OECD-Zufriedenheits-Index: Volk der notorischen Nörgler

Deutsche arbeiten weniger und*verdienen mehr als Bürger anderer OECD-Länder. Wir haben bessere Luft, schönere Wohnungen und*weniger Arbeitslosigkeit - nur zufrieden sind wir nicht. Im aktuellen OECD-Ranking liegen wir nur im Mittelmaß. D wie unter Durchschnitt?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...764779,00.html
  1. #390

    Unterton meiner Beiträge

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    Doch, gelesen. Nur der lässt der Unterton Ihrer Beiträge die starke Vermutung zu, dass Ihre Frühpenionierung (ist ja auch ganz nett) zu Recht erfolgt ist. Notorischen Querulanten passiert das schon 'mal.
    Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile gegen meine Behörde.
    Vorwurf u.a. Untreue: Schadenssumme in dreistelliger Millionenhöhe.
    Aber ich bin ja ein notorischer Querulant.
  2. #391

    egozentrisch und dekadent

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche arbeiten weniger und*verdienen mehr als Bürger anderer OECD-Länder. Wir haben bessere Luft, schönere Wohnungen und*weniger Arbeitslosigkeit - nur zufrieden sind wir nicht. Im aktuellen OECD-Ranking liegen wir nur im Mittelmaß. D wie unter Durchschnitt?

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...764779,00.html
    Psychologisch betrachtet ist die deutsche Larmoyanz Ausdruck einer Egozentrik und Dekadenz.
    Die Deutschen schauen nicht über den Tellerrand hinaus und sind bezogen auf ihre herausgehobene Stellung in der Welt unzufrieden und undankbar. Kläglich, im wahrsten Sinne des Wortes!
  3. #392

    Wahrnehmung

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    Bestenfalls "vermeintliche Missstände".
    So manches Mal hapert es nämlich auch mit der Eigenwahrnehmung.
    Alles, was ich benörgelt hatte, ist mittlerweile als schädlich und unrechtmäßig anerkannt.
    Aber Untreue in dreistelliger Millionenhöhe ist ja nur ein vermeintlicher Mißstand, es profitieren dabei ja nur Menschen mit Ihrer sozialen Einstellung.

    Es würde mich freuen, wenn auch Sie Mitglied bei meiner Behörde wären, weil dann dürfen Sie den angerichteten Schaden nämlich teuer mitbezahlen.
    Ihre Klage über die hohen Beiträge wären dann aber wahrscheinlich nur Ihrer mangelnde Eigenwahrnehmung geschuldet.
  4. #393

    I give you my word

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    Gerne:

    Beim Schreiben merkt man es (hoffentlich) nicht, aber ich habe einen solch starken Ami-Accent, dass sich die Balken biegen. In 99,9% aller Einkaufsfälle (auch bei Aldi und Lidl) ist das eher ein Grund für Über-Die-Kasse-Witzeleien, zumal dort auch häufig "Bürger mit Migrationshintergrund" sitzen.
    Die Geschichte mit dem Blaubeerkuchen.....
    Das Fischrestaurant war auf einer Ostseeinsel, die sich dafür rühmt guten Fisch zu haben -und es gab 3 Sorten: Butterfisch, Dorsch, und den anderen weiss ich nicht mehr. Wie gesagt, wir reden immer noch über den 'Grätenvorfall', der wo seinesgelichen sucht. Sogar unser Reiseführer (Merian)'warnte,' dass die Inselbewohner es ablehnen die Lakaien der Touristen zu sein (and that should say something).
    As for the rest, I give you my word as an officer that it was true.
    That being said, in den letzten Jahren hat sich der Service um einiges verbessert. Es gibt viele freundliche, nette Leute, trotz dem gelegentlichen Schock wie oben erwähnt.
  5. #394

    Kulturpessimisten

    Die deutsche Sprache beheimtatet so schöne Worte wie:
    Angst
    Weltschmerz
    Gestalt
    Schadenfreude
    Lebensabend

    Für diese Worte gibt es z.B. keine Übersetzung in der englischen Sprache daher benutzt man gleich das deutsche Wort. Aber es sagt halt auch sehr viel über die deutsche Kultur aus. Die Sprache hat halt auch einen sehr großen Einfluss auf die Psyche und es macht halt schon einen Unterschied ob man ständig "Have a nice day" oder "wie stellst du dir deinen Lebensabend vor? Hast du keine Angst vor der Rente?" hört. So was wird halt nicht von der OECD erfasst sondern nur wieviele Materielle Güter man hat.
  6. #395

    .

    Zitat von kyon Beitrag anzeigen
    Psychologisch betrachtet ist die deutsche Larmoyanz Ausdruck einer Egozentrik und Dekadenz.
    Die Deutschen schauen nicht über den Tellerrand hinaus und sind bezogen auf ihre herausgehobene Stellung in der Welt unzufrieden und undankbar.
    Ach so, die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit wird jetzt damit totgeschlagen, dass Menschen in anderen Ländern verelenden und hier nicht. Ist das jetzt die neue Propagandawaffe, um Missfallen gegen die Umverteilung von unten nach oben zu brechen?

