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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #50

    Das liegt daran,...

    Zitat von henrywilhelm Beitrag anzeigen
    (viel guter Text)
    Wieso darf die Lehrerin nicht streiken - aber die Erzieherin im Kindergarten? Wieso darf der Verkehrspolizist nicht streiken - aber der Fluglotse? etc. pp. ...
    ... daß gewachsene Systeme einen alten Zopf nach dem anderen mitschleppen anstatt ihn abzuschneiden und zudem die jeweiligen Partikularlösungen- u. vereinbarungen so gut wie nie den Blick aufs große Ganze anstellen. Wegen der menschlichen Unfähigkeit das zu organisieren, wiederholt sich Geschichte. Das ist das bisher einzige 100%ig funktionierende Ventil zum Zwecke des Mißstandsabbaus.
  2. #51

    Gut!

    Im ersten Moment klingt das viel. Doch am Ende der zwei Jahre Laufzeit wird man wieder auf Höhe der Inflationsgeldentwertung angelangt sein. Das bisschen, was zwischendurch mehr verdient wird, gleicht noch nicht einmal die Reallohnverluste der letzten Jahre aus.

    Wer satte Lohnerhöhungen und Boni in der Privatwirtschaft gut findet, die auch von allen bezahlt werden müssen (die hohen Gewinne bei den Automobilherstellern resultieren aus den viel zu hohen Automobilpreisen), der muss auch den Angestellten im ÖD etwas gönnen. Mit Betonung auf etwas, denn viel ist es nicht.

    Leider werden die Beamten davon nicht profitieren.
  3. #52

    Richtig!

    [QUOTE=monotram2;9923335
    Suchen Sie sich eine neue Arbeitsstelle, dann hat sich das Problem erledigt.[/QUOTE]

    Genau so siehts aus!!! Endlich mal jemand der das Geheule auch nicht mehr hören kann!
  4. #53

    wg. Ihrer Antwort an monotram

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Sorry, Ihre Antwort geht an den verständlichen Zorn und Sorgen des Forumteilnehmers vorbei und hat in der heutigen Zeit einen häslichen Beigeschmack. (...)
    Sie übersehen da meines Erachtens etwas. Wer sich fünfzehn Jahre lang gefallen läßt keine nicht einmal die Inflation ausgleichende Lohnerhöhung zu erhalten, muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Selbst schuld sage ich da nur. Des Foristen Zorn ist ein Bumerang und schlicht nur peinlich. Bitte nochmal nachdenken und denen ins Gesicht springen, denen wir die Misere überhaupt zu verdanken haben, sprich den komplett versagt habenden Eliten dieses Planeten.
  5. #54

    Mein Titel

    Zitat von hagen306 Beitrag anzeigen
    Das entspricht einer jährlichen Lohnerhöhung um 2,27% --- wenn es keine Inflation gäbe...
    Bei angenommenen 2% Inflation bleiben dann 0,27% Lohnerhöhung pro Jahr für die nächsten beiden Jahre übrig.

    Das als kräftige Lohnerhöhung zu verkaufen, ist ziemlich gewagt.

    1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,046 --- also 4,6% in 24 Monaten. Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227, also 2,27% --- ohne die Geldentwertung zu berücksichtigen.

    Don't believe me - just do the math.
    Es soll Arbeitgeber geben, die einen reduzierten Gehaltsausgleich aufgrund einer Arbeitszeitverlängerung als Lohnerhöhung verkaufen und entsprechend auf der Gehaltsabrechung ausweisen.
  6. #55

    kein Titel!

    Zitat von worcchel Beitrag anzeigen
    eine sauerei sondergleichen. wir schieben billionen an schulden vor uns her und die bekommen >6 % lohnerhöhung von MEINEM geld!
    meine letzte lohnerhöhung war 1997 und seitdem hab ich durch wegfall von weihnachtsgeld und urlaubsgeld brutto (!) weniger als vor 15 jahren.
    Glücklich zu preisen die herrschende Klasse, die solche Untertanen hat!

