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Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

dapdSie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824924,00.html
  1. #140

    Was wollen Sie?

    Zitat von diefreiheitdermeinung Beitrag anzeigen
    dies als eine "Loesung der Vernunft" bezeichnen, wenn es nur eine Konsequenz geben wird: dass naemlich die knappen Gelder in die Taschen der Angestellten im oeffentlichen Dienst fliessen statt z.B. in eine Verbesserung der Infrastruktur oder anderer Investitionsmassnahmen. Um dies auszugegleichen werden wir in Kuerze eine rasante Steigerung der Preise fuer oeffentliche Dienstleistungen sehen - z,B. Muellabfuhr, Wasser, Gerichtsgebuehren etc etc. Hier raubt quasi eine Klasse vergleichsweise weich gebetteter Arbeitnehmer eine andere Klasse aus. Dass der Gewerkschaft wenig an Arbeitnehmern mit tatsaechlich unzureichenden Einkommen liegt sieht man leider daran, dass diese bei der "Loesung der Vernunft" total hinten herunterfallen. Sozial ausgewogen ist das nun wirklich nicht.
    Das Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst zu "Aufstockern" werden? Im Einfachen Dienst stehen sie kurz davor. Zahlen muß der Staat so, oder so für die dem Bürger angebotenen Dienstleistungen.
  2. #141

    ...

    Zitat von sistermercy Beitrag anzeigen
    ... Erhöhungen der Bezüge für Beamte, diese unsagbar unglaubliche Lohnerhöhung hier, ...
    Gut gebellt - aber leider haben Sie nur den Baum angebellt. Wie viele andere Kläffer hier. Die von Ver.di herausgeholten Lohnerhöhungen gelten nämlich nur für Arbeiter und Angestellte.
    Sie kennen vielleicht die Formulierungen in Nachrichtensendungen: "... wurde vereinbart, dass die Lohnabschlüsse für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes für die Beamten des Bundes übernommen werden...". Allerdings: Es gibt ja auch kommunale und Landesbeamte, die damit nicht gemeint sind, und bei der Übernahme der Abschlüsse gibt es dann in der Regel Einschränkungen und Verzögerungen, oder in der Vergangenheit auch Arbeitszeitverlängerungen (bis zu 42 Wochenarbeitsstunden, je nach Bundesland).
    Liebe Frau Gnadenschwester, man muss kein vollumfänglicher Befürworter des Beamtentums sein, um allergisch auf Stammtischhetze auf Pro7-RTL-Niveau zu reagieren. Wenn das Beamtentum so toll ist, warum sind wir dann nicht alle Beamten geworden? Sicher hatte jeder einzelne seine Gründe dafür.
  3. #142

    Gratuliere

    Zitat von hagen306 Beitrag anzeigen
    (..)
    1,035^(10/12)*1,014^(8/12)*1,014^(6/12) = 1,046 --- also 4,6% in 24 Monaten. Daraus die Quadratwurzel sind 1,0227, also 2,27% --- ohne die Geldentwertung zu berücksichtigen. (...)
    Noch einer, der sich nicht für dumm verkaufen lässt, sondern selbst rechnet. Ganz offenbar hat die bewusste "Ausdünnung" von Lehrinhalten in den Schulen in der Zwischenzeit bewirkt, dass die Menschen noch nicht einmal rechnerische Operationen im Kopf schnell überschlagen können.

    Sondern alles glauben und die inhaltsvollen Seite überlesen, um das nächste "Event" zu erhaschen, wo sie sich in stummer Gleichgültigkeit gegenseitig anglotzen. Kritiklos und denkerische Nullen.

