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Obama vs. Romney: Wahlkampf um Gerechtigkeit

AFPRick Santorum ist raus, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner heißt Mitt Romney. Jetzt geht es gegen Präsident Barack Obama. Der hat sich längst auf den Multimillionär und Ex-Unternehmer eingestellt und sieht gute Chancen, gegen ihn zu punkten - vor allem beim Thema soziale Gerechtigkeit.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826721,00.html
  1. #20

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Wie MÜSSEN gar nichts abbauen. Das Geld ist nämlich vorhanden - nur nimmt es der Staat nicht ein. Politisch so gewollt weil es nämlich nicht nur "linke" Weltverbesserer gibt, nein die rechten haben mit ihrer krankhaft übersteigerten "Freiheit" einen Generalangriff auf die Idee des Sozial- und Wohlfahrtsstaats eingeleitet. Und sie sind erfolgreich.
    ......
    Und - typisch deutsch - die gescheiterten Sozialexperimente der Angloamerikaner werden hier nachgemacht - vom Obersozi Schröder bis zu unserer Kanzlerin ihne Eigenschaften, vom dekadenten Spätrömer bis zu unsweren Elitegrünen. Neoliberales Gebrabbel auf allen Kanälen.
    Stimmt, wir MÜSSEN nichts abbauen, aber wir sollten!
    Und das hat nichts mit Verunglimpfung von Arbeitslosen zu tun, sondern auch mit Gerechtigkeit und Respekt.
    Lieber für anständige Arbeit (von der man auch leben kann) sorgen anstatt H4 zahlen!

    Der Ausbau des Sozialstaates verwaltet die Massen, nimmt Motivation etc. Und nicht nur die Motivation der Arbeitslosen, oder warum gibt es bei uns so wenig Gründer und so viele Beamte, weil wir mangels Anreiz auf staatliche All-Inclusive Versorgung geschalten haben! Und die Ansprüche steigen, wo steht es, dass jeder das Rechts auf 3 wochen All-Inclusive Urlaub auf den Malediven hat?

    Als die Sozialleistungen geringer waren, gab' es weniger Arbeitslose und Mehr Geld auch und besonders für die "kleinen Leute". Erst mit dem Ausufern des Sozialstaates wurden wir alle faul. Jede Grupe (egal ob rechts oder links) will erstmal Geld vom Staat, das den wirklich Bedüftigen gehört und zusteht.

    Und BTW: Da man auch Steuerhinterzieher am wickel hat, haben die Steuerfahnder ja die anzeigen aus der Schweiz, wenn's ums Geld geht, versteht unser Staat keinen Spaß!
  2. #21

    alles am Geld von Romney festzumachen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rick Santorum ist raus, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner heißt Mitt Romney. Jetzt geht es gegen Präsident Barack Obama. Der hat sich längst auf den Multimillionär und Ex-Unternehmer eingestellt und sieht gute Chancen, gegen ihn zu punkten - vor allem beim Thema soziale Gerechtigkeit.

    Obama vs. Romney: Zweikampf um Gerechtigkeit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ist zuwenig. Auch Obama hat vorher - und jetzt erst Recht nicht - am Hungertuch genagt :)

    Ich halte Obama nichts destoweniger für das kleinere Übel. Aber entscheiden müssen a) nicht wir, sondern die Wähler der USA und b) hat auch Obama sehr, sehr viel versprochen ... ich meine vor seiner Präsidentschaft ...

    aber so ist bei den Politikern: "Was schert mich mein Geschwätz von gestern" ...
  3. #22

    Was bedeutet sozil gerecht ?

    Zitat von EspritCritiqueM Beitrag anzeigen
    Mag ja sein, dass das alles wünschenswerte Ziele sind. Aber was hat das mit Gerechtigkeit zu tun? Ist es ungerecht, wenn Sie gesünder sind als ich? Vielleicht weil Sie mehr Sport machen oder sich besser ernähren? Ist es ungerecht, wenn ich in Schule, Ausbildung oder Studium scheitere, weil ich einfach die Anforderungen nicht erfülle? Welche Art von Freiheit und Gleichheit meinen Sie? Es gibt zig Definitionen für beide Begriffe, die keineswegs deckungsgleich sind. Welche Art von Arbeit meinen Sie?

