Oberpirat gegen Oberlinke: Freibeuter im Links-Check

DPAWie viel Linkspartei steckt in den Piraten? Um Gemeinsamkeiten auszuloten, trifft sich Linken-Chefin Katja Kipping mit dem Oberpiraten Bernd Schlömer zur Diskussion. Das Ergebnis fällt überschaubar aus. Bei Tiefrot-Orange passt wenig zusammen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...847898,00.html
  1. #1

    Selbstfindungstruppe

    naja, irgendwann wird auch dem wohlmeinendsten Wähler hoffentlich bewusst, dass mit dieser - von seinem Steuergeld finanzierten - Selbstfindungstruppe weder eindeutige Antworten auf Probleme noch eine halbwegs verlässliche und vorhersehbare Politik zu erwarten ist.
  2. #2

    Entwicklung

    Fahrscheinloser Nahverkehr
    Immerhin wird in der Presse nicht mehr fälschlicherweise vom "kostenlosen" Nahverkehr gesprochen - ein Fortschritt.

    Die Piraten werden in den nächsten Jahren wohl noch nicht reif für eine mögliche Regierungsbeteiligung sein, jedenfalls nicht auf Bundesebene. Es ist aber wohl auch für sie nicht das schlechteste, das Parlament erstmal von der Oppositionsbank aus kennenzulernen. Mir gefällt wie diese Partei sich entwickelt. Auf ideologischen Standpunkten beharren kann jeder, unter Einbeziehung der Basis pragmatische Lösungen erarbeiten, hingen nicht.
  3. #3

    "...Beide Parteien ziehen viele Protestwähler an..."!

    Das sagt doch im Wesentlichen alles, was es zu sagen gibt. Beide Parteien haben weder realistische Konzepte - oder auch nur Ideen. Und dennoch sind sie eine Alternative, um die "etablierten" Abzocker und geldgeilen "Volksvertreter" nicht wählen zu müssen, ohne die Stimme zu verschenken.

    Mir persönlich sind die Piraten dabei wesentlich sympathischer, als die Linke, denn sie kommen ohne "Rotlicht-Oskar", "IM-Gysi", "Ich-mag-Porsche-Ernst" und "Sahra-löschen-sie-das-Foto-von-mir-mit-Hummer" aus. Nicht, dass ich dem einen seine erotischen Kontakte und den Anderen ihre Lust am Luxus nicht gönne nur verabscheue ich die Doppelmoral, mit der gleichzeitig die Umverteilung herbeigebetet wird - selbstverständlich mit konkreten Ausnahmen (z.B. die genannten Personen).

    Andererseits ist natürlich klar, dass die Idee der Schwarmintelligenz an der Realität gegenwärtig scheitert. Doch danke zunehmender Isolation (Facebook, Twitter, etc.) besteht durchaus Hoffnung, dass das Individuum zu einer Zelle eine homogenen - und belanglosen - Organismus reuziert wird.

    Unter diesem Aspekt sind mir die Piraten dann doch lieber. Keine Ideologie, keine Kriege, kein Ehrgeiz, keine Ziele, etc. - das ist mir dann direkt noch lieber, als schwachbegabte Dogmatiker - mit dezentem Eigennutz.

    Natürlcih werden auch die Piraten in kurzer Zeit mutieren und der homogene Schwarm hat plötzlich doch "bessere" Zellen - also solche, die sich mit der Wirtschaft gut verstehen und Macht gar nicht soooooo schlimm finden. Doch bis es soweit ist, sind sie mir lieber, als das Gesindel im Bundestag, das täglich Vaterlandsverrat begeht.

    Und wenn sie schon nichts bewegen; so sorgen sie doch für Unterhaltung.
  4. #4

    ....

    Wieviel Piraten machen Liquid Feedback? 600 waren im Raum... sind es schon 1000?

    -Schlömer kann keine Meinung vertreten, weil er die Meinung der Basis vertritt.
    - Die Basis kann keine Meinung organisieren weil keine Strukturen dafür da sind.
    - Sind Strukturen da, wird es losgehen das nicht genügend mitmachen und die Legitimierung fehlt. Was man als Argument ja auch schon häufiger von Piraten zu hören bekommt.

    Wow! Die Legitimierung des nichtssagenden Politikerspeechs durch die Basis.
  5. #5

    So begann der Untergang der WASG...

    ... bei Parteigründung im Jahr 2005. Die PDS unterwanderte mit Hilfe von WASG-Leuten, die unbedingt sofort in den Bundestag wollten, die junge Partei WASG und löste sie auf - öffentlich nannte man es "Verschmelzung". Es geht um das Überleben der Linkspartei im Bundestag, die zur nächsten Bundestagswahl draußen bleiben wird. Im Jahr 2005 suchte man wen, um wieder in Bundestag zu kommen.
  6. #6

    Transparent...

