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"Occupy"-Proteste in Deutschland: Für eine Revolution ist es zu frisch

Jede und jeder darf mal ans Mikro: Die Demonstranten, die nach dem Vorbild der "Occupy Wall Street"-Bewegung vor deutschen Banken ausharren, sind eine bunte Truppe. Noch sind es wenige, aber*allmählich manifestiert sich*ein neuer Typus von Empör-Bürgern. Nur das Wetter könnte zum Problem werden.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...792557,00.html
  1. #40

    so sind se

    jaja, wie die Banker nämlich wirklich sind, zeigt dieser kurze Kurzfilm:
    http://www.sincityfilmaward.com/film...stenwoike.html

    unbedingt liken!
  2. #41

    Macht machts

    Zitat von schüttmen Beitrag anzeigen
    alle Konten bei Seiner Hausbank plündern.
    Da möchte ich einmal die Politiker sehen welche Argumente Denen dann Einfallen.
    Wir trauen uns nur nicht, weil uns die Medien eine Weltuntergangs Prognose einbläuen, die Macht aber währe Ihnen Entzogen und Endlich bei UNS.
    Also,
    erstmal bläuen uns die Medien keinen Weltuntergang ein, sondern sie schreiben mit allergrößtem Eifer eine "Occupy"-Bewegung herbei, die mangels Masse ja nur unter dem Mikroskop erkennen können. Jede Hare Krishna-Bewegung hat mehr Anhänger. SPON schrieb sogar was von "Generation Occupy" neulich - geht's eigentlich noch? Das kann ja durchaus noch was werden mit einer Bewegung, aber zunächst einmal ist es Wunschdenken und Herbeischreiben von ein paar Journalisten, die den Ethos Ihres Jobs bis heute nicht verstanden haben und das herbeischreiben wollen, was sie selbst für richtig halten - das nennt man dann Manipulation.

    Und was haben die Banken damit zu tun: Die verhalten sich genauso wieder jedes andere Unternehmen und (!) wie jeder Einzelne von uns. Im Rahmen der Gesetze nehmen wir uns, was geht - und jeder setzt auch gerne seine Möglichkeiten ein, soviel wie möglich zu bekommen.

    Ansprechpartner für solche Proteste ist einzig und alleine die Politik. Proteste vor einer Bank? Dafür, dass sie sich an Gesetze halten, die z.T. gerade von Schröder/Fischer/Eichel so gestaltet wurden, wie sie heute sind? Seit wann ist Gesetzestreue moralisch verwerflich? Die Gesetze mögen es sein, die das den Banken ermöglichen; dass jeder für seinen Vorteil kämpft ("Lobby"), ist völlig normal, das machen meine Kinder auch bei mir.

    Die Macht der Banken? Welche Macht denn? Die Macht liegt beim Staat und damit bei uns. Und wenn eine Mehrheit an den Bankengesetzen etwas ändern will, ist das bei jeder Wahl ganz einfach. Auch Herr Ackermann hat nur eine Stimme (hat er hier nicht mal als Schweizer...).
    Die Piratenpartei macht es gerade wieder vor wie vormals die Grünen, dass es ziemlich einfach ist, mit frischen Ideen in Parlamente zu kommen (auch wenn ich sie bestimmt nicht gut finde - ist aber gut für die Demokratie).

    Also Leute, nicht mit heißem Tee im kalten Zelt rumhängen und Parolen blöken, die keiner hört. Raus ins Geschäft, in die Parteien oder in neue Parteien, was auch immer und für Mehrheiten kämpfen. Die Grünen habens vorgemacht, die Piraten jetzt, alle gegen das "Establishment" - und selbst dumpfe Nazis schaffen es im Kampf "Viel Feind viel Ehr" (das war Satire!) in Parlamente.

