Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #20

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Für die Pensionen der
    Beamten gibt es keine finanziellen Rücklagen, was unverantwortlich
    ist.
    Rücklagen gibt es übrigens auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung nicht. So gut wie NICHTS ist ausfinanziert - auch im privaten Leben übrigens nicht. Oder haben Sie bei Abschluss eines Mietvertrags für eine Wohnung, in der Sie möglicherweise, sagen wir mal, 10 Jahre wohnen wollen, die Miete für diese zehn Jahre auf dem Konto? Nein, Sie haben einen Job und rechnen damit, nächsten Monat wieder Geld zu bekommen, von dem Sie dann die Miete bezahlen. Im Grunde ist unsere ganze Existenz nicht ausfinanziert, weshalb mich die Tatsache, dass keine Rücklagen da sind, relativ wenig aufregt.

    Im Übrigen wäre es auch angesichts dessen, dass der Staat ohnehin Schulden machen muss, wirtschaftlich blödsinnig, weil die Kreditzinsen höher zu liegen pflegen als die Guthabenzinsen. Oder nehmen Sie bei Ihrer Bank einen Kredit auf, um die Summe aufs Tagesgeldkonto zu legen?
  2. #21

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Nun also doch Herr Friedrichs 6,5%! Ich denke ,die öffentlichen Arbeitgeber in Bund und Land haben kein Geld ! Da erklären Sie doch mal aus welchem Säckel Sie die Gelder nehmen bzw. wo Sie die Zukünftig einsparen wollen. Personaltechnisch stehen bei der Feuerwehr die Flammen schon über dem Dach ,da geht nun wirklich nichts mehr. Ja, und bei der Polizei ist das ähnlich. Oder haben die Stadtväter einfach nur gelogen, als sie sagten sie hätten keine Gelder mehr für Lohnerhöhungen frei ?
    Aus welchem Säckel denn wohl, aus dem Gebührensäckel natürlich.

    Bei nächster gelegenheit werden die Abfallgebühren, Fahrkarten für die ÖPNV usw. einfach deftig erhöht, schon ist der Säckel wieder gefüllt.
  3. #22

    Geschmacklos

    Zitat von monotram2 Beitrag anzeigen

    Suchen Sie sich eine neue Arbeitsstelle, dann hat sich das Problem erledigt.
    Sorry, Ihre Antwort geht an den verständlichen Zorn und Sorgen des Forumteilnehmers vorbei und hat in der heutigen Zeit einen häslichen Beigeschmack.
    MfG Pförtner
  4. #23

    Zitat von vernunft-mensch Beitrag anzeigen
    Warum werden bei Tarifverhandlungen die Löhne und Gehälter immer prozentual erhöht? Das bedeutet doch, daß Besserverdiener mehr dazubekommen, als Geringerverdiener. Warum werden keine Pauschalbeträge für alle vereinbart? Wäre das nicht gerechter???
    Ja wollen Sie denn unserem so hochgelobten Herrn Gauck als Beschäftigten im öffentlichen Dienst etwa auch nur eine Verbesserung seines Gehaltes um 200 € zubilligen und ihn etwa mit einem ganz gewöhnlichen Arbeiter im offentlichen Dienst vergleichen. Das grenzt ja fast an Majestätsbeleidigung, gell.
  5. #24

    Schlagzeilenjournalismus

    Zitat von chris345 Beitrag anzeigen
    6,3% (auf zwei Jahre)? Warum nicht gleich 50% (dann auf 20 Jahre)? Kein Wunder dass Verdi die MItglieder weglaufen, wenn eine Lohnerhöhung auf Inflationsniveau als großer Erfolg verkauft wird. Lohnerhöhungen sollten immer pro Jahr angegeben werden.
    Die Lohnabschlüsse werden jeweils von der Seite wo von man sie betrachtet unterschiedlich bewertet.
    Eineiseits ist es nicht viel, denn man muss es auf zwei Jahre beziehen und man muss die Inflation mit einberechnen und von der anderen Seite aus muss den Bürger noch mehr Abgaben und Steuern auferlegen um das wieder hereinzubekommen.
    Ach noch was, die Abgaben würden die Kommunen, Länder und der Bund auch ohne diesen Abschlüssen steigen lassen, sie sind nicht dafür bekannt das sie jemals die Abgaben und Steuern grundsätzlich gesenkt hätten.
    Wer hunderte Millarden in die Finanzwelt steckt, damit das Zocken am laufen bleibt, der muss sich dann aber auch nicht über Lohnabschlüsse aufregen.
    Aber auch wer ständig in neue Kriege zieht der muss anscheinend genug Geld über haben und ich habe auch noch keine Kommune, oder Stadt erlebt die gegen all diese sinnlosen Geldverschwendungen des Bundes protestiert hät.
    HR
  6. #25

    Von wegen 6,4%

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Verteilt man das gesamte Bruttolohnplus der einzelnen Erhöhungen auf die 24 Monate ergibt sich eine Durchschnittliche Erhöhung von ca. 4,7%.
    Das ist erst einmal nicht schlecht.
    Es sind aber bei weitem keine 6,4%, wie die Politik und Gewerkschaft
    uns ihr Ergebnis verkaufen möchte. Augenwischerei!

