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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #430

    Spiel wie gehabt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es ist wieder eine Mogelpackung wie in den letzten Jahren. Die zweijährige Laufzeit und eine Erhöhung, die in zwei Jahren wieder zur Feststellung führt: alles wieder von der Inflation und Preisteigerung aufgefressen.: Reallohnverlust!

    Den beiden Verhandlungsführern gehts erheblich besser. Bei Bsirske gewinne ich den Eindruck, dass er den "Hansen" für die öffentlichen Arbeitgeber macht: selbst richtig abkassieren, traurig bei der Vorstellung der Verschaukelung aus der Wäsche schauen und zur Tagesordnung übergehen. Von einem Heesen des dbb sieht ma garnichts, der pflegt sein Bundestagsmandat. Ich gönn´ mir jetzt eine Lohnerhöhung und verlass den Beamtenbund.
  2. #431

    Schlecht verhandelt Herr Bsirske

    ver.di
    "Tarifeinigung im öffentlichen Dienst: 6,3 Prozent mehr Lohn.
    Die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen bekommen mehr Lohn. ver.di und die Arbeitgeber einigten sich, dass die Löhne und Gehälter zum 1. März 2012 um 3,5 Prozent, ab 1. Januar 2013 um 1,4 Prozent und ab 1. August 2013 um weitere 1,4 Prozent steigen. „Die Kolleginnen und Kollegen haben nach zehn Monaten 4,9 Prozent mehr Gehalt und nach 18 Monaten eine dauerhafte tabellenwirksame Lohnsteigerung von 6,3 Prozent“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Potsdam."

    Rechnen wir das doch mal an einem konkreten Beispiel auf Basis der Lohnerhöhung in 2012 durch.
    Familienvater Jahrgang 1970, 2 Kinder, gesetzlich krankenversichert mit einem KV-Beitragssatz von 14,6 % +0,9 % , lebt in Nordrhein-Westfalen, zahlt keine Kirchensteuer und hat derzeitig ein Monatsbruttoeinkommen von 3000 EUR. Ab 01.03. erhält er 3,5 % mehr Lohn, macht 105 EUR / Mon. mehr entsprechend 3105 EUR.

    Das monatliche Nettogehalt mit vorgenannten Annahmen beträgt aktuell EUR 2.136,25, ab dem 01.03.2012 EUR 2.196,01 also 59,76 EUR mehr im Monat.
    Bezogen auf das Nettogehalt steigt sein Einkommen um 2,8 Prozent und entspricht damit in etwa der aktuellen vom statistischen Bundesamt getürkten Inflationsrate.

    Bezogen auf die weiteren Lohnsteigerungen ab dem 01. Jan. 2013 ff hat er einen Kaufkraftverlust unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Inflationsrate hinzunehmen.

    6,3 Prozent mehr Lohn ohne differenzierte Betrachtung macht keinen Sinn. Der von ver.di so toll angepriesene Tarifabschluss ist eine LACHNUMMER!
  3. #432

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Dumm nur, daß die Preissteigerung nicht linear ist.

    So steigen die Preise in den Bereichen, für die kleine EInkommen größere Teile aufwenden müssen, erheblich mehr als im Luxusbereich. ..
    Preissteigerungen sind selten linear. So steigen die Preise für Sprit stärker an als für Getreideprodukte....

    Für Personen mit geringem Einkommen steigt der Benzinpreis genauso an (von z.B. 1,60 € auf 1,65 €) wie für Personen mit höherem Einkommen.
    Die Auswirkungen sind nur anders, nicht die Preissteigerung!
  4. #433

    Haferflocken und H-Milch...

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Für das erste Jahr haben Sie recht. Aber im zweiten Jahr ändern Sie den Grundwert, und dann dürfen Sie später die Prozentwerte nicht einfach arithmetisch mitteln.

    Rechnen Sie am besten, was Sie in den zwei....
    ... werden künftig keine Preissteigerungen mehr erfahren - somit haben vor allem die unteren Lohngruppen echte Lohnsteigerungen erfahren.

