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Obamas Steuerplan: "Alle müssen ihren gerechten Anteil zahlen"
Drei Billionen Dollar - diese gigantische Summe will US-Präsident Obama in den kommenden zehn Jahren einsparen. Doch Kürzungen bei den Ausgaben will er nur zustimmen, wenn gleichzeitig die Steuern für Reiche steigen. Widerstand im Kongress ist ihm gewiss:*Die Republikaner verteufeln den Plan.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...787190,00.html
- #70 20.09.2011 09:26 von Jacky Thrilla
Armut kostet Geld
Ist vielleicht wirklich etwas dumm ausgedrückt, aber wer die Armen und Benachteiligten ausgrenzt und die Mittelschicht ausdünnt, darf sich nachher nicht über Aufstände, Plünderungen und Revolution wundern. Das beweist die Geschichte. Der Pöbel ist am Ende immer in der Überzahl!
Wir schimpfen uns doch (noch) Rechts- und Sozialstaat, oder? Gleiches Recht für alle, gleiche Pflichten für alle und die Armen, Alten und Schwachen bekommen Hilfe von den anderen, den Reichen, Jungen und Starken, ist das nicht so?
Nennen wir das nicht "Generationenvertrag", denkt man an die Rente, sagen wir nicht "Chancengleichheit", denken wir an die Bildung, usw?
Was aber, wenn die Leistungsstarken ihren Teil dieser Vereinbarung nicht einhalten, oder sich dieser Verantwortung entziehen möchten? In der Form, dass z.B. die Reallohnentwicklung seit den 90ern praktisch stagniert, andererseits die Reichen immer reicher werden und immer weniger der Steuerlast tragen? (Bevor wieder irgendwelche Geschichten aufgewärmt werden: Die Hauptlast der Steuer trägt die Mittelschicht, also das arbeitende Volk!)
Möchten wir uns als Gesellschaft, als Zivilisation nicht irgendwann mal weiterentwickeln? Möchten wir nicht irgendwann mal die Fesseln des Geldes abstreifen? Den nächsten Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung tun?
Möchten wir denn nicht, dass unsere Kinder noch freier in ihrern Entscheidungen sind, noch weniger vom Geld abhängig und sich noch freier entfalten können, als wir das konnten?
Was bedeutet es, wenn gerade junge Menschen keine Zukunftsperspektiven mehr haben? Egal ob Hauptschüler oder Akademiker? Was tun, wenn Geld haben oder nicht haben über Wohl und Wehe der persönlichen Zukunft entscheiden kann?
Warum machen wir uns nicht unabhängig davon, ob jemand Geld hat oder nicht? Warum nehmen wir das Geld nicht nur noch dafür her, Waren und Dienstleistungen zu entlohnen? Warum entkoppeln wir die persönliche Entwicklung der Menschen nicht vom Geld?
Jugendarbeit? Kostet Geld.
Bildung? Kostet Geld.
Familienhilfe? Kostet Geld.
Arbeitslosigkeit? Kostet Geld.
usw...
Armut? Kostet Geld.
Solange alles Geld kostet und wir diese Betrachtungsweise nicht verändern, wird sich nichts bessern. Wir müssen das Geld als das alles Beherrschende endlich überwinden.
Nichts gegen Reichtum, wer viel leistet, darf sich auch was gönnen und Geld anhäufen, nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Es wird nur irgendwann keine Rolle mehr spielen.
Utopische Grüße
JT - #71 20.09.2011 09:36 von freqnasty
....
Aber es ist nun mal Class Warfare. *shrug*
Allerdings wird die von den Republikanern betrieben, was diese natürlich völlig empört von sich weisen.
Wenn ein Warren Buffett sich darüber wundert, warum sein effektiver Abgabensatz nur 17% beträgt, und der seiner Sekretärin mehr als das doppelte, dann wird ein vernunftbegabter Mensch kein Problem damit haben, hier eine Gerechtigkeitslücke zu erkennen, es sei denn, man ist ein überzeugter Neofeudalist/GOP'ler.
Weiterhin dürfte jedem mit ein wenig Kombinationsgabe aufgefallen sein, daß zwischen dem Einsetzen des Haushaltsdefizits und den Bush-Tax Cuts eine "erstaunliche" zeitliche Korrelation besteht.
All diese Steuersenkungen sind komplett über Staatsverschuldung finanziert worden, und direkt in den Taschen der oberen 10.000 gelandet.
