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Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart: Unterlegener Turner entschuldigt sich bei Kuhn
DPAFritz Kuhn und Sebastian Kuhn lieferten sich einen harten Wahlkampf um das Amt des Stuttgarter Oberbürgermeisters. Jetzt hat sich der unterlegene Turner bei Grünen-Politiker Kuhn entschuldigt. Kuhn hatte Turner einen "Schmähwahlkampf" vorgeworfen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-863256.html
- #1 24.10.2012 22:54 von
Eine faule Entschuldigung
"Ich rechne Ihnen hoch an, dass Sie einen persönlichen Angriff, den Sie vor Wochen gemacht haben, auf meine Bitte hin mit Rücksicht auf meine Familie nicht wiederholt haben." (aus dem Originalbrief in der WELT)
Der vergiftete Teil dieser Entschuldigung, impliziert er doch, dass es da irgend ein massives Foul von Kuhn gab, unfairerweise gegen Turners Familie und nicht ihn selber. Dazu noch der Zeitpunkt "vor Wochen". Das impliziert "Kuhn hat angefangen". Turner selber entschuldigt sich auch nicht für einen Schmähwahlkampf, sondern dass er bei Kuhn das Gefühl erzeugt habe, er könnte einer gewesen sein. Eine ehrliche Entschuldigung wäre an Fritz Kuhn gegangen und nicht in der WELT veröffentlicht worden, wo Sebastian Turner gelegentlich Artikel verfasst. - #2 25.10.2012 00:26 von
Dieser Mann ist einfach unglaublich. Anstatt dass er mal in sich geht und überlegt, was er denn wohl falsch gemacht hat (da gibt es eine Menge), kartet er jetzt wie ein beleidigter Junge nach. Und die überregionalen(!) Zeitungen bringen das auch noch.
Trotzdem vielen Dank an Herrn Turner. Er hat mit diesem Brief einen weiteren Grund gegeben, mit seiner Nicht-Wahl zufrieden zu sein. - #3 25.10.2012 03:29 von
Blamage für die Spätzle-Connection ...
Sehe ich genauso. Auch solche Floskeln "aber das brauche ich Ihnen nicht zu sagen" dienen nur der eitlen Selbstdarstellung. Wenn ich jemanden bitte, etwas zu tun, z.B. auf andere zuzugehen, dann mache ich es. Wenn nicht, dann brauchen Leser/innen keine hohlen Floskeln.
Ausgerechnet in Stuttgart. Hätte Turner wirklich etwas verstanden, wüsste er, dass gerade dort die Bürgerinnen und Bürger geübt darin sind, auf Zwischentöne zu achten und Worte sorgfältig zu wägen. Deshalb war Turners Wahlkampf wirklich kein Ruhmesblatt für seine Profession. Ist ja auch gut so! :-) - #4 25.10.2012 06:14 von
- #5 25.10.2012 08:39 von
- #6 25.10.2012 08:54 von
Nach einer Wahl lässt sich gut entschuldigen, klingt eh geheuchelt...
- #7 25.10.2012 09:27 von
Entschuldigungsrichtung
Das ist richtig unter der Voraussetzung, dass eine solche Attacke von Kuhn jemals stattfand. Während des Wahlkampfs fand in der Presse jedoch kein Ereignis Erwähnung, das dazu passen könnte und Sebastian Turner ist sicher nicht der Mann, der sich so eine Vorlage hätte durch die Lappen gehen lassen.
- #8 25.10.2012 10:01 von
- #9 25.10.2012 10:08 von
Unbewältigte Niederlage
Die Wahlniederlage hat er offensichtlich noch nicht verarbeitet und seine Position als Kolumnist der WELT soll ihm wohl dabei helfen. In einem Interview mit der selben Zeitung lässt er nichts unversucht die Wahl als Erfolg schönzurechnen:
"in den zehn größten deutschen Städten hat bei den letzten Wahlen nur ein bürgerlicher Kandidat ein besseres Ergebnis erzielt. 45 Prozent ist auch ein Sprung nach vorne von den 37 Prozent, die FDP und CDU bei der letzten Landtagswahl in Stuttgart gemeinsam erreicht haben."
"Es sind aber nur Einzelstimmen, die von einem Debakel reden – damit muss man bei ein paar Tausend Mitgliedern rechnen, sonst ist in der Partei etwas kaputt. Die Reaktion der meisten CDU-Mitglieder ist, dass sie vor einem Jahr so ein gutes Ergebnis nicht erwartet hätten."
Auf die Frage: Haben Sie schon mit der Kanzlerin gesprochen?
"Unser letztes Gespräch war bei ihrer Kundgebung hier in Stuttgart. Danach haben wir über 20.000 Stimmen dazugewonnen."
Sebastian Turner: "Arbeiter wählen CDU, Bildungsbürger eher Grün" - DIE WELT
Da stellt sich auch die Frage, wie wäre Sebastian Turner mit Abstimmungsniederlagen als OB umgegangen? Denn die bleiben in der Position nicht aus, da der Gemeinderat entscheidet und nicht der OB.
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