dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
dies als eine "Loesung der Vernunft" bezeichnen, wenn es nur eine Konsequenz geben wird: dass naemlich die knappen Gelder in die Taschen der Angestellten im oeffentlichen Dienst fliessen statt z.B. in eine Verbesserung der Infrastruktur oder anderer Investitionsmassnahmen. Um dies auszugegleichen werden wir in Kuerze eine rasante Steigerung der Preise fuer oeffentliche Dienstleistungen sehen - z,B. Muellabfuhr, Wasser, Gerichtsgebuehren etc etc. Hier raubt quasi eine Klasse vergleichsweise weich gebetteter Arbeitnehmer eine andere Klasse aus. Dass der Gewerkschaft wenig an Arbeitnehmern mit tatsaechlich unzureichenden Einkommen liegt sieht man leider daran, dass diese bei der "Loesung der Vernunft" total hinten herunterfallen. Sozial ausgewogen ist das nun wirklich nicht.
Das entspricht einer jährlichen Lohnerhöhung um 2,27% --- wenn es keine Inflation gäbe...
Bei angenommenen 2% Inflation bleiben dann 0,27% Lohnerhöhung pro Jahr für die nächsten beiden Jahre übrig.
Das als kräftige Lohnerhöhung zu verkaufen, ist ziemlich gewagt.
1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,046 --- also 4,6% in 24 Monaten. Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227, also 2,27% --- ohne die Geldentwertung zu berücksichtigen.
Don't believe me - just do the math.
Was ist das fuer eine Gewerkschaft die solch einem niederigen Tarifabschluss fuer die unteren Lohngruppen zustimmt??? Hier geht die Einkommensschere fuer Arbeitnehmer weiter auseinander.Ein gutbezahlter Arbeitnehmer im oeffentlichen Dienst,der sagen wir mal 6000 Euro verdient bekommt in den naechsten 2 Jahren 390 Euro mehr,waehrend ein Geringverdiener im oeffentlichen Dienst mit 2000 Euro im selben Zeitraum nur 130 Euro mehr bekommt.Der Tarifabschluss ist eine Blamage ersten Ranges fuer die Gewerkschaft!!!
1991 waren 6,74 Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, 2006 waren es nur noch 4,58 Mio.
Davon 1,59 Mio. Beamte, 192.000 Auszubildende und 2,59 Mio.
Angestellte und Arbeiter. In 2011 waren es noch weniger
4.541.314 Beschäftigte insgesamt im öffentlichen Dienst.
Fazit: Es werden immer weniger. Für die Pensionen der
Beamten gibt es keine finanziellen Rücklagen, was unverantwortlich
ist.
siehe
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Do...ublicationFile
Für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit gerade mal 1800 - 2200 Euro Bruttolohn, also für die Menschen mit der Inflationsberechnung nach dem kleinen Warenkrob (welcher NATÜRLICH nicht offiziell genannt wird), ist dies nichtmal der Inflationsausgleich.
Toller Erfolg :(
Naja, hauptsache für die Rettung von Banken und die Stützung anderer Staaten sind Milliarden im drei- und vierstelligen Bereich vorhanden
V.a. das VKA und Verdi das Auseindriften der Entgeltgruppen mit einer rein prozentualen Erhöhung fördert, ist reichlich ernüchternd. Stolz kann verdi darauf nun wahrlich nicht sein.
Und ich frage mich wie man auf einen Wert von 6,41% kommt, wenn die ersten 12 Monate lediglich 3,5% betragen.
Suchen Sie sich eine neue Arbeitsstelle, dann hat sich das Problem erledigt.