Da sind also Billionen von $ Joe Sixpack als Schulden aufgelastet worden, um den Reichtum von ein paar wenigen exorbitant zu vergrößern.
Merke: Umverteilung finden die Rechtsaußen durchaus klasse, solange nur die Richtung stimmt.
Jetzt, wo der Karren tief im Dreck steckt, kommen also diejenigen, die die breite Masse infam beklaut haben daher und schlagen vor, die sozialen Systeme zu kastrieren, weil der kleine Mann offensichtlich über seine Verhältnisse gelebt habe.
Die Dreistigkeit muß man erstmal haben...
Eigentlich sollte es der Regierung leicht fallen, die GOP zu demaskieren.
Denn die Politik, die die betreiben und fordern, produziert millionenfach Verlierer und nur ganz wenige Gewinner.
Alles was die Dems hinbekommen müssen, ist dem Durchschnitts-Teebeutel vorzurechnen, wie viel ihn die Umsetzung der republikanischen "Reformen" kosten würden.
Wenn die das hinkriegen(kann doch nicht so schwer sein), fällt die ganze rein auf PR und Buzzwords aufgebaute Tea Party Bewegung zusammen wie ein Kartenhaus. - #72 20.09.2011 09:37 von plleus
Begriffe
Diese Aussage ist schlichtweg falsch, es sei denn, Sie zählen die Durchschnittsverdiener zu den 'Reichen' (wie auch immer Ihre Definition von 'reich' aussehen mag).
Was für ein Unsinn, warum sollte er das tun?
Viele glauben es offensichtlich noch immer nich, das ist keine politische Krise, sondern eine strukturelle. Ein neuer Präsident wird das auch nicht ändern. Die Gesellschaft muß sich ändern. - #73 20.09.2011 09:38 von
- #74 20.09.2011 09:38 von
- #75 20.09.2011 09:41 von plleus
- #76 20.09.2011 10:03 von plleus
Begriffe
Urgumentieren Sie mit dem Begriff 'Steuern' endlich einmal sauber. Entweder Sie reden von Steuern oder von Einkommensteuern. Das sind riesige Unterschiede für die Betroffenen.
Seit wann ist denn das 'Gerechtigkeitsgefühl' des Menschen ein 'niedrigster Instinkt'?
Das Steuersystem ist m.E. für den Durchschnittsbürger nicht kompliziert. Bei Firmen etc. mag das durch die massenhaften Sonderregelungen anders sein.
Es ist in der Tat nicht nur ein Ausgabenproblem, entsprechende Einnnahmen müssen wohl schon da sein.
Wie wäre es z.B., wenn die US Firmen nun wirklich alle Steuern zahlen würden (wie hoch war der Anteil - 30%?). - #77 20.09.2011 10:12 von
?
Ich habe das mal "gegoogelt" und es schient zu stimmen. Der Höchststeuersatz ist zwar immer noch niedriger als bei uns, aber die unteren Bevölkerungsschichten kommen raltiv gut weg. Ich denke auch das hier eine Neidkampagne Obamas Image retten soll. Wirklich arm.
Für die Bevölkerung wäre es allerdings ein echter Fausthieb in die "Fresse" wenn Obama abdankt. - #78 20.09.2011 10:19 von
uduuf
Tja. Wer wie Sie seine Freunde wahrscheinlich bezahlen muss, um sie zu haben, wird wohl nicht mehr sehr viele Freunde haben, wenn das Finanzsystem ins Wanken gerät. Und dass Sie Waffen haben: Ja, schön für Sie. Aber die haben andere auch. Und im Gegensatz zu Ihnen haben diese anderen nicht viel zu verlieren.
Es ist das herausstechendste Merkmal dummer Menschen, dass sie in ihren Betrachtungen zuallererst von sich selbst ausgehen und aus diesem Grund andere Menschen erstmal persé für dumm halten.
Vie Grüße - #79 20.09.2011 10:25 von Demos
Die Augenwischerei betreiben sie!
Ein ehrlicher Vergleich sieht anders aus!
Z.b übers Einkommen:
Yuppie Millionär 5.000.000 $ Jahreseinkommen
vs.
100 Arbeiterfamilien mit je 50.000 $ Jahreseinkommen
Beide Seiten haben 5.000.000 $ Jahreseinkommen.
Wer glauben sie zahlt mehr Steuern und Abgaben?
Die 100 Mittelstandsfamilien oder der Yuppie?
Und nur so kann man es rechnen!
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