    Sind Sie Gewerkschafter? Nein? Wenn ja. sind Sie bereit, Ihrer Gewerkschaftsführung ggf. wegen zu grosser Konzilianz mit dem gebotenen Nachdruck in die Südseite zu treten? Nein? Sind Sie bereit, für eine angemessene beteiligung am Produktivitätsfortschritt zu streiken, und zwar wenn nötig wochen- und monatelang? Nein? Sind Sie braver Wähler von CDSUSPDFDPGrüne, die durch die Hartz-Gesetze die Möglichkeit zu fortwährender Lohndrückerei geschaffen haben, welche natürlich dankbar genutzt wird? Ja? Fallen Sie immer noch auf das Gesülze von der "Sozialpartnerschaft herein? Ja? Dann hören Sie bitte auf zu jammern!

    Aber dem deutschen Untertanen kann man ja alles zumuten, wenn nur sichergestellt ist, dass es den Anghörigen desselben Klasse noch dreckiger geht oder doch jedenfalls nicht besser. Es ist einfach zum Heulen!

    Und nun warte ich in mein Schicksal ergeben auf die "MehrNettovomBrutto"-Trottel, die ja jetzt wohl Kompensation der Mehrkosten durch Personalabbau, erhöhte Arbeitsbelastung der verbleibenden Beschäftigten, Reduzierung öffentlicher Leistungen und Privatisierungen verlangen werden.
  7. #56

    Zitat von hagen306 Beitrag anzeigen

    Das als kräftige Lohnerhöhung zu verkaufen, ist ziemlich gewagt.

    1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,046 --- also 4,6% in 24 Monaten. Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227, also 2,27% --- ohne die Geldentwertung zu berücksichtigen.

    Don't believe me - just do the math.
    Ihre Rechnung ist korrekt für eine Anlage, die auf zwei Jahre für die ersten 10 Monate mit 3.5 verzinst wäre und den Rest der Laufzeit mit 1.4% verzinst. DAnn hätte man eine durchschnittliche Rendite von 2.27% im Jahr.
    Hier handelt es sich aber um Gehälter, die auch im nachhinein weiter ausgezahlt werden.
    G sei das Grundgehalt.
    G1 = G*1.035 ist das Gehalt nach der ersten Erhöhung.
    G2 = G1*1.014 ist das Gehalt nach der zweiten Erhöhung
    G3 = G2*1.014 ist das Gehalt nach der dritten Erhöhung

    Also ich bekomme für G3 letztendlich 1.035*1.014*1.014*G=1.068*G heraus (komme also auch nicht auf die im Artikel behauptete Zahl). Aber vielleicht habe ich auch einen Denkfehler drin
  8. #57

    Satte Lohnerhöhung?

    Je mehr einer verdient umso satter ist die Lohnerhöhung. Beim 6000-Euro-Gehalt sind es fast 500 Euro, bei einer Verkäuferin mit 1500 Euro Monatsgehalt noch nicht einmal 100 Euro. Dabei klagen gerade die Gewerkschaften über die Schere, die immer mehr auseinander klaffe. Sie selbst sind es doch aber, welche mit der dauerhaft prozentualen Lohnforderung dazu beitragen. Herr Bsirske, das ist einfach Pfui!!! Warum nicht für alle z.B. 300 Euro mehr? Das wäre gerecht und würde die Schere auf Dauer zusammenhalten.
  9. #58

    Achtung! Selbstzufriedene Selbstbetrüger!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Da freuen sich die Herrschaften aber. Kein Wunder, denn sie selbst müssen den kräftigen Schluck aus der Lohnpulle nicht bezahlen, sondern unsere Kinder. Da die Kassen keineswegs gut gefüllt sind, müssen nämlich Schulden gemacht werden, um das alles zu bezahlen. So betrügt sich ein ganzes Volk selbst.
  10. #59

    Satte Lohnerhöhung?

    Eine "satte Lohnerhöhung", wie SPON schreibt, ist etwas anderes. Diese Lohnerhöhung dürfte gerade so die Inflation abfangen, aber selbst das ist im ÖD ja schon ein Gewinn.
    Von Jahr zu Jahr haben die Arbeitnehmer weniger Geld, während Mieten und andere Lebenerhaltungskosten, immer mehr steigen. Wie lange das wohl noch gut geht?


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