    Da sich ein Teil meiner Bezüge aus ua. Schichtzulagen zusammensetzt, die nicht erhöht werden und ich dann meinen Nettolohn mit Gehaltsrechnern im Internet ausrechne, wird es bitter.
    Mein Nettolohnplus, also das Geld welches ich ausgeben kann, beträgt nur noch 1,034%.
    Warum werden wohl diese Zahlen von den Herren nicht genannt.
  7. #26

    Gewerkschaften unverschämt

    Was glauben die Pappnasen, wer das bezahlen muß?
    Wir alle, damit einige mehr in den Taschen haben, die ohnehin unkündbar sind, die sich hinter Vorschriften verstecken,mäßig Verantwortung tragen, jede Überstunde angerechnet bekommen und noch eine üppige Zusatzversorgung erhalten zu der sie kaum einen nennenwerten Beitrag geleistet haben.
    Ich denke hier in erster Linie an die Millionen Verwaltungsmenschen in den Büros.
    Man müßte hier mehr differenzieren.
  8. #27

    Haha

    Zitat von looop Beitrag anzeigen
    Was ist das fuer eine Gewerkschaft die solch einem niederigen Tarifabschluss fuer die unteren Lohngruppen zustimmt??? Hier geht die Einkommensschere fuer Arbeitnehmer weiter auseinander.Ein gutbezahlter Arbeitnehmer im oeffentlichen Dienst,der sagen wir mal 6000 Euro verdient bekommt in den naechsten 2 Jahren 390 Euro mehr,waehrend ein Geringverdiener im oeffentlichen Dienst mit 2000 Euro im selben Zeitraum nur 130 Euro mehr bekommt.Der Tarifabschluss ist eine Blamage ersten Ranges fuer die Gewerkschaft!!!
    Ich weiß, worauf Sie mit Ihrem Beispiel hinauswollen, aber dann nehmen Sie wenigstens realistische Zahlen. Die Tabelle für Angestelle (und um diese geht es bei diesen Tarifverhandlungen!) enthält keine einzige Gruppe, die 6000 Euro verdient. Selbst die Stufe 15/6 liegt bei "nur" 5508 Euro.

    Sind die 200 Euro "Basis-Erhöhung", die gefordert waren wirklich komplett unter den Tishc gefallen?
  9. #28

    Richtig !

    Zitat von vernunft-mensch Beitrag anzeigen
    Warum werden bei Tarifverhandlungen die Löhne und Gehälter immer prozentual erhöht? Das bedeutet doch, daß Besserverdiener mehr dazubekommen, als Geringerverdiener. Warum werden keine Pauschalbeträge für alle vereinbart? Wäre das nicht gerechter???

    ...und angesichts der Tatsache dass dies seit Jahrzehnten so geht akkumuliert sich der Zuwachs-vorsprung zu immer grösseren und grösseren Gehaltsunterschieden- die Spreizung wird exponentiell !
    Deshalb müsste eigentlich über viele Lohnrunden hinweg eine umgekehrte Lohnzuwachsstaffelung vereinbart werden... Z.B.
    für Einkommen bis 2000 € 10% für alles was darüber und bis 4000 € liegt nur 3,5% und für alles jenseits 4000€ eben höchstens 1,5%
    -nur so zum Beispiel- das was ich hier vorschlage ist nicht valide und durchgerechnet, sondern soll nur der Gerechtigkeit halber zum Vorschlage dienen... aber eben -"GERECHTIGKEIT"-...
    sogar die grossen Gewerkschaftshirschen wie der Bsirske wissen ja gar nicht mehr wie man DIE Buchstabiert !
  10. #29

    Zitat von worcchel Beitrag anzeigen
    eine sauerei sondergleichen. wir schieben billionen an schulden vor uns her und die bekommen >6 % lohnerhöhung von MEINEM geld!
    meine letzte lohnerhöhung war 1997 und seitdem hab ich durch wegfall von weihnachtsgeld und urlaubsgeld brutto (!) weniger als vor 15 jahren.
    Ja, da sehen Sie mal, dass es für Sie vielleicht auch von Vorteil wäre, eine Gewerkschaft hinter sich zu haben.