Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #240

    Assistentin Fremdsprachen

    Zitat von moeschtijall Beitrag anzeigen
    Meine gut ausgebildete Tochter (staatl.geprüfte Assistentin Fremdsprachen) wäre froh, wenn Sie überhaupt einen Arbeitsplatz hätte.
    Ich weiss ja nicht, wo Ihre Tochter wohnt. Aber wenn ich bei joburbo.de die Stichwörter "Fremdsprachen" und "München" eingebe, bekomme ich 1177 (!) Treffer. Selbst wenn 90% der Treffer nicht passen und Müll sind, wird sich doch da wohl ein Job finden lassen.
  2. #241

    Unsere Kiner

    Zitat von Christian Wernecke Beitrag anzeigen
    Da freuen sich die Herrschaften aber. Kein Wunder, denn sie selbst müssen den kräftigen Schluck aus der Lohnpulle nicht bezahlen, sondern unsere Kinder. Da die Kassen keineswegs gut gefüllt sind, müssen nämlich Schulden gemacht werden, um das alles zu bezahlen. So betrügt sich ein ganzes Volk selbst.
    Genau!
    Ihre Kinder bringen Sie in Kindergärten und Schulen. Und Sie verlangen die bestmöglichste Betreuung bzw. Ausbildung Ihrer Kinder. Und das für einen Appel und ein Ei? Die Leiterin einer KITA erhält BAT IVb (= irgendwas in TG 9), also ungefähr 1950 EUR Netto, mit Verantwortung für 100 bis 130 Kinder! Ja: Privatisierung sofort! Dann können Sie das doppelte und dreifache bezahlen!!!

    mfg
    Meyer
  3. #242

    ....

    Zitat von flanke Beitrag anzeigen
    Danke für das Stichwort.

    Strassenreinigung/Müllabfuhr/Autobahnmeisterei:
    Da braucht es keinen ÖD, da schließt man einen ordentlichen Jahresvertrag mit einem Privatunternehmen ab und schon kostet das nur noch die Hälfte.
    ,... weil die Angestellten entsprechend bezahlt werden. Fortschritt 2012.
  4. #243

    Fair

    Der Oeffentliche Dienst hat die gleichen Kurzungen und viele Nullrunden erfahren und es ist nur fair, einen Inflationsausgleich zu bekomen. Nein, ich bin nicht im Oeffentlihcne Dienst. Kleiner Tip: Villeicht sollten Sie sich einen neuen Job suchen?

    Zitat von worcchel Beitrag anzeigen
    eine sauerei sondergleichen. wir schieben billionen an schulden vor uns her und die bekommen >6 % lohnerhöhung von MEINEM geld!
    meine letzte lohnerhöhung war 1997 und seitdem hab ich durch wegfall von weihnachtsgeld und urlaubsgeld brutto (!) weniger als vor 15 jahren.
  5. #244

    Zitat von wkdw Beitrag anzeigen
    Wenn Sie etwas über den Tellerand sehen könnten, würde Ihnen schnell klar werden, dass die Finanzknappheit in den Kommunen mit politischen Fehlentscheidungen zu tun haben. Aber wenn Sie auf dem Tellerchen sitzen bleiben, können Sie das auch nicht sehen und müssen über die "hohen" Forderungen für das Personal stöhnen.
    Da stimme ich Ihnen zu. Und Ihr Tellerchen sollte um die Sichtweise erweiter werden, dass die Schuld dafür nicht bei der Kommune liegt. Ich arbeite selber bei der Kommune und sehe, dass dort gute und starke Arbeit erbracht wird. Und ich sehe, wie die finanzielle Situation ist. Daher plädiere ich für Angemessenheit. Meine finanzielle Situation muss ich auch mit einem Zweitjob aufbessern. Jetzt aber unangemessene Forderungen stellen, die dann wieder die Allgemeinheit bezahlen muss, lässt sämtliche Suppen über die Teller schwappen! Sie können Ihren Beitrag zur Gerechtigkeit bei der nächsten Wahl leisten!! Vor der Wahl über Parteien und ihre Hintergründe informieren und dann gezielt wählen. Und die damit abstrafen, die Verursacher sind! Und nocht ein Tipp: Beiträge erst durchlesen, bevor blind geantwortet wird! Schöne Einzelleistung :-)
  6. #245

