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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #280

    Relativieren

    Zitat von restauradores Beitrag anzeigen
    Der Innenminister ist bis an die Schmerzgrenze gegangen! Das sagte er schon bei 3,2%!
    Ich glaube diesen Politikern nichts mehr!
    Die Arbeitgeberseite hatte die 3,2% für ein Jahr angeboten, die haben sie bekommen. Zusätzlich haben sie gleich mit 2,8% für das darauffolgende Jahr vereinbart.

    Es sind also wieder einmal die Minimalforderungen der AG erfüllt worden. Angesichts der Tarifabschlüsse in anderen Branchen ist das ein Witz. Da brauchen sich die Gewerkschaften nicht wundern, wenn ich mich nicht von ihnen vertreten fühle.

    @Die Bürger deren Geld hier "verprasst" wird: Im öD verdient man ca. 50-70% von dem was es mit der jeweiligen Qualifikation in der freien Wirtschaft gibt. Ihr kommt also noch recht billig davon.
  2. #281

    Kollege?

    Zitat von uwe56 Beitrag anzeigen
    DIESE TARIFERHÖHUNG GILT NICHT FÜR BEAMTE!!!
    evtl. wird ein Teil davon ,natürlich erst mit Wirkung 1.11.übernommen
    schönen Gruss
    Sehr geehrter Herr Beamter,

    Sie leben leider in einer Scheinwelt, wie jeder Beamter!
    Ich arbeite im öD als Angestellter und muss hier jedes Jahr erleben, wie zahlreiche Beamte pro forma (nämlich nicht aufgrund ihrer besonderen Leistungen!!!) befördert werden, während Angestellten nur die Brotkrumen übrigbleiben... Für Angestellte gibt es, insbesondere auch mit Einführung des TVöD keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr! Und, nach Nachfrage, was denn ein Beamter nach A10 verdient, im "Vergleich" mit einem Angestellten, erhält man keine Antwort, bzw. nur Lügen (ja das gleicht sich aus!). Dieses System wird keinen Bestand haben. Sie können davon ausgehen, dass dies die nächste Bombe ist, die platzt!!!

    PS: Die Beamten, die ich hier erlebt habe, sind nur Fachidioten, Bildung Fehelanzeige!

    mfg
    Meyer
  3. #282

    Völlig unerheblich!

    Zitat von fr.rottenmeier Beitrag anzeigen
    Meinungsbildung sehr oft von persönlichen Befindlichkeiten, oder gar Schiksalsschlägen abhängen, halte ich nicht für besonders zielführend.

    Fakt ist, dass die Menschen in Deutschland erhebliche Lasten zu tragen haben. Alleine die Preissteigerung der Energiekosten der privaten Haushalte in den letzten 10 Jahren, dürften um ein vielfaches höher liegen, als jede in den letzten Jahren ausgehandelte sogenannte Lohnerhöhung. Ein angemessener Lohn, um ein existenzsorgenfreies Leben zu führen, halten viele Menschen grundsätzlich für eine berechtigte Forderung.
    Und ob Menschen Ihrer Meinung nach besser bezahlt werden sollen, weil sie Sie bei schwerer Krankheit versorgt haben oder auch nicht, es tut mir leid, aber das scheint mir völlig unerheblich.
    Naja, wenn Sie, als offenbar junge Frau und ohne Krankheit, sich als zu sehr belastet fühlen, ist Ihr Ding. Ich finde nur, das diese lieben Menschen angemessen (nicht besser!) bezahlt werden sollten. Wie gesagt: Werden Sie mal krank!

    mfg
    Meyer
  4. #283

    [QUOTE=inmado;9925077]Prozentuale Gehaltsanpassungen haben nichts mit einer "Lohnschere" zu tun. Auch wenn dabei die absoluten Differenzen größer werden, die Preise werden es doch auch. So bleibt, bezogen auf die Kaufkraft, der Unterschied konstant!

