Dann werden sie ja bald auch mal den Nobelpreis gewinnen und Schachweltmeisterin werden.
Jungs können gut rechnen, Mädchen sind eher Sprachtalente - stimmen diese Klischees wirklich? Eine neue Analyse zeigt, dass die angeblich typisch weiblichen Probleme mit Mathematik weniger mit dem Geschlecht als mit dem kulturellen Hintergrund zu tun haben.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...803387,00.html
Dann werden sie ja bald auch mal den Nobelpreis gewinnen und Schachweltmeisterin werden.
Nobelpreis Physiologie
oder Medizin
1947 - Gerty Therese Cori
1977 - Rosalyn Sussman Yalow
1983 - Barbara McClintock
1986 - Rita Levi-Montalcini
1988 - Gertrude Elion
1995 - Christiane Nusslein-Volhard
2004 - Linda B. Buck
2008 - Françoise Barré-Sinoussi
2009 - Carol Greider
2009 - Elizabeth Blackburn
Nobelpreis Chemie
1911 - Marie Curie
1935 - Irene Joliot-Curie
1964 - Dorothy Crowfoot Hodgkin
2009 - Ada E. Yonath
Nobelpreis Physik
1903 - Marie Curie
1963 - Maria Goeppert-Mayer
Die Nobelpreisträgerinnen für Frieden und Literatur habe ich mal rausgelassen. Marie Curie hat den Nobelpreis übrigens gleich zwei mal bekommen und ihre Tochter ist auch Nobelpreisträgerin.
Und es gibt natürlich Schachweltmeisterinnen, nämlich bei den Frauenweltmeisterschaften im Schach. Aber wahrscheinlich zählt das nicht, da ja nicht gegen Männer gespielt wird... Judith Polgár ist übrigens seit 2003 offiziell Schach-Super-Großmeisterin und gewann 2011 die Bronzemedaille bei der (gemischten) Europameisterschaft
Dann wird das in der Bundesrepublik wohl nichts, denn die hat den Schritt Gleichberechtigung gleich ausgelassen und ist an der zwangsweisen Gleich- und Besserstellung von Frauen dran.
Zur den in der Ueberschrifft skizzierten Vorurteilen. Da war schon die DDR seelig weiter. Ich bin Mathematiker und ich habe mit Frauen studiert - ca. 50/50 personell. Ich finde es absolut laestig, mich mit diesem altbundesdeutschem Quatsch auseinanderzusetzen.
Dabei ist die Frage interessant und so schon kontrovers. Zeigt sich z.B . in folgender Aeusserung aus dem Artikel:
Ja, und? Es ist doch keineswegs so, dass das Fehlen dieser Plaetze die Dinge erklaert. Ja, es ist unmoeglich diese Dinge in Teilzeit zu betreiben. Der Begriff Teilzeit geht allerdings viel weiter.Dass es in westlichen Ländern nach wie vor nur relativ wenige Mathe-Professorinnen gibt, führt Mertz auch auf den Mangel an Kita- und Hortplätzen zurück. "Es ist so gut wie unmöglich, Spitzenforschung in Teilzeit zu betreiben."
Jemand hat einmal gesagt, Mathematik ist DIE Wissenschaft fuer junge Maenner. Im Gegensatz zum Vorurteil wird dort naemlich jede Menge an Testosteron sublimiert. Da ist kein Platz fuer Kinder und ausgeglichenes Leben. Ja das ist ein Preis, aber an den denken immer nur die Besorgten, nie die Betroffenen. Haben die gar keine Zeit dazu. Galois war mit 20 tot, Abel ebenfalls weit vor den 30. Riemann 40. Alles nicht so gesund...
Aber gebrannt haben sie. Mit monothematischer Ausrichtung, aber grosser Tiefe... Das bringt Neuheit und Leistung. Es bedarf innerer Unabhaengigkeit von Altem und keine Angst vor Authoritaeten. Aber eben auch kein Verhaspeln in Streitigkeiten um ihrer selbst Willen (wie es Feministinnen of tun), sondern der Ausrichtung am Thema als Primat.
Und da sind Maenner gut - in Menge. Dasselbe wie bei den oft zitierten Firmengruendungen.
Mathematisches Vermoegen haben Frauen deswegen natuerlich. Es gab immer welche, Noether, Kowalewskaja. Die haben denselben persoenlichen Preis Zahlen muessen, wie ihre auf demselben Niveau taetigen Spitzenmaennchen. Und dazu sind eben nur wenige bereit.
[QUOTE=sysop;9295307]Jungs können gut rechnen, Mädchen sind eher Sprachtalente - stimmen diese Klischees wirklich?
Das sind keine Klischees, sondern Tatsachen, die sich teilweise auch aufgrund kultureller Sozialisation festellten lassen (aber eben nicht ausschließlich). Dennoch ist es ein Faktum, dass Jungen und Mächen unterschiedliche gehirnanatomische und funktionelle Besonderheiten aufweisen, die sich neurowissenschaftlich eindeutig mittels Bildgebung sowie psychologisch mittels Leistungstests feststellen lassen. Die Geschlechtsspezifität spielt seit Jahrzehnten in der biologischen Psycholgie und seit den 90er-Jahren in den Neurowissenschaften eine bedeutende Rolle und ist in diesen beiden Wissenschaften genauestens dokumentiert (z. B. in Schandry: Biologische Psychologie oder Pinel: Biopsychologie oder Bear et al.: Neurowissenschaften).
Als Beispiele (die ohnehin jeder kennt) kann man anführen:
Mädchen beginnen früher zu sprechen, weisen kaum Sprachentwicklungstörungen auf (im Gegensatz zu Jungen)
Das Rett-Syndrom ist nur bei Mädchen bekannt
Mädchen schneiden im verbalen Intelligenztest in der Regel besser ab (Simon-Binét-Test)
Jungen schneiden in der Regel in der mentalen Rotation besser ab (Wechsler-Intelligenztest)
Mädchen arbeiten, auch bedingt und abhängig vom Hormonstatus (Vermittlung durch Progesteron), mit beiden Hirnhälften, Jungen weisen je nach Anforderung starke rechts- oder links Lateralisation auf. Aus diesem Grund erholen sich Frauen von Schlaganfällen auch leichter als Männer etc, etc, etc.
Alles immer nur auf die Sozialisation zurückzuführen ist der Wissensstand der 70er-Jahre und sollte eigentlich nun mal endgültig überwunden sein. In Nordamerika gibt es jedenfalls einen gewissen Porzentsatz von Jungen und Mädchen (Schätzungen etwa 10-20%), die über sog. Transgender abilities verfügen (J. Demos: Getting started with Neurofeedback).
Interessierte können sich hier einen Eindruck verschaffen über die Abhängigkeit der Hirnfunktionalität vom Geschlecht:
http://www.bio.psy.ruhr-uni-bochum.d...Geschlecht.PDF
Wo ist der Link bzw. der Quellenverweis zur Studie? Ich möchte mich nicht auf die Interpretation von SPIEGEL-Autoren verlassen.