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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #190

    Wie schön

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    wenn die Gebühren bei den Kommunen wieder steigen weiss ich bei wem ich mich bedanken kann. Unsere letzte Lohnerhöhung war Ende der 90er Jahre. Wie Sparkassenmitarbeiter und Stadtangestellte jammern können weil sie zuwenig Geld verdienen ... ich fasse es nicht. Kein Geld um die Schlaglöcher auf den Strassen zu flicken - von Neubau spricht sowieso niemand - aber wieder 6.3 Prozent mehr Geld.

    Sauerei ohnegleichen ...
  2. #191

    Wissen Sie eigentlich was ein Geringverdiener ist?

    Zitat von looop Beitrag anzeigen
    Was ist das fuer eine Gewerkschaft die solch einem niederigen Tarifabschluss fuer die unteren Lohngruppen zustimmt??? Hier geht die Einkommensschere fuer Arbeitnehmer weiter auseinander.Ein gutbezahlter Arbeitnehmer im oeffentlichen Dienst,der sagen wir mal 6000 Euro verdient bekommt in den naechsten 2 Jahren 390 Euro mehr,waehrend ein Geringverdiener im oeffentlichen Dienst mit 2000 Euro im selben Zeitraum nur 130 Euro mehr bekommt.Der Tarifabschluss ist eine Blamage ersten Ranges fuer die Gewerkschaft!!!
    das sind wir, wir haben netto für einen Vollzeitjob als Facherbeiter 1050 brutto. DAS sind Geringverdiener - Ihre 2000 Euro Netto sind eine fürstliche Bezahlung!
  3. #192

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Ach noch was, die Abgaben würden die Kommunen, Länder und der Bund auch ohne diesen Abschlüssen steigen lassen, sie sind nicht dafür bekannt das sie jemals die Abgaben und Steuern grundsätzlich gesenkt hätten.HR
    Die Steuern für Spitzenverdiener wurden sogar deftig gesenkt.
  4. #193

    Die Schere geht NICHT weiter auseinander

    Zitat von looop Beitrag anzeigen
    Was ist das fuer eine Gewerkschaft die solch einem niederigen Tarifabschluss fuer die unteren Lohngruppen zustimmt??? Hier geht die Einkommensschere fuer Arbeitnehmer weiter auseinander.Ein gutbezahlter Arbeitnehmer im oeffentlichen Dienst,der sagen wir mal 6000 Euro verdient bekommt in den naechsten 2 Jahren 390 Euro mehr,waehrend ein Geringverdiener im oeffentlichen Dienst mit 2000 Euro im selben Zeitraum nur 130 Euro mehr bekommt.Der Tarifabschluss ist eine Blamage ersten Ranges fuer die Gewerkschaft!!!
    Die relative Kaufkraft bleibt bei einem Lohnabschluss in der Nähe der Inflationsrate gleich, wenn die Löhne rein prozentual erhöht werden.

    Beispiel:
    Mitarbeiter A verdient heute 1000€ im Monat, Mitarbeiter B 1100€.
    Der Unterschied beträgt mit 100€ ca. 1 Paar Schuhe im Monat.

    Jetzt nehmen wir an, dass lange Zeit immer prozentual die Löhne zusammen mit der Inflationsrate erhöht wurden.

    Irgendwann sind dann Löhne und Preise auf das doppelte Niveau gestiegen, A verdient 2000€, B 2200€, aber der Unterschied beträgt immer noch 1 Paar Schuhe, weil die mittlerweile eben auch 200€ kosten.

    Wären dagegen die Gehälter nicht prozentual, sondern um einen festen Betrag erhöht worden, dann wäre A irgendwann bei 2000€ und B bei 2100€ und der tatsächliche Unterschied wäre um die Hälfte geschrumpft, weil man dann für 100€ eben nur noch einen einzelnen Schuh bekommt...

    Lohnerhöhungen um feste Beträge würden dazu führen, dass irgendwann alle im Prinzip gleich viel verdienen (weil ein Unterschied von 100€ eben irgendann gerade mal für einen Kaugummi zusätzlich reichen wird), und das kann nur jemand wollen, der "jeder nach seinen Möglichkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen" für einen realistischen Plan hält...
  5. #194

    Sklavenhaltung angesagt

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Politik und öffentlicher Dienst erwirtschaften keinen Cent, sondern geben nur das Geld anderer mit vollen Händen aus.
    Die übergroße Mehrheit der Angestellten im öffentlichen Dienst sind ErzieherInnen, KrankenpfegerInnen, Müllmänner, Putzfrauen, SekretärInnen, etc., die unverzichtbare Dienstleitungen für Sie und für Ihre Familie erbringen.
    Ich denke nicht, dass Sie, wenn Sie deren Arbeit in Anspruch nehmen, weil Sie sie dringend benötigen, der Ansicht sind, dass sie allesamt keinen Cent erwirtschaften.
    Oder möchten Sie die vielleicht lieber als unbezahlte Sklaven halten?
  6. #195

    Für die Geringverdiener wurde nichts erreicht. Dabei war eine Erhöhung ihres Lohns meiner Meinung nach das wichtigste Ziel überhaupt.
    Wenn ich als Angestellter im ÖD ca. 2500€ brutto hätte, würde ich mir keine Lohnerhöhung wünschen, solange andere viel weniger verdienen als ich. Ich würde mit Freuden darauf verzichten, damit die unteren Besoldungsgruppen 200€ oder 300€ mehr im Monat haben können. Bin ich der Einzige, der so denkt?
  7. #196

