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OECD-Bildungsstudie: Deutschland nur befriedigend

DPAFast alle Vierjährigen gehen in die Kita - das ist die gute Nachricht. Doch bei den Bildungsausgaben liegt Deutschland weit hinten, ergibt eine Studie der OECD. Besonders dramatisch: Arbeiterkinder haben kaum Aufstiegschancen, viele bleiben sogar hinter dem Bildungsniveau ihrer Eltern zurück.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...855073,00.html
  1. #1

    Deutschland nur befriedigend

    Deutschland ist bekanntermassen schlecht aufgestellte. Die Leute sind nicht gut ausgebildet. Als Folge verbuchen wir, das deutsche Produkte im Ausland wegen der mangelnden Qualität nicht nachgefragt werden.

    Ja, es gibt leider immer noch kein Universitätsstudium für Automechaniker, wie z.B in den USA. Auch unsere Schreiner, Mauerer und Krankenschwestern sind nicht konkurenzfähig.

    Deutschland steht daher kurz davor, bei der EU Bildungshilfen zu beantragen.

    Wir fragen uns: was ist das Ziel? Sollen 80% der Leute einen akademischen Abschluss haben? Welche Fächer sollen das sein?
  2. #2

    Alles wie gehabt

    Also alles wie gehabt.

    Wenig Aufwärts-Mobilität durch Bildung, zu wenig Geld für Bildung und die Bildungspolitiker der Parteien, die ja alle irgendwo in der Verantwortung sind, sagen "Bei uns ist es doch prima. Man sollte nicht alles schlecht reden."

    Änderungen? Ansatzweise. Behutsam.

    Das grundlegende Manko der sozialen Ungerechtigkeit und Undurchlässigkeit wird ignoriert. Seit mindestens einem Jahrzehnt. Stattdessen wird gesagt: "Die faulen Schweine sollen halt mehr arbeiten und weniger fernsehen."
  3. #3

    Apfel- und Birnenstatistik

    Wie sagt man so schön: Es werden Äpfel mit Birnen verglichen. Alles in eine Statistik (und die sind generell zweifelhaft) reingepresst.

    Jeder kann frei entscheiden, welchen Bildungsweg er geht. Bei den meisten werden die Eltern bis zu einen gewissen Alter ein hohes maß an Einfluss haben, wenn diese sich nicht um ihre Kinder scheren kann auch der beste Staat nichts dagegen machen.

    Außer der Staat investiert noch mehr in Bildung, dann muss aber bei dem größten Posten, den Sozialausgaben, gekürzt werden.
    Und schon kommt die nächste Statistik über die furchtbare Armut in Deutschland...
  4. #4

    Bankenrettung...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast alle Vierjährigen gehen in die Kita - das ist die gute Nachricht. Doch bei den Bildungsausgaben liegt Deutschland weit hinten, ergibt eine Studie der OECD. Besonders dramatisch: Arbeiterkinder haben kaum Aufstiegschancen, viele bleiben sogar hinter dem Bildungsniveau ihrer Eltern zurück.

    OECD-Studie Bildung auf einen Blick: Schönes sattes Deutschland - SPIEGEL ONLINE
    ...ist viel wichtiger als die paar 100.000 Arbeiterkinder. Damit Deutschland in den selben US-Machtimperiumsstatus aufsteigen kann, muss ein Grossteil der Bevölkerung möglichst sehr blöd sein...
  5. #5