    P.S.
    Ich war mal in einer Veranstaltung zum Schiller-Jahr. Dem Dichter de s Sturm und Drangs und der überschwänglichen Jugend ("diesen Kuss der ganzen Welt"). Von 500 Anwesenden waren vielleicht 15 unter 30. Und die beschäftigten sich nebenbei mit ihren Smartphones (ohne Pieper) Der schöne Spruch der 68-er lautet heute: "Rechne nie mit einem unter 30". :-)
  4. #143

    Zitat von flanke Beitrag anzeigen
    Ich gönne den Beschäftigten im ÖD ja gerne ihre vergleichsweise hohen Gehälter bei gleichzeitig faktischer Unkündbarkeit und garantiertem Feierabend um 16 Uhr. Ich bekomme aber einen dicken Hals, wenn ich dann von denen höre, wie niedrig die Gehälter gegenüber der Wirtschaft sind. Das ist eine Mär, die vielleicht vor 25 Jahren mal gestimmt hat, aber heute in das Reich der Märchen gehört.
    da will ich als ÖD mitarbeiter eines krankenhauses gerne wiedersprechen!
    ein hohes gehalt beziehe ich nicht, im gegenteil 1400 euro für eine 3 schicht 50 stundenwoche bezeichnen sie als hoch?
    feierabend um 16 uhr? sicher! nach dem frühdienst der um 6 uhr beginnt
    ich bekomme einen dicken hals wenn ich solche märchen höre wie sie sie verbreiten.
    gerne lade ich sie zu einem "normalen" arbeitstag im öffentlichen dienst am krankenbett ein!
    es scheinen hier alle zu vergessen was den ÖD eigentlich ausmacht! es sind nicht nur die beamten sondern auch die kindergärtner, erzieher, müllfahrer, altenpfleger und krankenschwestern und diese berufsgruppen so in verruf zu bringen ist eher der skandal als sich über die löhne aufzuregen

    den wert meiner tätigkeit werden die meisten wohl erst schätzen lernen wenn sie darauf angewiesen sind... schade aber leider nicht zu ändern
  5. #144

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Was hier immer vergessen wird: der eigentliche "Arbeitgeber" ist der Steuerzahler, und den hat, wie üblich, niemand gefragt..
    Was hätte es gebracht, wenn man z.B. uns beide gefragt hätte?
    Ich hätte eine Lohnerhöhung von mindestens 12 % in den Ring geworfen und Sie für die nächsten 10 Jahre eine Nullrunde. Ich bin mit dem Ergenis, das die Vertreter von uns Steuerzahlern ausgehandelt haben, höchst unzufrieden. Die Menschen verdienen es vernünftig bezahlt zu werden. Finanzieren könnte man es sicher recht gut, wenn die großen Unternehmen endlich wieder ihre Steuern bezahlen würden. Aber das ist ja unpopulär. Wenn wir noch die Steuersätze von vor 25 Jahren hätten, wäre unsere Staatskasse jährlich um 50 Millarden schwerer.

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Die Steuerzahler leiden auch seit Jahren an reallohnverlusten, und sollen nun dem gepamperten öffentlichen Dienst das ersparen?.
    erstens sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst auch Steuerzahler und ich weiß nicht was sie sich vorstellen, wer die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind. Kranken- und Altenpflege, Müllabfuhr, Polizei, Schulen, Reinigungsfrauen etc. etc.. Ich wüsste nicht, wo die gepampert sind. Sie haben ziemlich besch.... Arbeitszeiten und ein besonderes Ansehen in der Gesellschaft geniessen sie obendrein nicht.

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Offensichtlich betrachten alle anderen diejenigen, die das Geld erst mal erwirtschaften müssen, als Sparschwein, das man nach belieben plündern kann
    Wenn die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in diesen Kategorien denken würden, hätten sie sich sicher nicht mit der nun ausgehandelten Lohnerhöhung zufrieden gegeben. Und dass es sich nicht wirklich um über 6% handelt. können Sie ja bereits an anderer Stelle in diesem Forum entnehmen.

