Obama vs. McCain: Wie die Kandidaten Amerikas Wirtschaft erneuern wollen

Steuerreform schlägt Irak-Politik: Im US-Wahlkampf spielen Krieg und Diplomatie bestenfalls die zweite Rolle. Barack Obama und John McCain versuchen vor allem, mit Wirtschaftsthemen zu punkten. Aber wofür stehen die Kandidaten? Volkswirt Willi Semmler vergleicht ihre Programme.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,559385,00.html
  1. #10

    erschreckend...

    ...wie sehr linke Theoretiker heute wieder Einfluss haben. "Steuern", "Begrenzen", "Besteuern", "Einfluss nehmen" - wie oft soll das linke Experiment nnoch scheitern? Und die Presse beteiligt sich ueberall wieder fleissig mit an dem Modell, indem sie "Krisen" herbeischreibt und dummes Zeug verbreitet.

    Die Wirtschaftspolitik gepraegt von Freihandel und niedrigen Steuern war die erfolgreichte der Geschichte. Die Staaten, die mehr davon betrieben haben, waren erfolgreicher - die die in die andere Richtung gerudert sind oder den Status Quo erhalten haben, stehen heute nicht gut da (z.B. Deutschland...). Von der Regierung Bush haette ich mir lediglich noch weniger Einmischung gewuenscht (also z.B. kein Medicare D oder diesen albernen Stimulusscheck, den ich die Tage in der Post hatte).

    Obama will das offenbar alles kaputt machen. Leider traue ich aber auch McCain nicht ueber den Weg, da der in der Vergangenheit zu oft mit linken Ideologen gemeinsame Sache gemacht hat. Dem traue ich auch Handelsschranken, Steuererhoehungen und massive staatliche Einmischung bei irgendwelchen wirtschaftlichen "Krisen" zu. Jemand der "McCain-Feingold" zu verantworten hat, wird sicher kaum fuer libertaere Ziele eintreten.
  2. #11

    Wie es Euch gefaellt

    Zitat von jensadolf Beitrag anzeigen
    Ich denke so: Ob der eine gewinnt oder der andere, ob die eine Klasse oder die andere, ob Rep oder Demokraten. Oben bleibt oben Reich bleibt Reich arm bleibt arm. Das ist die grundlegende Geschichte in Amerika. Es werden zuerst bedient die die Geld für den Wahlkampf gegeben haben....
    Wie man es gerade im Propagandakrieg braucht: mal sind die Amerikaner alle "satt", fett und traege - dann wieder hungern "Millionen". Mich wundert eigentlich, dass bisher niemand diese "Studie" der New York Food Bank von vor ein paar Tage aufgegriffen hat. Das war so ziemliche das dreisteste und verlogenste, was ich seit langem in der Presse gesehen habe.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,559673,00.html

    Ansonsten kann man gerade von den USA nicht behaupten, dass "arm" arm bleibt und "reich" reich. Es finden staendig grosse Bewegungen zwischen den Schichten statt. Deutlich mehr jedenfalls, als in den euroaeischen "Sozialstaaten", wo das "arm" bleiben ja Teil der Staatsraison ist - nicht, dass es entsprechend falsch gesetzte "sozialstaatliche" Akzente nicht auch in den USA gaebe (was u.a. die Absurditaet der "Studie" oben aufzeigt). Auch hier muss naemlich niemand hunger: wer es tut ist entweder magersuechtig oder aus anderen Gruenden selbst schuld. Dass die Wahlkampfstrategen aber jetzt mittlerweile soweit gehen, den Leuten diese Geschichten wieder einzureden, ist schlicht frech. Gerade die aermeren Schichten haben in den letzten Jahren riesige Zugewinne bei Loehnen und Austiegschancen gemacht. Aber das gefaellt den Democrats ueberhaupt nicht, weil vom Staat abhaengige Waehler (und nicht-Waehler) eben viel leichter unter Kontrolle zu bringen sind. Denen passt es ueberhaupt nicht, dass in den letzten Jahren sehr sehr viele einkommensschwaechere Leute Haeuser gekauft haben und den Immobilienbesitzstand in Amerika auf ueber 60% (!) bewegt haben. Da kommt die derzeitige Konsolidierung gerade recht. So ein armer "Benachteiligter" ist denen naemlich viel lieber in einem Ghettowohnblock ("sozialer Wohnungsbau fernab der Vororte, wo diese Obamawaehler(innen) wohnen) untergebracht, als wenn diese ploetzlich als Hausbesitzer Interessen (!) und Eigenverantwortung entwickeln. Ergo muss man jetzt ganz schnell ein "Rettungsprogramm" fuer die einrichten, die sich mit gewagten Krediten uebernommen haben.