    Wessen Schmerzgrenze ? Die Beteiligten auf beiden Seiten des Tisches werden die Folgen dieser Einigung wohl kaum am eigenen Leibe spüren. Die treffen neuerlich insbesondere die Menschen, die -aus welchen Gründen auch immer- nur ein kleines Budget haben und jede Gebührenerhöhung mit kaum noch möglichen Einsparungen an anderer Stelle kompensieren müssen.

    Da schmerzt schon jetzt das Grinsen der Bonzen über dieses Ergebnis, wenn ich weiß, dass ich dafür noch mehr für Wasser und/oder Müllabfuhr bezahlen darf, oder die Hundesteuer und andere kommunale Preise weiter angehoben werden.
  7. #246

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Da fragt man sich, warum man bei Verdi Mitglied werden sollte, wenn die einem so einen Mist als guten Abschluss verkaufen.
    Verdi (wie jede andere Gewerkschft) kann nur so viel erreichen wie das schwächste Mitglied zu erkämpfen bereit ist. Solange bei den Mitgliedern das Motto „Hauptsache Stress, denn das bedeutet einen sicheren Arbeitsplatz“ mehr gilt als „Alle Räder stehen still, wenn ...“, solange wird es auch keine besseren Abschlüsse geben.

    Es gibt in Deutschland >4Brd. EUR Barvermögen, davon lassen sich die Schulden von Bund, Ländern und Kommunen locker zurückzahlen. Es gibt einen kleinen Teil der Bevölkerung der unglaublich reich ist.
    Der Trick (bzw. die Gehirnwäsche) dieser Kreise besteht darin, dem „kleinen Mann“ zu sagen, dass starke Gewerkschaften (oder auch hohe Steuern) es für ihn völlig unmöglich machen, selbst einmal genauso reich zu werden. Was ja auch stimmt, denn wenn ich Mitglied in einer Gewerkschaft bin oder hohe Steuern zahlen muss, habe ich weniger Geld für mich und es ist schwieriger, reich zu werden. Das ist das Quartalsbilanzdenken des kleinen Mannes.

    Jetzt muss ich mich als Pfleger beschimpfen lassen, weil mir eine Lohnerhöhung die nur die Inflation ausgleicht, nicht ausreicht, während sich die oberen Schichten der Gesellschaft immer mehr Vermögen anhäufen?
    Es ist nicht meine Aufgabe diese Vermögenswerte abzuschöpfen und den öffentlichen Kassen zuzuführen.
    Doch, natürlich ist das Ihre Aufgabe. Wessen denn sonst?
  8. #247

    es tut mir leid

    Zitat von keinhandy Beitrag anzeigen
    Sie können sich ruhig weiter über mich lustig machen. Ich bin nicht reich, aber ich muss nicht jeden Penny zweimal umdrehen. Das wünsche ich mir für alle, die Vollzeit arbeiten.
    Vor ein paar Wochen habe ich mir einen Receiver im Saturn gekauft. Er war fast 50€ teurer als bei Amazon. Das Geld habe ich gern ausgegeben, weil ich mich nämlich etwa 10 Minuten von einem Mitarbeiter habe beraten lassen. Das ist meine Einstellung.
    Ich freue mich auf weitere witzige Kommentare ihrerseits, z.B. dass ich das gesamte Geld lieber an meine unterbezahlte Friseuse hätte spenden sollen. Aber der gebe ich bei jedem zweistündigen Besuch ohnehin ein Trinkgeld, dass ihren Stundenlohn um fast 4€ erhöht.
    Leider denken viele Menschen anders. Sie wollen für 1€ Bus fahren und regen sich im nächsten Atemzug über das geringe Gehalt der Busfahrer auf. Sehr logisch.
    dass Sie den Eindruck haben, ich hätte mich über Sie lustig gemacht. Mitnichten. Ich denke sie haben einfach meinen Sarkasmus nicht verstanden. Aber das Problem habe ich öfter, weil ich naiverweise davon ausgehe, dass alle Menschen meinen Humor teilen. Ich sollte es mittlerweile besser wissen.
    Also nochmal "Entschuldigung."