    Das mag wohl sein, der Besserverdienende behält also seinen Vorsprung gegenüber den Geringverdienern. Der Geringverdiener ist aus meiner Sicht aber trotzdem einmal mehr der Gelackmeierte, da er einen erheblich größeren Teil seines Einkommens für seine Grundsicherung aufwenden muss. Hier wäre es schön gewesen, wenn man die aboluten Abweichung ein wenig angeglichen hätte.
  5. #284

    Ich würde

    Zitat von XRay23 Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren auf welch hohem Niveau hier gejammert wird.
    Klar - 1000 € Gehaltseinbuße sind jede Menge Geld weniger, aber ich hoffe ihnen ist klar das es in Deutschland auch unglaublich viele Menschen gibt welche für 800 - 1000 € (Brutto!!!!) einen ganzen Monat arbeiten gehen?
    ihr Beispiel von Jammern auf hohem Niveau gerne noch toppen.
    Falls Menschen, die für 800-1000 € einen ganzen Monat arbeiten, mit dieser Entlohnung nicht zufrieden sind und jammern sollten, rufen wir ihnen zu, dass es in Latainamerika Hunderttausende Menschen gibt, die sich von Essensresten ernähren müssen, die auf den Müllhalden landen, Und falls die Menschen dort anfangen sollten zu jammern kann ich auch das toppen. Ich rufe ihnen zu, dass sie überleben, weil sie auf den Halden noch Essensreste und alte Kleidung finden, aber es Länder auf dem afrikanischen Kontinent gibt, wo alle paar Sekunden ein Mensch an Hunger stirbt. Und denen wiederum rufe ich zu............. ???

    Und die Moral von der Geschicht:
    "Jammere erst, wenn du verhungert bist".
  6. #285

    Zitat von XRay23 Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren auf welch hohem Niveau hier gejammert wird.
    Klar - 1000 € Gehaltseinbuße sind jede Menge Geld weniger, aber ich hoffe ihnen ist klar das es in Deutschland auch unglaublich viele Menschen gibt welche für 800 - 1000 € (Brutto!!!!) einen ganzen Monat arbeiten gehen?
    Wohl wahr...man hätte hier die Möglichkeit gehabt, für ein wenig mehr Einkommensgerechtigkeit zu sorgen. Diese Gelegenheit hat man vertan...
  7. #286

    Zitat von Unterthan Beitrag anzeigen
    Wie erwartet, wurde auf die soziale Komponente wieder mal verzichtet. Prozentuale Erhöhungen begünstigen die Höherverdienenden (Richter, Ministerialbeamte, Bürgermeister etc., für die der Abschluss übernommen werden wird) ....
    OT:
    Sie sollten sich mit der Besoldungsstruktur im öffentlichen Dienst (Beamte, Soldaten, Richter, Professoren) gelegentlich befassen. Sie würden erstaunt sein, wo der Besoldungsschnitt liegt: nicht in der B-Besoldung, der R-Besoldung, der W-Besoldung, sondern in der A-Besoldung und da bei etwa A 10 - A 11.

    Merke: nicht jeder Besoldete ist Staatssekretär etc.
  8. #287

    Zitat von Unterthan Beitrag anzeigen
    ja, ja, unter Unterschlagung der Tatsache, dass der Müllmann Rentenversicherung zahlen muss, der Lehrer nicht, und dann hätten wir noch das Thema Beihilfe und den lebenslangen Vergleich Pension zu Rente .... Es ist halt glaubwürdiger, wenn man nicht nur Unpassendes miteinander in Beziehung setzt.
    Im ÖD gibt es Angestellte und Beamte. AG der Müllmänner sind im Regelfall Kommunen, AG der Lehrer ist im Regelfall das Land.

    Im Gegensatz zu den Müllmännern gibt es bei den "Lehrern" unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse.

    Lehrer sind zunächst einmal alle Lehrkräfte in der Primarstufe und der Sekundarstufe I, egal ob tarifbeschäftigt oder verbeamtet. Für diese Kräfte des gehobenen Dienstes ist "Lehrer" die Amtsbezeichnung.

    In der SekII tragen lediglich die tarifbeschäftigten Lehrkräfte die Amtsbezeichnung "Lehrer", die beamteten Lehrkräfte des höheren Dienstes sind im Eingangsamt "Studienräte".