    Aber bitte kein elitäres "naja, der Normalbürger ist halt zu blöd, deswegen wird er nie die richtigen wählen, deshalb müssen wir andere Mittel wählen". Wir alle sind Normalbürger!
  3. #42

    #33

    Ich stimme ein dass wir uns selber als Erde Bürger sehen müssen.Unsere Globalen Welt wird jeden Tag enger miteinander verbunden und zeigt uns,dass nur zusammenarbeit uns retten kann.Wieso haben wir die Euro wenn jedes Land eigene regeln anwenden kann? Wenn dass nationale egoismus überwunden werden kann,gibt es eine chance,nur gegenseitige hilfe kann uns vielleicht retten von eine tiefere Krise.
  4. #43

    Forderungen von Occupy

    "Was es derzeit zu verhindern oder zu erkämpfen gilt, ist den deutschen "Occupy"-Demonstranten weit weniger klar."

    Die Occupy Bewegung sind Menschen, welche ein bestimmtes Übel spüren, wobei die meisten nicht wissen, was die genaue Ursache ist. Das ist der Grund, weshalb sie keine Forderung artikulieren können.

    Die Banken sind die richtige Adresse für die Proteste. Ebenso Reichstag und Kanzleramt. Zwar haben die meisten Politiker keine Ahnung, dass ein einfacher Rechentrick die ganze Krise verursacht, doch einige wissen durchaus Bescheid und arbeiten mit den Bankstern Hand in Hand.

    Von Kritikern hört man immer wieder: Die Regierungen hätten die Schuldenmisere verursacht. Aber kann das sein? Alle Länder, welche an das Wirtschaftssystem der USA angeschlossen sind, von Australien bis Zypern, sollen über ihre Verhältnisse gelebt haben? Bundesländer, Städte, Unternehmen und Privathaushalte - A
    alle in Saus und Braus gelebt? Bullshit.

    Es ist unser System, welches alle Jahrzehnte auf Crash angelegt ist. Das haben auch prominente Vertreter unserer Zeit erkannt wie etwa der Insiderautor Dirk Müller: http://www.handelsblatt.com/finanzen...t/5204910.html

    Der Rechentrick der Banken, welcher alle Jahrzehnte zu einer nicht mehr zu lösenden Schuldenlast auf allen Ebenen der Gesellschaft führt, ist der Zinseszins. Jeder kennt das Spiel mit dem Reiskorn auf dem Schachbrett. Ebenfalls lohnt es sich, den "Josefpfennig" zu googlen. Der Zinseszins bewirkt ein exponentielles Wachstum von Schulden, für welche alle bezahlen, auch diejenigen, die garkeinen Kredit aufgenommen haben, denn die Zinsen sind natürlich auch in den Preisen und Steuern versteckt, die Staat und Unternehmen zurückzahlen müssen. Nur ist es aufgrund der Exponentialität unmöglich, die Schulden jemals zu tilgen. Hinzu kommt die Lizenz der Banken, Geld aus dem nichts zu schaffen, was das ganze noch verschärft.

    Die Ausmaße dieses Schuldensystems sind auf der gesamten Welt sichtbar. Ich empfehle dazu die Filme "lets make money" und "capitalism - a love story", in denen die Zerstörungskraft überaus deutlich werden.

    Bereits Aristoteles hat erkannt:
    "So ist der Wucher hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst. […] Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur."

    Auch in fast allen Religionen war der Zins verboten, aus gutem Grund. Die Gesellschaft gleicht einem Organismus, der Zins führt jedoch zu krebsartigen Wachstum, und zerstört am Ende den Organismus. Hinzu kommt die Lizenz der Banken, Geld aus dem nichts zu schaffen, was das ganze noch verschärft.

    Auch Wissenschaftler wie Bernd Senf haben dies erkannt und die Krise von heute bereits vor vielen Jahren, im schlimmsten Fall begleitet von Krieg und Zerstörung, vorausgesagt. Wollen wir wirklich in Krieg und Chaos untergehen? Oder lieber einen friedlichen Wandel auf der Basis der Vernunft schaffen, so wie Occupy es anstrebt !! Das Volk reicht den Politikern die Hand, nun ist es an ihnen, dieses Angebot anzunehmen und das Problem endlich an der Wurzel zu packen.

