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Öffentlicher Dienst: Tarifstreit nach Schlichterspruch so gut wie beigelegt

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst steht vor dem Ende. Das einstimmig erzielte Ergebnis der Schlichtung sieht stufenweise Entgelterhöhungen und einen Ausbau der leistungsorientierten Bezahlung vor. Die Tarifparteien wollen am Wochenende über die Einigung entscheiden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...680401,00.html
  1. #20

    Bitte objektiv bleiben

    Es bringt nichts unsachliche Bemerkungen und Kommentare hier zu platzieren. Die führen nur dazu, dass viele Leser die Seiten verlassen oder ist das vielleicht gewollt?
    Pauschale Lohnerhöhungen haben in gewissen Abständen wegen der immer größer werdenden Kluft zwischen den Gruppen ihre Berechtigungen, sie sollten nicht polemisch mit Sozialismushinweisen von der Hand gewiesen werden. So gesehen ist der gesamte ÖD eher Kommunismus. Denn wen interessiert es ob Mitarbeiter/innen gut oder schlecht arbeiten, 100 oder 0 Tage "krank" sind im Jahr, wirtschaftlich oder unwirtschaftlich arbeiten. In Wahrheit niemand. Ob jemand durch seine Leistungen nachweislich Schaden verursacht oder profitabel ist spielt keine Rolle. Die Kohle am Ende des Jahres ist die gleiche.
    Deswegen will man jetzt die leistungsorientierte Bezahlung, in Insiderkreisen auch Nasen- und Disziplinierungsprämie genannt, ausbauen. Die soll allerdings nur für die Tarifbeschäftigten, nicht für die Beamten gelten. Warum wohl. Vielleicht sind ja die Begriffe Leistung und Beamte syntaktisch nicht gewollt, da man ja hier von Alimentation und nicht von Lohn spricht.
    Fazit: Will man für den Bürger glaubwürdig den ÖD neu ordnen, kann das nur heißen:
    1. Einheitliches Dienstrecht für alle
    2. Persönliche Haftung der Verantwortlichen
    3. Leistungsgerechte Bezahlung
    ÖD Mitarbeiter, besonders Beamte keine Angst, das kommt nicht und wenn werden es nach der Trägheitstheorie nur noch wenige der jetzt lebenden erleben. Zu verführerisch ist es doch, alles beim alten zu lassen, wenn man als Entscheidungsträger selbst noch lange Zeit von dem bestehenden System gut leben kann.
  2. #21

    Sitz! Platz! Brav! - Kanzlerin lobt Tarifabschlüsse

    ...und lacht sich als Quasi-Arbeitgeberin der 1,3 Millionen Angestellten im Öffentlichen Dienst und u.a. Herrscherin über 3,4 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie eins ins Fäustchen.

    Besser hätten die Verhandlungen gar nicht verlaufen können, denn wo gleich zwei Gewerkschaften bereit sind, sich auf ein Almosen von 2,3% - wofür die deutschen Krankenversicherer sicherlich sofort eine Verwendungsmöglichkeit finden werden – und eine, mal in den krisengeschüttelten Raum gestellte Arbeitsplatzgarantie einlassen, da darf man auch mal ein Lob aussprechen und sich dabei vor Lachen an den Bauch fassen. Als die Herren Gewerkschafts-Verhandlungsführer dann auch noch einer Festschreibung des Tarifabschlusses für 23, bzw. 26 Monate zustimmten, bedurfte es bei Arbeitgebern und im Kanzleramt schon eines starken Beruhigungsmittels. Die Lage hat sich dort allerdings wieder normalisiert und Kanzlerin Merkel und der mitfeiernde Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, sind nach einem 8stündigen Lachkrampf wieder wohlauf und erfreuen sich bester Gesundheit.

    „Beispielhaft“ sei dieser Tarifabschluss und mit diesem Ritterschlag für Tugendhaftigkeit in Tarifverhandlungen, mitten in das verdutzte Gesicht der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, erübrigt sich auch gleich jegliches Folge-Geplenkel in anderen Branchen, die nun aufgefordert sind,
    diesem Beisiel zu folgen.

    Dass diese Abschlüsse vor dem Hintergrund der »schwersten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren« zu sehen sind, ist ja wohl selbstverständlich. Die Jahre zuvor steckten übrigens in der zweit-, dritt- oder viertschwersten, und überhaupt gestaltete sich der Wettbewerb als solches in den letzten (100) Jahren als schwierig. Vor allem Löhne, Lohnnebenkosten, sprich Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Betriebskosten und Steuern werden in den Führungsetagen mithin als zu starke Bremsen für Wachstum angesehen, so dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen schon mal einsichtig auf das Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichteten und zukünftig vielleicht auch gleich den Urlaub und Weihnachten mit drauflegen und das Thema realer Lohnerhöhungen endlich dorthin verbannen, wo es hingehört: in die Sphären deutscher Märchen und Sagen, wo sie derzeit den Pfad zum leuchtenden Mythos oder jenseitiger Erfüllung beschreiten, das hat so, oder so ähnlich doch auch schon im Mittelalter prima geklappt.

    Verdi Chef Frank Bsirske glaubt nach Einnahme einer ausreichenden Menge psychoaktiver Substanzen übrigens, im ausgehandelten Gesamtpaket, also einschließlich aller möglichen Zusatzleistungen, eine Lohnsteigerung von 3,5 Prozent erkennen zu können und Beschäftigte von Stadtwerken könnten durch Sonderregelungen (und psychoaktive Substanzen) sogar mit 4,9 Prozent höheren Löhnen rechnen. Und wenn man völlig auf den Kopf gefallen oder gegen einen Bus gelaufen ist, könnte man sogar meinen, Leistung würde sich wieder lohnen!

    Liebe Gewerkschaften, wie man noch ernsthaft selbst daran glauben kann, man würde (finanzielle) Arbeitnehmerinteressen vertreten, während man sich über Jahre hinweg im Panic-Room der Arbeitgeber hin und her hat scheuchen lassen und schlussendlich erschöpft als handzahmes Schoßhündchen den Spielbällchen der Arbeitgeber nachrennt und, sich bis zum äußersten konditioniert, mit Entlohnungsabfällen zufrieden gibt, ist und vielen (schwindenden) Gewerkschaftsmitgliedern ein Rätsel.

    Sitz! Platz! Brav!


    http://www.verquer.org
  3. #22

    .

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Genau, und dann würden sie dreist auch noch die 1€-Jobs verweigern...

    Aber wer erledigt dann die vielfältigen Aufgaben, die jetzt die Mitarbeiter des öD machen? Können die alle wegfallen?
    Die würden von ganz normalen, nicht privilegierten, Arbeitnehmern ereldigt werden, zu ganz normalen Konditionen.
    Soweit diese Aufgaben überhaupt notwendigerweise zu erledigen sind. Gerade im ÖD gibt es noch viele höchst überflüssige "Aufgaben"; es würde uns überhaupt nichts abgehen, wenn diese nicht mehr "erledigt" würden.








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