schau getragener, oft protziger Reichtum allerorten Die "Schönen und Reichen" lassen sichs da nach wie vor sehr gut gehen.

    Kann der deutsche Steuerzahler etwas dafür, wenn es innerhalb Spaniens nicht gelingt, dort für die Arbeitslosen und Armen zu sorgen. Für die Leute, die Mülltonnen nach Essbarem absuchen?

    Wird von Deutschen ernsthaft mehr Solidarität mit den Schwachen dort erwartet, als die megareiche und im oft obszönen Luxus schwelgende Oberschicht Spaniens (allein das Königshaus verschlingt Unsummen) da aufzubieten bereit ist?
  9. #108

    gesamteuropäisch

    Zitat von dafor Beitrag anzeigen
    ... Wir brauchen gesamteuropäische Wahlen im Frühjahr 2015.
    die mehrheit bestimmt dann, dass die minderheit, also die deutschen, zu zahlen haben, ob sie wollen oder nicht!? - alles total demokratisch!
  10. #109

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    die mehrheit bestimmt dann, dass die minderheit, also die deutschen, zu zahlen haben, ob sie wollen oder nicht!? - alles total demokratisch!
    Wäre das dann nicht demokratisch? ;-)


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