Politisch engagierte Menschen sind für jede Gesellschaft ein Gewinn. Aber was genau fordern die Occupier? Und was ist aus der guten alten Taktik des "rin ins System und von innen uffmischen" (frei nach "Sonnenallee") geworden?
Jede und jeder darf mal ans Mikro: Die Demonstranten, die nach dem Vorbild der "Occupy Wall Street"-Bewegung vor deutschen Banken ausharren, sind eine bunte Truppe. Noch sind es wenige, aber*allmählich manifestiert sich*ein neuer Typus von Empör-Bürgern. Nur das Wetter könnte zum Problem werden.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...792557,00.html
Politisch engagierte Menschen sind für jede Gesellschaft ein Gewinn. Aber was genau fordern die Occupier? Und was ist aus der guten alten Taktik des "rin ins System und von innen uffmischen" (frei nach "Sonnenallee") geworden?
Ich bekomme immer mehr das Gefühl,daß der sPoN seine Leser nicht mehr ernst nimmt.Diese ewigen "Dutzi-dutzi,dann revoltiert mal schön,vergesst die Pausenbrote nicht"Kommentare hängen mir mittlerweile so was von aus dem Hals...
Andererseits ist es ja genau das,was die Menschen auf die Staße treibt.Die Arroganz einer sogenannten "Elite"gegenüber den scheinbar machtlosen Millionen.
Hallo Spon,nochmal zum Mitschreiben: Es gibt noch keine konkreten Forderungen,weil wir noch im Brainstorming sind.
Zur Zeit werden Netzwerke gebildet,es finden Diskussionen statt.(Übrigens auch in festen,geheizten Gebäuden)
Sorry,daß es etwas länger dauert,aber wir rennen nunmal keiner Partei mit Programm und Statuten hinterher(auch wenn's einfacher wäre.)
Diskussionen laufen basisdemokratisch ab (Stichwort "Open Mic").
Das dauert halt etwas länger,zwischendurch werden auch immer wieder irgendwelche dogmatischen Spinner ihr Podium bekommen,trotzdem ist das die einzige Art in der diese Bewegung funktionieren kann.Denn Dogmen,"von-oben-herab-verordnen,Alternativlosigkeiten,Machtwörter...sind genau die Dinge die wir nicht mehr hinnehmen wollen.
Das Gefühl solidarisch und in gegenseitigem Respekt zusammenzuarbeiten kann auch Wärme spenden,da ist das Wetter dann nicht mehr ganz so wichtig.Einfach mal ausprobieren.
Bezeichnend fand ich übrigens in der letzten Printausgabe des "Spiegel" den Werbeflyer einer Investmentbank...
Schöne Grüße
Die Occupy Proteste sind sicherlich ein guter Anfang. Auch gut, dass hier direkt in den Städten und vor den Banken protestiert wird.
Das ganze hat nur einen Haken:
Es gibt keine direkten Ansprechpartner, an die sich die Proteste richten. "Die Banken" oder "Das Bankensystem" ist zu abstakt. Außerdem fehlt der Bewegung noch die Alterantive, für die sie sich stark machen wollen.
Die eigentlich logische Forderung muss die Forderung nach einem neuen Geldsystem sein. Abschaffung der EZB und aller privater Geldschöpfung und somit der Sturz des Bankenkartells Einrichtung eines staatlichen Geldschöpfungsmonopols.
… ja sicher, da ist es besser wenn man über die Leute lacht und sie belächelt. Und wenn der Narr die Wahrheit sagt, dann steht nicht die Wahrheit im Vordergrund, sondern der Narr. So einfach kann man es sich machen, wenn man Mainstream heißt und die Wahrheit für sich gepachtet hat, egal wie viele Lügen dabei unters Volk gebracht werden.
Setzen wir also ein Narrenstück oben drauf: „Occupy Wall Street – Banker und Politiker beraten über Niederschlagung der Proteste“ … Link und denken sie immer daran, auch wenn die umgesetzten Maßnahmen zum Teil real sind, es handelt sich immer noch um eine Verschwörungstheorie.
Es gibt keine "ökonomische Großkrise" - die Unternehmen stehen so gut da wie seit Jahren nicht und die Arbeitslosigkeit ist ebenfalls sehr niedrig. Es gibt nur eine Staatsschuldenkrise in den Euro-Peripheriestaaten und unsere Politiker fühlen sich verpflichtet, diese Schulden dem deutschen Steuerzahler aufzubürden, das ist das ganze Problem.
Der Protest geht in die richtige Richtung. Aber alleine das Problem erkennen heißt noch nicht, dass man eine Lösung hat. Die Linke hat nicht profitiert von der Krise.Manch ein Banker hat da bessere Lösungsvorschläge als so mancher Demonstrant oder gar Ideologe.Jeder ahnt: wenn es den Regierungen nicht gelingt, den Finanzmarkt zu bändigen und die Europäischen Staaten wieder fit zu machen wird eine schlimme Zeit auf uns zukommen, die mit dem heutigen Wohlstand nichts mehr zu tun hat. Aber Sozialismus/Kommunismus will auch niemand mehr. Es wird entscheidend davon abhängen welche Regeln für die Finanzmärkte geschaffen werden können.
Für seine Aktionäre das Maximum rauszuholen ist sein Job, man muss keinen Nobelpreis haben um das zu verstehen.
Dass sich die Politiker von Bankvorständen ins tägliche Geschäft reinreden lassen ist die Schuld der Politiker und nicht die der Lobbyisten.
Dass sich die Banken wg. der Sparereinlagen systemrelevant machen konnten - und dieses Geschäft mit dem Investmentbanking unter einem Dach - auch nach 2008 - weiterführen dürfen - ist ebenfalls Schuld der Politik, die sich geweigert hat aus der Bankenkrise die richtigen Schlüsse zu ziehen.
der bundesdeutschen Analphabetendemokratie, es ist nicht jedermanns Sache bei diesem Wetter zu zelten. Dafür bin ich zu alt :) Dazu braucht es die diesbezüglich robustere Jugend..herzlichen Dank an dieser Stelle.
Aber dies hier ist eine Demokratiebewegung ( occupyMerkel und Konsorten ), auch wenn ihr sie noch so sehr auf diffuse und inkompetente Bankenkritik reduzieren wollt.
Meinen Entschluss, am 15. Oktober auf die Strasse zu gehen, hatte ich bereits im Frühling getroffen. Democracia real ya hatte den Termin für weltweite Proteste vorgeschlagen, von occupy war da noch lange nichts zu lesen :)
Und eine DEMOKRATIEDISKUSSION braucht es dringend, nicht nur in Tunesien, Aegypten und in Spanien.
Offenes Mikrofon, Asambleas, Fluid Democracy, usw. sind Methoden, Demokratie wieder demokratisch gestalten zu wollen.
Dann klappts auch mit der Akzeptanz von Entscheidungen wieder :)
Ist glaube ich euer 2. Forum, das Kommentare zu OccupyIrgendwas ermöglicht, lieber SPON, sonst könnt ihr doch an einem Tag 20 Foren zum gleichen Thema eröffnen.
Vorbehalte, Anweisungen, Fehleinschätzung, Absicht ?
Eine Revolution ist ein Prozess..ein Prozess der ständig stattfindet. Der 15. Oktober hat lediglich viele Leute darauf aufmerksam gemacht. Die Sache ist unaufhaltbar. Sehr schöner Text dazu: http://the-babyshambler.com/2011/10/17/pamphlet15o/