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"Occupy"-Jubiläum in Europa: Tausende protestieren gegen Wirtschaftswillkür
DPAZum Jubiläum der "Occupy"-Bewegungen gehen in den europäischen Städten Tausende Menschen auf die Straßen: In Berlin tanzen Demonstranten unterm symbolischen Rettungsschirm, in Madrid lassen sie die Hosen runter - gegen die Sparmaßnahmen der Regierung.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...832862,00.html
- #1 12.05.2012 22:55 von
occupy
Jede Unterstützung für die, die gegen Gott Geld demonstrieren. Ich wünschte mir Millionen davon.
- #2 12.05.2012 23:04 von
Was hat man sich denn bitteschön genau unter "Wirtschaftswillkür" vorzustellen?
Bedeutet es, dass man in der Eckkneipe von heute auf morgen nur noch Altbier und kein Pils mehr bekommt? - #3 12.05.2012 23:53 von
So..
Es sollte sich von dem Gedanke getrennt werden, dass eine gute Ausbildung alleine keine Jobgarantie in der heutigen Zeit ist. Eine gute Ausbildung haben viele andere auch, mit denen konkurriert wird.
Es ist eher eine selbstverständliche Voraussetzung, aber keine Garantie. Angebot und Nachfrage. Viele eifern der vorherigen Generation nach, ein warmes Nest in einer Firma/Behörde bis zur Rente zu finden. Diese Zeiten sind vorbei. - #4 13.05.2012 04:25 von
Ein neues Wort: Wirtschaftswillkür.
Wenn Wirtschaft nicht mit Staat verbandelt ist, kann es keine "Willkür" geben. Denn dann bestehen Bedürfnisse in Form von "Nachfrage" und Angebot in Form von Dienstleistungen und Produkten.
Die einzige Willkür ist der Mehrheitswille der Menschen.
Gewalt und Willkür kommt dann ins Spiel, wenn der Staat seine Macht nutzt um zu steuern - wenn er glaubt, der Wille der Menschen, ihre Nachfrage, ist falsch ... dass sie nicht wissen, was Ihnen gut tut, oder man eine Gruppe der anderen vorziehen muss. Dann gibt es Subventionen, Steuern und Verbote. Zudem können sich Lobbys die Macht der Politik zu nutze machen - sich mit Gesetzen vor dem Druck der Nachfrage schützen.
Aber die Wirtschaft an sich übt keine Willkür aus. - #5 13.05.2012 05:03 von
- #6 13.05.2012 06:43 von
Wenn Milliarden an Steuergeldern dazu eingesetzt werden, den Banken ihre nächsten dekadenten Finanzpartys und ihre Boni zu sponsern, muss man sich nicht wundern.
- #7 13.05.2012 07:39 von
Ich find's immer putzig, wenn ein paar Tausend leute begeistert demonstrieren, weil jeder von ihnen einen "gesellschaftlichen Wandel" anstrebt, aber keiner von denen sagen könnte, welcher Wandel genau das denn wäre, der nicht nur ihn, sondern auch alle anderen Demonstranten antreibt.
Denn wenn das wirklich jemand wüßte und wenn die Idee die Leute tatsächlich einen würde und wenn es zudem realisierbar wäre, dann wären sie nicht auf ihren Freizeitfreiluftlauf angewiesen, sondern könnten das, was sie anstreben, mit den bestehenden demokratischen Mitteln durchsetzen. - #8 13.05.2012 09:15 von
Die Arbeitslosenzahl in Portugal liegt bei 19,8%.Diese Angabe von 15% wird seit vergangenem Jahr in der Europaeischen Presse veroeffentlicht und nicht korrigiert.Hinzu kommen die Leute ,die durch die Statistik fallen,weil sie auf Grund von Arbeitsvertraegen ueber 3 Monate,kein. Anrecht auf Arbeitslosengeld haben .Ausserdem werden staendig Kurse angeboten,deren Dauer 3Monate bis 6Monate betraegt.So wird die Arbeitslosenzahl verfaelscht,weil die Betreffenden nicht mehr beim Arbeitsamt gemeldet sind,sie ihre Unterstuetzung dennoch ueber die Teilnahme am Kurs erhalten...
- #9 13.05.2012 09:22 von
Zum Beispiel die Tatsache, daß keiner der Demonstranten mir sein Geld geschenkt hat. Das ist strukturelle Gewalt! Ich muß hier schuften, um mein Geld zu verdienen, nur weil diese Leute alle willkürlich entscheiden, mir ihr Geld nicht zu schenken.
Aber zum Glück streben sie ja alle einen gesellschaftlichen Wandel an. Ich auch, und der von mir angestrebte sieht so aus, daß jeder, von dem ich es wünsche, mir sein Geld schenkt. Wir sind uns also einig im Ziel, daß es einen gesellschaftlichen Wandel geben muß, und ich weiß schon jetzt, daß diese Leute alle für meine Ziele demonstriert haben. In den Details ist dann vielleicht noch etwas Feinabstimmung nötig, aber darum können wir uns kümmern, wenn die Leute mich erstmal an die Macht gebracht haben.
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