    Sie sind genauso "präzise" wie der Artikel und der Begriff der sozialen Gerechtigkeit. Hört sich gut an, besagt aber überhaupt nichts. Auch Journalisten sollten etwas genauer schreiben, was sie eigentlich meinen - Foristen gelegentlich auch.
    Eine zutreffende und umfassende Definition von "sozialer Gerechtgkeit" kann ich nicht liefern, wohl aber sagen was z.B. damit gemeint und nicht gemeint ist.
    Nicht gemeint ist mit "sozialer Gerechtigkeit" natürlich die Gleichheit in Besitzstand und Einkünften, das ist noch nicht mal in der kommunistischen Utopie so vorgesehen.
    Nicht gemeint, weil unrealisierbar, ist auch vollkommene Chancen-gleichheit von Kindern und Jugendlichen bei Bildung und Ausbildung (Kinder aus bildungsfernen Schichten sind bei gleicher Intelligenz und Begabung immer gegenüber ihren Mitschülern benachteiligt, bei denen sich die Eltern um die Kinder sehr bemühen. Das könnte nur vollkommen ausgeschaltet werden, wenn alle Kinder in staatlichen Internaten erzogen würden; dies wünschen wohl die allerwenigsten).
    Zur "sozialen Gerechtigkeit" gehört aber, dass Anstrengung belohnt wird. Und zwar die Anstrengungen, von der die Allgemeinheit auch profitiert z.B. als in der Produktion Tätiger oder als Dienstleister in unterschiedlicher Form (aber nicht z.B. als Profipokerspieler oder Zokker an der Börse, wobei beides mit großem Zeitaufwand u.großer nervlicher Belastung verbunden sein kann). Und Anstrengung für nützliche Tätigkeit sollte mehr belohnt werden als Kapitalertäge aus Vermögen, d.h.niedriger Steuersatz für Geld aus Arbeit gegenüber dem Steuersatz für Kapitalerträge. In den USA scheint scheint es wohl gerade umgekehrt zu sein (Kapitalerträge werden niedriger besteuert). Und ziemlich ungerecht ist es, wenn das System es ermöglicht, dass bei einem ererbten größeren Vermögen dieses ohne eigene Anstrengung und trotz größerer jährlicher Geldentnahmen stetig wächst und die Distanz zu jemanden, der nichts geerbt hat und nur malocht immer größere wird.
    Wenn das System der Steuergesetze so geändert wird, dass dies nicht mehr möglich ist, bedeutet dies überhaupt nicht einen Schritt in Richtung Gleichmacherei. Derjenige, der sich anstrengt und dabei viel Nützliches herauskommt, bekommt natürlich mehr Wohlstand als einer, der sich nicht so anstrengen will, oder auch nicht kann oder auch trotz Anstrengung nicht viel zustande bringt (wegen mangelnder Belastbarkeit, geringer Qualifikation und...), wobei es aber natürliche einen Bonus für den guten Willen, d.h. die gezeigte Mühe geben muss.
  4. #23

    Vielleicht, dass Leute mit weitergehendem

    Zitat von gzsz Beitrag anzeigen
    Kann mir einer sagen warum wir täglich irgendeine völiig
    uninteressante Meldung über den Wahlkampf in denUSA
    über uns ergehen lassen müssen?

    Ist das zum füllen der Seiten? Wenn überhaupt wird es doch erst
    zur Wahl interessant, oder?
    Interesse als Sie an der Weltpolitik und der Politik der (derzeitig immer noch) führenden Macht der westlichen Welt im Gegensatz zu Ihnen durchaus daran interessiert sind, was Sie in Zukunft von besagtem Land zu erwarten haben und aufgrund dessen, dass sie sich auch bisher über die Politik der USA informiert haben, in etwa abschätzen können, was bei dem einen oder dem anderen Kandidaten auf Sie zukommt?

