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Ökobilanz von Röttgen und Co.: Umweltschädliche Politiker

DDPSie sind vom Amts wegen immer die Guten: Umweltminister handeln grundsätzlich in bester Absicht, sie bewahren und schützen. Schade nur, dass ihre Aktionen manchmal genau das Gegenteil bewirken. Ein kritischer Blick auf die Ökobilanz unserer obersten Umweltschützer.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823362,00.html
  1. #70

    Öko-Faschisten?

    Der Fehler, dass Herr Tritin für den Dosenpfand verantwortlich ist, ist ja schon einigemale hier im Forum erwähnt worden.

    Zu E10 wollte ich noch sagen, dass vor und während der Einführung gerade Umweltschutzverbände dies kritisiert haben, weil durch die heutige Herstellung von "Ökosprit" mehr der Umwelt geschadet wird als ohne.

    Und zu den Grünen ist zu sagen, dass mit deren Eintritt in die Regierung ihre Heren Ziele durch die realexistierende Lobbyarbeit zu nichte gemacht wurden. Schade, dass dadurch viele Wähler enttäuscht wurden und jetzt gar nicht mehr wählen. Übrigens der ehemalige Umweltminister der CDU, Klaus Töpfer hat nach seiner Tätigkeit als Umweltminister sovieles positives zur Umweltpolitik gesagt, dass er eigentlich Ehrenmitglied der Grünen hätte werden können.

    Der gelbe Sack ist auch so etwas, der existiert ja nur noch, wegen dem Grünen Punkt, wodurch viel Geld hin und herfließt, sinnvoll ist er nicht mehr. Mittlerweile wird weitaus billiger Kunststoffabfälle aus dem Restmüll gehohlt als aus dem gelben Sack, weshalb er in Dänemark auch schon wieder abgeschaft wurde.

    Das Problem, nicht nur in der Umweltpolitik, in der Regierung und dem Gesetzeerlassen ist, dass von dem Moment, wo ein Gesetzt angedacht wird, bis zu dem Moment wo es vom Bundespräsidenten unterschrieben wird, ist es derartig weichgekocht und mit Kompromissenm Ausnahmen und sonstiges verunstaltet worden, dass es nicht mehr dem ursprünglichen Gedanken entspricht. Und die Vorteile, welche am Anfang des Prozesses angedacht waren hinterher zu etlichen Nachteilen wurde und man eigentlich es lieber alles beim alten hätte belassen sollen. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Situation mit den "gleichen" Krankenkassenbeiträgen, die aber individuell von den Versicherungen durch Erhebung von Zusatzbeiträgen erhöht werden können, was einen Imensen Verwaltungsaufwand einführt, der ja auch kostet. Ein sehr aktuelles Beispiel ist Möglichkeit ein Nummernschild mit zwei Autos zu verwenden, was in Österreich prima funktioniert und dort echte Vorteile bringt. Nicht so in Deutschland, wo es hinterher sogar billiger sein könnte sich gleich zwei vollwertige Nummernschilder für beide Autos zu zu legen.
  2. #71

    Warum immer so undifferenziert?

    Der Artikel trifft - zurecht! - viele wunde Punkte, ist aber selbst auch herrlich undifferenziert.
    Wie schon andere vor mir anmerkten: das Dosenpfand hat zwar die Plastik-Einwegflasche gefördert, aber eben - entgegen der Behauptung im Artikel - auch die (Getränke-)Dose verbannt.
    Und dass die Einwegflasche so eine Blüte erlebt, liegt übrigens weniger am Mechnanismus des Pfand als vielmehr am Geschacher um die entsprechenden Details der Richtlinien: hat sich schon mal jemand gewundert, warum kohlensäurefreie Getränke nicht mit Einwegpfand belegt sind? Warum differenziert man eine Verpackungsverordnung auf Basis des Kohlensäuregehalts des Verpackungsinhalts? Das hat nichts mit dem Müll zu tun, sondern mit viel Lobbyarbeit.
    Und naja, lieber Autor, die Verfünffachung der Eisbärenpopulation kommt schlicht daher, dass sie vor 60 Jahren so gut wie ausgerotten waren (5000 Exemplare weltweit ist nicht besonders viel) und die dann beschlossenen Schutzmaßnahmen tatsächlich einigermaßen gegriffen haben.
    Dass die Leuchtstoff-Energiersparlampen, grüner Punkt, Elektro/Hybridautos und Biosprit ökologischer Quatsch sind, wusste jeder, der sich einigermaßen informiert hat, schon vor vielen Jahren. Dass die Grünen hier so fröhlich mitgespielt haben, ist eigentlich eine Sauerei erster Kajüte.
    Ich bin in den 80er Jahren "ökologisch sozialisiert" worden, und damals hat man - obwohl es viele Hardliner gab - nach meinem Empfinden sehr viel differenzierter hingeschaut und nachgedacht als jetzt, wo alles in die 2 Sparten "gut" und "böse" eingeteilt wird (um den Verbraucher nicht zu überfordern?). Hier spielt der Artikel leider einfach mit, statt mal klar zu sagen, dass alles nicht ganz so einfach ist, wie viele Leute es gerne hätten.
  3. #72