    BTW über den TV-L für Lehrer ist gerade nicht verhandelt worden, die sind im Regelfall bei den Ländern beschäftigt.
  9. #288

    Zitat von wiesensohle Beitrag anzeigen
    Ach, ja? Dan gucken sie sich mal die Tabellen im ÖD an:

    Das fängt bei netto ca. 1000€ (das bekommt z.b. eine ungelernte Küchenhilfe) und hört bei netto ca. 2900€ (das ist ein promovierter Akademiker, der alle Erfahrungsstufen (mindestens 15 Jahre, meistens eher 25 weil es da ein paar Details gibt) hat) auf. Das ist nach meiner Mathematik das 2,9-Fache und noch nicht mal das zehnfache. Ganz zu schweigen vom hunertfachen.
    Kaum ein Akademiker bringt es zum Vorstand, wo es zu Faktoren wie den von ihnen genannten kommen könnte. Es scheint da recht wilde Gerüchte über Akademikergehälter zu geben...
    Sie rennen da offene Türen ein. ABER. diese extremen Unterschiede existieren tatsächlich. Nicht innerhalb des Öffentlichen Dienstes, das ist klar. Aber ein Alg2-Bezieher, der zum Arbeitseinsatz (zB. als Straßenkehrer) geschickt wird, kostet wieviel?

    Eben! Eigentlich nix. Der spart sogar noch Ausgaben! Da ist dann schon die ungelernte Küchenhilfe mit ihren 1000 Euro um den Faktor unendlich höher bezahlt! Und ich weiß durchaus, wovon ich spreche. Ich selbst habe schon für "Löhne" von 1,50 Euro arbeiten müssen. Und ja, mir sind da auch Akademiker begegnet!
  10. #289

    Der Populismus an sich

    Der "Shitstorm" gegen den öffentlichen Dienst feiert hier fröhliche Urstände und er wird wohl von Leuten losgetreten, die von der Materie Null Ahnung haben. Wenn die eigene Hütte aber brennt, wird selbstverständlich die Feuerwehr gerufen. Und wehe, sie ist nicht innerhalb von 45 Sekunden da. Polizei? Nein, brauchen wir nicht. Wenn uns jemand gegen unsere Bleckiste fährt, bekommt der eins auf die Fresse. Eure Kinder schickt ihr wohl auch nicht in die Schule. Von Universitäten habt ihr zwar vom Hörensagen gehört - doch für euch sind das wohl überflüssige Einrichtungen. Bildung verdirbt den Charakter. Und weil ihr mit Stefan Raab und Dieter Bohlen zufrieden seit, braucht ihr auch keine Theater. Ordnungsämter, Gesundheitsämter, Lebensmittelüberwachung - brauch wir nicht, da arbeiten eh nur Versager. Krankenäser sind etwas für Weicheier. Und Kindergärten für Karrieretussis brauchen wir auch nicht. Einwohnerämter, Bürgerämter - wozu? Wir verlängern unseren Pass selber. Museen sollten talibangemäss in die Luft gesprengt werden. Soziale Dienste, Einrichtungen für Behinderte? Reine Geldverschwendung.
    So in etwa kommen mir eure Statements gegen die Beschäftigte im öffentlichen Dienst vor. Ihr redet von "unserem" - also "eurem" - Geld. Als ob ihr jeden einzelnen Polizisten, jede Kindergärtnerin selbsr bezahlen müßtet. Ich möchte nicht wissen, wieviel Kohle ihr am Finanzamt vorbei in eure Tasche trickst. Lauter kleine Maschmyers seit ihr! Meine Güte, gehts noch? Habt ihr überhaupt eine Ahnung davon, was eine solidarische Gesellschaft bedeutet und was sie auszeichnet?
    Ihr seit nicht viel besser wie ein Teil unserer Politikerinnen und Politiker, die sich einen Dreck um das Gemeinwohl scheren. Ihr seit eine Gefahr für unsere Demokratie. Dieser mein Zornesausbruch war überfällig und ich gebe Norbert Lammert recht, der gegen diese "Shitstorm-Kultur" im Internet wettert.


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