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Öko-Wende: EU rechnet mit rapide steigenden Energiepreisen

Für Verbraucher und Unternehmen*könnte die Energiewende teuer werden: Laut einem Bericht der "Financial Times"*droht bei den*Kosten europaweit bis zum Jahr 2050 eine Preisexplosion um bis zu 100 Prozent. Das zeige eine noch unveröffentlichte Studie der EU-Kommission.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...792211,00.html
  1. #80

    Strom-Alternativen

    Zitat von bürgerschreck Beitrag anzeigen
    Im Prinzip ist Ihre Vision durchaus zu verwirklichen....
    Da liegt dann aber auch schon genau das Problem: es muss viel investiert und das muss bezahlt werden.
    1)Die Windkraftanlagen (der PV-Spuk wird hoffentlich bald vorbei sein...)
    2)Die Ersatzkraftwerke, v.a. GuD (Gas- und Dampfturbinen)
    3)Die Invesitionen zur Speicherung / Umandlung des überschüssigen EEG-Stroms.
    Wenn ich der König von Deutschland wär....
    So heißt es in dem Song. Aber ich versuchs mal.
    Vorhin wurde von jemandem geschrieben, dass in Zukunft Erdgas/Erdöl/Kohle um einiges teurer werden, und daher Atomstrom (wie auch immer) wieder eine Alternative wird. Sollte es wirklich zu Engpässen bei Erdöl etc. kommen, wird stark auf Uran etc. zurückgegriffen, so dass auch die Preise für Atomstrom steigen. Teilweise ist auch Uran Substitutionsgut zu Erdöl. Nicht immer, aber manchmal.

    Den Sinn, den ich hinter regenerativen Energien sehe, ist also nicht nur Umwelt- u. Klimaschutz, nein, ich denke auch, dass man immerhin ein bisschen unabhängiger wird von den Global Players in der Welt, die je nach Situation ihre Oligopolstellung zum Schaden vieler ausreizen.

    Also, wenn ich König wäre, würde ich die geplanten Abnahmepreise für Alternativstrom ein wenig kürzen. Die Preise für solche Anlagen sind stärker gefallen als die Abnahmepreise, so dass ein Rückgang dieser Abnahmepreise gerechtfertigt ist.
    Für das eingesparte Kapital würde ich in erste Anlagen zur Stromerzeugung in Flautezeiten investieren. Evtl auch die Industrie in dieser Hinsicht subventionieren.

    Ok, das wird teuer, ob es bei einem Strompreis von 30 Cent oder 40 Cent endet, kann ich nicht sagen. Ein großer Vorteil wäre aber auch, dass der größte Teil der Investitionen (vielleicht 70 Prozent) der dt. Wirtschaft zugute käme. Das Geld wäre also wieder im Lande. Das hätte Auswirkungen auf Steuern, Arbeitsplätze etc. Man müsste also weniger von Russland und Saudi-Arabien importieren.

    So, ich bin bestimmt kein Spinner oder Phantast. ich denke, wir sind in unserer Gesellschaft zu träge geworden. Da wird monatelang überlegt, wieviel Geld man noch Griechenland, Spanien und Italien schenken soll, aber man verpasst ein bisschen progressiv zu denken. Ich hoffe, es kommt noch.
    Ich habe kein Zahlenmaterial gebracht, denn ich habe keins und dies soll zuerst mal eine Anregung sein.
  2. #81

    Ach....

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    wird in anderen Ländern gearbeitet, bzw. schon fertiggestellt.

    http://www.buerger-fuer-technik.de/U...t-endlager.pdf
    Ach ja - die Dinger scheinen ja richtig zu boomen?!
    Wo?

    Bei uns hat Rot / Grün die Endlagersuche 10 lang Jahre ausgesetzt.Weshalb eigentlich ?
    Vielleicht weil R-G erkannte, unter welchen Klüngel-
    Konditionen und unwissenschaftlichem Druck Gorleben
    - und nur Gorleben - als Endlager - am damaligen Arsch der Welt, nämlich am Eisernen Vorhang - es sein musste?
    Oder wo wurde sonst nach einem 'Endlager' geforscht?

