AFPVideos, Interviews, Reden: Ein Jahr nach der Erschießung Osama Bin Ladens lässt sich US-Präsident Obama als mutiger Bezwinger des Qaida-Führers feiern - und stellt die Entschlossenheit seines republikanischen Rivalen Romney in Frage. Der tote Terrorfürst hält Einzug in den amerikanischen Wahlkampf.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...830793,00.html
... und das ist erst der Anfang. Bis zur Wahl werden noch viele schmutzige Fragen und Details den Mississippi heruntergetrieben.
Das Traurige ist eher, dass so etwas Erfolg hat und dass sich die Wähler ernsthaft und in großen Scharen von solchen Dingen beeinflussen lassen, anstatt anhand wirklich wichtiger Fragen zu entscheiden. Vor allem deshalb wird der Wahlkampf auch immer so schmutzig geführt: weil es funktioniert. Da wird dann auch ein toter Terrorist durchs Dorf geschleift und die Sex-Eskapaden irgendwelcher Secret-Service-Mitarbeiter fein säuberlich seziert. Es gibt tatsächlich Leute, deren Wahlverhalten sich davon ernsthaft beeinflussen lässt.
das sich solche armseligkeiten nicht auch bald bei uns etablieren...
Gibt es schon eine Stellungnahme vom Friedensnobelpreiskomitee? Ist er wieder nominiert?
Sind denn wirklich so viele Amerikaner so, wie sie in unseren vorurteilsbeladenen Köpfen umherschwirren? Schwachsinnige Waffennarren, die Gesetze begrüßen, durch die man seinen Landbesitz mittels Waffengewalt samt Fangschuss straflos verteidigen kann, die sich aber einen Dreck um die Umwelt oder ihre kriminelle Bankenstruktur kümmern, solange man nur die Fahne patriotisch anhimmelt?
Zunaechst einmal ist das kein Mord, wenn man jemanden, der einem ans Lebel will, toetet. Jedenfalls nicht im kriminellen Sinn. Das Obama die USA verteitigt ist doch wohl ganz normal. Jesus wuerde jedenfalls nicht zum US Praesidenten gewaehlt, auch nicht zum Bundeskanzler. Da wird schon was anderes erwartet.
Dem Frieden in der Welt wurde mit dieser Toetung auch hoffentlich beigetragen.
Obama hat schon bei der Preisverleihung gesagt, dass er vor einem Praeventivkrieg nicht zurueckschreckt. Das erwarten die amerikanischen Waehler von ihm, dafuer wurde er gewaeht. Nur diesen Menschen ist er verpflichtet. Wenn seine Gegener das Ernst nehmen und nicht verrueckt spielen, dann sichert das den Frieden auf der Welt.
Obama ist nicht dem Nobelpreiskomitee verpflichtet. Seine Verantwortung ist die Sicherheit der USA.
Also ich plädiere für einen weiteren Friedensnobelpreis an Barrack Obama.
Wer so bescheiden und so selten die Exekution eines Todfeindes erwähnt und wer so verdrießlich darauf verweist, dass im Krieg leider manchmal gezielte Tötungen notwendig sind, der muss doch als historisch unerreichter Friedensfürst entsprechend gewürdigt werden.
Und wo wir gerade dabei sind, könnte man in Oslo auch gleich einen Sonderfriedensnobelpreis für das amerikanische Volk in Erwägung ziehen - nämlich wegen der komplett friedlichen Außen- und Innenpolitik der Vereinigten Staaten seit ihrem Bestehen.