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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #420

    verzicht

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    Wieso muss der Bsirske seine Gewerkschaftsmitglieder befragen, ob der Abschluss akzeptabel ist? Er sollte lieber die fragen, die das von ihren Steuern bezahlen muessen, ob sie die Steigerung fuer angemessen halten.
    wenn ich so ihren kommentar lese, muß ich zu dem schluß kommen, dass jede gehalts/lohnerhöhung nicht zu verantworten ist...irgendwelche preise würden ja steigen...
    ist ihnen schon mal aufgefallen, dass die preise, gebühren usw. trotz nullrunden und minimalst-"lohnerhöhungen" trotzdem immer weiter klettern ?
    lassen sie sich nicht veräppeln !
  2. #421

    Skandalös

    Das sich Verdi die sog. soziale Komponente hat ganz abhandeln lassen ist ein Unding. Auch wenn sie nicht die ganzen 200,00 durchgesetzt hätte, so wäre es schon für die Symbolik gegen die Einkommensschere wichtig gewesen, darauf zu bestehen, dass eine dringend nötigen Gerechtigkeitslösung angegangen werden muß.
    So zeigt die Gewerkschaft, dass sich sich am Ende doch lieber um die Mitglieder kümmert, die hohe Beiträge zahlen, als die, die es wirklich nötig haben.
    Aber zur Durchsetzung einer Mindestsumme, hätte man ja zum Ausgleich beim Gesamtprozentsatz vielleicht ein Zehntelprozentchen nachgeben müssen.
    Da zeigt sich eben, dass auch ein Herr Bsirske, der selber nicht zu den Schlechtverdienern gehört, eine größere Solidarität zu denen hat, den es sowieso schon besser geht und das ihm im Zweifel die Niedriglöhner am Ar... vorbeigehen. Das nenne ich wahre Solidarität.
    Es sei nur zu hoffen, dass diejenigen, deren Interessen wiedermal auch von der Gewerkschaft mit Füssen getreten wurden, jetzt konsequent austreten: Lohnerhöhung durch Einsparung des Gewerkschaftsbeitrages.
  3. #422

    Zitat von vernunft-mensch Beitrag anzeigen
    Warum werden bei Tarifverhandlungen die Löhne und Gehälter immer prozentual erhöht? Das bedeutet doch, daß Besserverdiener mehr dazubekommen, als Geringerverdiener. Warum werden keine Pauschalbeträge für alle vereinbart? Wäre das nicht gerechter???
    Nein, das wäre nicht gerechter, da ja die Preise auch prozentual steigt. Zudem bleibt so der Verhältnis gleich.

    Beispiel:
    Person A: 1000 Euro
    Person B: 2000 Euro
    Verhältnis 1:2

    6% mehr:
    Person A: 1060 Euro
    Person B: 2120 Euro
    Verhältnis 1:2

    Fazit: Die prozentuale Einkommenssteigerung ist die gerechtere.
  4. #423

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Nein, das wäre nicht gerechter, da ja die Preise auch prozentual steigt. Zudem bleibt so der Verhältnis gleich.
    Dumm nur, daß die Preissteigerung nicht linear ist.

    So steigen die Preise in den Bereichen, für die kleine EInkommen größere Teile aufwenden müssen, erheblich mehr als im Luxusbereich. Flat-TVs sinken zB. im Preis, während Lebensmittel und Energie extrem teurer werden. Gebühren, die alle Haushalte aufbringen müssen, steigen zB. auch absolut und nicht bezogen aufs Einkommen.

    Die Inflationsrate bildet das aber nicht ab. Eine prozentuale Einkommenserhöhung ist demzufolge eben nicht gerecht.
  5. #424

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    So steigen die Preise in den Bereichen, für die kleine EInkommen größere Teile aufwenden müssen, erheblich mehr als im Luxusbereich. Flat-TVs sinken zB. im Preis, während Lebensmittel und Energie extrem teurer werden. Gebühren, die alle Haushalte aufbringen müssen, steigen zB. auch absolut und nicht bezogen aufs Einkommen.
    Meine Miete ist seit langem konstant und die stellt den größten Ausgabeposten bei mir dar und bei Personen mit geringem Einkommen sicher auch. Zudem sind Flat-TVs wohl keine Luxusartikel mehr, findet man in jedem H4-Haushalt und erst recht wohl bei ÖDienstlern.

