13 von 17 Atomkraftwerken in Deutschland stehen ab dem Wochenende still - zum Beispiel wegen Wartungsarbeiten. Das ist eine enorme Herausforderung für die Steuerung der Stromnetze und zugleich eine Art Generalprobe für die Energieewende. Experten warnen vor Panik.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...763857,00.html
Was denn, interessiert das hier niemanden? Ich find's interessant und wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass das bereits so "gehen" würde. Also mit so wenigen KKW am Netz und dann angeblich auch noch ohne notwendigerweise auf Import angewiesen zu sein. Find's beinah schwer zu glauben, denn: Woher bitte kommt der Strom dann eigentlich? Haben die da was "zurückgelegt" und wir speisen Reserven ein? Ein paar Reaktoren werden normal weiterlaufen, gut. Der Rest? Kohle u. Gas, okay. Aber was bleibt: Von Wind und Sonne?? Falls das stimmt, weiß ich nicht, ob ich beeindruckt sein soll, oder mir eher angst und bange wird. Natürlich wünscht sich das kein Mensch, aber aus Sicht von Kernkraft-Befürwortern wäre so ein ordentlicher (wenn auch kurzweiliger) Totalausfall sicher nicht nur Anlass zum Ärgern: Seht, wir haben's ja gleich gesagt...
Den "Gefallen" aber werden sie uns nicht tun, sollte es Engpässe geben, da können die mir erzählen, was sie wollen, wird halt ordentlich importiert. Aus Frankreich dann doch wohl und seinen ehrlichen, sicheren, verlässlichen Atomkraftwerken. ;-D Als "Atomausstieg" wird man es uns so oder so verkaufen, das ist ja quasi schon abgemachte Sache und, was nicht sein darf, kann bekanntlich sowieso nicht sein.
Lustigerweise hatte wir hier kürzlich erst eine durchaus merkliche Netzstörung. Keine Ahnung, was genau los war, aber auch wenn ich, gefühlt, schon seit zig Jahren keinen Stromausfall mehr erlebt hatte (!), war das keine kleine Sache. Der Strom war nicht etwa 'ne Zeit lang ganz weg, sondern er kam, immer mal wieder, so "schubweise" irgendwie. Dann ging's paar Sekunden, oder eine Minute und - *WAPP* - wieder alles dunkel. (Es war früh morgens) Und das zog sich dann so ungefähr eine Stunde hin (gefühlt waren's zwei), bis es mal soweit war, dass wir länger Strom hatten, als dass wir keinen hatten. Richtig stabil und unterbrechungsfrei wurde die Versorgung erst wieder zum frühen Vormittag hin. Hab ich selten erlebt. Gegen diesen Gedanken "Aha, Atomausstieg.." konnte man sich irgendwie kaum wehren und das, obwohl ich vom Umstand der Großabschaltung zum kommenden Wochenende gerade eben erst, hier auf Spon erfuhr.
Ich würde allerdings Gegenwetten annehmen, wenn ich darauf setzen dürfte, dass wir es in Zukunft & ohne Atom dann mindestens mal öfter mit so was zu tun haben werden. Die Menschen könnten sich noch wundern. Und man wird sich diese KKW zurücksehen, die, wenn man ehrlich ist, ohnehin niemandem etwas taten. Außer vielleicht zu Gute. Und zwar Strom! Und mit Verlass! Und sauber!
Das wird spannend. Laut Prognose unserer Atomlobbyschreiberlinge wird alles zusammenbrechen. Warten wir es ab. Dabei gibt es noch gar keine nennenswerte Substitution für die Kernkraftwerke, so wie sie in zehn Jahren mit erheblich mehr Windmühlen, Solarzellen und Biogaskraftwerke sowie Batterien in jedem Keller als Speicher vorhanden sein wird.
Mir wurde gerade eine 10kW Solaranlage für 20.000,-€ angeboten, allerdings ohne Installation, aber das schaffe ich alleine. Wenn ich von dreizig Jahren Nutzungsdauer bei linear abnehmender Leistung auf 5KW ausgehen und mir unseren guten Sonnenstandort anschaue, dann ist die KW/h jetzt schon billiger, als mit den Netzpreisen bei Kleinverbrauchern.
Die Zeit ist reif für weitere Millionen Dächer voller Solaranlagen. Und das wird der Totesstoß für unsere AKWs. Sie sind ein Kropf aus dem kalten Krieg, als jeder die Möglichkeit der Atomwaffen haben wollte.
Die einzige ernste offene Frage ist die nach radioaktiven medizinischen Nukliden. Aber dafür reicht ein einziger kleiner Forschngsreaktor als Neutronenquelle. Für den Zweck sollten zwei Anlagen erhalten oder neu errchtet werden.
Darf ich daran erinnern dass in B-W die grün-rote Landesregierung die Energieversorgung kontrolliert?
Dem Land gehört 45% von EnBW und weitere 45% gehören den Kommunen in B-W.
Wollen Sie behaupten dass Kretschmann als Verantwortlicher für die Atomkraftwerke in B-W und das Land und die Kommunen in B-W über das STAATSUNTERNEHMEN EnBW vorsätzlich den Bürger betrügen?
Deshalb KANN es in B-W ja auch gar nicht zu Stromausfällen kommen. Weil das alles nur pöööse Propaganda der Atomlobby ist. Ich verstehe auch nicht warum Kretschmann nicht schon das Herunterfahren der verbliebenen zwei KKernkraftwerke angeordnet hat wo doch der "Atomausstieg jetzt!" von den Grünen propagiert wurde und grüne Energieexperten bewiesen haben dass man in D jederzeit auf Atomkraft verzichten kann.
Oder erweisen sich diese Behauptungen jetzt wo man auch selber handeln kann nur als heisse Luft?
Wann kommt denn Kretschmanns Ausstiegsplan für die landeseigenen Kernkraftwerke?
Welche Panik ist gemeint? Die davor, daß ein Erdbeben der Stärke 9 oder ein 30-Meter-Tsunami ein deutsches Kernkraftwerk beschädigen könnte.
Leider nicht. Kaum ein "Experte" hat diese Art der deutschen Panik für völlig lächerlich erklärt. Im Gegenteil: Mittels immer neuer "Panikgeschichten" aus Fukushima hat man den Deutschen richtig Angst vor Kernkraft gemacht - und in "German Angst" sind wir Deutschen leider Spitze.
Also:
Weg mit den KKWs
Weg mit Kohlekraftwerken
Her mit Photovoltaik und Windenergie.
Das Ergebnis? Irre Kosten und dank fehlender Speichermittel werden wir öfter mal im Dunklen und Kalten sitzen.
Deshalb sollten wir keine Panik schieben, aber zumindest Angst vor der Energiewende kriegen. Auch wenn die "Experten" (laßt mich raten: Greenpeace und Co? Vertreter der Solarwirtschaft?) uns mal wieder versichern: "Alles wird gut".
Gruß
berd