    Ach ja: vielleicht koennen Sie mir mal erklaeren, wie man in der heutigen Gesetzeslage mal eben so derart grosse Summen an Kandidaten spenden kann...
  3. #12

    schöne Welt...

    Zitat von libertarian Beitrag anzeigen
    Wie man es gerade im Propagandakrieg braucht: mal sind die Amerikaner alle "satt", fett und traege - dann wieder hungern "Millionen". Mich wundert eigentlich, dass bisher niemand diese "Studie" der New York Food Bank von vor ein paar Tage aufgegriffen hat. Das war so ziemliche das dreisteste und verlogenste, was ich seit langem in der Presse gesehen habe.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,559673,00.html

    Ansonsten kann man gerade von den USA nicht behaupten, dass "arm" arm bleibt und "reich" reich. Es finden staendig grosse Bewegungen zwischen den Schichten statt. Deutlich mehr jedenfalls, als in den euroaeischen "Sozialstaaten", wo das "arm" bleiben ja Teil der Staatsraison ist - nicht, dass es entsprechend falsch gesetzte "sozialstaatliche" Akzente nicht auch in den USA gaebe (was u.a. die Absurditaet der "Studie" oben aufzeigt). Auch hier muss naemlich niemand hunger: wer es tut ist entweder magersuechtig oder aus anderen Gruenden selbst schuld. Dass die Wahlkampfstrategen aber jetzt mittlerweile soweit gehen, den Leuten diese Geschichten wieder einzureden, ist schlicht frech. Gerade die aermeren Schichten haben in den letzten Jahren riesige Zugewinne bei Loehnen und Austiegschancen gemacht. Aber das gefaellt den Democrats ueberhaupt nicht, weil vom Staat abhaengige Waehler (und nicht-Waehler) eben viel leichter unter Kontrolle zu bringen sind. Denen passt es ueberhaupt nicht, dass in den letzten Jahren sehr sehr viele einkommensschwaechere Leute Haeuser gekauft haben und den Immobilienbesitzstand in Amerika auf ueber 60% (!) bewegt haben. Da kommt die derzeitige Konsolidierung gerade recht. So ein armer "Benachteiligter" ist denen naemlich viel lieber in einem Ghettowohnblock ("sozialer Wohnungsbau fernab der Vororte, wo diese Obamawaehler(innen) wohnen) untergebracht, als wenn diese ploetzlich als Hausbesitzer Interessen (!) und Eigenverantwortung entwickeln. Ergo muss man jetzt ganz schnell ein "Rettungsprogramm" fuer die einrichten, die sich mit gewagten Krediten uebernommen haben.

    Ach ja: vielleicht koennen Sie mir mal erklaeren, wie man in der heutigen Gesetzeslage mal eben so derart grosse Summen an Kandidaten spenden kann...
    Und schon wird aus der Kreditkrise ein Segen für die "einkommensschwachen Leute" der USA. Klasse! Ich will auch so ein Programm für unsere Hartzis. Wenn wir mit dem Geld, das dann abgeschrieben werden muss unsere eigene Wirtschaft ankurbeln, tun dem Staat die paar Milliarden-Verluste auch nicht so weh. Also wie ging das nochmal?

    Die Banken vergeben Kredite an noch so hoffnungslose Fälle; schieben die Forderungen untereinander hin und her. Dann kommen deren Analysten ins Spiel und verpassen den maroden Papierchen ein AAA-Rating, damit die dummen Ausländer den Schrott auch kaufen. Die haben schließlich alle (bis auf die USA) eine Krankheit namens Global Saving Glut.

    Und dann haben wir wie die USA mit fremden Geld etwas für die Armen getan!! Und natürlich auch für die Reichen (Grundbesitzer, Makler, Baustoffhändler und Bauunternehmen). Die Reichen dürfen ihr Geld auch zu 100 Prozent behalten und von den Armen, die es nicht packen die Häusschen wieder abkaufen.

    Schöne Welt!