    Zitat von snafu-d Beitrag anzeigen
    Politik und öffentlicher Dienst erwirtschaften keinen Cent, sondern geben nur das Geld anderer mit vollen Händen aus.
    Wenn im öffentlichen Dienst nichts erwirtschaftet wird und sie nur das "Erwirtschaften" von Gütern als Arbeit anerkennen, könnte man die Beschäftigten der öffentlichen Hand alle kündigen, in Hartz IV schicken und das käme uns in der Tat etwas billiger.
    Beschweren Sie sich aber bitte nicht, wenn Sie in ihrem Müll ersticken, keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren, sie beim Wählen von 112 oder 110 keine Antwort bekommen und im Städtischen Krankenhaus die Notaufnahme in eine Suppenküche umgebaut wurde.
  6. #145

    Zitat von flanke Beitrag anzeigen
    Danke für das Stichwort.

    Strassenreinigung/Müllabfuhr/Autobahnmeisterei:
    Da braucht es keinen ÖD, da schließt man einen ordentlichen Jahresvertrag mit einem Privatunternehmen ab und schon kostet das nur noch die Hälfte.
    Das ist eine Illusion, die privaten Anbieter sind meistens nicht billiger bei vergleichbaren Leistungen. Und wenn sie es mal doch sind, dann ebenfalls nur vordergründig aufgrund der sehr niedrigen Löhne, die dann aber doch wieder aufgestockt werden.
  7. #146

    Zitat von flanke Beitrag anzeigen
    Danke für das Stichwort.

    Strassenreinigung/Müllabfuhr/Autobahnmeisterei:
    Da braucht es keinen ÖD, da schließt man einen ordentlichen Jahresvertrag mit einem Privatunternehmen ab und schon kostet das nur noch die Hälfte.
    Und genau deswegen passiert dies bereits. Nur die Autobahnmeistereien werden im ÖD bleiben. Das hohe Gut "Straße" soll nämlich weiter öffentlich überwacht etc. werden.
  8. #147

    Allesim Lack

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Na, wenn man hier im Forum liest, wie der Abschluss ankommt, dann ist er ja richtig gut. Eine Hälfte schäumt wegen der angeblichen Ausplünderung des Staates durch den ÖD, die andere Hälfte schäumt wegen der de facto nicht stattfindenden Kaufkrafterhöhung. Wahrscheinlich sehen so die Kompromisse der Zukunft aus: Niemand ist zufrieden. Das hält die Gesellschaft super zusammen. Aber das kommt dabei heraus, wenn man nur seine eigenen Interessen im Blick hat und nicht in der Lage ist, eine ehrliche Diskussion über Wert und Unsinn öffentlicher Dienstleistungen zu führen. Es ist unredlich, überversorgte Ministerialbeamte und unterbezahlte Kindergärtnerinnen in einen Topf zu werfen, aber genau das wird hier immer und immer wieder getan, um vom Eigennutz abzulenken. Ich fühlte mich für meine Arbeit im ÖD zu schlecht bezahlt und habe gekündigt, und als Steuerzahler ärgere ich mich über jeden unnötig ausgegebenen Euro. Dabei habe ich aber eher die Bürokratie, das Beamtenunwesen, die Subventionen und die Bankenrettungsmilliarden im Auge als das Gehalt der Busfahrer und Krankenpflegerinnen.
  9. #148

    ja ja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. "Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen", sagte Bundesinnenminister Friedrich.

    Öffentlicher Dienst: Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ein gutes Signal an unsere europäischen Nachbarn: ihr müsst sparen, wir hauen es raus! Ein wirklich grandioser Sieg, Herr Bsirske...
    Ich gönne es jedem einzelnen Arbeitnehmer wirklich, aber wenn die Kassen leer sind, ist eine solche Erhöhung nur als "Harakiri" zu bezeichnen.
    Wie lange dauert es noch bis zum Kollaps?
  10. #149

    Selber schuld

    Macht euch doch mal mobil.
    Geht doch mal alle auf die Straße,alle machen es euch vor .
    In Spanien ,in Italien ,in Griechenland über all machen es euch die Menschen vor ,nur in diesem Land meckern und meckern ALLE .

    Macht euch mobil gegen diese korrupte Regierung und Gewerkschaften,denn die denken nur an sich nicht an euch .

    Es werden so viele Steuergelder verschwendet ,wenn diese Verschwendung an die arbeitende Menschen verteilt würde würde es reichen .


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