    Die Inflationsrate bildet das aber nicht ab. Eine prozentuale Einkommenserhöhung ist demzufolge eben nicht gerecht.
    Selbst verständlich ist das gerecht, vor allem wenn man bedenkt, dass die höheren Einkommen sogar mehr von ihrer Erhöhung wieder als Steuern an den Staat abdrücken müssen. Wenn der Bruttolohn prozentual gleich steigt, dann steigt der Nettolohn des Geringverdieners prozentual stärker.
  6. #425

    Mitten aus dem Leben der Leistungsträger

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Nein, das wäre nicht gerechter, da ja die Preise auch prozentual steigt. Zudem bleibt so der Verhältnis gleich.
    Studiert und deutsche Sprache in ewigem Widerspruch. Vom Rechnen mal abgesehen.
  7. #426

    Zitat von lab61 Beitrag anzeigen
    Sie können ja eine Vereinbarung mit dem Staat schliessen, wonach sie keine Leistungen dieser "Öffis", die Ihnen nur auf der Tasche liegen, in Anspruch nehmen werden.
    Wo kann man diese Vereinbarung abschließen? Davon hab ich noch nie was gehört.
  8. #427

    Zitat von thedoremalpeigne Beitrag anzeigen
    Die haben alle keine Ahnung, wie eine Volkswirtschaft funktioniert? Hä? Ich behaupte mal, keiner hat davon eine Ahnung, am wenigsten die "Wirtschaftswissenschaftler".
    ... aber Sie haben die große Ahnung, richtig? *kopfschüttel*
  9. #428

    Zitat von londonium Beitrag anzeigen
    Jeder Cent an oeffentlichen Gehaeltern, Pensionen und diversen anderen grossen und kleinen Bonbons kommt von Steuergeldern die in der freien Wirtschaft von Arbeitnehmern und Arbeitgebern erarbeitet werden.
    1. sind Mitarbeiter im öffentlichen Dienst natürlich auch Arbeitnehmer, die arbeiten, Dienstleistungen erbringen und eine Besoldung beanspruchen können, die sich an der in der Privatwirtschaft orientiert.
    2. lebt jeder Arbeitnehmer von Geldern, die andere erwirtschaftet haben. Wenn sich eine Erzieherin ein Auto kauft (falls sie es sich leisten kann), dann finanziert sie natürlich auch von ihrer Arbeit und ihrem Gehalt, das sie dafür bekommt, die Gehälter und Bonbons der Mitarbeiter in der Fahrzeugindustrie.
    Es scheint manchmal so, dass viele glauben, sie sind Steuerzahler, damit Arbeitgeber der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und können mal so richtig die Sau rauslassen als Arbeitgeber, den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst mal die Leviten lesen, ihre Gehälter auf Minimum verkürzen, so einen kleinen Ackermann spielen, nur weil sie Steuern zahlen.
    Das ist aber nur lächerlich
  10. #429

    Zitat von enrico3000 Beitrag anzeigen
    Satte Lohnerhöhung?
    Die würde anders aussehen. Das ist ungefähtr der Inflationsausgleich ber kein Zugewinn. 3,5 % für 2012, ich kann da nichts sattes entdecken.
    Es sind effektiv keine 3,5%, die gibt es nur für 10 Monate, nicht für ein Jahr. Leider ist es sowohl im Interesse der Arbeitgeber wie der Gewerkschaften, die Arbeitnehmer durch seltsame Konstrukte als Ergebnisse von Tarifverhandlungen über den tatsächlichen Umfang der Lohnerhöhung pro Jahr im Dunkeln zu lassen.








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