    Open your eyes:

    http://www.youtube.com/watch?v=Dc3sKwwAaCU

    http://www.youtube.com/watch?v=0xW3I...eature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=c0nW0OvNK_c
  5. #44

    Ignoranz oder doch Drogen?

    Es gehört ein erhebliches Maß dazu, nicht zu sehen, was uns da in die Sch... geritten hat. Es waren mitnichten die Banken, oder? Doch, ein paar Banken haben absoluten Schrott fabriziert: Deutsche Landesbanken sind seit Jahren von Misswirtschaft und Spekulation gekenntzeichnet. Die Deutsche Bank ist heute noch ein sehr potentes Unternehmen und es hat keine Milliardenhilfe bekommen und will auch in dieser Krise keine Geldspritze.

    Die Politiker haben seit Jahren eine Schuldenpolitik gemacht und die Gläubiger vorgeführt durch immer weiter sinkende Zinsen. Die Bürgen, also die Steuerzahler, werden genauso verarscht. Jahrelang wurden sie durch Staatsleistungen bestochen (Hartz IV, Kindergeld, Subventionen) und plötzlich soll es diese oder anderen tollen Leistungen nicht mehr geben. Den Banken, die die Staatsanleihen nicht mehr wollen, wird der schwarze Peter zugesteckt. Und das funktioniert gut, wenn man so viele fehlgeleitete Kleingeister beobachten kann, wie sie sich komplett entblöden, die FDP verschmähen, den Neoliberalismus hassen, Piraten, Grüne oder PDS wählen. Gerade diese Leute werden gerade vorgeführt, wenn sich die Politiker der Schuldenpolitik den Protest gewinnbringend kanalisieren wollen.

    Wenn man den Banken etwas vorwerfen darf: Sie haben Politikern Geld gegeben.
  6. #45

    Titel

    Zitat von Arion's Voice Beitrag anzeigen
    Lachhaft ist nur dass Sie nicht begreifen, dass Ackermann und Co. sich in die Politik einmischen, also Politik machen.
    Richtig. Die Banken haben der Schröder-Regierung Hartz IV in die Agenda geschrieben, genauso wie sie Atomausstieg, EEG, Abgeltungssteuer, Brennelementesteuer und natürlich auch 1-Euro-Jobs auf ihrer Initiative hin entstanden. Jeder weiß doch, dass die Deutsche Bank ihre Spekulanten billig vom Arbeitsamt holt und als 1-Euro-Jobber an die Finanzmärkte in Frankfurt und London platziert.

    Keine Frage: Es gibt Lobbyismus. Die Banken aber sind mitnichten die schlimmsten Branche. Die ganze Ökodreckbranche ist am stärksten vernetzt mit dem Staat, wenn 10 Mrd. Euro pro Jahr innerhalb des EEG umverteilt werden. Die Tabakindustrie hat auch einen großen Einfluss.

    Wir wären aber froh, wenn wir mehr Bankenlobbyismus hätten. Der kleine Lobbyismus, der stattfindet, hat auch damit zu tun, dass staatseigene Unternehmen keinen Lobbyismus betreiben müssen: Die Hälfte unserer Banken sind in Händen von Bunderländern. Das ist vergleichbar mit staatseigenen Tabakunternehmen. Ein solcher Staat wird kein Interesse am Raucherschutz haben, genauso wie viele Banken die Kunden über den Tisch ziehen. Natürlich muss man manches Geschäftsgebahren der Banken verurteilen, aber Leute mit Riesterverträgen über den Tisch ziehen, hat doch nicht die Finanzkrisen von 2008 und 2011 verursacht.
  7. #46

    'das ganze problem'

