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OECD-Studie: Lohn-Ungerechtigkeit in Deutschland wächst

DPADer deutsche Arbeitsmarkt trotzt bislang der Krise - doch für Millionen Beschäftigte verschlechtert sich die Situation. Die Einkommen driften laut einer Analyse der OECD bedenklich auseinander. Als Hauptgrund sehen die Experten, dass immer weniger Stellen an Tarifverträge gekoppelt werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843599,00.html
  1. #1

    Ist doch schön ...

    Ist doch schön und gewollt. Zuwanderer, die nichts gelernt haben, womit man in Deutschland etwas mehr Geld verdienen kann gibt es inzwischen reichlich. Diese (FDP-)Politik ist gewollt und die Saat geht jetzt auf. Was als nächstes kommt? Bitte einmal über den Teich schauen. In den USA gibt es schon lange Wanderarbeiter, die sich wie Sklaven verdingen und dort vorzugsweise aus Mittel- und Südamerkia stammen.
  2. #2

    Q

    [QUOTE=sysop;10527101]Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt bislang der Krise - doch für Millionen Beschäftigte verschlechtert sich die Situation. Die Einkommen driften laut einer Analyse der OECD bedenklich auseinander. Als Hauptgrund sehen die Experten, dass immer weniger Stellen an Tarifverträge gekoppelt werden.

    Deutscher Arbeitsmarkt: Einkommensschere öffnet sich immer weiter - SPIEGEL ONLINE
  3. #3

    Arbeitgeberverband

    Meines Wissens gibt es auch noch einen Zusammenhang: Unternehmen, die nicht im Arbeitgeberverband organisiert sind, sind auch nicht an Tarifverträge gebunden. Sehr oft hört man denn auch, dass Unternehmen ihren Arbeitgeberverband verlassen, weil sie der Meinung sind, sie könnten die vereinbarten Lohnerhöhungen nicht mehr lesiten.
    Das betrifft bei weitem nicht nur Minijobber, sondern auch Facharbeiter in der Metallindustrie etc.
  4. #4

    Tja, wird nur keinen unserer Politiker Interessieren!

    Solange die 5Millionen nicht jeden Abend auf die Straße gehen, wird das keinen interessieren, es sei denn er ist betroffen, die Einschläge kommen aber für alle näher! Tolle neue EU-Welt, wer hätte das gedacht das wir im 21 Jahrhundert moderne Sklaverei mitten in €uropa erleben, schuldig, CDUSPDFDPGRÜNE!
    Die haben es Warm und Trocken, nach nur zwei Jahren aktiv in der Politik, wird da eine Pension gezahlt, von der wir nach 45 Jahren nur träumen können!
    Aber was rege ich mich auf, die Märkte sind beruhigt, alles wird gut!

    Aufreger des Tages :

    ....... - 1.2 .... Nordseeöl ....... - 5.1 ..... Human-Resources ...... -0,8 ..... Gülle ........

    Da geht noch was! ;-)
    Geändert von ( um Uhr)
    Gruß unixV
  5. #5

    Nicht nur das es immer mehr Stellen gibt die außerhalb des Tarifes angesiedelt sind, auch die tarifgebundenen Stellen geraten immer mehr unter Druck. So sind die letzten Tarifabschlüsse der Chemiebranche alles andere als lobenswert, teilweise muss man schon froh sein das es nicht weiter abwärts geht. (die letzte Tariferhöhungen war eine effektive Erhöhung um ca. 2,8 %, die wird schon von der Inflation aufgefressen) Dazu kommen noch durch großzügige Öffnungsklausel gewiesse Beharrlichkeiten der Arbeitgeberseite hinzu. So wollen die Arbeitgeber ihre Versäumnisse der Personalentwicklung über Mehrarbeit und längere Lebensarbeitszeiten ausgleichen. Und das dies nicht schon genug ist will man eine neue Eingruppierung der Mitarbeiter (Runterstufung im Allgemeinen) erreichen. Dabei wären Höhereingruppierungen wegen erweiterten Arbeitsbereich und den nach unten delegierten Verantwortungsbereichen eher gerechtfertigt. So sieht die deutsche Wirklichkeit (denn in anderen Branchen sieht es nicht viel besser aus) aus.

    Cu.
  6. #6

    Na, dann ist es doch prima,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt bislang der Krise - doch für Millionen Beschäftigte verschlechtert sich die Situation. Die Einkommen driften laut einer Analyse der OECD bedenklich auseinander. Als Hauptgrund sehen die Experten, dass immer weniger Stellen an Tarifverträge gekoppelt werden.

