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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #200

    Zitat von seppiverseckelt Beitrag anzeigen
    ...und angesichts der Tatsache dass dies seit Jahrzehnten so geht akkumuliert sich der Zuwachs-vorsprung zu immer grösseren und grösseren Gehaltsunterschieden- die Spreizung wird exponentiell !
    Deshalb müsste eigentlich über viele Lohnrunden hinweg eine umgekehrte Lohnzuwachsstaffelung vereinbart werden... Z.B.
    für Einkommen bis 2000 € 10% für alles was darüber und bis 4000 € liegt nur 3,5% und für alles jenseits 4000€ eben höchstens 1,5%
    -nur so zum Beispiel- das was ich hier vorschlage ist nicht valide und durchgerechnet, sondern soll nur der Gerechtigkeit halber zum Vorschlage dienen... aber eben -"GERECHTIGKEIT"-...
    sogar die grossen Gewerkschaftshirschen wie der Bsirske wissen ja gar nicht mehr wie man DIE Buchstabiert !
    In den Ordner „Gerechtigkeit“ würde eine konstante Lohnerhöhung von sagen wir 200€ ohne lineare prozentuale Komponente gehören.
  2. #201

    Hmm

    Endlich kann man seine "hohen" mathematischen Kenntnisse aus dem
    VWL / BWL Studium anwenden. Klar sind es 6,4 %, wenn ich 1,035*1,014^2 rechne, jedoch bezieht sich die Lohnerhöhung garnicht aufs ganze
    Jahr, schöne Augenwischerei hier.

    Nehmen wir das Jahr 2012. Da sich die Lohnerhöhung nur ab März
    auswirkt hätte man gerade mal eine Erhöhung von 2,91% (Brutto), wenn man jetzt noch die Inflation "abzieht" bleibt da nicht wirklich viel übrig, aber immerhin etwas.
  3. #202

    Satte Lohnerhöhung....lol

    Was für eine "satte" Lohnerhöhung Bitte? 2,27% ohne Inflation pro Jahr oder was? Was für ein Schwachsinn ist das Bitte?
  4. #203

    Wem will man denn da....

    etwas vormachen...das ist ganz klar mal wieder ein Abschluss für Besserverdienende. Ein Sockelbetrag von 200 Euro, so wie Anfangs gefordert, wäre ganz klar gerechter gewesen. So geht die Schere mal wieder ein weiteres Stück auseinander...Verdi verkauft das als grossen Sieg, aber für die unteren Einkommen ist es eine Niederlage...
  5. #204

    noch nicht mal Inflationsausgleich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Von wegen "Schmerzgrenze". Der SpOn-Artikel kehrt die Tatsache unter den Teppich, dass diese 6,3% über 2 Jahre verteilt werden, und dass sie somit bei Normalverdienern gerade mal nur einen Inflationsausgleich darstellen.

    Für Geringverdiener, wovon es im öffentlichen Dienst nicht wenige gibt, stellt dieser Abschluss sogar eine Lohnkürzung dar, weil in deren Warenkorb überdurchschnittlich viele Produkte mit sehr hoher Teuerungsrate liegen.
  6. #205

    Es ist gut so

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Gut, weil es nicht sein kann, dass politische Fehlentscheidungen auf dem Rücken der im öffentlichen Dienst beschäftigten ausgetragen werden.
    Bundesminister Friedrich und Co. sollten lieber ihre Hausaufgaben machen und nicht über Phantomschmerzen klagen.
  7. #206

    ***

    Zitat von friedrich1954 Beitrag anzeigen
    Was glauben die Pappnasen, wer das bezahlen muß?
    Wir alle, damit einige mehr in den Taschen haben, die ohnehin unkündbar sind, die sich hinter Vorschriften verstecken,mäßig Verantwortung tragen, jede Überstunde angerechnet bekommen und noch eine üppige Zusatzversorgung erhalten zu der sie kaum einen nennenwerten Beitrag geleistet haben.
    Ich denke hier in erster Linie an die Millionen Verwaltungsmenschen in den Büros.
    Man müßte hier mehr differenzieren.
    Ja so isses:
    Die Bürokraten dürfen sich unbehindert vermehren, indem sie für immer noch mehr Bürokratie sorgen können.
    Am Ende droht der totale Überwachungsstaat, der allen die Luft zum Atmen abschnürt.
  8. #207

    Personalkostenbudgets

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    1991 waren 6,74 Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, 2006 waren es nur noch 4,58 Mio.
    Davon 1,59 Mio. Beamte, 192.000 Auszubildende und 2,59 Mio.
    Angestellte und Arbeiter. In 2011 waren es noch weniger
    4.541.314 Beschäftigte insgesamt im öffentlichen Dienst.
    Fazit: Es werden immer weniger. Für die Pensionen der
    Beamten gibt es keine finanziellen Rücklagen, was unverantwortlich
    ist.

    siehe
    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Do...ublicationFile
    Und wenn Sie dann noch in die mittelfristigen Finanzplanungen sehen, werden Sie feststellen, dass in der Regel für die Zukunft ein geringeres Budget veranschlagt wurde. Da werden sicher noch weniger Einstellung folgen und ein kontinuierlicher Aufgabenrückgang im öffentlichen Dienst wird die Folge sein. Dann werden unsere Strafanstalten von privaten Bewachungsunternehmen betrieben. Wenn die mal streiken, fahre ich übrigens in den Urlaub....
  9. #208

    nun

    Zitat von keinhandy Beitrag anzeigen
    Für die Geringverdiener wurde nichts erreicht. Dabei war eine Erhöhung ihres Lohns meiner Meinung nach das wichtigste Ziel überhaupt.
    Wenn ich als Angestellter im ÖD ca. 2500€ brutto hätte, würde ich mir keine Lohnerhöhung wünschen, solange andere viel weniger verdienen als ich. Ich würde mit Freuden darauf verzichten, damit die unteren Besoldungsgruppen 200€ oder 300€ mehr im Monat haben können. Bin ich der Einzige, der so denkt?
    das ist ein interessantes Umverteilungsmodell. Wir verteilen unsere Gehälter einfach untereinander.
    Geben Sie es zu. Sie haben beim Strategie- und Unternehmensberater McKinsey ein Paktikum absolviert ;-)
  10. #209

    Zitat von monotram2 Beitrag anzeigen
    Man könnte die Mehrausgaben beim Personal auch dadurch ausgleichen, das man den Kommunen nicht (noch) mehr Ausgaben aufs Auge drückt die v.a. der Bund zu verantworten hat. Als erstes wäre da z.B. der wählerwirksame Ausbau der Kinderbetreuung von unter Dreijährigen. Nette Idee, nur wer bezahlt die Erzieherinnen und Aus/Neubauten der Kindertagesstätten?
    Das Konzept, die Kosten eigener Entscheidungen jemand anderem aufs Auge zu drücken ist mittlerweile fundamentaler Bestandteil unserer Politik. Normalerweise nennt man so etwas "einen Vertrag zu Lasten Dritter abschließen" und das ist eigentlich unwirksam.

    Aber Rettungsschirme für Banken und Staaten, Schulden auf Kosten künftiger Generationen zu machen oder eben die Kommunen für Wahlgeschenke der Parteien bluten zu lassen ist momentan der Normalfall.

    Dass niemand mehr bereit ist vernünftig zu handeln, wenn es so leicht ist, die Folgen der Unvernunft auf andere abzuwälzen, ist da wirklich nicht verwunderlich.


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