    Für hochradioaktiven " Müll " besteht noch lange kein Endlagerbedarf, wenn überhaupt.
    Wie die Sauerei in der ASSE II mit LAW und MAW aussieht,
    muss man Ihnen das 100x erklären?
    Natürlich besteht der Bedarf, in absehbarer Zeit - und da
    sollte man sich vorbereitet haben.
    War auch so gesetzlich verankert - ohne Endlager keine Atommeiler...

    In den Castoren steckt noch mehr Energie, da braucht man ...zigtausende Windräder um einen Bruchteil davon zu erzeugen.
    Dann macht paar Millioen Castörchen draus und jeder der
    will, stellt sich einen in den Keller.
    Heizproblem gelöst - Überbevölkerung auch und das Gesundheitswesen hat jede Menge zu tun!

    Eigentlich vermisse ich - diesmal - den Hinweis auf Ihren
    Vorzeigehippie aus Californien - oder auch mal Ihre Meinung
    zum Strahlen-Samurai Don Luckey....
  3. #82

    Es

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    ...

    Allerdings gibt es einen nicht klar zu verortenden Kern der AKW Gegnerschaft im Hintergrund, der aus ganz grundsätzlichen Motiven heraus stets gegen die AKW Nutzung agitieren wird, egal welche Argumente dagegen vorgebracht werden.
    ist ziemlich einfach.
    Als ehemaliger Kernenergiebefürworter, welchen Vorteil bringt die Kernkraft? Mir gar nichts, selbst gelogene Kosten ohne die Entsorgung und die Steuerverluste aus freien Rückbaurücklagen machen den Strom im Endeffekt nur marginal günstiger. Neben dem, wenn auch richtigem, immensen Steueranteil, wenn nur einer der 4 Marktbeherrscher pro Einwohner Deutschlands 100€/Jahr Gewinn macht, muss man sich nach dem eigentlichen Kostentreibern nicht umsehen. Die eigentliche Erzeugung ist zu vernachlässigen.

    Und was man nicht vergessen sollte, das Uran importieren wir auch, und da sind die Preise ordentlich gestiegen.

    Also wozu unsichere Uranspaltung?
  4. #83

    Sehen Sie

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen

    In den Castoren steckt noch mehr Energie, da braucht man ...zigtausende Windräder um einen Bruchteil davon zu erzeugen.
    Sehen Sie denn nicht, daß DAS das eigentliche Problem ist, die sehr hohe Restenergie, (Strahlung) durch den dürftigen Wirkungsgrad der Atommeiler?
  5. #84

    Nein

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Tja - da kommt ja was ganz fürchterliches auf uns zu!

    Ausgehend von einem heutigen Strompreis von 23 Cts.`/KWh und einer jährlichen Teuerungsrate von 6% (bisher haben die EVU immer so zwischen 8-12%/a abgezockt...!!!) lägen wir
    sogar schon 2025 bei der 'Preisexplosion' von 100 %!
    Also bis 2050 wird dann - um 100% zu erreichen - eher mit
    einer Steigerung um 3-4% gerechnet - und dafür kriegen wir
    Richtung 100% EE-Strom?!

    Also ran und umbauen - besseres kann einem doch garnicht
    passieren!

    Vergleichsweise!
    Und das Fukushima-Risiko mit paar Billionen Schäden wäre auch weitgehend ausgeräumt.

    Oder hab' ich da falsch gerechnet?!
    Ganz klare Rechnung. Und das Fukushima Risiko sind nicht nur Bliionen-Schäden sondern kann auch Millionen heimatlos machen. Wie kann man diesen Schaden eigentlich berechnen? Ah ja. Passiert bei uns nicht. Alles sicher wie der Euro.
  6. #85

    ;;

    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    11% des Endenergieverbrauchs wird in Deutschland schon durch Erneuerbare Energien gedeckt. Das ist 11% mehr Energieautonomie und doppelt soviel wie aus Atomkraft.