    ...sollten auch die Meinungen der Politiker sein. Es ist doch dann ganz klar, dass er nicht unbedingt für die ganze Partei spricht. Es ist doch ganz klar, dass er nur einige aus seiner Partei damit vertritt, wenn überhaupt. Ist doch bei Katja Kipping nicht anders. SIe ist anscheinend für das BGE und Dr. Gregor Gysi nicht. Es gibt Isreal-kritische Stimmen in der Linken und Pro-Isreal-Vertreter zu denen man auch Katja Kipping zählen kann.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie viel Linkspartei steckt in den Piraten? Um Gemeinsamkeiten auszuloten, trifft sich Linken-Chefin Katja Kipping mit dem Oberpiraten Bernd Schlömer zur Diskussion. Das Ergebnis fällt überschaubar aus. Bei Tiefrot-Orange passt wenig zusammen.

    Berlin: Linken-Chefin Katja Kipping gegen Piratenchef Bernd Schlömer - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke die Schlömerfrage "Ist es besser wenn der Parteivorsitzende seine Meinung der Basis aufdiktiert" trifft den Kern der Sache. Denn die Antwort darauf muss "ja" lauten. Politiker sollen ihre Meinung vertreten, sie sollen hinter dem was sie fordern ernsthaft stehen. Selten genug ist es der Fall. Und natürlich sollten sie für ihre Position auch werben.

    Aber warum ist dies wichtig? Weil nur so der Bürger eine echte Wahl hat. Ein Parteivorsitzender ohne Meinung muss sich die Frage stellen: Aufgrund welcher Kriterien bin ich eigentlich gewählt worden? Wenn die Leute das was ich gut finde auch gut finden - vertrete ich dann die Mehrheitsmeinung nicht damit? Und wenn dem nicht so ist, was sind dann die anderen Gründe? Persönliche Sympathie?

    Ich denke jeder wird bestätigen dass die aktuelle Regierungsform noch jede Menge zusätzliche Bürgerbeteilung gebrauchen kann, und auch dass dies nicht der einzige Punkt ist. Aber die Lösung kann nicht sein in den Aussagen noch schwammiger als all die anderen zu bleiben und am Ende alles im Hinterzimmer auszumachen.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie viel Linkspartei steckt in den Piraten? Um Gemeinsamkeiten auszuloten, trifft sich Linken-Chefin Katja Kipping mit dem Oberpiraten Bernd Schlömer zur Diskussion. Das Ergebnis fällt überschaubar aus. Bei Tiefrot-Orange passt wenig zusammen.

    Berlin: Linken-Chefin Katja Kipping gegen Piratenchef Bernd Schlömer - SPIEGEL ONLINE
    Das ein guter Beitrag. Ich war am Anfang begeistert von den Piraten aber je mehr ich von denen höre und sehen desto mehr bin ich entäuscht. Wer denen seine Stimme 2013 gibt hat nix gewählt.

    Krieg er dann mehr oder weniger Europa? Krieg er dann Bankeregulierung oder Deregulierung? Kriegt er Mindestlohn oder kein Mindestlohn? Sorgen die Pirate mit dafür das die Bürger endlich mal profitieren von den Produktivitätssteigerungen der letzten Jahre oder nicht? Ect.

    Was nutzt liquid demokracy wenn sie für alles steht und sich nix traut. Deutschland braucht keine Verändungen in 20 Jahren. Es braucht Richtungentscheidungen jetzt. Die Wahlen 2013 sind für mich gefühlt die wichtigsten Wahlen seid Bestehen der BRD und ich habe das dumpfe Gefühl dank der Piraten kriegen wir wieder ne unseelige Groko die einfach nur den unseeligen Status Quo noch weiter zementiert.
  9. #9

    Piraten, hier habt ihr ein programm:

    Punkt 1 Raus aus dem Euro.
    Der einzige vorteil des Euros für deutsche ist, bei einem innereuropäischen urlaub kein Gerld mehr Wechseln zu müssen. Aber welcher deutsche hat noch Geld für einen Urlaub?

    Punkt2, Steuervereinfachung:
    Abschaffung ALLER Steuern. Nur eine einzige Transparente Steuer wird Eingeführt.
    Keine Umsatzsteuer, keine Öksteuer, keine 1000 sachen, die keiner versteht. aber: eine einnahmesteuer wird geschaffen.

    Diese besteiert ALLE einnahmen mit 50%. hört sich viel an, im endeffekt aber besser als jetzt.
    Unter diese Steuer fallen Löhne, Profite aus Warenumsätzen, profiten aus Dienstleistungsumsätzen. Nicht die Umsätze selbst.
    Haben wir nicht nen Hobbyökonomen, der das mal durchrechnen kann?