Bundeswehr-Orden, Wartnummern in Neuss und Grevenbroich, Restaurants in Bremen: Die Bundesregierung hat ein Portal gestartet, auf dem "öffentliche" Apps aufgelistet werden. Bisher fällt das Angebot mager aus.
http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/...-a-867050.html
Das man im deutschsprachigen Raum (vor allem mit einer *.de Endung ) das Wort App für Applikation verwendet , ist ja noch verständlich , aber "gov" in diesem Zusammenhang für mich nicht mehr...Anbiederung an die USA (wie in vielen Dingen--siehe Datenübergabe einseitig in deren Richtung) , danach sieht es für mich aus....und die Inhalte : lachhaft.....naja , geb meine Steuergelder gern dafür aus...Sarkasmus ende
Der eigentliche Lacher ist, dass sie "gov" als Subdomain und nicht als - ja doch immerhin verfügbare - Top-Level-Domain eingerichtet haben.
Aber davon abgesehen, der Smartphone- und damit einhergehende "App"-Fetischismus bringt mich immer mehr zum Kopfschütteln. Mankind goes mobile, haha. Und noch ein Gadget, und noch eins. Was anderes ist das nicht. Es hat was von einem regierungsamtlichen Verzeichnis von Fast-Food-Buden, Na klar, wurde ja Zeit, so was brauchen wir.
Sascha Lobo, übernehmen Sie und ziehen Sie alle Register Ihres Wortwitzes!
Koppschüttel.
Das ist ja wohl eine der armseligsten Websites aller Zeiten: je mehr Möglichkeiten man sucht, desto weniger Ergebnisse kommen. Die angeklickten Sites funktionieren nicht. War das eine Schulaufgabe im Wahlfach "EDV" in der dritten Grundschulklasse? Wurden dafür Steuergelder aufgewandt, eindeutig ein Fall für die Rechnungsprüfer!
vorgestern brauchten wir für alles eine Hotline, dann musste jede Gemeinde eine Webseite und email haben, dann brauchte jeder und alles ein "Portal"... jetzt brauchen wir für alles eine App. Inzwischen sind dem Bürger so viele Kanäle zu den Behörden offen... reicht es nicht langsam? Muss man alles x-fach vorhalten? Kostet alles unser Geld alles mehrfach vorzuhalten... und sorry, aber wer eine push Benachrichtigung brauch um seinen Müll rauszustellen, der hat ein ganz anderes Problem.
Kann sich eigentlich irgrendwer bei unserer Regierung nur annähernd vorstellen, dass es Menschen in unserem Land gibt, die ihr Smartphone aus Datenschutzgründen nicht mit einem amerikanischen Privatunternehmen verbinden?
Weshalb soll ich mein Smartphone z. B. im Google-Shop namens "Google Play" anmelden, damit ich Apps unsere Regierung bekomme und der amerikanische Privatfirma Google damit Zugriff auf meine Daten gewähre?
Aus purer Bequemlichkeit meiner Regierung, weil diese ihrer eigenen Apps nicht direkt zum Download anbietet sondern im Google Store einstellt?
Gehts noch?
Mal zum Vergleich: Toronto hat eine App SeeClickFix, mit der man z.B. Grafittis und andere Auffaelligkeiten melden, mit Geolocator, Community, Karte von gemeldete Problemen, Textfeldeingabe mit Kategorien und natuerlich Photoupload.
Das ist natuerlich blass gegen die Wartenummertafel von Neuss (IKEA sollte sowas mal einfuehren!), aber SeeClickFix nutzt das Smartphone als Smartphone, nicht als bloede App, wo es auch der Webbrowser tut. Viele Apps sind ja Quatsch, seit es http://m. zur Darstellung auf kleinen Displays gibt.