    Natürlich ändert das EEG etwas an den Energieimporten.
    2010 wurden Energieimporte von 7,4 Mrd. Euro vermieden. Geld das in Deutschland blieb.
    Einzig Brennstoffkosten werden eingespart. Der Börsenwert des EE-Stroms beläuft sich somit auf ~1.5 ct/kWh.
    Dem stehen Kosten von 14 ct/kWh gegenüber.
    Eine volkswirtschaftliche Verlustrechnung von ~12 ct/kWh.
    Dem verweigern sich die EE-Freunde zwar vehement, aber Realität bleibt es trotzdem.
    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    Nein, Lotto & Tabak Ausgaben rechtfertigen die EEG-Umlage nicht. Das Verhältniss zu solchen nebenbei getätigten Luxusausgaben stellt aber die übertriebene Kritik an den Kosten der Energiewende dar.
    Hier geht es sich um eine volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen Rechnung, und die geht zu Ungunsten der EE aus.
    Die Rechtfertigung durch Lotto usw... kam von Ihnen.
    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    Die EEG-Umlage und die Umverteilung zum Betrieb von PV-Anlagen ist eine Investition in die Transformation unseres Energiesystems.
    Sie wird durch die strategischen wirtschaftlichen & sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands gerechtfertigt. So einfach ist das.
    Nein, es handelt sich um eine simple Betriebssubvention.
    Der Rest ist ein Versuch zur politischen Rechtfertigung jenseits der Wirklichkeit.
    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    Nur durch Erneuerbare Energien ist es möglich, sich nachhaltig von den Energiekriesen der kommenden Jahrzehnte abzukoppeln.

    Ich gebe lieber 0,5%-3% des BIP für die schnelle Transformation der Energieversorgung aus, als wie Amerika 4,7% des BIP in ein militärisches Weltreich zu stopfen.
    Politische Bewertung ohne Bezug zur wirtschaftlichen Situation der EE.
    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    So nocheinmal:
    12 Mrd.€, 13,5€ Mrd. Euro oder vielleicht sogar 25€ Mrd. Euro sind lächerlich...
    Sich im Anbetracht der nutznieser dieser Umverteilung & der Erfolge darüber aufzuregen, halte ich für kleinkarierten und stumpfsinnig.
    Siehe oben...
    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    Besonders im Anbetracht der tolerierten Umverteilungen von 10€ Millarden Gewinne (!) von Eon und 7.5€ Mrd. von RWE im Jahr 2009.
    Oder der Tatsache das unser Staat schon knapp 1200 Mrd. umverteilt.
    Und immer noch; keine wirtschaftlich basierte Argumente, nur politische Rechtfertigungsversuche
    Zitat von gamar Beitrag anzeigen
    Mehr ist nicht besser, aber die EEG-Umlage ist in 10-30 Jahren marginalisiert.
    Und bis dahin ist dadurch eine Mehrbelastung der Volkswirtschaft im 3-stelligen Mrd.-Bereich auf gelaufen.
    Meine Zustimmung wird es dafür niemals geben.
  7. #86

    Falsch

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    ..
    Dann macht paar Millioen Castörchen draus und jeder der
    will, stellt sich einen in den Keller.
    Heizproblem gelöst - Überbevölkerung auch und das Gesundheitswesen hat jede Menge zu tun!

    ....
    Die Bestrahlung bei Krebs entfällt bzw. niemand bekommt durch diese überzeugende Prophylaxe noch Krebs. Diese innovative Idee spart wahnsinnig Kosten. Endlich eine vernünftige Lösung für alle Abfallprobs auf der Entsorgungs und Versorgungsseite! Man muss das nur richtig an die Proler verkaufen. Nur, ob die´s fressen? Sie müssten es eigentlich als erste.
  8. #87

    Klar - nicht für alle...

    Zitat von karmamarga Beitrag anzeigen
    Ganz klare Rechnung. Und das Fukushima Risiko sind nicht nur Bliionen-Schäden sondern kann auch Millionen heimatlos machen. Wie kann man diesen Schaden eigentlich berechnen? Ah ja. Passiert bei uns nicht. Alles sicher wie der Euro.
    Ach ne, das hat doch unser Promotheus klar gemacht - Opfer
    für's Vaterland (der EVU) - da werden Sie reichlich Einspruch für ernten...:

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Etwas mehr Realismus bitte! Ich bin in meinem Leben früher mehrfach umgezogen da wäre ein weiteres mal wegen eines GAU zwar ärgerlich aber nun wirklich keine existenzielle Katastrophe.