    Die Tatsache, dass Sie scheinbar politisches Interesse sowie Ihren Anteil an der Politik auf den Wahltag und das einmalige Malen eines Kreuzchens auf (in unserem Land) 4 Jahre reduzieren, muss ja nicht für alle Leser zutreffen.

    Im übrigen hindert Sie doch niemand daran, diese für Sie uninteressanten Artikel einfach nicht zu lesen.

    Helmchen
  5. #24

    Es ist gerade eine halbe Stunde vergangen, seitdem sich Rick Santorum aus dem Rennen genommen hat. Eine halbe Stunde, seitdem nun definitiv klar ist, dass die Republikanische Partei mit dem Multimillionär Mitt Romney als Präsidentschaftskandidat in den Wahlkampf ziehen wird. Und eine halbe Stunde, seitdem Barack Obama weiß, wer im Herbst sein Gegner sein wird.
    Hab ich etwas verpasst, oder hat Romney etwa seine 1144 Stimmen schon gesammelt? Newt und Ron sind doch auch noch im Rennen. Nicht alle Deligierten sind im Falle, dass Romney die Zahl nicht erreicht, an das Vorwahlergebnis gebunden. Also keine Falschmeldungen, bitte.
  6. #25

    Ja und?

    Zitat von EspritCritiqueM Beitrag anzeigen
    Es ist ja klar, dass der Spiegel Obama und nicht Romney unterstützt. Gleichwohl ist es schon seltsam, dass letzterer zuletzt nur als Multimillionär bezeichnet wurde (was Obama ebenfalls ist, ohne, dass er als solcher bezeichnet würde - seltsame Zensur). Die Schweiz ist keine Steueroase. Und einen 250-Milliarden-Mann würde ich ja auch gern kennen lernen. M. E. bewegen sich Slim und Gates bei 60 - 70 Mrd. und sind die reichsten Männer der Welt. Also bitte: Recherchieren oder redigieren Sie doch ein wenig besser. Und wenn Sie schon einen hohen politischen Anspruch erfüllen wollen: Erzählen Sie doch bitte mal, was "soziale Gerechtigkeit" überhaupt sein soll. Ich kann kein schlüssiges Konzept erkennen. Außer natürlich, dass Journalisten meist links-grünen Ideen folgen. Aber das reicht leider nicht.
    Was ist so schlimm daran?
    Die Republikaner würden die USA doch nur hinrichten.
    Und die halbe Welt gleich mit.
  7. #26

    Soziale Gerechtigkeit in den USA und Deutschland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rick Santorum ist raus, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner heißt Mitt Romney. Jetzt geht es gegen Präsident Barack Obama. Der hat sich längst auf den Multimillionär und Ex-Unternehmer eingestellt und sieht gute Chancen, gegen ihn zu punkten - vor allem beim Thema soziale Gerechtigkeit.

    Obama vs. Romney: Zweikampf um Gerechtigkeit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die riesige amerikanische Unter- und Mittelschicht wäre von allen guten Geistern verlassen, wenn sie Multimilliönar Romney zum Präsidenten wählen würden. Selbst wenn Romney sein ganzes Vermögen für diffamierende Werbung und miese Gehirnwäsche einsetzen würde, käme dabei kein Sieg heraus.

    Das grosse soziale und politische Thema der USA ist aufgrund der gigantischen Kluft zwischen reicher Minorität und armer Majorität selbstverständlich soziale Gerechtigkeit - wie übrigens auch in Deutschland. Dabei ist die Steuergerechtigkeit ein zentraler Punkt.
    Es ist nicht nur ein Witz, sondern eine bodenlose Unverschämtheit, wenn US-Milliardäre und -Multimillionäre gerade mal 15% Steuern bezahlen. Wenn in Deutschland grosse Kapitaleigner gerade mal 26% auf ihre Kapitaleinnahmen zahlen, ist das ebenfalls viel zu wenig.
    Die Kapitalertragssteuer muss unbedingt mit der Höhe der Erträge steigen, progressiv, wie man es von der Einkommenssteuer kennt.