    ineffizient ?

    ineffiziente Solarzellen? Vielleicht sollte der Autor mal einen Blick hierauf

    PV Leistung in Deutschland.*SMA Solar Technology AG

    werfen. Seit Tagen leistet die PV viele Stunden täglich mehr als alle KKWs zusammen. Dieser Erfolg ist gerade der Grund dafür, warum unsere RöRö-Minister das Wachstum unbedingt ausbremsen wollen, da die hohe Stromerzeugung die Gewinne der Großen Vier auffrißt!
  4. #73

    Auch Umweltschutz ist in Deutschland nur als Lobbyarbeit realisierbar!

    Das Problem ist weniger das Ministerium, als die Art, wie in Deutschland Politik gemacht wird. Da hier nicht der Wähler, sondern die Lobby der eigentliche Souverän ist, vertritt die Politik weniger die Interessen der Wähler, als diejenigen der Interessengruppen, denen es gelingt, durch Lobbyarbeit die Zuwendung einflussreicher Politiker zu gewinnen. Politischer Lobbyismus ist für Deutschlands Regierungsform so systemimmanent, dass seine Politiker selbst die UN-Konvention gegen Korruption als systemgefährdend betrachten, und deren Ratifizierung verweigern.

    Eine Folge davon ist, dass Gruppierungen, die politischen Einfluss suchen, diesen in Deutschland fast nur noch über Lobbyarbeit erreichen können. Da die Umwelttechnik in Deutschland inzwischen zu einem kapitalstarken Wirtschaftszweig herangewachsen ist, kann sie die notwendigen Mittel dazu inzwischen problemlos aufbringen, allerdings ist dann für Moral kein Platz mehr. Das Resultat ist, dass die Motivation der Politik für Umweltschutz weniger der Schutz von Umwelt oder Bevölkerung ist, als der Schutz der Interessengruppen, die den Umweltschutz vermarkten.

    PS: Eine weitere Folge ist, dass immer diejenigen als die ultimativen Experten für Umweltschutz gehandelt werden, welchen es gelingt, die meisten Profite daraus zu erlösen, - und das sind naturgemäß diejenigen, die sich für Ideale und Moral keine Profite entgehen lassen.
  5. #74

    Zitat von netbla Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt ist es mir relativ egal ob Frau Merkel, Herr Trittin oder sonst wer den Dosenpfand eingefürht hat. Was ich unterstreichen wollte, war, dass das Ziel des Gesetzes erreicht wurde, und nicht wie dargestellt verfehlt.
    Gehen Sie doch mal an einen Badesee und suchen sie Metalldosen!
    Ich sag Ihnen wo Sie welche finden! Im Sediment des Sees, wo sie noch aus Zeiten vor dem Gesetz liegen. Am Strand werden sie wenige bis keine finden. Ergo, Pfand hat funktioniert!
    Vor Einführung des Gesetzes gab es also überall Müllberge die ausschließlich aus Dosen bestanden? Das ist mir neu!
    Mit dem ganzen Geld, Sprit und Schweiß der durch das Dosenpfand verursacht wird könnte man wahrscheinlich eine ganze Armada von Arbeitern bezahlen die ständig diesen Müll beseitigen und das wäre am Ende noch billiger und ökologischer!
  6. #75

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    so gesehen ähnelt der umweltschutz in deutschland eher einer religion als einer bestrebung aus vernunftsgründen...
    Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen:
    Die ertappten Leser möchten sich gar nicht den Tatsachen stellen. Die Märchen von Umwelt Öko und Co sind doch so schön anzuhören.
    Und das kann doch gar nicht sein, das wir ständig verschaukelt werden.