    Keine Reallohnsicherung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Tatsächlich erreichte Verdi für die ganze Verlaufzeit von 24 Monaten keine rechte Reallohnsicherung. Es werden für 10 Monate 3,5 % gezahlt, für die folgenden 7 Monate 4,9 % und für weitere 7 Monate 6,3 %, macht ohne Zins und Zinseszins (marginaler Effekt) weniger als 2 % pro Jahr, also unter der voraussichtlichen Inflationsrate von 2-2,5 %. Aber angesichts der Haushaltskonsolidierung wäre mehr unvernünftig gewesen.
  8. #197

    ...

    Zitat von Telex Beitrag anzeigen
    Wer sich die Mühe macht und sich mal ein paar Haushaltsentwürfe anschaut, der wird schnell sehen, was die Folgen sein müssen: Die Kommunen haben die Wahl zwischen Gebühren-/und Abgabenerhöhungen (wie werden da wohl die sozialen Auswirkungen sein?), Leistungskürzungen (wer ist da wohl betroffen?) oder Stellenabbau. Weitere Schulden sind nämlich nicht mehr drin.
    Man könnte die Mehrausgaben beim Personal auch dadurch ausgleichen, das man den Kommunen nicht (noch) mehr Ausgaben aufs Auge drückt die v.a. der Bund zu verantworten hat. Als erstes wäre da z.B. der wählerwirksame Ausbau der Kinderbetreuung von unter Dreijährigen. Nette Idee, nur wer bezahlt die Erzieherinnen und Aus/Neubauten der Kindertagesstätten?

    Bei den KDU (Kosten der Unterkunft) hat man sich auch über den Tisch ziehen lassen. Denn die sind vorrangig zu zahlen. D.h. jeder ALG2-Empfänger und jeder Aufstocker fällt zuerst der Gemeinde zur Last, die für die Miet-,HZ-Kosten aufkommen muss. Und Nein, das soll kein Lamento gegen Langzeitarbeitslose und Geringverdiener sein.
    Nur wo bleibt denn der seit Jahren diskutierte Mindestlohn? Wer hat mit den unseligen 400,- Euro und (Dauer-) Zeitarbeiter-Jobs die Geiz ist Geil Mentalität der AG erst gefördert? Und viele AN in eine Lohnzone gedrückt, das sie selbst mit VZ-Stellenauf soziale Leistungen angewiesen sind?
    Das war doch nicht die Dame im Bürgerbüro.

    Wenn Sie sich mal die Mühe machen diese Zusammenhänge zu verstehen, werden Sie vielleicht feststellen, das die Einschnitte in den öffentlichen Dienstleistungen sich schon vor langer Zeit von den Personalkosten abgekoppelt haben. Sie prügeln auf die falsche Klientel ein, bzw. wollen diese weiter bluten lassen. Bravo.

    Vor diesem Hintergrund finde ich die Aufforderung an worcchel, sich doch einen anderen Job zu suchen ausgesprochen zynisch, wenn es auch dem Ton hier zu entsprechen scheint.
    Ich hab in den letzen 12 Jahren 3x den AG gewechselt. Und wenn nach einer Weiterbildung, die ich neben der Arbeit absolviere und selbst finanziere, keine entsprechende Gehaltserhöhung auf dem Konto landet, wird sich der 4. AG freuen. Arbeits-Ehen bis das der Tod scheidet, sind schon lange out. Das kann man beweinen, oder einen Vorteil daraus ziehen, so lang man noch einigermaßen knackig ist.
  9. #198

    Ob das alles so richtig ist ?

    Ich denke man hätte die Streiks einfach ignorieren müssen, und ein Angebot von 3,5% nicht erhöhen dürfen.
    Wo soll das noch hinführen ?
    Wenn Verdi bei einer Erhöhung von 3,5% auf Dauer nicht eingelenkt hätte, --- man kann auch nach einem Streik Aussperren.
    Diese Machtprobe hat jetzt nun leider Ver.di für sich entschieden.
    Schaun wie mal wie lange die Steuergelder reichen um diesen Schwachsinn zu bezahlen.
    Vielleicht enden wir in den nächsten Jahren da, wo Griechenland heute steht ?!
  10. #199

    ?

    Zitat von rechnernetzstecker Beitrag anzeigen
    Anderes Vorurteil: "Müllmänner sind schlecht bezahlt".
    Ich gönne ihnen ihren Lohn von ganzem Herzen, aber man sollte schon wissen, dass ein Müllmann ungefähr soviel brutto verdient wie ein Grund- oder Hauptschullehrer. Und das nicht erst ab Ende 20...
    Und beide sind für eine funktionierende Gesellschaft unerlässlich.
    Obwohl das Ansehen eines Lehrers in unserer Gesellschaft das hundertfache beträgt.
    Wenn man der Meinung ist, dass ein Müllmann weniger verdienen sollte als ein Lehrer, dann wird es wohl Zeit das Gehalt der Lehrer, von denen Sie sprechen entsprechend anzupassen.
    Denn ich möchte schon, dass der Müllmann gut verdient und in Zukunft gut bezahlt bleibt.


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