    Zitat von farview Beitrag anzeigen
    Es gibt keine "ökonomische Großkrise" - die Unternehmen stehen so gut da wie seit Jahren nicht und die Arbeitslosigkeit ist ebenfalls sehr niedrig. Es gibt nur eine Staatsschuldenkrise in den Euro-Peripheriestaaten und unsere Politiker fühlen sich verpflichtet, diese Schulden dem deutschen Steuerzahler aufzubürden, das ist das ganze Problem.
    was soll das heißen: 'die Unternehmen stehen gut da'? viele unternehmen in der kreditwirtschaft stehen gar nicht 'gut da'.
    doch dem auf simple gegensätze abgerichteten denken des 'einfachen steuerzahlers' und des notorischen 'gesellschaftsumwälzers' zerfällt die (ökonomische) welt halt gern in 'gut und böse'.
    'böse' sind traditionell 'das finanzkapital' oder 'die politik'. je nach ideologie wird die eine oder andere sphäre als 'grund allen übels' aus dem ökonomischen zusammenhang herausgelöst. das positive gegenstück bilden wahlweise der 'einfache bürger', 'das volk' (oder wenigstens die 'arbeitende bevölkerung') - kurz: 'wir' - und die sog. 'realwirtschaft', der prinzipiell unverdächtige urgrund des 'schaffens', der 'leistung' und der nationalen lebenskraft.
    doch tatsächlich hält sich das verständnis der komplexen bedingungen von krisenprozessen nach wie vor in grenzen.
    inwieweit die derzeitigen krisenerscheinungen ('finanzkrise', 'staatsschuldenkrise', 'euro-krise', 'griechenland-krise' blablabla) etwa ausdruck der anhaltenden 'wachstums'-krise der 'real'-wirtschaft sind, die nunmal zur ausweitung der verwertungsspielräume auf das riskante terrain der spekulativen geldwirtschaft drängt, kann niemand so genau sagen.
    nur die ottonormalexperten, 'antikapitalisten' und vwl-esoteriker plärren ihre 'wahrheiten' vom schlechthin 'schuldigen' an der krise ungefragt in die welt.
  8. #47

    Eine Frage der Stimmung

    In einigen Posts wurde darauf eingegangen, die Occupy-Bewegung (wenn sie denn eine ist) hätte keine echte Forderung und so recht auch kein wirkliches Ziel.
    Das stimmt zwar aber nur bedingt, da einige zumindest wissen, was sie stört.
    Das finde ich ok, nicht für, sondern gegen etwas auf die Straße zu gehen, ist allemal besser als seine Meinung gar nicht zu äußern.

    Ich empfinde es aber derweilen so, dass zur Zeit nur des Demnostrieren wegens demonstriert wird! Es ist einfach eine Stimmung die schon seit einiger Zeit spürbar ist, dass sich eine Unzufriedenheit mit allem breit macht. Man könnte fast sagen, die Gesellschaft ist auf Krawall gebürstet.

    Ich persönlich halte nicht viel davon, in Deutschland demonstrieren zu gehen, dafür haben wir (und wahrscheinlich auch die Demonstranten) einfach keine wirklichen Probleme (da mag es Ausnahmen geben, das verstehe ich, daher bitte keine entsprechenden antworten).

    Wieso ich das so sehe sieht man schon an den Initiatioren der Bewegung in Deutschland, nämlich ATTAC....ja die regen sich doch über alles auf, was irgendwie mit Geld zu tun hat....aus Prinzip, nicht aus Prinzipien!
  9. #48

    Selber nach den eigenen Forderungen handeln!

    Zitat von kassandra777 Beitrag anzeigen
    Es ist unser System, welches alle Jahrzehnte auf Crash angelegt ist. …. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst. ….
    Auch in fast allen Religionen war der Zins verboten, aus gutem Grund. Die Gesellschaft gleicht einem Organismus, der Zins führt jedoch zu krebsartigen Wachstum, und zerstört am Ende den Organismus. Hinzu kommt die Lizenz der Banken, Geld aus dem nichts zu schaffen, was das ganze noch verschärft.
    Beweisen Sie uns Ihren Glauben an Ihre eigene Thesen doch dadurch, dass Sie selbst noch heute griechische Staatsanleihen kaufen, - dass Sie heute noch mit Ihrem eigenen Geld so handeln, wie Sie es von anderen verlangen!
    Sie können dabei gerne auf Zinsen verzichten!








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