Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #170

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

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    Wie erwartet, wurde auf die soziale Komponente wieder mal verzichtet. Prozentuale Erhöhungen begünstigen die Höherverdienenden (Richter, Ministerialbeamte, Bürgermeister etc., für die der Abschluss übernommen werden wird) , während die, mit deren Streik gedroht wird (Müllabfuhr, Nahverkehr, Pflege) in Wirklichkeit nicht profitieren werden. Die folgenden Gebührenerhöhungen werden nämlich nicht prozentual aufs Einkommen erhoben, sondern absolut.
  2. #171

    Noch einmal mehr haben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

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    Noch einmal mehr haben auch die Gewerkschaften ihr wahres Gesicht gezeigt, So wie dem Politiker liegt am Herzen nur wohl den Reichen der Gesellschaft so auch den Gewerkschaften wohl der Reichen zwischen der Arbeitnehmer. Die ärmsten diese Republik sind immer verharscht. Die eine wollen kein mindestloh für alle, die anderen keine pauschale (200 Euro für jeden) lohn Erhöhung. Und so werden auf allen Ebenen die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.
  3. #172

    Irrtum

    Zitat von friedrich1954 Beitrag anzeigen
    Was glauben die Pappnasen, wer das bezahlen muß? Wir alle, damit einige mehr in den Taschen haben, die ohnehin unkündbar sind, die sich hinter Vorschriften verstecken,mäßig Verantwortung tragen, jede Überstunde angerechnet bekommen und noch eine üppige Zusatzversorgung erhalten zu der sie kaum einen nennenwerten Beitrag geleistet haben. Ich denke hier in erster Linie an die Millionen Verwaltungsmenschen in den Büros. Man müßte hier mehr differenzieren.
    Ja, differenzieren tut Not. Die gerade ausgehandelten Verträge betreffen nl. nicht den Beamten, sondern den ANGESTELLTEN des Öff. Dienstes. Und die sind weder unkündbar, noch erhalten die eine üppige Zusatzversorgung. Zudem zahlen sie Sozialbeiträge wie Sie und ich. Und es geht hier nicht vorwiegend um den Verwaltungsmenschen (weil das mehrheitlich Beamte sind), sondern vielmehr den ErzieherInnen, Müllmännern, Putzfrauen, u. ä.. die für ihrem geringen Lohn sehr hart arbeiten müssen.
  4. #173

    Zitat von 40jahred Beitrag anzeigen
    Es werden so viele Steuergelder verschwendet ,wenn diese Verschwendung an die arbeitende Menschen verteilt würde würde es reichen .
    Die Vertreter der arbeitenden Menschen haben dieses Ergebnis für die arbeitenden Menschen ausgehandelt.
  5. #174

    Tschüss verdi

    Das Ergebnis ist weniger als die Hälfte des geforderten - auf zwei Jahre auch noch. Außerdem werden mir ab nächstem Jahr die 30 Tage Urlaub, auf die ich dann Anspruch gehabt HÄTTE, gestrichen! Den Urlaubstag hole ich mir defintiv auf andere einfache Art und Weise zurück. Bin ja schließlich in einem total sicheren Arbeitsverhältnis.
  6. #175

    Verhältnismäßigkeit, oder: Alles ist relativ

    Leute, schaltet doch mal euren hoffentlich noch gesunden Menschenverstand ein!
    Die Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes erhalten in diesem Jahr rund 2,2 Milliarden Euro, im Jahr 2013 rund 4,3 Milliarden Euro mehr. Öffentlicher Dienst, zur Erinnerung, das sind die, die man beschimpft, wenn mal wieder irgendwo ein heruntergekommenes Schwimmbad zumacht, obwohl man vorher nie hingegangen ist, weil man zum Baden ja lieber mit dem subventionierten Billigflieger nach Malle jettet.
    Aber wenn im selben Zeitraum hunderte und aberhunderte Milliarden (aktuell rechnet man sogar schon in Billionen) in Zockerbanken gestopft werden, die sich verspekuliert haben, oder in Schlendrianstaaten wie Griechenland, reicht die Empörung auch nur für das übliche Forumsgeplärr, während anderswo in Europa schon die Massen auf den Straßen den Polit-Amateuren durchschwitzte Nächte bereiten.
  7. #176

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Eins ist allerdings real: Die Angehörigen der unteren Lohngruppen verdienen gegenüber vielen (keineswegs allen) Bereichen der sogenannten freien Wirtschaft relativ gut. Je besser die Qualifikation, umso unatraktiver erscheint allerdings mittlerweile der öD.
    Korrekt, wir mussten (allerdings im Landesdienst) eine IT-Referentenstelle (E13 - also Dipl.-Inf. oder Master!) zweimal ausschreiben, wobei es insgesamt 4 Bewerber gab. Geht mal mal auf den Gehaltsrechner für den TV-L, dann sieht man, dass da kein Nettogehalt rauskommt, welches ein Bewerber nicht durch Angebote aus der Privatwirtschaft locker toppen kann.

    Das Imageproblem des ÖD sind die Bezüge hoch einsortierter Ministerialbeamter, die dann immer die Runde machen. Die breite Masse ist unterhalb der E9 einsortiert ohne Ausstiegschancen, aber das wird gerne vergessen.
  8. #177

    Humor- und Schmerzbefreit

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Warum soll es denen besser gehen, als vergleichbaren Verdienern in der Privatwirtschaft?
    Es wird endlich Zeit, dass wir alle für ein Hartz-IV-Gehalt arbeiten gehen, Überstunden incl.
    Das kurbelt dann unsere Binnenwirtschaft richtig an und wir können noch mehr exportieren, damit diese Länder dann Schulden machen und von uns mit dem gesparten Geld gerettet werden können.
  9. #178

    So einfach stimmt nie was

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Unterbezahlte Kindergärtnerinnen? Das stimmt doch nicht.
    Überversorgte Ministerialbeamte? Das scheint mir so pauschal auch zweifelhaft zu sein.
    Sie haben natürlich Recht, pauschal stimmt so was nie ganz. Kindergärtner sollte man zunächst wesentlich besser qualifizieren und dann aber auch besser bezahlen. Und mit "Beamtenunwesen" meinte ich absolut nicht einzelne Beamte, sondern ein System, das völlig absurde Anreize schafft und sich von der Idee längst überlebt hat.
    Aber um en Detail differenziert zu argumentieren ist ein Netzforum nicht der ideale Ort.
  10. #179

    Zitat von worcchel Beitrag anzeigen
    eine sauerei sondergleichen. wir schieben billionen an schulden vor uns her und die bekommen >6 % lohnerhöhung von MEINEM geld!
    meine letzte lohnerhöhung war 1997 und seitdem hab ich durch wegfall von weihnachtsgeld und urlaubsgeld brutto (!) weniger als vor 15 jahren.
    Warum so ungehalten? Am Beispiel Grichenlands können Sie sehen wie
    wichtig eine gute öffentliche Verwaltung ist. Die Beschäftigten haben ein Anspruch auf ANGEMESSENE Bezahlung.