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Öffentlicher Nahverkehr: Verloren in der Tarif-Todeszone
DPAÖffentlicher Nahverkehr könnte ja so schön sein - wäre da nicht die Sache mit dem Fahrkartenkauf. Gelten Tickets der Stufe 3 auch im Großbereich B? Oder nur in den Zonen eins bis sieben ohne Hund? Eine Reise ins unendliche Dickicht der deutschen ÖPNV-Tarife.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816980,00.html
- #110 24.03.2012 16:34 von
Das Piraten-Konzept
das weiter oben erläutert wurde, ist mir zwar noch sympathischer, aber dies wäre doch schon ein erster, großer Schritt in die richtige Richtung. Frage: Wenn ich dann mit meiner Monatskarte für den Großraum Hannover in der Tasche in München aus dem ICE steige, wie weit darf ich dann dort damit fahren ?
- #111 24.03.2012 16:34 von
- #112 24.03.2012 16:44 von
Göttlich! Bedrückend?
Ja, so ist es! Dieser Artikel ist absolut göttlich.
Tiefer geschürft: Das heutige Leben - und nicht nur der öffentliche Nahverkehr - macht jeden zu einem permanenten Verwaltungsbeamten in eigener Sache. Das Denken inVorschriften, Regelungen, Ausnahmen, Umgehungstricks u.ä. nimmt einen immer größeren Raum in unserem Gehirn ein und prägt, wie wir die Welt und uns erleben. Ganz unabhängig davon, ob die Regelungen im einzelnen gut sind oder nicht (viele sind vermutlich sinnvoll) sind wir aus freien Kindern Gottes zu Menschen geworden, die einen Großteil ihrer Energie in Auseinandersetzung mit einem eher anonymen "System" verwenden müssen. Lebendiger, lebensfroher macht das nicht. - #113 24.03.2012 16:46 von
Flugtickets
Eine der vielen Absurdidäten des RMV, Busse sind nicht billiger, die kosten in London einheitlich 1,35 Pfund. Ich musste manchmal von Offenbach nach Bornheim, das Glas Sekt was einem auf der Überquerung des Kaiserleis - also des Mains - in der Business Class gereicht wird und die hübschen Stewardessen, sollten es einem wert sein. Ich bin für den Preis Hin- Rück schon mit Ryanair geflogen.
- #114 24.03.2012 16:58 von
Ich kann die Kritik des Artikels nur Beingt nachvollziehen. Sicherlich, die Tarifsysteme in Deutschland sind kompliziert und für Fremde ist es bei mehreren Fahrten schwehr möglich das günstigste Ticket zu wählen. Aberim Zweifel zahlt man etwas mehr und ist auf der sicheren Seite. Als Tourist kümmert mich das meistens nicht so sehr.
Ich komme aus Kiel, und in dem Tarifverbund für Schleswigholstein, der nach undurchschaubaren Kriterien teilweise zusätzlich zum HVV-Tarifsystem auch in HH gültig ist, ist sicherlich nicht dafür geiegnet das günstigste Ticket zu bekommen.
Es gibt Einzelstrecken die teurer sind als ein SH-Ticket für den ganzen Tag. Auf anderen Strecken (HH-Kiel) ist es mit Bahncard günstiger ein Fernverkehrsticket zu kaufen und mit diesem den Nahverkehr zu nutzen.
Aber ein Femder kann zum Automaten gehen und ein Einzelfahrschein kaufen. (Auch wenn das nicht der günstigeste ist)
Die auswahl der Zonen übernimmt der Automat bzw. der Busfahrer.
Vor kurzem war ich in München. Und ald werde ich dort auch dauerhaft wohnen. Deswegen habe ich mich mit dem Tarifsystem beschäftigt. Es gibt sicherlich einige unzulänglichkeiten im Preissystem:
Als Student an der TU in Garching, der auch ein Zeitticket für die Fahrt in die innenstadt möchte, (Dürfte auf ca. 95% der Studenten da zutreffen ) werde ich ich je nach Wohnort zwischen 58€ und 73€ zahlen. Diese Tickets haben dann auch noch unterschiedliche Geltungsbereich (das günstigste den Größten).
So etwas ist unglücklich, aber wenn man ein faires System haben will, wohl unvermeidlich. Wer dort wohnt kann sich eben einmal damit auseinander setzten.