    Mal sollte auch mal erkennen, warum dieses System so funktioniert:
    Politiker lassen sich nicht für kurze Zeit wählen um in 4 oder 5 Jahren ihre erträumte Ideologie zu verwirklichen und sich dann darin zu sonnen. Nein sie wollen x-mal wiedergewählt werden. Warum?
    Das hat schon System.
  7. #76

    unvollständig...

    Leider wird in dem Bericht auch nicht auf die Ausdünstungen einer Energiespaarlampe eingegangen.
  8. #77

    Zitat von h.c.lange Beitrag anzeigen
    (...)Wer noch genauer hinschaut, merkt aber nun aber, dass durch den höheren Stromverbrauch auch wieder Quecksilber freigesetzt wird - durch die Kohlekraftwerke, die zur Stromerzeugung neben CO2 auch diesen Stoff ausstoßen.(...)
    Dann überlegen Sie mal, wie hoch die Konzentration an Hg (Quecksilber) in einem Raum von sagen wir mal ~20 m² (also 50-60 m³) bei einem Bruch der "Energiesparlampe" wäre und vergleichen diese mit der Emission von einem Kohlekraftwerk

    Und??? Wie sieht Ihre Bilanz nun aus?
  9. #78

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    Die Ermittlung der Mehrwegquoten erfolgte jeweils auf jährlicher Basis. Herr Trittin hat jede Menge Zeit verstreichen lassen, dem Merkelschen Dosenpfanddiktat etwas Eigenes, Intelligenteres entgegenzusetzen. Er hat es nicht getan, und genau das kann man ihm m.E. auch heute noch zu recht vorwerfen.
    Laut Wikipedia:

    Nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist die Mehrwegquote bis 2008 auf 31 Prozent zurückgegangen. Die hat sich seit der Pfandeinführung also praktisch halbiert.[2] Die zu schreddernde PET-Flasche ist für den Verbraucher bequemer und für den Handel lukrativer.
    Das hat ja viel gebracht!
  10. #79

    Autos

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Leider sind wir Bürger viel zu unkritisch. Wir lassen uns den grünen Punkt als Verbesserung der Umwelt vorgaukeln, obwohl wir täglich sehen das die Mülldeponien mehr und mehr wachsen. Vor allem, weil sich die Industrie von ihren Verpflichtungen freikaufen kann, um es uns, mit höheren Preisen, wieder aufs Auge zu drücken.

    Autos, mit wiedersinnig hohen Ps-Zahlen (die nie genutzt werden), werden als umweltfreundlich zu überhöhten Preisen verkauft.
    Kaum einer macht sich klar, das schon allein der hohe Preis enorme Umweltschäden verursacht. Denn, kaufen wir zum Beispiel ein Fahrzeug für 100.000€, dessen Wert aber nur 10.000€ beträgt, werden mit den Gewinn von 90.000€ neue Produkte geschaffen die die Umwelt noch mehr belasten. Somit sind alle überteuerten Öko-Autos gleichzeitig automatische Umweltschleudern. Das gilt natürlich für alle anderen Öko-Produkte auch.
    Preisbewustsein kann auch Umweltschutz sein.
    Deshalb ist eine Wirtschaftskrise gut für die Umwelt, ganz egal wieviele Öko es gibt.

    Ganz egal wieviel Geld man hat, Umweltschutz kann man nicht kaufen. Ganz im Gegenteil. Denn größten Umweltschutz betreiben die Ärmsten. Wer nichts hat, kann nicht viel Schaden anrichten.

    Ich bin immer wieder erstaunt über Menschen, die in ferne Länder reisen und sich über die dortige Bevölkerung beschweren. Der größte Umweltverschmutzer sitzt im Flugzeug und begafft vom Bus aus die Einheimischen. Wenn sich dieser Tourist einmal klar macht, das er denselben Dreck täglich macht wie dutzende, manchmal sogar tausende von Armen Menschen zusammen und dann noch über die Überbevölkerung sinniert, kommt er noch lange nicht auf die Idee, sich selbst abzuschaffen.
    Das mit den Autos müssen Sie mir jetzt nochmal genauer erklären Autos haben also eine Gewinnspanne von 900 Prozent oder wie soll ich das verstehen?

    Auch das diese 900 Prozent dann in umweltschädliche Produkte investiert werden, leuchtet mir nicht ganz ein, aber Sie können mir das bestimmt erklären.


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