    Im übrigen bezweifle ich das ALLE Menschen die in der Nähe von Fukuschima lebten Landbesitzer oder auch nur Immobilienbesitzer waren. Mit Besitz ist eben immer auch das Risiko verbunden diesen zu verlieren.

    Ich fände es egoistisch von mir zu fordern das ein Land mit 80 Millionen Einwohnern das hauptsächlich von der Industrie lebt, wegen eines Rest-Risikos für meiner "paar Quadratmeter" auf eine brauchbare Energieversorgung verzichten soll! Mich interessiert auch das Schicksal der Millionen Menschen die durch die Verteuerung der Energie arbeitslos werden, obwohl ich Grundbesitz habe. Und in Deutschland müssen garantiert in einem Jahr mehr Menschen wegen eines Arbeitsplatzverlustes umziehen, als wegen des GAU in Fukuschima.
    Der letzte Satz ist besonders interessant formuliert...

    Und stimmt sogar:
    wegen eines 3-fachen GAU in Fukushima muss in DE keiner umziehen.
    Aber ein 1-facher GAU in Zentraleuropa würde reichen, ganze
    Landstriche zu entvölkern - da sind 3 Mio. Arbeitslose
    noch relativ wenig dagegen!
  9. #88

    ...

    Zitat von BraumeisterBob Beitrag anzeigen
    ...
    Daher würde ich Erneuerbare Energien weiter aufbauen, bis sie in der Spitze bei z.B. 100-120 Prozent liegen. Bei Flaute (kein Wind, keine Sonne) würden diese anderen Anlagen zum Zug kommen.
    Diese anderen Anlagen könnten sein: Neu entwickelte Wasserstoffkraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, oder auch Gasbetriebene Kraftwerke.
    Da ich jedoch kein Physiker bin wie unsere Kanzlerin, sondern nur Volkswirt, würde ich gerne mal Naturwissenschaftler zu Wort kommen lassen.
    Kommt drauf an was Sie mit 120 Prozent meinen. Wenn Sie 120 Prozent des maximalen Leistungsbedarfs meinen, dann bleibt eine grosse Energielücke, weil z B Windkraftanlagen übers Jahr gemittelt nur etwa ein Sechstel bis ein Fünftel ihrer Nennleistung erbringen.

    In konkreten Zahlen bedeutet dies: Die momentan benötigte Maximalleistung in D liegt bei etwa 80GW. Wenn man Windkraftanlagen mit insgesamt 100GW errichten würde, dann würden diese nur eine mittlere jährliche Leistung von etwa 18GW erbringen, und würden damit nur etwa ein Viertel des Strombedarfs decken.

    Um den Energiebedarf Deutschlands einigermassen zu decken müsste man auf jedem zweiten Quadratkilometer des Landes eine 5-MW-WKA errichten, und Speicherkapazitäten von etwa 30000GWh; wenn auch noch Heizung und Verkehr mit nachhaltig gewonnener Energie betrieben werden sollen dann sogar 60000GWh und 6- oder 7,5-MW-WKA.

    In Deutschland gibt es keinen Platz für Pumpspeicherkraftwerke mit zusammen wesentlich mehr als etwa 100GWh, von daher würde man als Stromspeicher eher Wasserstoffspeicherkraftwerke verwenden, oder NaS-Akkumulatoren.
  10. #89

    ...

    Zitat von Holzhausbau Beitrag anzeigen
    Energiepreise steigen unaufhörlich.
    Mit oder ohne Energiewende.
    Die Bürger sind immer die Gekniffenen, da wir den Konzernen hilflos ausgeliefert sind.
    Jein. Steigen tun die Preise fossiler Energieträger, weil die Vorräte nach und nach aufgebraucht werden, beginnend mit den am günstigsten zu fördernden Vorräten.

    Die Preise für Wind- und Solarstrom sinken mit fortschreitender Wissenschaft und Technik, und mit steigender Massenproduktion.








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