Bei meinem kurzen Besuch in München hatte ich trotz diverser Fahrten kein Problem mit dem Tarifsystem. Beim kaufen, wurde ich von umstehenden gleich als "Ausländer" identifiziert. Und auf das günstigste Ticket (XXL-Tagespartner karte) hingewiesen.
Wäre ich das nicht hätte ich entweder auch diese, oder eine Einzelfahrt gekauft. Die Zonenzahl ist ja zumindest bei S und U-bahnen einfach zu erkennen.
Einzig ein Hinweis mit ab 3 Fahrten täglich lohnt sich eine Tageskarte wäre sinnvoll. Und die Sache mit dem entwerten.
Ich frage mich allerdings seit dem lesen des Artikels, ob ich meine Tageskarte hätte entwerten müssen... Habe mir sie abe rnochmal angeguckt, steht zumindest nciht drauf weder vorne noch hinten. - #115 24.03.2012 17:00 von
Es geht doch auch einfacher
Einfach Taxi fahren. Mache ich seit mindestens 25 Jahren nur noch. Keine U-Bahnschläger, keine Säufer, keine schnarrenden Kopfhörer.
Simples Tarifsystem: Man zahlt am Ende (!) der Fahrt einfach das, was auf der Uhr steht, und legt noch etwas drauf. (Und kann das alles auch noch von der Steuer absetzen). Neuerdings mit TaxiApp. - #116 24.03.2012 17:05 von
Wie negativ. Noch vor nicht allzu langer zeit musste man für den Kilometer ins eigentlich benachbarte Stadtviertel etwa zehnaml solange über den Frankfurter Hauptbahnhof fahren!
Bevor es den S-Bahntunnel unter dem Main gab, habe ich in einer Tram mal zwei Hamburgern gelauscht, die auch auf die andere Mainseite musstenm nach Sachsenhausen. Ich bin mir vorgekommen wie im letzten Wüstengebiet, so wenig konnten die beiden verstehen, welches Gedöns diese beiden Städte um das bischen Fluss machen. Und die gleiche Situation mit Fechenheim ist bis heute nicht besser. - #117 24.03.2012 17:14 von
Gilt nur, wenn die S-Bahn auch fährt
Die Bundesbahn hat die Berliner S-Bahn völlig heruntergewirtschaftet. Ständig gibt es Stellwerksprobleme mit weiträumigen Störungen, es gibt zu wenig Triebwagenführer, die ganze Bahn wird auf Verschleiß gefahren. Im Winter verstopfen die Motoren mit Flugschnee, im Sommer überhitzt die Elektronik. In der Nachkriegszeit und unter DDR-Reichsbahnkontrolle war die S-Bahn weitaus zuverlässiger, ganz ohne oder gerade wegen fehlender Elektronik.
Die nächste Tariferhöhung steht bereits bevor. Das Tarifsystem wird total fantasielos am Kunden vorbei konzipiert. Früher konnte man mit einem Fahrschein 2 Stunden herum- bzw. hin-und-zurückfahren, wie man wollte, für Autofahrer äußerst attraktiv, um z.B. mal eben in der Schloßstr. was zu besorgen. Heute müßte man 2x löhnen, also nimmt man das Auto und parkt für 2 € im Parkhaus + Sprit, die Fixkosten fallen ja eh an. Gleichzeitig wird dem Autofahrer das Leben durch die Verkehrsverwaltung durch systematische Stauerzeugung vermiest. Also kauft man besser gleich im Umland ein. - #118 24.03.2012 17:17 von
Einahmen und Ausgaben
Die Frage ist doch, rechnen sie ganzen Kontrolleure, Autmaten und der Hokuspokus - suventioniert wird doch dennoch. Und zig Leute haben einen Sozialtarif, sind Schüler, auf Semesterticket. Da gebietet schon der Menschverstand, sich zu fragen, ob man den Rest nicht über die Steuern abdeckt.
- #119 24.03.2012 17:23 von
Prepaid Karten mit RFID
sind eine akzeptable Lösung für Gelegenheitsfahrer, die in einer Stadt wohnen.
Für Touristen und andere Kurzzeitbesucher hat das System leider einen kleinen Haken. Am Ende bleibt meistens ein Betrag auf der Karte übrig, der nicht ausgezahlt werden kann. Natürlich haben diese Karten auch ein Verfallsdatum. Wenn ich also nächstes Jahr wieder in London, Lima oder Hong Kong bin, kann ich die natürlich nicht mehr benutzen.
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