ver.di
"Tarifeinigung im öffentlichen Dienst: 6,3 Prozent mehr Lohn.
Die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen bekommen mehr Lohn. ver.di und die Arbeitgeber einigten sich, dass die Löhne und Gehälter zum 1. März 2012 um 3,5 Prozent, ab 1. Januar 2013 um 1,4 Prozent und ab 1. August 2013 um weitere 1,4 Prozent steigen. „Die Kolleginnen und Kollegen haben nach zehn Monaten 4,9 Prozent mehr Gehalt und nach 18 Monaten eine dauerhafte tabellenwirksame Lohnsteigerung von 6,3 Prozent“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Potsdam."
Rechnen wir das doch mal an einem konkreten Beispiel auf Basis der Lohnerhöhung in 2012 durch.
Familienvater Jahrgang 1970, 2 Kinder, gesetzlich krankenversichert mit einem KV-Beitragssatz von 14,6 % +0,9 % , lebt in Nordrhein-Westfalen, zahlt keine Kirchensteuer und hat derzeitig ein Monatsbruttoeinkommen von 3000 EUR. Ab 01.03. erhält er 3,5 % mehr Lohn, macht 105 EUR / Mon. mehr entsprechend 3105 EUR.
Das monatliche Nettogehalt mit vorgenannten Annahmen beträgt aktuell EUR 2.136,25, ab dem 01.03.2012 EUR 2.196,01 also 59,76 EUR mehr im Monat.
Bezogen auf das Nettogehalt steigt sein Einkommen um 2,8 Prozent und entspricht damit in etwa der aktuellen vom statistischen Bundesamt getürkten Inflationsrate.
Bezogen auf die weiteren Lohnsteigerungen ab dem 01. Jan. 2013 ff hat er einen Kaufkraftverlust unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Inflationsrate hinzunehmen.
6,3 Prozent mehr Lohn ohne differenzierte Betrachtung macht keinen Sinn. Der von ver.di so toll angepriesene Tarifabschluss ist eine LACHNUMMER!