    Nur die besserverdienenden Angestellten des ÖD werden kaum zu halten sein.
    Diese begeben sich in die freie Wirtschaft, da sie als Topperformer dort einfach gerecht bezahlt werden.
    Jene die trotzdem bleiben, sind brave Idealisten, die einzig dem Allgemeinwohl zuliebe für wenig Geld hochwertige Arbeit leisten.
  5. #434

    Im Öffentlichen Dienst

    .. bekommt man doch kaum noch Fachkräfte, weil die sich über die Bezahlung totlachen.
    Eine Angleichung an das allgemeine Einkommensniveau ist dringend erforderlich, ansonsten regelt sich der Personalabbau von selbst.

    Alle wollen doch gern, dass der ganze öffentliche Service läuft wie geschmiert, aber das kostet nun mal was.
    Ansonsten würde mich schon mal interessieren, was die alltäglichen Leistungen des Öffentlichen Dienstes, privat bezahlt, so kosten würden.
  6. #435

    Jammern auf hohem Niveau

    Zitat von vofr Beitrag anzeigen
    ver.di
    "Tarifeinigung im öffentlichen Dienst: 6,3 Prozent mehr Lohn.
    Die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen bekommen mehr Lohn. ver.di und die Arbeitgeber einigten sich, dass die Löhne und Gehälter zum 1. März 2012 um 3,5 Prozent, ab 1. Januar 2013 um 1,4 Prozent und ab 1. August 2013 um weitere 1,4 Prozent steigen. „Die Kolleginnen und Kollegen haben nach zehn Monaten 4,9 Prozent mehr Gehalt und nach 18 Monaten eine dauerhafte tabellenwirksame Lohnsteigerung von 6,3 Prozent“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Potsdam."

    Rechnen wir das doch mal an einem konkreten Beispiel auf Basis der Lohnerhöhung in 2012 durch.
    Familienvater Jahrgang 1970, 2 Kinder, gesetzlich krankenversichert mit einem KV-Beitragssatz von 14,6 % +0,9 % , lebt in Nordrhein-Westfalen, zahlt keine Kirchensteuer und hat derzeitig ein Monatsbruttoeinkommen von 3000 EUR. Ab 01.03. erhält er 3,5 % mehr Lohn, macht 105 EUR / Mon. mehr entsprechend 3105 EUR.

    Das monatliche Nettogehalt mit vorgenannten Annahmen beträgt aktuell EUR 2.136,25, ab dem 01.03.2012 EUR 2.196,01 also 59,76 EUR mehr im Monat.
    Bezogen auf das Nettogehalt steigt sein Einkommen um 2,8 Prozent und entspricht damit in etwa der aktuellen vom statistischen Bundesamt getürkten Inflationsrate.

    Bezogen auf die weiteren Lohnsteigerungen ab dem 01. Jan. 2013 ff hat er einen Kaufkraftverlust unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Inflationsrate hinzunehmen.

    6,3 Prozent mehr Lohn ohne differenzierte Betrachtung macht keinen Sinn. Der von ver.di so toll angepriesene Tarifabschluss ist eine LACHNUMMER!
    Schön für Sie, dass Sie mehr bekommen. Schade nur, dass andere dafür in Zukunft den Gürtel noch enger schnallen müssen. Nähmlich die, die nicht in den Wärmestuben des öffentlichen Dienstes untergekommen und über keinen relativ sicheren Arbeitsplatz verfügen, sondern zu Löhnen auf Lohndumpingnieveau arbeiten müssen.
  7. #436

    Zitat von Kermitinspon Beitrag anzeigen
    Schön für Sie, dass Sie mehr bekommen. Schade nur, dass andere dafür in Zukunft den Gürtel noch enger schnallen müssen. Nähmlich die, die nicht in den Wärmestuben des öffentlichen Dienstes untergekommen und über keinen relativ sicheren Arbeitsplatz verfügen, sondern zu Löhnen auf Lohndumpingnieveau arbeiten müssen.
    was haben diejenigen, die vor 10 Jahren nicht in den angeblich so warmen Stuben des ÖD untergekommen waren, über die miesen Löhne im ÖD gelacht.
    Und jetzt auf einmal so neidisch?


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