    Was Obama und seine Demokraten in den kapitalistischen USA fordern, wird bei uns von der Linkspartei gefordert, die freilich von den Mainstream-Parteien und ihren Medien nach Kräften diffamiert und bekämpft wird. So gesehen spielen sie hier die Rolle der neoliberalen US-Republikaner, den Bütteln des Grosskapitals. Wenn das nicht ein übler Treppenwitz der Geschichte ist!
  8. #27

    Sozialstaat umsonst

    Zitat von jokra Beitrag anzeigen
    und nochmal zum europäischen sozialstaat:
    kein europäisches land leidet an seinem sozialstaat.
    sie leiden an ihrer zu hohen verschuldung.
    .
    Dieser Satz hat in etwas das gleiche Niveau wie dieser; "Atomkraft nein danke, mein Strom kommt aus der Steckdose"

    Die Verschuldung entstand im wesentlich dadurch, dass die verteilten Wohltaten kreditfinanziert wurden.

    "Nach dem vom Bundeskabinett verabschiedeten Haushaltsentwurf für 2011 wurden 80,1 Milliarden Euro für die Gesetzliche Rentenversicherung eingeplant. Dies entspricht 26,1 Prozent und damit mehr als ein Viertel des gesamten Bundeshaushalts. Wie das Bundesfinanzministerium herausstellte, ist der Zuschuss zur Rentenversicherung in den letzten Jahrzehnten permanent gestiegen. Vor 25 Jahren betrug der Anteil des Bundeshaushalts, welcher für die Gesetzliche Rentenversicherung aufgewendet wurde noch 13,0 Prozent."
  9. #28

    Zitat von jonny_68 Beitrag anzeigen

    Als die Sozialleistungen geringer waren, gab' es weniger Arbeitslose und Mehr Geld auch und besonders für die "kleinen Leute". Erst mit dem Ausufern des Sozialstaates wurden wir alle faul.
    Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität. Als würde es weniger prekäre Angestelltenverhältnisse geben, wenn die Sozialleistungen gekürzt würden.

    Es gibt seit Jahren die Umverteilung von unten nach oben in Deutschland. Dass dies so selten thematisiert wird, liegt an den Eliten unseres Landes, die eben auch die Medien kontrollieren.
  10. #29

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Dieser Satz hat in etwas das gleiche Niveau wie dieser; "Atomkraft nein danke, mein Strom kommt aus der Steckdose"

    Die Verschuldung entstand im wesentlich dadurch, dass die verteilten Wohltaten kreditfinanziert wurden.

    "Nach dem vom Bundeskabinett verabschiedeten Haushaltsentwurf für 2011 wurden 80,1 Milliarden Euro für die Gesetzliche Rentenversicherung eingeplant. Dies entspricht 26,1 Prozent und damit mehr als ein Viertel des gesamten Bundeshaushalts. Wie das Bundesfinanzministerium herausstellte, ist der Zuschuss zur Rentenversicherung in den letzten Jahrzehnten permanent gestiegen. Vor 25 Jahren betrug der Anteil des Bundeshaushalts, welcher für die Gesetzliche Rentenversicherung aufgewendet wurde noch 13,0 Prozent."
    Naja, wenn man sich mal ansieht, welche Löcher Konjunkturpakete und Bankenrettung in die Haushalte der wirtschaftsschwächeren Länder gerissen haben, kann man auch anderer Meinung sein.

    Und in Deutschland ist es so, dass man denen, die viel haben, in den letzten Jahren jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat. Man hat ihre Depots gerettet, ihre Firmen und obendrein nach Gutdünken die Spitzensteuersätze gesenkt.

    Deutschland hat seitdem ein Einnahmenproblem. Nun so zu tun, als wäre es die Hauptursache für die Schulden, dass wir unsere Rentner mit Geld zuschütten, ist eine perfide Strategie, die von solchen Bonzenclubs wie der INSM oder dem Steuerzahlerbund ausgehen, denen man aber nicht auf den Leim gehen sollte.

    Leider sind in D. viele Menschen entweder noch zu satt, zu bequem, zu müde oder aber zu dumm und darum bleiben die Straßen noch leer.








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