    Deutscher Arbeitsmarkt: Einkommensschere öffnet sich immer weiter - SPIEGEL ONLINE
    ... dass unsere Rezepte zur Reform des Arbeitsmarktes jetzt auch den Ländern der EU-Südschiene angedreht werden sollen. Ungerechtigkeit ist einfach besser, wenn sie alle trifft ???

    Wobei ich das Fehlen von Tarifverträgen gar nicht schlecht finde - geben sie doch unmittelbar Audruck, wie stark sich der einzelne Arbeitnehmer um seine persönliche soziale Absicherung zu kümmern bereit ist: keine Gerwerkschaftsmitgliedschaft bedeutet eben keine Tarifverträge - wer das nicht als gegeben hinnimmt, hat die grundgesetzliche Tarifautonomie nicht verstanden. Selbst gewähltes Schicksal - also okay!

    Trotzdem geht es darum, dass der Gesetzgeber endlich aufgerufen ist, die Scham-Untergrenze unserer Arbeits- und Sozialordnung zu definieren: der einheitliche gesetzliche Mindestlohn muss her!!!

    Und natürlich die klare Feststellung, dass Zeitarbeit (befristete Verträge) eine gute Sache ist und Leiharbeit (gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung) auch. Dass aber das Zusammentreffen von Leih- und Zeitarbeit in einem Beschäftigungsverhältnis eine missbräuchliche Rechtsgestaltung darstellt!!!

    Zwei vergleichsweise kleine Sachen - und dann wuppt auch unser Arbeitsmarkt!
  7. #7

    Schwierig, das alles.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt bislang der Krise - doch für Millionen Beschäftigte verschlechtert sich die Situation. Die Einkommen driften laut einer Analyse der OECD bedenklich auseinander. Als Hauptgrund sehen die Experten, dass immer weniger Stellen an Tarifverträge gekoppelt werden.

    Deutscher Arbeitsmarkt: Einkommensschere öffnet sich immer weiter - SPIEGEL ONLINE
    Ein klein wenig schizophren ist die Studie schon. Zumindest kann jeder das lesen, was er will. Die Lohnschere ist natürlich ein Problem. Dies mit den fehlenden Tarifverträgen zu verbinden, kann man durchaus nachvollziehen. Dennoch ist die defacto Entmachtung der Gewerkschaften aber auch ein Grund, warum es eine solch geringe Erwerbslosigkeit in Dtld. gibt.

    Und auch das hat zwei Seiten: Gewerkschaften sind immer nur für Mitglieder dar. Die geringere Entlohnung von Leiharbeiten bzw. die schnellere Kündigung derselben z.B. bei VW ist sogar im Sinne der Gewerkschaft dort - werden die Mitglieder dadurch doch geschützt.
  8. #8

    ohne

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt bislang der Krise - doch für Millionen Beschäftigte verschlechtert sich die Situation. Die Einkommen driften laut einer Analyse der OECD bedenklich auseinander. Als Hauptgrund sehen die Experten, dass immer weniger Stellen an Tarifverträge gekoppelt werden.

    Deutscher Arbeitsmarkt: Einkommensschere öffnet sich immer weiter - SPIEGEL ONLINE
    Ich wette, die Wirtschaft kommentiert das so: Diese Ungerechtigkeit ist bedauerlich, aber nicht zu vermeiden. Wenn wir in diesen (naturgewollten? gottgewollten?) Zyklus eingreifen, ginge es uns wesentlich schlechter.
  9. #9

    Auch abschreiben will gelernt sein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt bislang der Krise - doch für Millionen Beschäftigte verschlechtert sich die Situation. Die Einkommen driften laut einer Analyse der OECD bedenklich auseinander. Als Hauptgrund sehen die Experten, dass immer weniger Stellen an Tarifverträge gekoppelt werden.

    Deutscher Arbeitsmarkt: Einkommensschere öffnet sich immer weiter - SPIEGEL ONLINE
    Tja, offenbar können die journalistischen Hilfskräfte bei SPON nicht mal mehr richtig abschreiben. Denn von der "Lohn-Ungerechtigkeit", von der laut Titel die OECD angeblich spricht, ist in dem verlinkten Text gar nicht die Rede. Dort wird auf "Ungleichheit" hingewiesen.

    Aus "Ungleichheit" so mir nix, dir nix "Ungerechtigkeit" zu machen, spricht für die Erfolge jahrzehntelanger Gehirnwäsche der Sozialromantik.

    Leider bleibt das wirkliche Problem der Langzeitarbeitslosigkeit, auf das die OECD abhebt, im Artikel dagegen unerwähnt. Wer mehr als 12 Monate bei uns arbeitslos ist, hat kaum noch eine Chance auf Wiedereinstieg. Die hat ohne Frage ihre Ursachen in einem immer noch zu starren Arbeitsrecht. Und das ist die eigentliche Ungerechtigkeit.


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