    Bildungsfeindlichkeit

    Ich würde mir wünschen, dass neben allen Statistiken und Studien ein Thema betrachtet würde, was meines Erachtens das Bildungsklima in Deutschland am allermeisten beeinträchtigt, und damit meine ich die starke Bildungsfeindlichkeit, teilweise quer durch alle Schichten.
    Dabei fällt vor allem auf, in welcher Weise sich die sogenannten bildungsfernen Schichten sich von den bildungsaffinen abgrenzen, nicht nur andersherum wie das immer beklagt wird. Wie geht man in der Familie mit einem lernbegierigem Kind um? Bedeutet es eine narzisstische Kränkung für den Vater, wenn der Sohn oder gar die Tochter klüger ist? Darf die Tochter Abitur machen? Wird das intelligente Kind unter weniger bildungsinteressierten Kindern als Streber tituliert und ausgegrenzt? Wie geht man mit Eltern um, die selbstverständlich für ihre Kinder die bestmögliche Bildungsinstitution suchen - selbst wenn es eine private ist?
    Die jüngere deutsche Geschichte kumulierte nicht umsonst in Bücherverbrennungen - und Verfolgung und Vernichtung von Menschen, die eine große kulturelle und intellekturelle Tradition haben. Danach der Sozialismus mit seiner Gleichmacherei... wehe, einer schert aus... heute kombiniert mit einem bigotten Christentum welches Demut predigt und freies Denken verhindert - und in der Gesellschaft wieder sehr präsent und raumgreifend ist.
    Solange sich in den Köpfen der Menschen nichts ändert wird auch das Bildungswesen nicht durchlässiger.
  6. #6

    Demokratie ist eben nicht für Alle da!

    Demokratie ist nur ein Wort
    "Frühkindlicher Erziehung funktioniert in Deutschland gut, sozialer Aufstieg nicht"

    Vetternwirtschaft, Verbindungen, Klüngel, Veerbung so erreicht man Aufstieg. Nicht durch Wissen, dass ist nur was für "Fachidioten".
    Die Chefsessel in Deutschland werden zu 75 % veerbt oder in Einflußbereich der Erbenfamilien gehalten.
    Was dabei herauskommen kann:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13487573.html

    Sehen Sie sich nur die Querverbindungen zwischen den Mächtigen an.
    Über dieses System hat der Adel schon über jahrhunderte Europa regiert.
  7. #7

    Titel:Deutschland

    Zitat von mischpot Beitrag anzeigen
    Demokratie ist nur ein Wort
    "Frühkindlicher Erziehung funktioniert in Deutschland gut, sozialer Aufstieg nicht"

    Vetternwirtschaft, Verbindungen, Klüngel, Veerbung so erreicht man Aufstieg. Nicht durch Wissen, dass ist nur was für "Fachidioten".
    Die Chefsessel in Deutschland werden zu 75 % veerbt oder in Einflußbereich der Erbenfamilien gehalten.
    Was dabei herauskommen kann:
    DER SPIEGEL*2/1991 - Stirbt langsam aus

    Sehen Sie sich nur die Querverbindungen zwischen den Mächtigen an.
    Über dieses System hat der Adel schon über jahrhunderte Europa regiert.
    Hallo,

    und in dem sinne auch normal! Wenn man die gschichte mal zurück schaut wird man bei kulturen die weit gekommen sind am ende auch diese sache dort vorfinden. Das nennt man dann wohl "spät römische dekadenz".
  8. #8

    Wenn wenige aus bildungsfernen Schichten aufsteigen, kann das zwei Ursachen haben.
    1. Die Aufstiegschancen sind sehr gering, d.h. egal wie intelligent jemand ist, der Aufstieg wird von aussen verhindert
    2. Die Aufstiegschancen sind sehr gut und die Gesellschft ist bereits nach IQ geschichtet. Da Intelligenz zum grossen Teil vererbt wird, verlassen die Nachkömmliche ihre jeweilige Schicht nicht.
    In Deutschland scheint eher Fall 2 vorzuliegen.
    All Kinder habe nicht nur das Recht gleichwertige Schulen zu besuchen, sondern sogar die Pflicht.
    Es gibt keinen Hindernissgrund ausser den eigenen Grenzen.
  9. #9

    Nichts verstanden

    Zitat von saxae Beitrag anzeigen
    Jeder kann frei entscheiden, welchen Bildungsweg er geht. Bei den meisten werden die Eltern bis zu einen gewissen Alter ein hohes maß an Einfluss haben, wenn diese sich nicht um ihre Kinder scheren kann auch der beste Staat nichts dagegen machen.
    Kinder können nicht frei entscheiden, das machen die Eltern. Ebenso fehlt Kindern der Weitblick Ihre Handlungen so zu reflektieren das Sie die Bedeutung für Ihre Zukunft erfassen könnten. Also bleiben die Eltern, wenn die aber selbst nicht können (2 Jobs und dann noch Oma pflegen), keine Ahnung haben, oder beides dann muß der Staat da eingreifen, schon aus volkswirtschaftlichen Gründen.


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