    Und was (jetzt muss ich leider mal frech werden) ihre Selbsbeweihräucherung betrifft. Es gibt viele Menschen,zumindest in meinem Umfeld, die das ganz genauso handhaben, wie Sie es tun.
    Die diese "Geiz ist geil" Mentalität zum Kotzen finden.
    Nur sollte man darüber hinaus nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht so großzügig mit ihrem Geld umgehen können und auf "billiges" und Schnäppchen angewiesen sind, wenn sie am Konsum teilhaben wollen.

    Viele Menschen denken gar nicht darüber nach, was sie tun, oder wie sie sich verhalten bzw. welche Konsequenzen ihr Verhalten hat. Meine Erfahrung ist übrigens, dass man durch sein eigenes beispielhaftes Verhalten seine menschliche Umwelt prägen, bzw. ein gewisses Bewusstsein schaffen kann. Und nicht anderes tun Sie auch, was Sie mir zugegebenermaßen sehr sympathisch macht.
  9. #248

    Nix!

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Was hier immer vergessen wird: der eigentliche "Arbeitgeber" ist der Steuerzahler, und den hat, wie üblich, niemand gefragt.

    Die Steuerzahler leiden auch seit Jahren an reallohnverlusten, und sollen nun dem gepamperten öffentlichen Dienst das ersparen?

    Ein Sauerei ohnegleichen.

    Offensichtlich betrachten alle anderen diejenigen, die das Geld erst mal erwirtschaften müssen, als Sparschwein, das man nach belieben plündern kann.

    Politik und öffentlicher Dienst erwirtschaften keinen Cent, sondern geben nur das Geld anderer mit vollen Händen aus.
    Sehr geehrter Forist,

    erwirtschaften gar nix!
    Kommen Sie mal runter von Ihrem hohen Ross!
    Ich bin im öD beschäftigt und mäßig bezahlt, aber im Dienstleistungssektor (Wirtschaftsförderung). Ich muss immer mehr erfahren, wie sich die Unternehmen vom Staat bedienen lassen wollen (zur Erinnerung: Unternehmer = Entreprenuer = der etwas unternimmt). Da unternimmt keiner merh was, sonder die wollen sich alles liefern lassen! Und dann ist mal mein Auto liegengeblieben. Ruf ich an b
  10. #249

    ...

    Zitat von Unterthan Beitrag anzeigen
    ja, ja, unter Unterschlagung der Tatsache, dass der Müllmann Rentenversicherung zahlen muss, der Lehrer nicht, und dann hätten wir noch das Thema Beihilfe*) und den lebenslangen Vergleich Pension zu Rente .... Es ist halt glaubwürdiger, wenn man nicht nur Unpassendes miteinander in Beziehung setzt.
    Ich habe nichts unterschlagen, ich schrieb "Bruttogehalt", aber denken Sie sich nichts, selbst das Bankenzinsluder verwechselt bisweilen bretto und nutto.

    Und da wären noch zwei Tatschen, die Sie zu unterschlagen belieben:
    Lehrer beginnen erst zehn bis zwölf Jahre später zu verdienen als Müllleute.
    Es gibt, je nach Bundesland (besonders im Osten), bereits heute hohe Anteile von nicht verbeamteten, angestellten Lehrern.

    Ich möchte wirklich nicht so eine lange Ausbildung machen müssen, um mich dann bei einem Müllmannsgehalt von den verzogenen Schrazen fremder Leute auf der Nase herumtanzen zu lassen, oder mir von unverschämten Proll-Eltern, sich benachteiligt fühlenden Migrationseltern, oder eingebildeten Intellektuellen-Eltern samt Anwalt meinen Beruf erklären zu lassen. Und wenn ich 120 % vom Gehalt als Pension bekäme!

    *) Beihilfe ist quasi der Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung, keine Beamten-Spezialpamperung