    Vergessen Sie Ihre Hinterhofpsychologie. Mit Psychologie hat das nichts zu tun, es geht um Interessen.
  7. #396

    Lassen Sie doch mal die Kirche im Dorf!

    Viel schlimmer noch als das einschränkende deutsche "eigentlich" finde ich die Marotte von deutschen Journalisten und sonstigen Zeitgenossen, die nicht davon ablassen können, auf den eigenen Mitbürgern herumzuhacken. Diese seien Nörgler, Miesepeter und Schwarzmaler.

    Das deutsche "eigentlich" ist doch eine ganz vorzügliche Einrichtung - wenn man sie richtig versteht: Leider hat das Wörtchen in manchen Gegenden einen unglücklichen Bedeutungswandel erfahren - dort bedeutet es so viel wie die Verneinung dessen, was es behauptet, nämlich "eigentlich nicht". Während die eigentliche Bedeutung von "eigentlich" doch den inneren Kern einer Sache meint, das am allermeisten Eigene. D.h wenn wir Deutschen sagen, "eigentlich geht es uns doch recht gut!", meinen wir doch, dass es uns im Innersten und Wesentlichen gut geht, also trotz aller Widrigkeiten, die das Leben eben mit sich bringt.

    Das ist doch völlig OK. Das ist klug und lebensweise.
    Damit hadern nur miesepetrige deutsche Journalisten, die permanent an etwas herumnörgeln müssen, weil ihnen das Gespür für die eigentlichen Themen der Zeitgeschichte abgeht. Wahrscheinlich empfinden diese journalistischen Kleingeister das eigene Deutsch-Sein als peinlich oder gar minderwertig. D.h. diese nestbeschmutzenden grauen Zeitgenossen sind gleichzeitig die Subjekte und Objekte ihrer eigenen Miesepetrigkeit.

    Schade. Wo unser Land doch so viel zu bieten hat: den Menschen geht es gut, sie sind fleißig und dabei großzügig. Und übrigens in der Lage eine völlig unblutige Revolution (in der ehemaligen DDR) glücklich zu beenden - wo gibt es so etwas noch?

    Unsere Städte und Dörfer sind noch immer voller Kultur und Geschichte, die es zu entdecken gilt - trotz der immensen Zerstörung von Heimat durch die Hitler-Barbarei. Das Wetter ist ein Gesellenstück Gottes. Und es gibt das allerbeste Brot in der Welt und den allerbesten Weißwein, ohne die ich es in keinem Ausland dieser Welt allzu lange aushalten würde.
  8. #397

    geistig arm

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Ach so, die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit wird jetzt damit totgeschlagen, dass Menschen in anderen Ländern verelenden und hier nicht. Ist das jetzt die neue Propagandawaffe, um Missfallen gegen die Umverteilung von unten nach oben zu brechen?

    Vergessen Sie Ihre Hinterhofpsychologie. Mit Psychologie hat das nichts zu tun, es geht um Interessen.
    Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit an sich ist absurd.
    Was es nicht geben kann, sollte man redlicherweise nicht fordern.
    Wer nur seine materiellen Eigeninteressen im Kopf hat und sonst nichts, handelt menschlich verständlich, aber egozentrisch, und wer nicht seinen relativen Wohlstand im Vergleich zu früheren Zeiten und zu anderen Länder begreift, ist geistig arm.
  9. #398

    Definition Fehlanzeige

    Zitat von kyon Beitrag anzeigen
    Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit an sich ist absurd.
    Was es nicht geben kann, sollte man redlicherweise nicht fordern.
    Wer nur seine materiellen Eigeninteressen im Kopf hat und sonst nichts, handelt menschlich verständlich, aber egozentrisch, und wer nicht seinen relativen Wohlstand im Vergleich zu früheren Zeiten und zu anderen Länder begreift, ist geistig arm.
    Ich habe zig-mal versucht, von Politikern eine schlüssige Antwort au die Frage, was "soziale Gerechtigkeit" ist, zu erhalten. Bis heute ist mir dieser schwammige Begriff nie nachvollziehbar definiert worden. Da bleib ich dann lieber bei meiner eigenen Definition: Sozial gerecht geht es zu, wenn die einen zahlen und die anderen kassieren. Leider kassieren auch solche Menschen, die von ihren Voraussetzungen aus zu den Zahlern gehören müssten.
  10. #399

    ...

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Ich habe zig-mal versucht, von Politikern eine schlüssige Antwort au die Frage, was "soziale Gerechtigkeit" ist, zu erhalten. Bis heute ist mir dieser schwammige Begriff nie nachvollziehbar definiert worden...
    Da kann ich Ihnen nach logik-orientiertem Durchlaufen eines meinerseitigen Erklärungs-Selbstversuches ein wenig auf die Sprünge helfen.

    "Warum das linksdemokratische Konstrukt "Soziale Gerechtigkeit" wohlbegründet ist..."

    "Soziale Gerechtigkeit" bewahrt eine Demokratie vor dem fortwährend Resourcen vergeudenden Herumspringen zwischen unterschiedlichsten, extremistischen Systemvarianten!